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Aktualisiert am Dienstag, 22. August 2017 - Gegenwärtig 29 Termine , 24.08.2017 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- August 2017 -

23.08.2017: Herford: Martin Kolek: "Neuland - mission possible, für Mohamed und Maryam"

27.08.2017: Detmold: Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
27.08.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
27.08.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

28.08.2017: Loccum: Bildungsstrategien gegen Antisemitismus im Kontext antirassistischer Bildung


- September 2017 -

02.09.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

03.09.2017: Bad Nenndorf: 14. Kulturtag der Jüdischen Gemeinde Schaumburg

07.09.2017: Düsseldorf: Seminar der "Vielfalt-Mediathek": Aktive im Themenfeld Migration gewinnen
07.09.2017: Minden: Dr. Daimagüler: Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand der Gesellschaft?

08.09.2017: Herford: Ausstellungseröffnung: "Anne Frank war nicht allein"

10.09.2017: Bielefeld: Film: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies
10.09.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS

14.09.2017: Minden: Vortrag von Eric Hattke: Horrorstadt? Dresden - zwischen Albtraum und Alltag
14.09.2017: Wewelsburg: Adolf Haas als KZ-Kommandant in Niederhagen-Wewelsburg / Bergen-Belsen

18.09.2017: Bielefeld: 17.07.2017: Bielefeld: FLTI*Kneipe

19.09.2017: Düsseldorf: Tagesseminar: Mediale Sprache und Vielfalt
19.09.2017: Bielefeld: Dr. Stephan Grigat, Berlin: Der Sechs-Tage-Krieg 1967 - 50 Jahre danach

23.09.2017: Eschede: Demonstration gegen das so genannte Erntefest auf Hof Nahtz

24.09.2017: Detmold: Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg: Mit Gudrun Mitschke-Buchholz
24.09.2017: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS


- Oktober 2017 -

07.10.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

08.10.2017: Detmold: Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz

15.10.2017: Detmold: Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz

17.10.2017: Bielefeld: Konzert: Früchte des Zorns

29.10.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne


- November 2017 -

04.11.2017: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins

09.11.2017: Hüllhorst: Vortrag von Norbert Ellermann: Die Konzentrationslager in Porta Westfalica

16.11.2017: Bielefeld: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung

26.11.2017: Stukenbrock: Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne

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- Mittwoch, 23. August 2017 um 19.30 Uhr -


Buchvorstellung mit Martin Kolek: "Neuland - mission possible, für Mohamed und Maryam"


Veranstaltungsort:

Kreis Herford
Amtshausstraße 3
32051 Herford


Neuland

Im Mai 2016 war Martin Kolek, Herausgeber und Mitautor von "Neuland - mission possible, für Mohamed und Maryam", im Mittelmeer mit der "Sea-Watch 2" vor der Küste Libyens im Einsatz, um Menschen in Seenot zu retten. Oft kamen die Retterinnen und Retter rechtzeitig, manchmal zu spät. Martin Kolek barg unter anderem zwei kleine Kinder, 6 und 8 Monate alt, - ertrunken: Mohamed und Maryam.

Für diese beiden und stellvertretend für die Ermöglichung einer echten Zukunft kommen im Buch engagierte Autorinnen und Autoren zu Wort und Bild:

Barbara Held, Schiffsärztin; Andreas-Kuno Richter: Journalist und Sea-Watch-Fahrer; Janek: Maschinist; Thomas Barkowska: Notfallseelsorger, Brendan Woodhouse: Feuerwehrmann, Sea-Watch-Aktivist; ktiv; Daniel A: über das Mittelmeer geflohen; Eritrea; Anas: über das Mittelmeer geflohen; Daniel W: Über das Mittelmeer geflohen; Eritrea; Emmanuel Mbolela: politischer Aktivist aus dem Kongo; Ingo Werth: head of misssion bei Sea-Watch; Prof. Werner Ruf: Sozialwissenschaftler; Prof. Rudolph Bauer: Sozialwissenschaftler, Bildender Künstler; Burkhard Blienert: MdB (SPD); Olaf Bernau: afrique-europe-interact Aktivist; Katja Kipping: MdB (Die Linke); Jasper A. Kiepe: Student Kulturwissenschaft; Andre Hunko: MdB (Die Linke); Waltraud und Reimund Teigeler: Ärzte-Ehepaar mit internationalem Engagement; Martin Kolek: Sea-Watch Fahrer, Herausgeber.


"Neuland - mission possible, für Mohamed und Maryam", Kolek, Martin und Maria Arnold, Delbrück 2017, ISBN: 9783000557934.


