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Aktuell 17 Termine , 15.09.2021 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


Januar 2022:

06.01.2022: Ausstellung: Krankenmorde und Deportationen aus Bielefeld und Bethel in der NS-Zeit

November 2021:

06.11.2021: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

Oktober 2021:

02.10.2021: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

September 2021:

28.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

26.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

23.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

19.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

17.09.2021: Warburg: Stadtrundgang: Die Geschichte jüdischer Familien in Warburg

15.09.2021: Paderborn: Höcke ade - Demonstration gegen "AfD"-Kundgebung
15.09.2021: Herford: Kranzniederlegung zum 77. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger

14.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote
14.09.2021: Löhne: Lesung mit Diskussion mit Dr. Matthias Quent: Deutschland rechts außen

12.09.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

11.09.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

10.09.2021: Warburg: Führung über den jüdischen Friedhof in Warburg mit Michael Thebille

09.09.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote
09.09.2021: Bielefeld: "Rassismus tötet" - Demonstration zum 21. Jahrestag des ersten NSU-Mordes

August 2021:

12.08.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

01.08.2021: Bergen-Belsen: Gedenkorte als Raum politischer Kämpfe um Bleiberecht, Bewegungsfreiheit

Juli 2021:

25.07.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

24.07.2021: Horn-Bad Meinberg: Protest gegen antiziganistische "AfD"-Wahlkampf-Kundgebung

10.07.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote

01.07.2021: Annelie Buntenbach, Kai Venohr: Organisierte Arbeitnehmerschaft und Rechtsextremismus

Juni 2021:

27.06.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

26.06.2021: Stukenbrock: Führung: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K), Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstote
26.06.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

20.06.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

15.06.2021: Münster: Vortrag von Peter Barthold: "Eine vergessene Synagoge von 1633"

13.06.2021: Herford: Ausstellung: Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford

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- Donnerstag, 6. Januar 2022 um 18.00 Uhr -


Eröffnung der Ausstellung: Krankenmorde und Deportationen aus Bielefeld und Bethel in der NS-Zeit


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Wie sahen Lebenswelten und Lebenswege jüdischer Personen aus Bielefeld aus? Wann erfolgten Deportationen in Tötungseinrichtungen?
Wie sahen im Nationalsozialismus Lebenswege von Kindern und Erwachsenen aus, die als "behindert", "nicht bildungsfähig", "nicht arbeitsfähig" oder als krank eingestuft wurden?

In Biografien dieser Personen und Chronologien institutioneller Praxen wird sowohl der jüdischen Personen im Nationalsozialismus als auch der Opfer der Krankenmorde ("Euthanasie") gedacht.


Die Ausstellung wurde erstellt von der Forschungsgruppe Bethel im Nationalsozialismus an der Fachhochschule Bielefeld.


Veranstalterin: Volkshochschule Bielefeld: www.vhs-bielefeld.de

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- Samstag, 6. November 2021 um 15.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Führung

Eine Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Samstag, 2. Oktober 2021 um 15.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Führung

Eine Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Dienstag, 28. September 2021 um 15.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/28-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Sonntag, 26. September 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/26-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Donnerstag, 23. September 2021 um 10.15 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/23-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Sonntag, 19. September 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/19-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Freitag, 17. September 2021 von 16.00 bis 18.15 Uhr -


Stadtrundgang mit Ruth Kröger-Bierhoff: Die Geschichte jüdischer Familien in Warburg auf der Grundlage von Stolpersteinen


Treffpunkt:

Emil-Herz-Platz
34414 Warburg


Anmeldung: www.vhs-diemel-egge-weser.de


In Warburg gab es jahrhundertelang eine bedeutende Jüdische Gemeinde. Die Jüdische Gemeinde Warburg bestand vom 15. Jahrhundert bis 1943 in Warburg und gehörte zu den bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Westfalen. 1686 bis 1806 waren ihre Rabbiner gleichzeitig Oberlandesrabbiner. Im 18.Jahrhundert wurde in Warburg die einzige Jeschiwa (Jüdische Hochschule) in Westfalen gegründet

Vor der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten gab es noch 160 Jüdinnen und Juden in der Kernstadt Warburg, bei 6.814 Einwohnerinnen und Einwohnern insgesamt.

