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2 Veranstaltungen - Nachrichten , 14.02.2018 :

Tages-Chronologie von Mittwoch, 14. Februar 2018

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Veranstaltungskalender:



- Mittwoch, 14. Februar 2018 von 08.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Detmold und das Warschauer Ghetto - Opfer und Täter"


Veranstaltungsort:

Landesarchiv NRW
Abteilung Ostwestfalen-Lippe
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold


Ausstellungsdauer: Vom 16. Januar bis zum 27. April 2018; montags von 08.00 bis 19.00 Uhr, dienstags bis donnerstags von 08.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit 1996 wird bundesweit dieses Ereignisses gedacht. Auch das Landesarchiv NRW - Abteilung Ostwestfalen-Lippe und das Stadtarchiv Detmold beteiligen sich regelmäßig mit Veranstaltungen und Ausstellungen daran.

In diesem Jahr erinnern wir an die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto vor 75 Jahren. Aus Ostwestfalen-Lippe und auch aus Detmold wurde eine nicht geringe Zahl jüdischer Menschen nach Warschau deportiert. Nur ein Mann aus der Region überlebte.

Verantwortlich für die brutale Zerstörung des Ghettos und die Tötung tausender Menschen war ein Detmolder, Jürgen Stroop. Durch seine Taten wurde der Name der Stadt auf unrühmliche Weise vielerorts in der Welt bekannt.

Jürgen Stroop wurde durch ein polnisches Gericht zum Tode verurteilt und 1952 hingerichtet. An seine Taten erinnern Museen und Gedenkstätten in den USA, Polen und Israel.


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- Mittwoch, 14. Februar 2018 von 08.00 bis 17.00 Uhr -


Ausstellung: Der alte jüdische Friedhof in Detmold - Grabsteine, die Geschichten erzählen

- Fotos von Ulrich Heinemann, Detmold


Veranstaltungsort:

Rathaus am Markt
Foyer / Großer Sitzungssaal
Marktplatz 5
32756 Detmold


Ausstellungsdauer: Vom 11. Januar bis zum 16. Februar 2018; montags bis donnerstags von 08.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr.


Der alte jüdische Friedhof an der heutigen Richthofenstraße / Spitzenkamptwete wurde erstmals 1724 erwähnt und bis 1880 belegt. Eine Tafel an der hohen Stützmauer erinnert an diesen historischen Ort in Detmold. 1939 musste das Gelände an die Stadt veräußert werden. Anfang der 1950er Jahre wurden die 99 erhaltenen Grabsteine und die nicht verwesten Gebeine begleitet von einem Rabbiner auf den 1883 neu angelegten Friedhof an der oberen Spitzenkamptwete umgebettet. Das Gelände wurde 1954 eingeebnet.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. hat im Rahmen eines Dokumentationsprojektes von dem bekannten Detmolder Fotografen Ulrich Heinemann die 99 Grabsteine mit Zustimmung der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold ablichten lassen.

Die schwierigen hebräischen Texte wurden im Auftrag der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. von Nathanja Hüttenmeister, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Salomon Ludwig Steinheim-Institutes für deutsch-jüdische Geschichte e.V. in Essen, fachkundig übersetzt und teilweise erläutert. Jeder Stein erzählt seine individuelle Geschichte. Die Übersetzungen hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. auf ihrer Internetseite - www.gfcjz-lippe.de - veröffentlicht. Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Fotografien.


Ausstellung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold.

www.gfcjz-lippe.de

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 14. Februar 2018


Am 13. Februar 2018 stellten das Bielefelder "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung" - (IKG), sowie die Stiftung EVZ die Studie "MEMO Deutschland - Multidimensionaler Erinnerungsmonitor" vor.

Zum 23. Februar 2018 lädt der Landrat (des Landkreises Hameln-Pyrmont) in das Veranstaltungszentrum "Altes Hallenbad" in Hameln zum Fachforum "Erinnerungskultur Bückeberg" mit vier Diskussionsforen ein.

Am 30. Januar 2018 stimmten CDU / FWE im Fachausschuss der Gemeinde Emmerthal für den Antrag der "AfD" - zum künftigen Lern- und Erinnerungsort Bückeberg eine Befragung der Einwohnenden abzuhalten.

Am 28. Dezember 2017, stellte Bernhard Gelderblom, der Leiter des Konzeptionsprojekts "Dokumentation Bückeberg", einen Entwurf eines Informationssystem der "Reichserntedankfeste", auf dem Bückeberg vor.

Beim Novemberpogrom 1938 wurden in der Altstadt von Schwalenberg, sowohl Wohn- wie Geschäftsräume der jüdischen Familie Bachrach in der Marktstraße 5, verwüstet, und der Besitzer in Schutzhaft genommen.