Eine Veranstaltung der Initiative 9. November Bünde: www.facebook.com/9NovemberBuende/

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- Sonntag, 27. August 2017 um 11.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 27. August 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Sonntag, 27. August 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Montag, 28. bis Mittwoch, 30. August 2017 -


Tagung: Bildungsstrategien gegen Antisemitismus im Kontext antirassistischer Bildung


Veranstaltungsort:

Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum

www.loccum.de


- Anmeldung: www.loccum.de/programm/anmeldung.html

- Organisatorisches: www.loccum.de/programm/p1753.html


Eine Tagung für Lehrkräfte aller Schulformen, Fachkräfte der Jugendsozialarbeit / Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit der Evangelischen Akademie Loccum in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".


Zum Thema:

Antisemitische Äußerungen und Haltungen sind in Jugendzentren und Schulen immer wieder anzutreffen. Schimpfworte wie "Du Jude - Du Opfer" werden dabei oft en passant geäußert; der Kontext lässt eine ausführliche Reaktion aber meist nicht zu.

Obwohl antisemitische Haltungen weit verbreitet sind, ist die pädagogische Auseinandersetzung mit ihnen nicht leicht. Antisemitismus stellt eines unter vielen virulenten pädagogischen Themen dar, wird als Problem nicht genügend wahrgenommen oder ist als unterschwellig bleibende Haltung nur schwer thematisierbar.

In der schulischen und außerschulischen Jugendbildung sind eine ganze Reihe von Konzepten zur antirassistischen Bildung, zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen oder zur Geschichte des Nationalsozialismus entwickelt worden. Sie reichen aber nicht aus, um das komplexe Phänomen des Antisemitismus im Kontext gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit jungen Menschen angemessen bearbeiten zu können.

Auf der Tagung werden Bildungsansätze gegen Antisemitismus mit engem Bezug zu pädagogischen Alltagssituationen diskutiert. Unterschiedliche Zugänge zum Thema werden untersucht und ihre Chancen und Grenzen eruiert. Stellt Antisemitismus eine Form des Rassismus dar und kann daher im Rahmen rassismuskritischer Bildungsansätze bearbeitet werden? Wie lässt sich zum Antisemitismus mit Personen arbeiten, die selbst von Diskriminierung betroffen sind? Wie lassen sich junge Menschen, auch Angehörige von Minderheiten, durch Empowerment-Projekte stärken? Welchen Beitrag kann die Religionspädagogik in der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus leisten? Welchen Stellenwert haben Verschwörungstheorien und Diskussionen über den Nahostkonflikt?

Abschließend soll thematisiert werden, wie die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus besser unterstützt werden kann und unter welchen Umständen antisemitismus- und rassismuskritische Arbeit in der Praxis näher zusammenrücken können.

Sie sind herzlich zu unserer Tagung eingeladen!

Dr. Susanne Benzler, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum
Claudia Schanz, Niedersächsisches Kultusministerium
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor


Das Programm:


Montag, 28. August 2017:

15.00 Uhr: Anreise der Teilnehmenden zum Nachmittagskaffee

15.30 Uhr: Begrüßung und Einführung durch Dr. Susanne Benzler, Ev. Akademie Loccum

15.45 Uhr: Antisemitismus im pädagogischen Alltag heute

Wann, unter welchen Aspekten und von wem werden antisemitische Sprüche, Vorstellungen oder Weltbilder geäußert?

Austausch der Teilnehmenden.

16.15 Uhr: "Das ist doch nicht so gemeint!?"

Perspektiven von Jüdinnen und Juden auf den Antisemitismus. Befunde aus dem Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus 2017.

Prof. Dr. Julia Bernstein, Kulturanthropologin und Soziologin der Frankfurt University of Applied Sciences (FUS).

17.15 Uhr: Warum lässt sich Antisemitismus so schwer thematisieren?

Gespräch mit:

Prof. Dr. Julia Bernstein

Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., Hannover

Malte Holler, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), Berlin

N.N., Vertreterin oder Vertreter einer Schule (angefragt)

Moderation: Dr. Susanne Benzler

19.30 Uhr bis 21.00 Uhr: Wann ist es Antisemitismus?

Versuch einer "alltagstauglichen" und aktuellen Definition

Konstantin Seidler, Berater von "ju:an" - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit der Amadeu Antonio Stiftung, Hannover


Dienstag, 29. August 2017:

09.15 Uhr: Antisemitische Aussagen? Zuschreibungen dekonstruieren

Interaktiver Einstieg mit Verena Haug, Projektleitung "Protestantismus und Antisemitismus", Ev. Akademien in Deutschland, Berlin

09.45 Uhr: Themen, Zielgruppen, Lernsituationen:
Unterschiedliche Bildungssettings kennenlernen

Arbeitsteilige Workshops (1. Runde)

1. Antisemitismus im Kontext anderer Diskriminierungserfahrungen thematisieren

Wie kann Antisemitismus in Gruppen thematisiert werden, deren Mitglieder selbst von Diskriminierung und Rassismus betroffen sind?