Am 10. Dezember 1941 erfolgte die erste Massendeportation aus Warburg, bei der über 50 aus der Stadt und dem Amt Warburg-Land über Bielefeld in das Ghetto Riga "umgesiedelt" wurden. Erst 6 Tage später kamen sie dort an, 36 von ihnen starben dort.

Die nächsten Transporte direkt aus Warburg erfolgten am 28. März, 28. Juli und 27. August 1942. Sie gingen über Bielefeld nach Minsk, Theresienstadt und Auschwitz und führten überwiegend in den Tod.

Weitere Orte, in denen Gemeindemitglieder aus Warburg inhaftiert und ermordet wurden, waren Buchenwald, Bergen-Belsen, Łódź, Warschau, Gurs und Sobibor.

Lediglich fünf Warburger und sieben Rimbecker Jüdinnen und Juden überlebten und kehrten 1945 zunächst zurück. Drei blieben in Warburg und bauten sich eine neue Existenz auf, die anderen emigrierten in die Vereinigten Staaten und nach Palästina.

Der jüdische Friedhof von Warburg gehört zu den größten und schönsten seiner Art in Westfalen. Der Friedhof wurde von etwa 1828 /1830 bis 1971 belegt. Auf dem jüdischen Friedhof blieben trotz der Demolierungen während der NS-Zeit noch 265 Grabsteine erhalten. Aus zerstörten Grabsteinen wurde 1945 auf Veranlassung der Militärregierung ein Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Jüdinnen und Juden errichtet.


Heute erinnern wie in vielen anderen Städten Stolpersteine an Warburger Jüdinnen und Juden. Dieser besondere Stadtrundgang erinnert an das Leben ehemaliger jüdischer Mitbürger und Mitbürgerinnen.


Veranstalterin: Volkshochschule Warburg: www.vhs-diemel-egge-weser.de

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- Mittwoch, 15. September 2021 um 16.00 Uhr -


Höcke ade - Demonstration gegen "AfD"-Kundgebung


Auftaktkundgebung:

Parkplatz Florianstraße
Bahnhofstraße 14
33102 Paderborn


Hinweis: Es gelten die gleichen Regeln wie immer: Haltet die geforderten Abstände ein, tragt eine OP- oder FFP2-Maske und lasst euch wenn möglich vor der Anreise testen.


Am 15. September 2021 will die AfD auf dem Paderborner Marktplatz eine Wahlkampfveranstaltung durchführen. Sprechen soll neben reichlich provinzieller AfD-Prominenz auch bundesweit bekannter Faschist Björn Höcke. Auch dieses Mal ist das Programm absehbar: rassistische Hetze, Verschwörungsideologien und Faschismus.

Für nichts davon gibt es Platz in Paderborn! Das Paderborner Bündnis gegen Rechts stellt sich daher dieser faschistischen Melange entgegen und ruft alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, sich anzuschließen! Unser Gegenprotest beginnt um 16.00 Uhr auf der Wiese hinter dem Florian-Parkplatz (Bahnhofstraße 14). Nach einigen Redebeiträgen ziehen wir anschließend Richtung Innenstadt, um den auflaufenden AfDlerinnen / AfDlern lautstark zu zeigen, was wir von ihnen und ihrer Ideologie halten!


Veranstalterin: Paderborner Bündnis gegen Rechts


www.bgr-paderborn.de

www.facebook.com/paderbornerbuendnisgegenrechts

www.twitter.com/bgrpaderborn

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- Mittwoch, 15. September 2021 um 16.45 Uhr -


Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 77. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger


Treffpunkt:

Haupteingang Friedhof "Zum Ewigen Frieden"
Straße: Zum Ewigen Frieden
32049 Herford


Zum Gedenken an den am 15. September 1944 hingerichteten Metallarbeiter Heiko Ploeger und zur mahnenden Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror, laden Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kreisverband Herford, und das Kuratorium "Erinnern Forschen Gedenken" zur Gedenkfeier mit Kranzniederlegung ein.

