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Bielefelder Tageblatt (OH) / Neue Westfälische , 06.03.2007 :

"Es gibt immer weniger Zeitzeugen" / Geschichtspreis zum Zweiten Weltkrieg für Schüler und Studenten ausgeschrieben

Bielefeld (ekr). Mit dem erneut ausgeschriebenen Bielefelder Geschichtspreis will der Ausrichter die Erinnerung an die Zeit des Zweiten Weltkriegs wachhalten. Die Bewerbungsfrist für Schüler, Studenten und Jugendgruppen ist angelaufen.

Seit 2004 vergibt der "Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wehrmacht" den Preis für Arbeiten, die sich mit Zeit des Zweiten Weltkriegs in Bielefeld und in Ostwestfalen-Lippe beschäftigen. Themenschwerpunkte können Aspekte der Kriegsvorbereitung sein, Militärmaßnahmen und -politik, Kindheit und Jugend unter Kriegsbedingungen oder Aspekte der Verfolgung von Minderheiten.

Klaus Rees vom Verein für Aufarbeitung hält den Preis für wichtiger denn je. "Es gibt immer weniger Zeitzeugen", sagt Rees. Das Treffen mit Menschen, die die Zeit erlebt haben, sei für junge Leute eine wichtige Erfahrung.

Zuletzt hatte sich eine preisgekrönte Arbeit mit den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs in einem Nebenlager des Kriegsgefangenenlagers Schloß Holte-Stukenbrock beschäftigt. Für seine Recherchen hatte ein Gymnasiast Dokumente aus Bundeswehr-Archiven ausgewertet, die bisher in der Forschung unberücksichtigt geblieben sind. Weitere Preise waren unter anderem an Gruppen gegangen, die zusammen mit polnischen Schülern eine Ausstellung erarbeitet hatten und einen Stadtrundgang vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs zusammengestellt hatten.

Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro, Einsendeschluss ist der 19. Oktober. Der Preis soll in der Woche des 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, verliehen werden. In der Jury sitzen unter anderem Geschichtswissenschaftler, Lehrer, Vertreter vom Jugendkulturring und Stadtarchiv sowie vom Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wehrmacht.

Informationen in der Geschäftsstelle des Vereins Arbeit und Leben, Ravensberger Park, Telefon 516963, E-Mail: hd@aulbi.de


lok-red.bielefeld@neue-westfaelische.de

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