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Schaumburger Nachrichten Online ,
17.06.2012 :
Verkauf / Arensburg hat neue Eigentümerin
17.06.2012 - 18.21 Uhr
Das Schloss Arensburg hat eine neue Eigentümerin: Während einer Immobilienversteigerung im Kölner Hilton-Hotel hat das Anwesen seinen Besitzer gewechselt.
Steinbergen / Köln (ll). Für 254.000 Euro bekam eine Geschäftsfrau aus Münster in Nordrhein-Westfalen am Sonnabend den Zuschlag. Das Mindestgebot lag bei 188.000 Euro.
Die neue Eigentümerin, die noch nicht genannt werden will, war nicht persönlich bei der Versteigerung anwesend. Sie gab ihr Gebot per Telefon ab. Darüber, was sie mit dem Schloss vorhabe, wollte sich die Ersteigererin am Wochenende noch nicht äußern. Sie kündigte aber die Darlegung ihrer Pläne für die nächsten Tage an.
Bei der Auktion gab es nur zwei Kaufinteressenten für das Schloss Arensburg: die neue Besitzerin sowie ein Unternehmen aus Hessen. Nach Informationen unserer Zeitung war vor der Versteigerung auch ein Geschäftsmann aus Rinteln an dem Erwerb von Schloss Arensburg interessiert. Bei den Auktionatoren ging aber weder ein schriftliches Gebot aus der Weserstadt noch ein telefonisches oder persönliches Gebot zum Auktionstermin ein.
Bildunterschrift: Welche Pläne gibt es mit Schloss Arensburg?
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Blick nach Rechts, 16.02.2012:
Schloss-Verkauf an Rechte?
Von Gideon Thalmann
Nach den jüngsten Immobilien-Deals in Thüringen droht nun in Niedersachsen ein Schloss an Rechtsextremisten zu fallen.
Das "Schloss Arensburg" in Rinteln (Kreis Schaumburg) soll verkauft werden. Rund 140.000 Quadratmeter umfasst das Gelände mit Schloss, Nebengebäude, Park Teichen, Landwirtschaft und Wald im Ortsteil Steinbergen. Im Ort befürchtet man nun, dass ein rechtsextremes Zentrum entstehen könnte.
Heinz Gruber (Jg. 1957) aus Königsdahlum bei Bockenem (Kreis Hildesheim) will das Schloss laut einem Schild an der Zufahrt nun verkaufen. Der Sohn des "Erfinders", Nino Gruber (Jg. 1986), hatte laut einem Zeitungsbericht das Schloss 2010 gekauft und an seinen Vater verpachtet. Beide Grubers sind an einem Unternehmen in Seesen (Kreis Goslar) beteiligt, das unter anderem dem Metallbauer-Handwerk nachgeht. Dieses sei, so Gruber, von einer anderen Firma betrogen worden.
Der "Notverkauf", so kündigt es Gruber mit einem gelben Schild am Schloss an, sei wegen "legaler Nadelstreifenverbrecher" nötig. Doch in dem kleinen Ort im Weserbergland und in der Lokalpresse erregt vor allem eine Ankündigung Besorgnis: An "Islamisten, Rechte, Linke", aber auch "Rocker, Sekten" und "Rotlicht" würde der Besitzer die Immobilie veräußern. "Ideal zur Gründung eines Mikrostaates", heißt es auf dem Schild. Der aus dem österreichischen Kärnten stammende Gruber schreibt auf dem gelben Plakat, das den "Notverkauf" bekannt gibt, vom "Kampf gegen den Raubtierkapitalismus".
Angeblich soll bereits eine rechte Gruppierung Interesse an dem Schloss bekundet haben, um eine Art Schulungszentrum zu errichten, heißt es in der "Schaumburger Zeitung". Zum "Tag der Arbeit", am 1. Mai in diesem Jahr, sollen Bezahlung und Übergabe über die Bühne gehen.
sn@madsack.de
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