Dr. phil. Türkân Kanbiçak, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Frankfurt a. M.

Deborah Krieg, Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt a. M.

2. Perspektiven wechseln: Nahostkonflikt(e) neu sehen

Wie können verschiedene Perspektiven zum Thema Nahostkonflikt(e) sichtbar werden?

Malte Holler, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), Berlin

14.00 Uhr: Büchertisch mit pädagogischen Materialien zum Thema

15.30 Uhr: Arbeitsteilige Workshops (2. Runde)

3. Verschwörungstheorien dekonstruieren

Was sind Verschwörungstheorien? Was haben sie mit Antisemitismus zu tun? Wie können sie dekonstruiert werden?

Jan Rathje, Amadeu Antonio Stiftung, Projekt zur Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien, Berlin
Enno Stünkel, Celle

4. Das christlich-jüdische Verhältnis bedenken:

Antisemitismus- und Rassismuskritik in Theologie und christlicher Religionspädagogik

Welche Rolle spielen antisemitische Vorstellungen heute noch im Christentum? Wie kann das christlich-jüdische Verhältnis ohne antijüdische Abgrenzung beschrieben werden? (Wie) Kann dies Thema im Religionsunterricht werden?

Dominik Gautier und Dr. habil. Britta Konz, Netzwerk antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie (NARRT), Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

19.30 Uhr bis 2100 Uhr: Begegnungen und Dialoge

Was können Besuche und Dialoge mit Jüdischen Gemeinden leisten? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, damit sie gut gelingen? Welche Bedeutung haben Besuche in Israel?

Alina Fejgin, Jüdische Gemeinde Hannover (K.d.ö.R.)

Monty Ott, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover Etz Chaim K.d.ö.R.

N.N., Vertreterin oder Vertreter einer Schule (angefragt)


Mittwoch, 30. August 2017:

09.30 Uhr: Kurzpräsentationen aus den Workshops des Vortags

Was ist das Spezifikum der jeweiligen Herangehensweise? (Wie) Kann dies auf andere Themen (zum Beispiel Diskriminierung) übertragen werden?

Ideologien der Ungleichwertigkeit: Was leisten die Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage in der pädagogischen Auseinandersetzung?

Sanem Kleff, Leiterin von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Berlin

Antisemitismus im Kontext antirassistischer Pädagogik thematisieren

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Antisemitismus und Rassismus sind für die pädagogische Arbeit bedeutsam? Welche Bedeutung haben Empowerment-Strategien für junge Menschen? Welche Rolle spielt die antisemitismus- und antirassismuskritische Bildung für Jugendeinrichtungen und die Schulentwicklung als Ganze?

Abschlussgespräch mit:

Kiana Ghaffarizad, "ju:an" - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit der Amadeu Antonio Stiftung, Hannover

Dr. phil. Türkân Kanbiçak, Sanem Kleff

Claudia Schanz, Kultusministerium Niedersachsen

Moderation: Dr. Susanne Benzler

12.30 Uhr: Ende der Tagung mit dem Mittagessen

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- Samstag, 2. September 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 3. September 2017 ab 14.30 Uhr -


14. Kulturtag der Jüdischen Gemeinde Schaumburg - 15 Jahre Jüdische Gemeinde Schaumburg


Veranstaltungsort:

Wandelhalle
Hauptstraße 4
31542 Bad Nenndorf


Schirmherr: Michael Fürst, Präsident des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen.


Ausstellung: "Mashav - Israelische Entwicklungshilfe im Bild".

Die Ausstellung "Wissen teilen für eine gemeinsame Zukunft" präsentiert die Arbeit des israelischen Entwicklungshilfezentrums "Zentrum für Internationale Zusammenarbeit" (hebräische Abkürzung: Mashav).


Buffet mit jüdischen Spezialitäten.


Ab 16.00 Uhr: Konzert von Sharon Brauner und Karsten Troyke - www.sharonbrauner.de


Informationen unter: www.bad-nenndorf-ist-bunt.com

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- Donnerstag, 7. September 2017 von 10.30 bis 17.30 Uhr -


Aktive im Themenfeld Migration gewinnen: Mit Medieneinsatz mobilisieren, weiterbilden, organisieren


Veranstaltungsort:

DGB-Tagungszentrum
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf

www.dgb-tagungszentren.de/duesseldorf


Tagesseminar der "Vielfalt-Mediathek" zur Aktivierung in der (migrations-)politischen und gewerkschaftlichen Arbeit

Die Vereine, Gewerkschaftsgruppen und Initiativen die von und mit Menschen mit Migrationserfahrung entstehen beziehungsweise seit Jahren arbeiten, sind einer der Pfeiler von (stadt)gesellschaftlicher und politischer Integration. Das oberflächliche Bild der spontanen Selbstorganisation ist jedoch bei genauem Hinsehen zu berichtigen: Mit viel Energie und Zeit bemühen sich die Aktiven, in ihrer Community und darüber hinaus Menschen zu aktivieren, zu interessieren, zu organisieren. Medien - vom Mobilisierungsvideo über die Mitgliederzeitschrift bis zu Kettennachrichten - haben dabei eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Sowohl bei Jüngeren als auch bei prekär Beschäftigten mit wechselnden Arbeitsorten sind beispielsweise Kurzinformationen in Grafik- oder Videoform zentrale Bestandteile von Organizing.