Am 7. Februar 2018 beantwortete das NRW-Ministerium des Innern eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Christina Kampmann (SPD), über die Aktivitäten der völkischen "Ahnenstätte Seelenfeld", in Petershagen.

Am 9. Januar 2018 stellte die Bielefelder Abgeordnete Christina Kampmann (SPD), im Landtag Nordrhein-Westfalen eine Kleine Anfrage zu den Aktivitäten der völkischen "Ahnenstätte Seelenfeld" in Petershagen.

Am 27. September 2017 redete Julian Feldmann (in Petershagen) über die "Ahnenstätte" in Petershagen-Seelenfeld sowie über den völkischen "Bund für Gotterkenntnis" und den Verein "Ahnenstätte Seelenfeld".

Am 11. Juni 2017 fand in der - "Ahnenstätte Seelenfeld" - eine Zusammenkunft des Vereins "Ahnenstätte Seelenfeld" mit mehr als 80 Personen - dabei Wolfram Schiedewitz vom "Verein Gedächtnisstätte" - statt.

Am 6. Juni 2010 fand ein Treffen des "Freundeskreises Ahnenstätte Seelenfeld" mit über 120 Personen - darunter auch Neonazis wie Dennis Giemsch aus Dortmund - in der Gaststätte "Lindenhof" in Minden statt.

Am 20. März 2010 fand in Minden, Gaststätte "Lindenhof", ein Treffen des antisemitischen und völkischen "Bundes für Gotterkenntnis" ("Ludendorffer"), mit einem Vortrag von Gerhard Bracke (Braunschweig) statt.

Am 20. Juni 1992 veranstalteten die antisemitischen "Ludendorffer" ("Bund für Gotterkenntnis") am "Alter Salzweg" ("Jugendheim - Bund Deutscher Heimat") im Versmolder Stadtteil Loxten eine Sonnenwendfeier.

Mitte Februar 2018 beauftragte der völkisch-nationalistische "AfD"-"Kreisverband Minden-Lübbecke" Hans-Ulrich Post mit der Gründung eines "Stadtverband Rahden", als ersten "AfD"-Stadtverband im Kreisgebiet.

Für den 24. Februar 2018 ist ein "Vortrag" der notorischen Antisemitin Ursula Haverbeck-Wetzel (Vlotho) - "plus Balladenabend" - in "West-Niedersachsen" (" ... Weitere Infos über die üblichen Kanäle") beworben.

Am 12. Februar 2018 vermeldeten Neonazis im Internet, das OLG Celle habe die Revision der notorischen Antisemitin Ursula Haverbeck-Wetzel - Verurteilung des Landgerichts Verden, 28. August 2017, verworfen.

Am 30. Januar 2018 verwarf das OLG in Celle die Revision der notorischen Antisemitin: Ursula Haverbeck-Wetzel, Vlotho, gegen ein Urteil des Landgerichts Verden (28. August 2017) - Aktenzeichen: 3 Ss 50 / 17.

Am 28. August 2017 reduzierte das Landgericht Verden im Berufungsverfahren (Amtsgerichts Verden vom 21. November 2016) gegen Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho, das Urteil auf zwei Jahre Freiheitsstrafe.

Am 21. November 2016 wurde Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho wegen mehrfacher Volksverhetzung in der "Stimme des Reiches", vom Schöffengericht Verden zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Am 20. Februar 2018 ist eine Sammelabschiebung nach Afghanistan geplant, das Bündnis "Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!" ruft zu einer Mahnwache (am 19. Februar 2018) auf.

Am 25. April 2017 befanden sich unter den vierzehn Flüchtlingen - die von München aus nach Afghanistan abgeschoben wurden - zwei Menschen aus dem Kreis Lippe, verantwortlich war Landrat Dr. Lehmann, SPD.

Am 15. Februar 2018 legen 330 Soldatinnen sowie Soldaten bei einem "Feierlichen Gelöbnis", in der, nach einem "Wegbereiter des Holocaust" benannten "Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne" den Amtseid ab.


www.uni-bielefeld.de/ikg

www.dokumentation-bueckeberg.de

www.geschichte-hameln.de

www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1777-schwalenberg-nordrhein-westfalen

www.mobile-beratung-owl.de

www.lap-minden.de

www.facebook.com/MindenGegenRechts

http://aul-herford.de/projekte/nrweltoffen/

www.wachbleiben.info

www.lippische-landeskirche.de

www.fluechtlingshilfe-lippe.de

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Neue Westfälische, 14.02.2018:
Studie der Uni Bielefeld widerlegt These vom deutschen "Schuldkult"

Deister- und Weserzeitung, 14.02.2018:
"Bückeberg" im Blickpunkt

radio aktiv e.V., 14.02.2018:
Öffentliches Fachforum zu NS Dokumentationsstätten

Deister- und Weserzeitung, 14.02.2018:
Fachforum zum Thema Bückeberg

Lippische Landes-Zeitung, 14.02.2018:
Stadt erwägt Verlegung von Stolpersteinen

TAG24 Ostwestfalen-Lippe, 14.02.2018:
Trügerisches Idyll!