Heiko Ploeger hörte ausländische Rundfunksender, verboten im Nationalsozialismus. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und hingerichtet.


Die Kranzniederlegung wird begleitet von musikalischen Beiträgen des Herforder Gewerkschaftschors.


Begrüßung: Friedel Böhse, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS.


Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung. Worte des Gedenkens sprechen für den Kreis Herford Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, desweiteren spricht Markus Kollmeier, Erziehungswissenschaftler und Mitarbeiter von Arbeit und Leben Bielefeld.


"Für Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit"

steht auf dem Grabstein des Herforder Arbeiters Heiko Ploeger. Heiko Ploeger war ein einfacher, liebenswürdiger Mensch. Er war bescheiden, hilfsbereit und eher unauffällig. Auffällig wurde lediglich sein Streben für "ein freies Deutschland".

Gemeinsam mit anderen Arbeitern hörte Heiko Ploeger ausländische Rundfunksender ab und tauschte heimlich Meinungen aus über die Auswirkungen des Krieges auf die Situation der Arbeiter.

Sie träumten nicht vom revolutionären Umsturz, waren aber davon überzeugt, dass Hitler den Krieg nicht gewinnen konnte und dass nach dem Zusammenbruch ein demokratisch-sozialistisches System aufgebaut werden würde, welches vor allem für die Arbeiter und Arbeiterinnen mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen bedeutet hätte.

Am Abend des 18. Januar 1944 wurde Heiko Ploeger in seiner Wohnung in Herford verhaftet und in das Bielefelder Polizeigefängnis gebracht. Sein einziger Trost in dieser schlimmen Zeit im Gefängnis, aber auch Ausdruck seiner tiefen Verzweifelung und Leiden waren die Briefe an seine Frau Henny.

Heiko Ploeger wurde des Hochverrats angeklagt und Ende Juni 1944 in das Gefängnis nach Hamm verlegt. Für die Nationalsozialisten war er "ein gefährlicher Hetzer und Kriegsverbrecher". Die NS-Richter verurteilten ihn am 17. August 1944 zum Tode. Am 15. September 1944 wurde Heiko Ploeger gemeinsam mit anderen Widerstandskämpfern in Dortmund hingerichtet. Er wurde auf der Grundlage eines Gerichtsurteils ermordet, das im "Namen des Volkes" gesprochen wurde.

Es war die Absicht der NS-Machthaber, die Menschen, die Widerstand gegen ihr Regime leisteten, nicht nur physisch zu vernichten. Auch ihre Namen, so hatte es Propagandaminister Goebbels verlangt, sollten für immer aus der Geschichte gestrichen werden. Es ist ein Anliegen dieser Veranstaltung zu zeigen, dass es unmöglich ist, die Spuren eines Menschen völlig auszulöschen.

Heiko und Henny Ploeger kannten sich seit den 1920er Jahren. Sie lebten eine sehr innige Beziehung und waren auch in ihren politischen Überzeugungen verbunden. In den Anfangsjahren der NS-Diktatur verteilten sie in Herford heimlich Flugblätter gegen das Regime. Nach der Verhaftung ihres Mannes im Januar 1944 lebte Henny Ploeger nur noch in der Hoffnung auf die Zeit danach. Als er ermordet wurde, verlor sie jeden Lebensmut. Schwer erkrankt starb sie ein halbes Jahr später.

Mit dieser alljährlich wiederkehrenden Veranstaltung wollen der DGB-Kreisverband Herford, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS, das Kuratorium Erinnern, Forschen, Gedenken sowie die Stadt und der Kreis Herford an das Schicksal von Heiko Ploeger erinnern und mahnen, dass so etwas nie wieder geschieht.