Hier sind die Aktiven auf qualifizierte Bildungsunterstützung und Bildungsbegleitung angewiesen. In diesem Seminar werden in der Bildungsarbeit Engagierten die grundlegenden Mittel und Probleme der Mediennutzung beim Aufbau von selbst organisierten Strukturen und Projekten vermittelt.


Inhalte:

- Praxisbeispiele für Mediennutzung im Aufbau von ehrenamtlichen Strukturen und Projekten.

- Basiswissen für die Vermittlung von handlungsorientierter, aktiver Medienkompetenz.

- Methoden und Formate in der informellen und non-formalen Medienbildung.

- Weitergehende Informationen und Materialien aus der "Vielfalt-Mediathek" und der Bundeszentrale für politische Bildung.


Ihr Nutzen:

Mit der qualifizierten Teilnahmebescheinigung können Sie nachweisen, dass Sie entscheidende Schlüsselqualifikationen für die Vermittlung von aktivierender Medienkompetenz erworben haben. Sie erhalten Einblick in die Organisationsarbeit aus dem Medienblickwinkel.


Zielgruppe:

Ehren- und hauptamtlich Aktive in der gewerkschaftlich orientierten Bildungsarbeit.


Kosten:

Das Seminar findet im Rahmen des Projekts "Vielfalt-Mediathek" ("Bildungsmedien gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt: www.vielfalt-mediathek.de) statt, das gefördert wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" und ist somit für die Teilnehmenden kostenlos. Fahrtkosten können nicht übernommen werden.


Anmeldung:

www.migration-online.de/sub/seminaranmeldung._aWQ9MTA0Mzc_.html


Profil der Referentin und Referenten:

Philipp Kissel: ver.di, Museum für Kommunikation Frankfurt am Mai, Aktiver bei "Zusammen e.V.".

Susi Neumann: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Aktive im Gebäudereinigungs-Handwerk.

Tilo Podstatny: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Aktiver bei den "International Young Naturefriends".


Die "Vielfalt-Mediathek" ist ein gemeinsames Projekt vom DGB-Bildungswerk und dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA).

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- Donnerstag, 7. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Mehmet Daimagüler: Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand unserer Gesellschaft?


Veranstaltungsort:

Kleines Theater am Weingarten
Königswall 97
32423 Minden


Mehmet Daimagüler, Sohn türkischer Einwanderer, wird 1968 in Siegen geboren, studiert zunächst Jura in Bonn, später Volkswirtschaft und Philosophie an den US-Universitäten Harvard und Yale. Er tritt in die FDP ein und gehört von 1997 bis 2005 dem Bundesvorstand an. Mit dem Grünen Cem Özdemir wohnt er eine Zeit lang in einer Wohngemeinschaft. 2007 verlässt er nach seinen Auslandsaufenthalten die Partei und beendet seine politische Karriere.

Daimagüler lebt und arbeitet als Anwalt in Berlin. In seinem 2011 erschienenen Buch "Kein schönes Land in dieser Zeit" beschreibt er "Das Märchen von der gescheiterten Integration".

Mittelständische Unternehmen in Rechtsstreitigkeiten zu vertreten ist eigentlich sein Metier. Dann kommen zwei Frauen auf ihn zu, eine aus Hessen, eine aus dem Ruhrgebiet. Männliche Angehörige von ihnen sind vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (SU) ermordet worden. Er nimmt das Mandat an. Am 17. April 2013 beginnt seine Arbeit im Prozess am Oberlandesgericht München als Vertreter der Nebenklägerinnen.

Was bedeutet der NSU-Prozess für den Zustand unserer Gesellschaft? Mehmet Daimagüler hat uns viel zu erzählen.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Minden in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan Minden:

www.lap-minden.de

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- Freitag, 8. September 2017 um 19.00 Uhr -


Ausstellungseröffnung: "Anne Frank war nicht allein - Jüdische Kindheit und Jugend im Kreis Herford 1933 - 1945"


Ausstellungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.zellentrakt.de


Ausstellungsdauer: 8. September 2017 bis 26. März 2018, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr.


Die 2005 zuerst in der Gedenkstätte Zellentrakt gezeigte Ausstellung "Anne Frank war nicht allein" wird erneut in überarbeiteter und ergänzter Form gezeigt. In ihr werden Schicksale jüdischer Kinder und Jugendlicher aus dem Kreis und der Stadt Herford nachgezeichnet. Neben der Geschichte der Anne Frank soll nicht vergessen werden, dass viele Kinder und Jugendliche jüdischen Glaubens Ähnliches, aber auch Unvergleichliches, erlitten haben.