Mindener Tageblatt, 14.02.2018:
Gefängniszelle rückt näher

Westfalen-Blatt, 14.02.2018:
Jetzt soll sie hinter Gitter

Westfalen-Blatt, 14.02.2018:
Ostwestfalen-Lippe / Muss sie jetzt ins Gefängnis?

Neue Westfälische, 14.02.2018:
Haft rückt näher für Holocaust-Leugnerin

Lippische Landeskirche, 14.02.2018:
Pressemitteilung / Mahnwache gegen Afghanistan-Abschiebung

Neue Westfälische, 14.02.2018:
Feierliches Gelöbnis in Augustdorf

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Neue Westfälische, 14.02.2018:

Studie der Uni Bielefeld widerlegt These vom deutschen "Schuldkult"

Befragung: Die Mehrheit der Bundesbürger hat großes Interesse an deutscher Geschichte / Auch eine moralische Verantwortung nach der NS-Zeit wird anerkannt / Eine Mitschuld am Holocaust empfinden dagegen die wenigsten

Bielefeld / Berlin (epd). Die meisten Bürger sehen Deutschland nach der NS-Zeit in einer besonderen moralischen Verantwortung, fühlen sich aber nicht mitschuldig am Holocaust. Wie eine in Berlin veröffentlichte Studie der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und der Universität Bielefeld ergab, interessieren sich 32,5 Prozent der Bundesbürger stark und 27,7 Prozent sehr stark für die deutsche Geschichte. 88 Prozent finden, dass das Wissen über den Nationalsozialismus zur Zugehörigkeit zu Deutschland gehört. Als das wichtigste historische Ereignis nach 1900 sieht die Mehrheit allerdings mittlerweile die Wiedervereinigung (39 Prozent), gefolgt vom Zweiten Weltkrieg (37 Prozent).

Für die Studie "Trügerische Erinnerungen: Wie sich Deutschland an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert" wurden 1.000 Menschen befragt. Es sei die erste Untersuchung dieser Art zur Erinnerungskultur in Deutschland, die eine Forschungslücke schließe, sagte der Bielefelder Konfliktforscher und Studienleiter Andreas Zick.

Im Zentrum habe die Frage gestanden, was, warum und wie sich Menschen in Deutschland an Geschichte erinnern, sagte er. Ein besonderes Augenmerk galt der Erinnerung an den Holocaust, "denn angesichts von Antisemitismus und Versuchen, Themen wie die Kriegsschuld für Propagandazwecke zu missbrauchen, steht Erinnerungskultur infrage", sagte Zick.

Der Aussage, dass Deutschland wegen der Zeit des Nationalsozialismus eine besondere "moralische Verantwortung" habe, stimmen 38 Prozent der Befragten stark zu, 30 Prozent stimmen zu. Lediglich fünf Prozent lehnen diese Aussage stark ab, neun Prozent lehnten sie ab und 18 Prozent antworteten mit "teils / teils". Mehr als die Hälfte der Befragten stimmte der Aussage zu: "Man sollte endlich wieder stolz sein dürfen, deutsch zu sein."

Knapp die Hälfte der Befragten befürchten, dass sich etwas wie der Holocaust wiederholen könnte. "Wenn jetzt aber von einem "Schuldkult", der in Deutschland betrieben werde, die Rede ist, entspricht das überhaupt nicht der Meinung der Bevölkerung", betonte Zick. "Die Befragten erinnern viel differenzierter." So habe lediglich etwa jeder zehnte Befragte der Aussage zugestimmt: "Auch wenn ich selbst nicht Schlimmes getan habe, fühle ich mich schuldig für den Holocaust."