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- Dienstag, 14. September 2021 um 15.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/14-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Dienstag, 14. September 2021 um 19.30 Uhr -


Lesung mit Diskussion mit Dr. Matthias Quent: Deutschland rechts außen


Veranstaltungsort:

Volkshochschule Löhne
Werretalhalle
Erdgeschoss, Saal 2
Alte Bünder Straße 14
32584 Löhne

www.vhs-loehne.de


Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können

Reaktionäre Parteien verzeichnen wachsenden Zulauf - und sie gewinnen sogar Wahlen. Der Hass wächst, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geraten unter Druck. Doch der Rechtsruck ist kein zufälliges Phänomen - im Gegenteil: Die extreme Rechte arbeitet seit Jahrzehnten daran, ihre Pläne umzusetzen. Sie versucht, auch die Corona-Krise für ihre Zwecke zu instrumentalisieren - mit mäßigem Erfolg.

Dr. Matthias Quent deckt faktenreich die Strategien und Ziele der radikalen Rechten auf, gibt Handlungsempfehlungen für den alltäglichen und politischen Umgang mit ihnen - in und nach der Corona-Pandemie.


Dr. Matthias Quent, 1986 geboren und aufgewachsen in Thüringen, ist Soziologe und profilierter Rechtsextremismusforscher. Er ist Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) der Amadeu Antonio Stiftung in Jena. Gegründet als Konsequenz aus dem NSU-Komplex, werden dort Ursachen und Erscheinungsformen von Diskriminierung, Hass, politischer Gewalt und Demokratie-Feindlichkeit erforscht. Sein Buch "Deutschland rechts außen" wurde im Mai 2020 mit dem Preis "Das politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet.


Matthias Quent: "Deutschland rechts außen: Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können", Piper Verlag, 5. August 2019, 304 Seiten, ISBN 978-3-492-06170-4.


Die Veranstaltung findet in Kooperation der Volkshochschule Löhne, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreis Herford sowie Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB / VHS e.V. statt.

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- Sonntag, 12. September 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung ist die Gedenkstätte Zellentrakt wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Teilnehmende gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Samstag, 11. September 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung ist die Gedenkstätte Zellentrakt wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Teilnehmende gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Freitag, 10. September 2021 von 15.00 bis 16.30 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Warburg mit Michael Thebille


Treffpunkt:

Emil-Herz-Platz
34414 Warburg


Anmeldung: www.vhs-diemel-egge-weser.de


Aus Respekt vor der jüdischen Tradition werden die männlichen Teilnehmer gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.


In Warburg gab es jahrhundertelang eine bedeutende Jüdische Gemeinde. Die Jüdische Gemeinde Warburg bestand vom 15. Jahrhundert bis 1943 in Warburg und gehörte zu den bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Westfalen. 1686 bis 1806 waren ihre Rabbiner gleichzeitig Oberlandesrabbiner. Im 18.Jahrhundert wurde in Warburg die einzige Jeschiwa (Jüdische Hochschule) in Westfalen gegründet

Vor der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten gab es noch 160 Jüdinnen und Juden in der Kernstadt Warburg, bei 6.814 Einwohnerinnen und Einwohnern insgesamt.

Am 10. Dezember 1941 erfolgte die erste Massendeportation aus Warburg, bei der über 50 aus der Stadt und dem Amt Warburg-Land über Bielefeld in das Ghetto Riga "umgesiedelt" wurden. Erst 6 Tage später kamen sie dort an, 36 von ihnen starben dort.

Die nächsten Transporte direkt aus Warburg erfolgten am 28. März, 28. Juli und 27. August 1942. Sie gingen über Bielefeld nach Minsk, Theresienstadt und Auschwitz und führten überwiegend in den Tod.

Weitere Orte, in denen Gemeindemitglieder aus Warburg inhaftiert und ermordet wurden, waren Buchenwald, Bergen-Belsen, Łódź, Warschau, Gurs und Sobibor.

Lediglich fünf Warburger und sieben Rimbecker Jüdinnen und Juden überlebten und kehrten 1945 zunächst zurück. Drei blieben in Warburg und bauten sich eine neue Existenz auf, die anderen emigrierten in die Vereinigten Staaten und nach Palästina.