Begleitet wird die Ausstellung durch Zeitzeuginnen- und Zeitzeugen-Videos, der Dokumentation des Schicksals einer jüdischen Schülerin am Friedrichs-Gymnasium Herford (erarbeitet von Schülerinnen und Schülern dieser Schule), Dokumenten zur Situation jüdischer Kinder an den Herforder Schulen und antijüdische und militaristische Kinder- und Jugendbücher aus der NS-Zeit.


Ergänzend zeigt die Düsseldorfer Künstlerin Myriam Thyes - mit Anne Frank entfernt verwandt - ihre Videoarbeit "Sophie Taeuber-Arps Fluchtlinien“"und einige Bilder aus ihrer Serie "Linien im Krieg".


Gedenkstätte Zellentrakt

Die heutige Gedenkstätte Zellentrakt, das frühere Herforder Polizeigefängnis, war von 1933 bis 1945 ein Ort der Verfolgung und Angst auch für viele jüdische Menschen aus Herford auf dem Weg in die Lager und den Tod.

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- Sonntag, 10. September 2017 um 15.00 Uhr -


Filmvorführung: "Wir sind Juden aus Breslau" in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies


Veranstaltungsort:

Neue Kamera Filmtheater
Feilenstraße 2 - 4
33602 Bielefeld

www.kamera-filmkunst.de


"Wir sind Juden aus Breslau - Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933" (Deutschland 2016, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, 108 Minuten)

Protagonistinnen und Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten Jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Jüdinnen und Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer Jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Sonntag, 10. September 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Donnerstag, 14. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Eric Hattke: Horrorstadt? Dresden - zwischen Albtraum und Alltag


Veranstaltungsort:

Kleines Theater am Weingarten
Königswall 97
32423 Minden


Dresden - das sächsische Kleinod im Herzen Europas. Dichter, Maler und Denker priesen einst die Schönheit dieser Stadt, eines der Top-Touristenziele Deutschlands.

Mittlerweile gehen andere Bilder als Frauenkirche oder Zwinger um die Welt: seit Ende 2014 demonstrieren fast wöchentlich Anhänger der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, gegen Asylmissbrauch, lügende Politiker, Rundfunkgebühren und ziemlich alles, was die bürgerliche Seele in Aufruhr versetzen kann.

Statt Eierschecke und Stollen hetzen nun pöbelnde Schreier in einem Bundesland mit einen der niedrigsten Anteile von Migrantinnen und Migranten der Republik gegen alles Fremde. Was macht dies mit einer Stadt? Mit ihrem Selbstverständnis? Mit ihren Bürgern? Mit ihrer Politik?


Eric Hattke, gründete mit Gleichgesinnten Ende 2014 als Reaktion auf die fremdenfeindlichen Demonstrationen ein Netzwerk, dem mehr als 100 Organisationen angehörten, dessen Sprecher er war.

Es wurden verschiedensten Projekte verwirklicht, um mehr als nur dagegen zu sein. Wegen seinem Engagement wurden er und seine Familie angefeindet, mehrere Morddrohungen und Einschüchterungsversuche folgten.

Heute ist Eric Hattke Botschafter der Region Sachsen einer bundesweiten Initiative und Vorsitzender des Dresdner Vereins Atticus e.V.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Minden in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan Minden:

www.lap-minden.de

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- Donnerstag, 14. September 2017 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Vortrag von Jakob Saß: Auftragskunst und Massenmord: Adolf Haas als KZ-Kommandant in Niederhagen / Wewelsburg und Bergen-Belsen


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Filmraum
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Ein erfolgloser Bäcker und aufstrebender SS-Führer. Ein brutaler Lagerkommandant, der erst das Konzentrationslager Niederhagen / Wewelsburg und dann das berüchtigte Lager in Bergen-Belsen aufbaute und leitete. Ein Kunstliebhaber, der einigen Häftlingen das Leben rettete, während er mehr als 3.000 Häftlinge sterben oder ermorden ließ: Das alles war Adolf Haas (1893 -1945).


In seinem Vortrag erläutert Jakob Saß, Zeithistoriker aus Berlin wie ein SS-Mann mit schlechter Schulausbildung bis zum KZ-Kommandanten aufsteigen konnte, welche Motive ihn antrieben und wie Haas vermutlich die letzten Kriegstage verbrachte.