17,6 Prozent der Befragten gaben an, unter ihren Vorfahren seien Täter des Zweiten Weltkriegs gewesen. Ungefähr ebenso viele (18 Prozent) erklärten, ihre Vorfahren hätten in dieser Zeit potenziellen Opfern geholfen, etwas mehr als die Hälfte (54,4 Prozent) haben nach eigenen Angaben unter ihren Verwandten Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Über den Nationalsozialismus erfahren fast alle Befragten in der Schule (98,4 Prozent). Das Internet spiele als Informationsquelle bei jüngeren Menschen aber eine immer wichtigere Rolle, hieß es: 94,3 Prozent der unter 30-Jährigen setzen sich dort mit den Thema auseinander. Ein Großteil (39 Prozent) gab zudem an, Gedenkstätten oder Mahnmale aufzusuchen. Dabei hinterlässt der Studie zufolge der Besuch von Gedenkstätten den stärksten Eindruck.

Der Vorstandsvorsitzende der EVZ-Stiftung, Andreas Eberhardt, betonte, dass sich angesichts der sich wandelnden Erinnerungskultur auch neue Formen der Erinnerung nötig seien. "Wir sind auf dem Weg zur Gedenkstätte 4.0", sagte Eberhardt.

Bildunterschrift: Studienleiter: Andreas Zick von der Uni Bielefeld.

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Deister- und Weserzeitung, 14.02.2018:

"Bückeberg" im Blickpunkt

Emmerthal. Die angedachte Erinnerungsstätte "Bückeberg" steht Donnerstag, 22. Februar, im Blickpunkt der nächsten öffentlichen Sitzung des Emmerthaler Rates. Das Treffen findet um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses, Berliner Straße 15, statt. Konkret geht es dabei um den Antrag der Gruppe CDU / FWE in Sachen Gestaltung, Finanzen und Beteiligung an Gesellschaften. Außerdem steht ein Antrag der AfD-Fraktion auf Durchführung einer Bürgerbefragung auf der Tagesordnung.

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radio aktiv e.V., 14.02.2018:

Öffentliches Fachforum zu NS Dokumentationsstätten

14.02.2018 - 08.21 Uhr

Seit Wochen wird das Thema Lern- und Erinnerungsort auf dem Bückeberg - dem Platz der Inszenierung der Reichserntedankfeste der Nazis von 1934 bis 1937 - erbittert diskutiert. Auf dem 1. Fachforum "Erinnerungskultur Bückeberg" soll es nun ausführliche Informationen geben. Fachleute aus den Bereichen Geschichte, Bildung und Politik werden die historische und aktuelle Bedeutung von NS-Dokumentationsstätten darstellen und in großer Runde darüber diskutieren. Das öffentliche Fachforum findet am Freitagnachmittag, dem 23. Februar, ab 15 Uhr im Alten Hallenbad, Hafenstraße 19, in Hameln statt. Organisiert wird das Forum vom Landkreis Hameln-Pyrmont. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung bis zum 20. Februar gebeten. Die Planungen für das 1. Fachforum "Erinnerungskultur Bückeberg" sehen zunächst rund 90 Minuten fachliche Beiträge vor, dann folgen vier Diskussionsforen und zum Abschluss eine Podiumsdiskussion. Die Diskussionsforen befassen sich mit den Themen: NS-Dokumentationsstätten als Lern- und Weiterbildungsort, Politik der Ausgrenzung am Beispiel des Reichserntedankfestes, Reichsbauernstadt Goslar sowie NS-Dokumentationsstätten und ihre Wirkung auf die Region. Neben geladenen Vertretern aus Politik, Bildung, Kultur und Verwaltung sind auch interessierte Bürger zu diesem Fachforum eingeladen: um Anmeldung im Büro von Landrat Tjark Bartels bei Ann-Christin Bloß per Mail annchristin.bloss@hameln-pyrmont.de oder telefonisch unter 05151 / 9039901 wird gebeten. Bei der Anmeldung wird um Angabe eines der vier Diskussionsforen gebeten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Der Zugang zum Alten Hallenbad ist barrierefrei. Weitere Informationen zum Projekt Bückeberg sind hier erhältlich: www.geschichte-hameln.de.

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Deister- und Weserzeitung, 14.02.2018:

Fachforum zum Thema Bückeberg

Experten diskutieren am 23. Februar in Hameln über NS-Doku-Stätten und Erinnerungskultur

Hameln-Pyrmont. Beim Thema Bückeberg kochen die Emotionen hoch. Um wieder mehr Sachlichkeit in die Debatte einkehren zu lassen, lädt Landrat Tjark Bartels für Freitag, 23. Februar, zu dem Fachforum "Erinnerungskultur Bückeberg" ein. Es findet im Alten Hallenbad in Hameln statt. Experten aus den Bereichen Geschichte, Bildung und Politik diskutieren die historische und aktuelle Bedeutung von Dokumentationsstätten zum Nationalsozialismus im Allgemeinen und zum Bückeberg im Besonderen.