Der jüdische Friedhof von Warburg gehört zu den größten und schönsten seiner Art in Westfalen. Der Friedhof wurde von etwa 1828 /1830 bis 1971 belegt. Auf dem jüdischen Friedhof blieben trotz der Demolierungen während der NS-Zeit noch 265 Grabsteine erhalten. Aus zerstörten Grabsteinen wurde 1945 auf Veranlassung der Militärregierung ein Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Jüdinnen und Juden errichtet.


Bei einem Spaziergang wird auf die Schicksale und Biographien zum Teil bedeutender jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger eingegangen.


Veranstalterin: Volkshochschule Warburg: www.vhs-diemel-egge-weser.de

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- Donnerstag, 9. September 2021 um 10.15 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/09-09-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Donnerstag, 9. September 2021 um 18.00 Uhr -


"Rassismus tötet" - Demonstration zum 21. Jahrestag des ersten NSU-Mordes an Enver Simsek


Auftaktkundgebung:

Hauptbahnhof Bielefeld
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


Zum 21. Jahrestag des ersten NSU-Mordes an Enver Simsek

Der rechte Terror ist eine Bedrohung, die uns alle angeht! Am 9. September 2000 wurde Enver Şimşek ermordet. Das war der Auftakt der NSU-Mordserie, der größten rechten Mord- und Anschlagsserie der BRD. Diese hielt sechs Jahre an, kostete zehn Menschenleben, ungleich mehr trauernde Angehörige und lässt zahlreiche Fragezeichen offen, die der fünf Jahre andauernde Prozess nicht klären konnte. Heute, 21 Jahre später, ist weder der institutionelle Rassismus der Behörden aufbereitet worden, noch wurde die Rolle des Verfassungsschutzes abschließend aufgeklärt. So wurde niemals untersucht wie wichtige Akten vernichtet werden konnten oder welche Verbindungen zu extrem rechten Netzwerken bestanden.

Anlässlich des Jahrestag des ersten nachgewiesenen NSU-Mordes rufen wir am 9. September 2021 um 18.00 Uhr zur Demonstration und anschließender Kundgebung auf, um ein Zeichen gegen rechten Terror zu setzen und den Opfern der rassistisch motivierten Morde Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat zu gedenken.


Veranstalterin: DGB-Region Ostwestfalen-Lippe.

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- Donnerstag, 12. August 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Wir bitten Sie, sich mit Ihren Kontaktdaten verbindlich zur Führung anzumelden:

www.stalag326.de/12-08-2021-oeffentliche-fuehrung

Da sich die Gedenkstätte auf dem Gelände der Polizeischule befindet, müssen Sie einen gültigen Personalausweis mit sich führen. Sie müssen entweder geimpft oder genesen sein, beziehungsweise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Buchgeschenk:

Jeder Gast beziehungsweise jede Familie erhält als Geschenk das Buch von Karl Hüser: "Das Stammlager 326 (VI K) Senne 1941 - 1945 - Sowjetische Kriegsgefangene als Opfer des nationalsozialistischen Weltanschauungskrieges".


Gedenkstätte:

Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

Friedhof:

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Sonntag, 1. August 2021 um 13.00 Uhr -


Gedenkorte als Raum politischer Kämpfe um Bleiberecht und Bewegungsfreiheit


Weitere Informationen unter: www.facebook.com/events/873676816891305/?ref=newsfeed


Veranstaltungsort:

Gedenkstätte Bergen-Belsen
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide

https://bergen-belsen.stiftung-ng.de/de/


Hinweis: Die Veranstaltung findet im Freien unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung statt.


Bleiberechtskämpfe und Kämpfe um Bewegungsfreiheit finden in der deutschen Gesellschaft vor dem historischen Hintergrund des Faschismus statt. Gedenkstätten waren und sind nicht nur Orte des Erinnerns, sondern seit ihrem Bestehen auch Orte von politischen Auseinandersetzungen. Bis heute besetzen Roma als Nachfahren der Überlebenden des Porajmos immer wieder Gedenkstätten, um gegen ihre Abschiebungen zu protestieren und Kontinuitäten der Verfolgung zu beleuchten.