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- Montag, 18. September 2017 ab 20.00 Uhr -


FLTI*Kneipe


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Die Frauen-Lesben-Trans*-Inter-Kneipe ist ein Ort zum Treffen, Kontakte knüpfen, einfach Rumhängen, Austauschen, Kickern, Vernetzen, Diskutieren, Aktionen planen, Spielen, lecker vegan Essen …

Heute Abend sind ausschließlich Frauen, Lesben, Trans* und Intersex eingeladen, also Menschen, die von cis-männlichen Privilegien ausgeschlossen sind.

Die Kneipe hat ein queer-feministisches Selbstverständnis. Das bedeutet für uns, einen Schutzraum frei von männlicher Dominanz und jenseits zur Zweigeschlechtlichkeit zu schaffen. Andere Diskriminierungs- und Herrschaftsformen sollen hier auch keinen Platz haben. Wir wünschen uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang.

Die Kneipe findet jeden 3. Montag im Monat statt. Die Räume (Kneipe und Klo) sind barrierefrei, das heißt ebenerdig und ohne Stufe erreichbar. Komm vorbei! Wenn du darüber hinaus Lust hast dich einzubringen oder Ideen zum Programm hast, mach mit!

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- Dienstag, 19. September 2017 von 10.30 bis 17.30 Uhr -


Mediale Sprache und Vielfalt


Veranstaltungsort:

DGB-Tagungszentrum
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf

www.dgb-tagungszentren.de/duesseldorf


Tagesseminar der "Vielfalt-Mediathek" zum Umgang mit Sprache in den Medien und medienvermittelter Sprache mit Expertinnen und Experten aus Gewerkschaften, Journalismus und Bildungsarbeit.

Die Gewerkschaften und große Teile der Zivilgesellschaft und der demokratischen Parteien setzen gegen die Rückkehr von Identitätspolitik das Konzept der Teilhabe in Vielfalt: Gesellschaftlicher Zusammenhalt kommt nicht von Gleichartigkeit, sondern von dem Zusammenkommen in Verschiedenheit. Dieses prozesshafte und aufgeklärte Verständnis von Gesellschaft bedarf der steten Anwendung und Überprüfung. Vor allem in und mit der Sprache aus den Medien werden Identitätskonflikte ausgetragen, Diskriminierungen "normalisiert" und weitergetragen. Für Aktive in der Bildungsarbeit ist es so eine Herausforderung, in ihrer Praxis mit ausschließender Sprache umzugehen und zu reagieren. Gleichzeitig droht das Bemühen um diskriminierungsfreie Sprache einen Expertinnen- und Experten-Dialekt zu schaffen.

Mit Sprachpraktikerinnen und Sprachpraktikern werden diese Fragen an Hand eigener, konkreter Beispiele erarbeitet. Ein Gefühl für das eigene Verhalten zu (medialer) Sprache wird entwickelt.


Inhalte:

- Einführung in das Konzept der Vielfalt im gewerkschaftlichen Kontext.

- Möglichkeiten und Gefahren von Sprachverwendung in den Medien.

- Konkrete Wirkungen von Sprachregelungen und Medienbegriffen.

- Vorstellung von weitergehenden Handreichungen und Materialien aus der "Vielfalt-Mediathek" und der Bundeszentrale für politische Bildung.


Ihr Nutzen:

Mit der qualifizierten Teilnahmebescheinigung können Sie nachweisen, dass Sie entscheidende Schlüsselqualifikationen für die Vermittlung von diskriminierungsbewusster Kommunikation erworben haben. Ihr Handwerkszeug der Bildungsarbeit entwickelt sich in einem der am meisten diskutierten Fragen weiter.


Zielgruppe:

Ehren- und hauptamtlich Aktive in der gewerkschaftlich orientierten Bildungsarbeit.


Kosten:

Das Seminar findet im Rahmen des Projekts "Vielfalt-Mediathek" ("Bildungsmedien gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt: www.vielfalt-mediathek.de) statt, das gefördert wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" und ist somit für die Teilnehmenden kostenlos. Fahrtkosten können nicht übernommen werden.


Anmeldung:

www.migration-online.de/sub/seminaranmeldung._aWQ9MTA0Mzc_.html


Profil der Referentinnen und Referenten:

Dr. Fessum Ghirmazion: IG Metall, Referent Migration und Teilhabe.

Laura Meschede: ver.di, politische Journalistin.

Natascha Ponczeck: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, bis 2016 Bundesjugendsekretärin der IG BAU.


Die "Vielfalt-Mediathek" ist ein gemeinsames Projekt vom DGB-Bildungswerk und dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA).

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- Dienstag, 19. September 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Dr. Stephan Grigat, Berlin: Der Sechs-Tage-Krieg 1967 - 50 Jahre danach


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Murnau-Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Zur Zukunft der Zwei-Staaten-Lösung Israel-Palästina und zum Einfluss des iranischen Regimes

Die Vorgeschichte und die Resultate des Sechs-Tage-Krieges von 1967 prägen bis heute die Situation im Nahen Osten. Was lässt sich aus den Geschehnissen vor 50 Jahren für den heutigen Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn lernen? Würde die Gründung eines palästinensischen Staates den Konflikt beenden? Welche Rolle spielt das Erstarken des Islamismus in den letzten zwei Jahrzehnten und die expansive Politik des iranischen Regimes für die Sicherheit Israels und für die Zukunft einer Zwei-Staaten-"Lösung"?


Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, Autor von "Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung" (Konkret 2014) und Herausgeber von "AfD und FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder" (Nomos 2017). 2016/17 war er Gastprofessor am Moses-Mendelssohn-Zentrum der Universität Potsdam.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld.

www.dig-bielefeld.de

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- Samstag, 23. September 2017 von 14.00 bis 17.00 Uhr -


Demonstration gegen das so genannte Erntefest auf Hof Nahtz - Schluss mit den Nazi-Treffen in Eschede


- Aktuelle Informationen: www.netzwerk-südheide.de


Auftaktkundgebung:

Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg
29348 Eschede


Seit einem Vierteljahrhundert finden bei Joachim Nahtz in Eschede Nazi-Treffen unterschiedlichster Weise statt. Neben einer Wehrsportübung, einem Nazi-Konzert sowie Stützpunktgründungen der Jugendorganisation der NPD waren und sind es immer wieder die so genannten Brauchtumsfeiern, wie jetzt das Erntefest.

Gerade Monate vor dem Erntefest wurde die so genannte Sonnwendfeier bei Nahtz auf seinem Hof abgefeiert. Das Motto der Veranstaltung bezog sich klar auf die Wehrsportübung bei Nahtz im Oktober 1992: Es wurde25 Jahre Widerstand im Heide(n)land gefeiert, na wenn das keine politische Aussage ist. Dennoch wird von offizieller Seite, zum Beispiel von der Polizei Celle von einer privaten Veranstaltung auf Hof Nahtz gesprochen. Auch wenn die Nazis auf ihrer Einladung betonen, dass es sich um eine private Veranstaltung handeln würde, so haben sie doch öffentlich im Internet geworben.

Das ist nicht neu, aber deswegen noch lange nicht richtig. Für die diesjährige Sonnwendfeier hatten Nahtz und /oder die Organisatoren so etwas wie eine Security-Truppe. Wie im Winter zuvor waren es Leute von der JN (der Jugendorganisation der NPD) aus Braunschweig mit mindestens einem Celler "Kameraden", die Patrouille fuhren und liefen nicht auf dem Privatgelände, sondern auf den öffentlichen Straßen herum. Journalistinnen und Journalisten, die sich dem Nazi-Hof zu dicht annäherten, wurden bedroht, Demonstrantinnen und Demonstranten wurden beleidigt, wobei der so genannte Stinkefinger scheinbar die normale Handhaltung bei Nazis ist.

Nazi-Treffen mit all dem wie Bedrohungen und Beleidigungen müssen wir nun seit Jahren ertragen. Ganz zu schweigen von dem, was auf Hof Nahtz abgeht. "Die Veranstaltungen auf dem Hof Nahtz haben ( … ) den grundsätzlichen Charakter, den Zusammenhalt in der rechtsextremistischen Szene zu fördern", so die Niedersächsische Landesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen zur Bedeutung von Hof Nahtz.

Das ist genau das, was wir seit Jahren sagen: Der Hof ist wichtig, um dort sinnstiftende, Gemeinschaft fördernde Zusammenkünfte durchzuführen. Es werden Kontakte geknüpft und gepflegt, Termine und Aktionen abgestimmt, aber auch gefeiert.

Wir sind es langsam leid, das jedes Jahr wieder zu erwähnen, ohne dass scheinbar die Verantwortlichen dem Treiben mal ein Ende bereiten wollen, oder wenigstens mal damit anfangen. Es kann doch problemlos dargelegt werden, dass diese Treffen nicht privat sind, dass sie eine Außenwirkung haben und dass von diesen Treffen eine Gefahr ausgeht.

Es muss nur gewollt werden. Wenn ein Journalist bedroht wird und der direkt daneben stehende Polizist das nicht zur Kenntnis nimmt, sehen wir diesen Willen allerdings nicht.

Nun sind allerdings nicht nur diejenigen gefragt, die "von Amts wegen" verantwortlich sind, den Nazi-Treffen einen Riegel vorzuschieben.

Jede und jeder kann daran mitwirken, dass Nazis einfach nichts zu melden haben. Nicht wegschauen bei rechten und rassistischen Sprüchen, solidarischen Umgang miteinander nicht nur propagieren, sondern leben, das ist ein guter Weg.