Auf die Eröffnung des Forums um 15 Uhr durch den Landrat folgt ein kurzer historischer Bericht von Bernhard Gelderblom vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte. Im Anschluss referiert Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, über die Frage, was der Bückeberg mit Bergen-Belsen zu tun hat. Es folgt ein Redebeitrag von Michael Fürst, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, zur "Erinnerungskultur". Anschließend spricht der Hamelner Horst Rosenberg von der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma über den Bückeberg aus Sicht der Sinti.

Hinterher finden vier Diskussionsforen statt:

1. NS-Doku-Stätten als Lern- und Weiterbildungsort;

2. Politik der Ausgrenzung am Beispiel des Reichserntedankfestes;

3. Reichsbauernstadt Goslar;

4. NS-Doku-Stätten und ihre Wirkung auf die Region.

Die Ergebnisse der Foren werden von Frank Werner präsentiert, dem ehemaligen Dewezet-Chefredakteur und heutigen Chefredakteur des Zeit-Magazins Geschichte. Es folgt eine von Frank Werner moderierte Podiumsdiskussion mit Landrat Bartels, Bernhard Gelderblom, Emmerthals Gemeindebürgermeister Andreas Grossmann und weiteren Fachleuten.

Neben Vertretern aus Politik, Bildung, Kultur und Verwaltung sind die Bürger eingeladen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird bis Dienstag, 20. Februar, unter Angabe einer der Diskussionsforen um Anmeldung bei Ann-Christin Bloß im Büro des Landrats, per E-Mail an annchristin.bloss@hameln-pyrmont oder telefonisch unter der Nummer 05151 / 9039901 gebeten.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

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Lippische Landes-Zeitung, 14.02.2018:

Stadt erwägt Verlegung von Stolpersteinen

Schieder-Schwalenberg (bo). In Schieder-Schwalenberg wird überlegt, durch so genannte Stolpersteine an die aus der Stadt stammenden jüdischen Opfer der NS-Diktatur zu erinnern. Allerdings stehen die Pläne dazu noch ganz am Anfang, berichtet Bürgermeister Jörg Bierwirth auf LZ-Anfrage.

Die Stolpersteine sind ein Projekt, das der Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen hat. Dabei werden kleine Gedenktafeln mit den Namen der NS-Opfer im Boden versenkt, in der Regel vor den ehemaligen Wohnhäusern. Zahlreiche Städte in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, haben sich bereits an der Aktion beteiligt. In Schieder-Schwalenberg gibt es nun ebenfalls solche Überlegungen. "Es hat ein erstes Treffen gegeben, bei dem wir mit etwa acht Leuten zusammengesessen haben", berichtet Bürgermeister Bierwirth. Überlegt werde, etwa vor einem Haus in Schwalenberg einen Stolperstein zu installieren. "Allerdings soll zunächst einmal Kontakt mit den in den USA lebenden Nachfahren der jüdischen Familie aufgenommen werden, ob sie die Installation eines Stolpersteins überhaupt wünschen würden", sagt das Stadtoberhaupt. Die Federführung bei dem Projekt soll seinen Angaben zufolge das Jugendzentrum in Schieder übernehmen.

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TAG24 Ostwestfalen-Lippe, 14.02.2018:

Trügerisches Idyll!

14.02.2018 - 06.00 Uhr

Hier ist die "völkische Szene" besonders aktiv

Petershagen. Das Thema "völkischer Rechtsextremismus" beschäftigt die Menschen in Deutschland immer wieder.

Nach einer Veranstaltung eines völkischen Vereins in Petershagen-Seelenfeld im Juni 2017, zu der Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik gekommen sein sollen, hakte SPD-Abgeordnete Christina Kampmann bei der Landesregierung nach.

Damals lud der Trägerverein der "Ahnenstätte Seelenfeld", ein heidnischer Friedhof, zu einem Vortrag ein. "Daran nahmen laut dem Informationsdienst "Blick nach Rechts" (16.06.2017) auch Rechtsextremisten teil, zum Beispiel Herr S., der dem rechtsextremistischen Verein "Gedächtnisstätte e.V." mit Sitz in Vlotho (Kreis Herford) vorsteht", so die Politikerin in ihrer Kleinen Anfrage.

Immer wieder kommt es zu solchen Treffen "mit dreistelligen Teilnehmerzahlen" auf dem Friedhof. "Vor allem Verbindungen zu den rechtsextremen "Ludendorffern", Anhängern der völkischen Ideologen Mathilde und Erich Ludendorff, wurden in Seelenfeld offensichtlich."

