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Schaumburger Nachrichten , 19.11.2007 :

"Es gab auch die anderen, die besseren Deutschen" / Erinnerung am Ehrenmal: Als der Feuersturm kam

Heessen. Sowohl mit der dunklen deutschen Vergangenheit als auch mit der Gegenwart und Zukunft befasste sich Bürgermeister Wilhelm Brümmel in seiner Gedenkrede am Heeßer Ehrenmal. Er erinnerte unter anderem an den Bombenkrieg, der viele Opfer unter Frauen und Kindern forderte. Beim schwersten Luftangriff auf Hannover während des Zweiten Weltkrieges in der Nacht zum 9. Oktober 1943 seien allein 28.000 Phosphorbomben, 230.000 Brandbomben und 3.000 Sprengbomben gefallen. Auf diese Weise sind in Deutschland allein eine halbe Million Menschen umgekommen.
Außer den vielen Soldaten, die in den beiden Weltkriegen und noch danach in den Gefangenlagern starben, erwähnte der Bürgermeister auch die Millionen jüdischer Mitbürger, die in den Gaskammern der Konzentrationslager ihr Leben ließen oder die verhungerten. "Wir empfinden tiefe Scham für das, was da geschehen ist", erklärte Brümmel.

Er verhehlte jedoch nicht, dass es auch einige andere Deutsche gab. Zum Beispiel jene Männer, die vergeblich versucht hatten, den Diktator und Massenmörder Hitler umzubringen, und die dafür ihr Leben einbüssten. Brümmel warnte vor den Ewiggestrigen und den unbelehrbaren Rechtsextremisten und lobte die Arbeit des Volksbundes, der einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leiste.

Pastor Reiner Rinne betonte in seiner kurzen Andacht, dass "unser Leben heute im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern" stehe. Anschließend wurde ein Kranz niedergelegt. Ein Trompeter spielte das Lied "Vom guten Kameraden".

Bildunterschrift: Die Kranzniederlegung am Ehrenmal: Unter den Teilnehmern der Feier am Ehrenmal in Heeßen ist auch eine Fahnenabordnung des Schützenvereins.


sn@madsack.de

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