Direkt nach Ende des Faschismus fanden unter anderem auch im Displaced-Person-Camp in Bergen-Belsen Kämpfe um die Bewegungsfreiheit der jüdischen Überlebenden statt.


Veranstalterinnen:

Roma Center e.V. und Roma Antidiscrimination Network in Kooperation mit Mitgliedern der Jüdischen Hochschulgruppe Göttingen und der Antifaschistischen Linken Göttingen (A.L.I.).


www.ran.eu.com
www.roma-center.de

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- Sonntag, 25. Juli 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Anmeldung: bis zum 24.06.2021: info@stalag326.de

www.stalag326.de/25-07-2021-oeffentliche-fuehrung

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen.


Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Samstag, 24. Juli 2021 um 12.00 Uhr -


Protest gegen antiziganistische "AfD"-Wahlkampf-Kundgebung


Veranstaltungsort:
Marktplatz
32805 Horn-Bad Meinberg


Aktuelle Informationen in Kürze unter:


www.arbeitskreis-gegen-nazis.de

www.facebook.com/agn.hbm


Für Samstag, den 24. Juli 2021 um 12.00 Uhr, bewirbt der völkisch-nationalistische "Bezirksverband Detmold / OWL" der "Alternative für Deutschland" am Marktplatz in Horn-Bad Meinberg eine antiziganistische Kundgebung unter dem Motto "Für Recht und Ordnung! - Armutszuwanderung stoppen" mit angekündigten Redebeiträgen der "AfD"-Bundestagskandidaten Günter Koch, Klaus Lange und Udo Hemmelgarn - moderiert von Marvin Weber, Bezirkssprecher der "Junge Alternative Bezirk Detmold / OWL".

Die "AfD" knüpft dabei an die die Versammlung "Einwanderung stoppen, Abschiebungen starten!" (31 Teilnehmende) vom 28. September 2019 und die "Kundgebung für die Wiederherstellung der Sicherheit in Horn-Bad Meinberg!" vom 24. August 2019 (16 Teilnehmende) der Partei "Die Rechte" an.

Horn-Bad Meinberg gilt als der ostwestfälische Antiziganismus-Hot Spot. Kaum beachtet, ist in der lippischen Kleinstadt (Einwohnerinnen: 18.754) beinahe die gesamte Bandbreite der extremen Rechten beheimatet: von klassischen Neonazis, der "Artgemeinschaft", "NPD", "Die Rechte" etc., bis hin zum völkischen "Forschungskreis Externsteine". Am 13. September 2020 erlangte die "AfD" bei der Ratswahl in Horn-Bad Meinberg 5,96 Prozent (458 Stimmen) und erreichte über die Reserveliste mit Peter Baidin und André Buchmiller zwei Sitze.

Am 27. Juni 2020 veröffentlichte die "AfD-Landtagsfraktion NRW" auf YouTube ein Video von Roger Beckamp unter der Headline "AfD-Politiker sucht Gespräch mit Zigeunern" sowie dem Untertitel "Konflikte mit Zigeunern in Horn-Bad Meinberg?". Bei einer Länge von 11 Minuten und 23 Sekunden kommt Alt-Neonazi Burkhart Weecke aus Horn-Bad Meinberg insgesamt über fünf Minuten zu Wort.

Weecke, stellvertretender Vorsitzender des völkischen "Thule-Seminars", muss sich in diesem Jahr vor dem Amtsgericht Fritzlar wegen Volksverhetzung verantworten. So wie drei weitere extrem rechte Aktivisten mit unterschiedlichen Anklageerhebungen aus Horn-Bad Meinberg (den Ortsteil Fromhausen eingeschlossen) vor mehreren Gerichtsorten: wegen versuchter Nötigung, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung.

