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1 Veranstaltung - Nachrichten , 13.08.2017 :

Tages-Chronologie von Sonntag, 13. August 2017

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Veranstaltungskalender:



- Sonntag, 13. August 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Sonntag, 13. August 2017


Für den 7. September 2017, um 11.00 Uhr ist am Amtsgericht Bielefeld ein Prozess gegen den Bielefelder Neonazi Sascha Marcel Krolzig (Partei "Die Rechte") wegen Beleidigung und Volksverhetzung angekündigt.

Am 10. August 2017 teilte der Neonazi Sascha Krolzig ("Die Rechte") mit, dass eine "Sonderausgabe" der Zeitschrift: "Nationaler Sozialismus Heute", über: "30 Jahre Rudolf-Heß-Gedenk-Aktionen", erschienen ist.

Am 17. August 2016 berichtete der WDR Köln, dass Rainer Höke ("Kölle Druck GmbH") - Herausgeber des amtlich erscheinenden Stadtmagazins "Preußisch Oldendorfer Rundblick" - ein extrem rechter Verleger ist.

Am 6. Juli 1995 verurteilte das Landgericht Dortmund Rainer Höke - "Kölle Druck GmbH" - ob: "Beihilfe zu Paragraph 86" in zwei Fällen, zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe sowie einer Geldbuße (5.000 DM).

Am 19. Dezember 1993 wurden bei - "Kölle Druck GmbH" in Preußisch-Oldendorf - ein PC sowie Disketten sichergestellt - die zur Herstellung der neonazistischen Vierteljahresschrift "Bauernschaft" benutzt wurden.

Am 8. Dezember 1993 wurden auf einem Postamt in Preußisch-Oldendorf insgesamt 3.165 Exemplare der neonazistischen Vierteljahresschrift "Die Bauernschaft" ("4/93") des Thies Christophersen beschlagnahmt.

Am 13. August 2017 veröffentlichte der Neonazi-Hip-Hopper "Makss Damage" - alias Julian Fritsch (1988) aus Gütersloh - den Song "FCK F$N" ("Aufklärungstrack zu den Machenschaften ... von Patrick Schröder").


www.jg-hf-dt.de

www.mobile-beratung-owl.de

www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

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Artikel-Eintrag in der Datenbank:


Neue Westfälische Online, 13.08.2017:
Neonazi Sascha Krolzig wegen Volksverhetzung angeklagt

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Neue Westfälische Online, 13.08.2017:

Neonazi Sascha Krolzig wegen Volksverhetzung angeklagt

13.08.2017 - 15.06 Uhr

Amtsgericht: OWL-Vorsitzender der Partei Die Rechte soll bei der Bezeichnung des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde bewusst an NS-Ideologie angeknüpft haben

Von Jens Reichenbach

Bielefeld / Detmold. Er hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold Matitjahu Kellig, als "frechen und selbstgefälligen Juden" bezeichnet - dafür wird sich der Bielefelder Neonazi Sascha Krolzig, Vorsitzender der Partei Die Rechte OWL, aus Bielefeld nun vor Gericht verantworten müssen. Am Amtsgericht ist er nun wegen Beleidigung und Volksverhetzung angeklagt.

Udo Vennewald, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld, erklärte auf Anfrage: "Auf der Homepage der Partei Die Rechte ist ein Artikel erschienen mit dem Titel "Linke und Jüdische Gemeinde hetzen gegen Verleger"."

Darin werde der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold als "frecher Judenfunktionär" bezeichnet. "Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollte mit dieser Formulierung bewusst an die NS-Ideologie angeknüpft und der Gemeindevorsitzende beleidigt werden."

Krolzig ist für den Inhalt des Textes verantwortlich

Der Angeklagte ist der OWL-Vorsitzende von "Die Rechte", weil er im Sinne des Telemediengesetzes verantwortlich für den Inhalt der Homepage sei. Am Donnerstag, 7. September, muss sich Krolzig nun vor dem Amtsgericht Bielefeld dafür verantworten.

Dass dieser Termin zustande kommt, ist Kelligs Rechtsanwalt Thomas Walther zu verdanken. Walther, der sich unter anderem als Vertreter der Nebenkläger im Detmold NS-Prozess gegen Reinhold Hanning in der Region und bundesweit einen Namen gemacht hat, hatte gegen die zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft veranlasste Einstellung des Ermittlungsverfahren Beschwerde vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm erhoben.

So erreichte er eine Wiederaufnahme. Der emeritierte Detmolder Musikprofessor Kellig hatte sich bereits vor mehr als einem Jahr gegen die Tiraden auf der Homepage der rechtsextremen Partei mit einer Strafanzeige gewehrt, unterstützt vom renommierten Anwalt Walther.

Auslöser war Kritik an einem Verlag in Preußisch Oldendorf

Die Rechte hatte mit der Wortwahl, die Krolzig nun vor Gericht bringt, auf Kelligs Kritik am Verlagsprogramm der Deutschen Verlagsgesellschaft (DVG) aus Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) reagiert. Die DVG hatte rechtsextreme Schriften verbreitet.

Laut Walther war die Formulierung "der freche Jude" eine gebräuchliche Metapher der Nazis für unliebsame Journalisten. "Das hat volksverhetzenden Charakter", erklärt der Jurist. Für seine Argumentation führt der Rechtsanwalt eine sprachwissenschaftliche Analyse von zahlreichen Briefen aus der Zeit an, in der dem Begriff ein ganzes Kapitel gewidmet wird.

Der Bielefelder Sascha Krolzig ist mehrfach einschlägig vorbestraft. Er stand wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Beleidigungen und Verleumdung vor Gericht, die Verfahren sind teilweise eingestellt worden. Im Februar 2016 hatte das Verwaltungsgericht Minden seine Klage gegen die Nicht-Zulassung für ein Referendariat im Justizdienst abgewiesen. Kurz gesagt: Seitdem darf er wegen seiner rechtsextremen Gesinnung nicht Jurist werden.

Bildunterschrift: Weil er den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold als frechen Judenfunktionär bezeichnet hat, muss sich Sascha Krolzig jetzt wegen Volksverhetzung verantworten.

Bildunterschrift: Angeklagt: Sascha Krolzig ist der Vorsitzende der rechtsextremen Partei Die Rechte.

Bildunterschrift: Kläger: Matitjahu Kellig, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, geht juristisch gegen den Artikel der Partei Die Rechte durch.

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