Auch an anderen Orten in Ostwestfalen-Lippe wurden in der Vergangenheit ähnliche Veranstaltungen organisiert. Das bestätigt auch die Landesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage.

Demnach zeichne sich die völkisch-rechtsextremistische Szene in OWL "( ... ) im Vergleich zu anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen ( ... ) durch eine relativ starke örtliche Präsenz aus".

Unter anderem sollen ehemalige Mitglieder des 2008 verbotenen Vereins "Collegium Humanum" immer wieder in der Region aktiv sein. "Vor allem am Rande von Prozessen gegen bekannte Holocaust-Leugner finden diese Zusammentreffen auch öffentlich statt."

Und auch der Trägerverein des heidnischen Friedhofs in Seelenfeld soll bereits durch "vereinzelte lose Kontakte ( ... ) zu rechtsextremistischen, insbesondere völkischen und antisemitischen, Organisationen und Einzelpersonen" aufgefallen sein.

Die Stadt Petershagen ist übrigens bereits mit der Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte beschäftigt. "Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass dieses nicht kurzfristig zu realisieren sein wird, da die Thematik sehr komplex ist und in ihren umfassenden Facetten beleuchtet werden soll", heißt es auf der Homepage der Stadt.

Bildunterschrift: Auf dem heidnischen Friedhof gibt es mehrere Hügelgräber.

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Mindener Tageblatt, 14.02.2018:

Gefängniszelle rückt näher

Eines von vielen Urteilen gegen Ursula Haverbeck ist nun rechtskräftig

Celle / Verden / Vlotho (dpa). Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck muss voraussichtlich ins Gefängnis. Die 89-Jährige scheiterte vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie Ende August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt hatte.

Bei der Entscheidung des Oberlandesgerichtes sei das Urteil ausschließlich auf mögliche Rechtsfehler überprüft worden, sagte eine Sprecherin des OLG am Dienstag auf Anfrage. Es seien aber keine Rechtsfehler festgestellt worden, damit sei das Urteil gültig.

Haverbeck wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Aus Sicht der Verteidigung sind die Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt.

Vollzugsbehörde ist die Staatsanwaltschaft Verden. Im allgemeinen wird in solchen Fällen die Vollstreckung eingeleitet und der Betroffene dann zum Haftantritt geladen.

Der Entscheidung des OLG Celle gingen zwei Verfahren voraus. Zunächst hatte das Amtsgericht Verden Haverbeck im November 2016 wegen Volksverhetzung zu zweieinhalb Jahren verurteilt. Hintergrund waren mehrere Beiträge der Seniorin in der in Verden herausgegebenen Zeitschrift "Stimme des Reiches". Darin stellte sie den Holocaust in Abrede.

Haverbeck ging in Berufung, doch sah das Landgericht Verden in seinem Urteil vom November 2017 den Tatbestand der Volksverhetzung in acht Fällen als erwiesen an.

Seit Ende 2015 sammelt Haverbeck Urteile mit Gefängnisstrafen ohne Bewährung. Zuletzt hatte das Berliner Amtsgericht sie wegen Volksverhetzung verurteilt. Weil die Rechtsextremistin stets durch alle Instanzen geht, ziehen sich die Verfahren. Mit dem Urteil aus Verden, das jetzt rechtskräftig ist, muss Haverbeck nun erstmals ins Gefängnis.

Nachdem die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89) bisher mit Berufungsanträgen verhindern konnte, dass sie nach Verurteilungen ins Gefängnis muss, ist nun ein erstes Urteil rechtskräftig geworden: Das Oberlandesgericht in Celle habe die Revision gegen eine Entscheidung des Landgerichts Verden verworfen, sagte Gerichtssprecherin Jessica Laß am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) (AZ: 3 Ss 50 / 17). Dabei geht es um ein Urteil des Landgerichts, mit dem Haverbeck zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war. Nun muss sie ins Gefängnis, wenn sie haftfähig ist. Dem NDR-Politikmagazin "Panorama" sagte Haverbeck, sie wisse noch nicht genau, wie es nun weitergehe. Unterstützer hätten ihr eine Flucht ins Ausland nahe gelegt. "Fahnenflucht kommt für mich in meinem Alter aber nicht infrage", sagte Haverbeck dem Magazin.

Mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle vom 30. Januar ist das Verdener Urteil rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft in Verden prüfe nun wie bei allen anderen Urteilen mit einer Gefängnisstrafe die Haftfähigkeit, sagte ihr Sprecher Marcus Röske dem epd. Einen Zeitrahmen nannte er nicht.