Antiziganismus entschieden bekämpfen

Antiziganismus ist ein anhaltendes Problem in unserer Gesellschaft. Seit Jahrhunderten sind Sinti und Roma rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Nicht nur vor dem Hintergrund des lange ignorierten und nicht anerkannten Porajmos, dem Völkermord an den Angehörigen der Sinti und Roma in der NS-Zeit, ist die weiterhin starke Verbreitung antiziganistischer Diskriminierungen besorgniserregend.

Es ist unser aller Verpflichtung und Verantwortung, jeden Tag an das Schicksal der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus zu erinnern und gegen jede Form von Menschenrechtsverletzungen an den Mitgliedern der größten nationalen Minderheit in Europa einzutreten.

Antiziganismus reicht bis in die Mitte der Gesellschaft

Antiziganistische Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierungen sind weiterhin Bindekraft der extremen Rechten. Antiziganismus ist aber auch in der Mitte der Gesellschaft tief verankert - über alle Milieus und gesellschaftlichen Schichten hinweg.

Die vielen unterschiedlichen Gesichter antiziganistischen Rassismusses reichen dabei von antiziganistischen Gewalttaten, über Hass in "Sozialen" Netzwerken bis hin zu stereotyper Darstellung in öffentlichen Diskursen und Medien.

Je nach Studie hegt immer noch jeder fünfte bis jeder zweite Deutsche harsche antiziganistische Vorurteile gegen Mitbürgerinnen, Mitbürger, die sich als Sinti oder Roma zu erkennen geben. Und das kann mörderische Folgen haben: Unter den neun Opfern des rassistischen Mordanschlags von Hanau vor gut einem Jahr waren eine Romni und zwei Roma.

Antiziganismus ist kein abstrakter, wissenschaftlicher Begriff, sondern bedeutet schwere Benachteiligungen für einen Sinto oder eine Romni im Alltag: in der Schule, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder in der Nachbarschaft.

Antiziganismus ist eine ernsthafte Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger, die der Minderheit der Sinti und Roma angehören. Antiziganismus ist ein Problem, das uns alle angeht.

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- Samstag, 10. Juli 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Anmeldung: bis zum 24.06.2021: info@stalag326.de

www.stalag326.de/10-07-2021-oeffentliche-fuehrung

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen


Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Donnerstag, 1. Juli 2021 um 18.30 Uhr -


Vortrag von Annelie Buntenbach und Kai Venohr: Organisierte Arbeitnehmerschaft und Rechtsextremismus - Werte, Grenzen, Grauzonen


Veranstaltungsort:

Aula der alten Schule am Wall
Paulinenstraße 19
32756 Detmold


Anmeldung unter: www.terminplaner.dfn.de/poN1dzY5unf8HFrp


Warnung: Die AfD in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und im politischen Agieren legt es auf die Zerstörung einer demokratischen und offenen Gesellschaft an. In dieser Gesellschaft hätten Gewerkschaften, demokratische Parteien und Organisationen keinen Platz mehr. Die Demagogie, antisoziale und rassistische Hetze führen auch dazu, dass Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und auch Mitglieder der Gewerkschaften diese demokratiefeindliche Partei wählen. Das ist für uns eine Warnung und Herausforderung zum Handeln.


Mit Annelie Buntenbach aus Bielefeld als langjähriges Mitglied im DGB-Bundesvorstand und Kai Venohr vom Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!", wollen wir über die Ursachen dieses Wahlverhaltens und über Beispiele aus der betrieblichen Praxis sprechen und wie man dagegen im Sinne der Aufklärung etwas unternehmen kann.


Eine Veranstaltung des Regionalvorstands Lippe im ver.di-Bezirk Ostwestfalen-Lippe im Rahmen der "Anti-Rassismus-Wochen" der Stadt Detmold und des Kreises Lippe vom 1. Juni bis zum 1. Juli 2021.


www.ostwestfalen-lippe.verdi.de/vor-ort/regionalvorstand-lippe

www.detmold.de/fileadmin/user_upload/startseite/News/Presse_2021/anti_rassProgrammheft_2021.pdf

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- Sonntag, 27. Juni 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung öffnet die Gedenkstätte Zellentrakt ab dem 29. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher.

