www.hiergeblieben.de

Westfalen-Blatt / Höxtersche Zeitung , 12.02.2020 :

SPD erinnert an Worch

Höxter (WB). Vor 130 Jahren ist Hermann Worch in Höxter geboren worden. Die SPD erinnert aus diesem Anlass an den in der Weserstadt fast vergessenen Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Worchs berufliche Stationen führten nach Schwelm, Coburg und Weimar. Im thüringischen Landeskriminalamt war er 1923 für die Bekämpfung extremistischer verfassungsfeindlicher Verbände zuständig. Politisch führte sein Weg in die SPD. Er wurde 1925 Bürgermeister in Langewiesen (Thüringen). Bereits im August 1932 übernahm die NSDAP dort die Regierungsgewalt. Am 1. Juli 1933 wurde Worch als Bürgermeister abgesetzt. Er emigrierte wenige Tage später nach Prag und von dort in das dänische Greena.

Die Nazis nahmen als Vergeltungsmaßnahme Worchs Ehefrau Frieda und Tochter Gisela in Sippenhaft. Ehefrau Frieda wurde in Gefangenschaft in den Suizid getrieben. Als Hermann Worch von ihrem Tod erfuhr, zerbrach er daran, starb 45-jährig am 24. Februar 1935 im dänischen Exil. Tochter Gisela überlebte, wurde zunächst Juristin in der DDR, später Wissenschaftlerin in den USA.

Helmut Lensdorf, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Höxter, stieß erst vor wenigen Tagen auf die Familiengeschichte, die in der Kreisstadt ihren Ursprung nahm. In Höxter ist Hermann Worch in Vergessenheit geraten. Die SPD will seine Geschichte nun aufarbeiten und sucht Fotos und andere biografische Details. Hinweise unter Telefon 05271 / 7575.

_______________________________________________


Am 24. Februar 1935 verstarb, der in Höxter geborene Widerstandskämpfer Hermann Worch, 45-jährig im dänischen Exil, nachdem seine Ehefrau Frieda (in NS-Gefangenschaft) in den Suizid getrieben worden war.

_______________________________________________


www.spd-hoexter.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Worch


zurück