Die Angeklagte hatte zusammen mit ihrem inzwischen gestorbenen Mann das "Collegium Humanum" im ostwestfälischen Vlotho als Treffpunkt für Holocaust-Leugner und Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet geleitet. Die in den 1960er Jahren gegründete rechtsextreme Vereinigung und deren Teilorganisation "Bauernhilfe e.V." wurden 2008 verboten.

Bildunterschrift: Die gerichtserfahrene Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck soll ins Gefängnis gehen.

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Westfalen-Blatt, 14.02.2018:

Jetzt soll sie hinter Gitter

Erstmals Haftstrafe gegen Holocaust-Leugnerin Haverbeck rechtskräftig

Von Christian Althoff

Vlotho (WB). Zum ersten Mal ist jetzt ein Urteil rechtskräftig geworden, mit dem die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89) aus Vlotho zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden war.

Markus Heusler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden: "Sobald die Prozessakten zurück bei uns sind und einen Rechtskraftvermerk haben, werden wir der Frau eine Aufforderung zum Haftantritt schicken." Das könne aber noch einige Wochen dauern.

Unter Holocaust versteht man den nationalsozialistischen Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden. Haverbeck wurde schon in etlichen Prozessen wegen Leugnens dieser Taten verurteilt. Aber noch nie war sie so dicht dran, auch tatsächlich ins Gefängnis zu müssen.

Das Amtsgericht Verden (Niedersachsen) hatte die Frau 2016 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Haverbeck hatte in mehreren Beiträgen der in Verden verlegten Zeitschrift "Stimme des Reiches" behauptet, das Konzentrationslager der Nationalsozialisten in Auschwitz sei kein Vernichtungslager gewesen, sondern ein Arbeitslager. Ihr Schlusswort in dem Prozess nutzte sie für einen halbstündigen Vortrag über die "Auschwitz-Lüge". Haverbeck ging gegen das Urteil in Berufung, und das Landgericht Verden reduzierte die Strafe auf zwei Jahre Gefängnis - allerdings ohne Bewährung. Gegen dieses Urteil ging die Vlothoerin in Revision zum Oberlandesgericht Celle. Das habe aber keinen Rechtsfehler in dem Urteil entdecken können und die Revision jetzt verworfen, sagte Sprecherin Jessica Laß gestern.

Ursula Haverbeck kann ihrer Inhaftierung jetzt nur noch entgehen, wenn ein Arzt ihr Haft­unfähigkeit bescheinigt. Allerdings strahlt sie bei ihren Auftritten vor Gericht eine solche Vitalität aus, dass zumindest äußerlich keine körperlichen Einschränkungen zu bemerken sind. Sie fährt auch trotz ihres hohen Alters noch Auto.

Haverbeck wurde nach eigenen Angaben am 8. November 1928 als Ursula Wetzel geboren. Sie studierte in den 50er Jahren Politik, Pädagogik und Philosophie. 1969 heiratete sie Werner Georg Haverbeck, der von 1929 bis 1932 in der Reichsleitung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes und von 1933 bis 1934 in der Reichsleitung der NSDAP tätig war.

Später sympathisierte er mit der Friedensbewegung, wurde 1979 Berater von Egon Bahr (SPD) und dozierte an der Fachhochschule Bielefeld. Das von den Eheleuten Haverbeck gegründete "Collegium Humanum" war ursprünglich in der Umweltbewegung aktiv, wandte sich in den 80er Jahren dem Rechtsextremismus zu und wurde 2008 verboten.

Bildunterschrift: Der letzte Prozess: Im November wurde Ursula Haverbeck in Detmold zu 14 Monaten verurteilt, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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Westfalen-Blatt, 14.02.2018:

Ostwestfalen-Lippe / Muss sie jetzt ins Gefängnis?

Zum ersten Mal ist eine Gefängnisstrafe gegen die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89) aus Vlotho rechtskräftig geworden. Die Staatsanwaltschaft Verden wird der Frau eine Ladung zum Haftantritt schicken.

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Neue Westfälische, 14.02.2018:

Haft rückt näher für Holocaust-Leugnerin

OLG-Entscheidung: Ursula Haverbeck (89) aus Vlotho verliert ihr Revisionsverfahren

Von Dirk-Ulrich Brüggemann und Helmut Reuter

Celle / Verden. Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho muss voraussichtlich ins Gefängnis. Die 89-Jährige scheiterte vor dem Oberlandesgericht (OLG) Celle mit einem Revisionsantrag gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie Ende August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt hatte.

Bei der Entscheidung des Oberlandesgerichtes sei das Urteil ausschließlich auf mögliche Rechtsfehler überprüft worden, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichtes. Diese seien aber nicht festgestellt worden. Damit sei das Urteil rechtskräftig.