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.

Ein spontaner Besuch ist nur möglich, wenn die Kapazitäten nicht ausgefüllt sind. Ein Nachweis von Test, Impf-Status oder Genesung ist nicht erforderlich, zur Nachverfolgung werden die Daten erfasst. Die Einhaltung alles Hygiene-Bedingungen (Maske, Abstand, Desinfektion) wird vorausgesetzt.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Samstag, 26. Juni 2021 um 14.45 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Hinweise:

Anmeldung: bis zum 24.06.2021: info@stalag326.de

www.stalag326.de/26-06-2021-oeffentliche-fuehrung

Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen


Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Diaserie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941 / 1942 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräber-Reihen angelegt. Jede Massengrab-Reihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de

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- Samstag, 26. Juni 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung öffnet die Gedenkstätte Zellentrakt ab dem 29. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher.

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.

Ein spontaner Besuch ist nur möglich, wenn die Kapazitäten nicht ausgefüllt sind. Ein Nachweis von Test, Impf-Status oder Genesung ist nicht erforderlich, zur Nachverfolgung werden die Daten erfasst. Die Einhaltung alles Hygiene-Bedingungen (Maske, Abstand, Desinfektion) wird vorausgesetzt.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Sonntag, 20. Juni 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung öffnet die Gedenkstätte Zellentrakt ab dem 29. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher.

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.

Ein spontaner Besuch ist nur möglich, wenn die Kapazitäten nicht ausgefüllt sind. Ein Nachweis von Test, Impf-Status oder Genesung ist nicht erforderlich, zur Nachverfolgung werden die Daten erfasst. Die Einhaltung alles Hygiene-Bedingungen (Maske, Abstand, Desinfektion) wird vorausgesetzt.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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- Dienstag, 16. Juni 2021 um 19.00 Uhr -


Vortrag: "Eine vergessene Synagoge von 1633"

Peter Barthold zur Geschichte des Gebäudes Bruchmauerstraße 37 in Detmold


Veranstaltungsort:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Plenarsaal des LWL-Landeshaus
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
48147 Münster

www.lwlkulturstiftung.blog


Hinweis: Auf Grund der Corona-Schutzverordnung ist eine verbindliche vorherige Anmeldung notwendig:

info@lwl-kulturstiftung.de


Peter Barthold, Bauforscher der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, erläutert darin die wechselvolle Geschichte des Gebäudes an der Bruchmauerstraße 37 in Detmold. Der Vortrag flankiert die Ausstellung "Menschen, Bilder, Orte - 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" die derzeit bis Freitag (25. Juni 2021) im LWL-Landeshaus zu sehen ist.

Unscheinbar und vom Verfall gezeichnet wurde das Gebäude noch 1988 in die Denkmalliste der Stadt Detmold aufgenommen und dort geführt als Gartenhaus. Erst durch Forschungen der LWL-Denkmalpflege und die Auswertung archivalischer Quellen im Stadtarchiv Detmold und Landesarchiv NRW konnten die ursprüngliche Funktion des Häuschens als Bethaus und seine Errichtung im Jahr 1633 belegt werden.

Als an dieser Arbeit beteiligter Bauforscher der LWL-Denkmalpflege berichtet Barthold von den Untersuchungen und den abschließenden Ergebnissen, durch die die stadt- und baugeschichtliche Bedeutung des Gebäudes eine neue Bewertung erfährt.

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- Sonntag, 13. Juni 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Anmeldung erforderlich:

Unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung öffnet die Gedenkstätte Zellentrakt ab dem 29. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher.

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich.

Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.

Ein spontaner Besuch ist nur möglich, wenn die Kapazitäten nicht ausgefüllt sind. Ein Nachweis von Test, Impf-Status oder Genesung ist nicht erforderlich, zur Nachverfolgung werden die Daten erfasst. Die Einhaltung alles Hygiene-Bedingungen (Maske, Abstand, Desinfektion) wird vorausgesetzt.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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