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Radio Westfalica ,
18.06.2012 :
Schloss Arensburg in neuen Händen
Das Schloss Arensburg in Steinbergen hat den Besitzer gewechselt. Bei einer Versteigerung im Kölner Hilton-Hotel erwarb eine Geschäftsfrau aus Münster das Schloss – für rund eine viertel Million Euro. Was sie mit dem Anwesen nahe der Autobahn zwei vorhat, will sie in den nächsten Tagen sagen. Neben ihr gab es bei der Versteigerung nur einen weiteren Kaufinteressenten.
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Blick nach Rechts, 16.02.2012:
Schloss-Verkauf an Rechte?
Von Gideon Thalmann
Nach den jüngsten Immobilien-Deals in Thüringen droht nun in Niedersachsen ein Schloss an Rechtsextremisten zu fallen.
Das "Schloss Arensburg" in Rinteln (Kreis Schaumburg) soll verkauft werden. Rund 140.000 Quadratmeter umfasst das Gelände mit Schloss, Nebengebäude, Park Teichen, Landwirtschaft und Wald im Ortsteil Steinbergen. Im Ort befürchtet man nun, dass ein rechtsextremes Zentrum entstehen könnte.
Heinz Gruber (Jg. 1957) aus Königsdahlum bei Bockenem (Kreis Hildesheim) will das Schloss laut einem Schild an der Zufahrt nun verkaufen. Der Sohn des "Erfinders", Nino Gruber (Jg. 1986), hatte laut einem Zeitungsbericht das Schloss 2010 gekauft und an seinen Vater verpachtet. Beide Grubers sind an einem Unternehmen in Seesen (Kreis Goslar) beteiligt, das unter anderem dem Metallbauer-Handwerk nachgeht. Dieses sei, so Gruber, von einer anderen Firma betrogen worden.
Der "Notverkauf", so kündigt es Gruber mit einem gelben Schild am Schloss an, sei wegen "legaler Nadelstreifenverbrecher" nötig. Doch in dem kleinen Ort im Weserbergland und in der Lokalpresse erregt vor allem eine Ankündigung Besorgnis: An "Islamisten, Rechte, Linke", aber auch "Rocker, Sekten" und "Rotlicht" würde der Besitzer die Immobilie veräußern. "Ideal zur Gründung eines Mikrostaates", heißt es auf dem Schild. Der aus dem österreichischen Kärnten stammende Gruber schreibt auf dem gelben Plakat, das den "Notverkauf" bekannt gibt, vom "Kampf gegen den Raubtierkapitalismus".
Angeblich soll bereits eine rechte Gruppierung Interesse an dem Schloss bekundet haben, um eine Art Schulungszentrum zu errichten, heißt es in der "Schaumburger Zeitung". Zum "Tag der Arbeit", am 1. Mai in diesem Jahr, sollen Bezahlung und Übergabe über die Bühne gehen.
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