Gegenüber dem NDR erklärte die 89-Jährige, dass sie nicht genau wisse, wie es weitergehe. Unterstützer hätten ihr eine Flucht ins Ausland nahe gelegt. "Fahnenflucht kommt für mich in meinem Alter aber nicht in Frage", unterstrich Haverbeck.

Nachdem ein Urteil rechtskräftig geworden ist, gibt die Staatsanwaltschaft in der Regel die Unterlagen an die Rechtspfleger weiter, die dann den Verurteilten zum Haftantritt laden. "Dabei wird meist eine Haftanstalt in der Nähe des Wohnsitzes ausgewählt", erklärt Martin Schanz von der Staatsanwaltschaft Verden.

Sollte Ursula Haverbeck einen Antrag auf Haftunfähigkeit stellen, würde ein Amtsarzt prüfen, ob dieser Umstand medizinisch gegeben ist. Ein solcher Antrag ist in Verden aber bisher noch nicht eingegangen, ergänzte Schanz.

Im November war die Holocaust-Leugnerin auch vom Landgericht Detmold zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Auch nach diesem Urteil hatte Haverbeck erklärt, vor dem Oberlandesgericht Hamm Revision zu beantragen. Dieser Antrag lag den Richtern in Hamm bisher aber noch nicht vor, so dass dort über eine Revision noch nicht entschieden wurde. Über Berufungen müssen auch noch Landgerichte in Hamburg und Bielefeld entscheiden.

Haverbeck wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Aus Sicht der Verteidigung sind die Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt.

Haverbeck hatte zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Werner Georg Haverbeck das "Collegium Humanum" in Vlotho als Treffpunkt für Holocaust-Leugner und Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet geleitet. Die in den 1960er Jahren gegründete rechtsextreme Vereinigung und deren Teilorganisation "Bauernhilfe e.V." wurden 2008 vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) verboten.

Bildunterschrift: Erfolglos: Ursula Haverbeck scheiterte mit ihrer Revision.

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Lippische Landeskirche, 14.02.2018:

Pressemitteilung / Mahnwache gegen Afghanistan-Abschiebung

Bündnis ruft zur fünften Mahnwache am 19. Februar auf

Kreis Lippe / Detmold. In den vergangenen Wochen wurde von immer neuen Anschlägen in Afghanistan mit vielen Toten und Verletzten berichtet. Dennoch steht dem Vernehmen nach wieder eine neue Abschiebung in dieses Bürgerkriegsland an. Das lippische Bündnis "Wachbleiben" ruft aus diesem Anlass zu einer neuen Mahnwache am kommenden Montag, 19. Februar auf. Sie soll erneut um 20 Uhr in der Versöhnungskirche der ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-West in der Martin-Luther-Straße 39 in Detmold stattfinden.

Schon viermal zuvor hatten sich in den vergangenen Monaten zwischen 40 und 100 Personen in der Kirche zu Protest und Gebet getroffen. Nach einem Friedensgebet wird es ein warmes Essen und ein Kultur- und Informationsprogramm geben.

"Wir sind froh, dass nach unseren Informationen aus Lippe niemand betroffen sein wird", sagt Dieter Bökemeier, Pfarrer für Flucht und Migration der Lippischen Landeskirche. "Es empört uns aber, dass der Bund und mehrere Bundesländer immer noch an Abschiebungen in dieses zur Zeit so zerrüttete Land festhalten." Das Bündnis will jedenfalls weiter gegen diese Praxis protestieren. An vielen anderen Orten und insbesondere auch an den betroffenen Flughäfen gibt es ebenfalls Proteste.

Zu der Mahnwache laden neben der Lippischen Landeskirche, die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-West, das Ökumenische Forum Flüchtlinge in Lippe, der Afghanische Kulturverein Lippe e.V., die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. und die Initiative Fluchtpunkt ein. Aktuelle Informationen werden unter www.wachbleiben.info zur Verfügung gestellt. Hier kann man sich auch in eine Mailing-Liste für weitere Termine eintragen.

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Neue Westfälische, 14.02.2018:

Feierliches Gelöbnis in Augustdorf

Augustdorf. 330 Soldaten werden am Donnerstag in der Augustdorfer Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne ihr Gelöbnis oder ihren Diensteid ablegen. Sie gehören zum Panzergrenadierbataillon 212 (Augustdorf), zum Jägerbataillon 1 (Schwalm / Eder), zum ABC-Abwehrbataillon 7 (Höxter), zum Aufklärungsbataillon 7 (Ahlen) und zum Bataillon für Elektronische Kampfführung 932 (Frankenberg).

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