"Unser Ziel ist eine solidarische Gesellschaft, in der Platz für alle Menschen ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, sozialem Status oder Handicap. Wir stellen uns gegen rassistische Erklärungsmuster oder Ausgrenzungen, die gesellschaftlichen Konkurrenzverhältnissen entspringen. In diesem Sinne sind alle Menschen aufgefordert, sich aktiv einzumischen für eine soziale Umgestaltung und Demokratisierung der Gesellschaft, um rassistische und reaktionäre Positionen zurückzudrängen. Für eine Gesellschaft der Solidarität!", so? unsere Freundinnen und Freunde der Antifaschistischen Aktion Lüneburg-Uelzen. Dem können wir uns nur anschließen.

In diesem Sinne:

Lasst uns nach den Rechten schauen! Lasst ihnen keine Ruhe!

Schluss mit den Nazi-Treffen!


Die Demonstration ist angemeldet vom DGB-Nord-Ost-Niedersachsen mit Unterstützung durch die im Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus organisierten Gruppen.

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- Sonntag, 24. September 2017 um 11.00 Uhr -


Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Sonntag, 24. September 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Samstag, 7. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Sonntag, 8. Oktober 2017 um 17.00 Uhr -


Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold mit Volker Buchholz


Treffpunkt:

Eingang des Friedhofes
Spitzenkamptwete 33
32756 Detmold


- Die männlichen Teilnehmenden denken bitte an eine Kopfbedeckung.


Die Jüdische Gemeinde Detmold besaß vor dem Lemgoer Tor einen Friedhof, der schon 1724 zu klein geworden war und 1726 mit der Erlaubnis des lippischen Grafen vergrößert wurde, indem ein Stück Land dazu gekauft wurde.

1883 wurde dann der Friedhof an der Spitzenkamptwete angelegt. Dieses 1.447 Quadratmeter große Areal mit altem Baubestand und einer Einfriedigung mit Eisentoren dokumentiert als Ruhestätte der jüdischen Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger die Existenz einer großen Jüdischen Gemeinde in der Stadt.

Der Friedhof ist das letzte bauliche Zeugnis der Jüdischen Gemeinde, deren 1907 erbaute Synagoge am 9. November 1938 zerstört wurde. 162 Jüdinnen und Juden aus Detmold wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgebracht

Die dicht nebeneinander angeordneten Grabstätten bezeugen mit ihren typischen Grabmonumenten das anspruchsvolle kulturelle Niveau dieser Detmolder Bürger. Darüber hinaus ist dieser jüdische Friedhof geeignet, eine Vorstellung von Bestattungen nach israelitischem Ritus zu vermitteln.


Die Führung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de


Die Anzahl ist für diese Führung begrenzt. Anmeldungen sind im Büro der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit möglich: Telefon (05231) 29758 (Anrufbeantworter) oder per Mail an gfcjz-lippe@t-online.de.

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- Sonntag, 15. Oktober 2017 um 11.00 Uhr -


Auf jüdischen Spuren - Stadtrundgang durch Detmold mit Gudrun Mitschke-Buchholz


Treffpunkt:

Rathaus
Marktplatz 5
32756 Detmold


Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch einige der so genannten Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.


Gudrun Mitschke-Buchholz ist die Herausgeberin des Werkes "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold". 2008 veröffentlichte die Detmolder Historikerin zudem den Band "Auf jüdischen Spuren - Zwei Stadtrundgänge durch Detmold", 2013 das Buch "Lebenslängliche Reise: Briefe der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold".


Der Rundgang wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. angeboten:

www.gfcjz-lippe.de

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- Dienstag, 17. Oktober 2017 um 20.00 Uhr -


Konzert: Früchte des Zorns - www.fruechtedeszorns.net


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


- Einlass: 20.00 Uhr / Beginn: 21.00 Uhr


"Früchte des Zorns" ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs.

Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse.

Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen.


Mit "fallen oder fliegen" haben Früchte des Zorns ein Album veröffentlicht, in dem sie an Themen und Reflexionen vorangehender Alben anknüpfen, in die Tiefe gehen und dennoch ihr Spektrum erweitern und auch musikalisch weiterentwickeln. Ihr akustisches Set besteht aus Geige, Gitarre, Bratsche, Posaune, Glockenspiel, Schlagzeug und viel Gesang. Auch wenn sie nicht die lauteste Band sind, haben ihre Lieder eine große Eindringlichkeit.

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- Sonntag, 29. Oktober 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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- Samstag, 4. November 2017 um 11.00 Uhr -


Führung durch das Forum Jacob Pins


Veranstaltungsort:

Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter

www.jacob-pins.de


Einmal im Monat bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung im Adelshof an. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Jacob Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Jacob Pins angeboten.


Jacob Pins

Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Jacob Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.


Jacob Pins Gesellschaft

Die im Jahr 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter e.V. verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.

Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoa wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.


Monographie über Jacob Pins

Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.

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- Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Norbert Ellermann: Rüstungsproduktion unter Tage gegen Ende des Zweiten Weltkrieges - Die Konzentrationslager in Porta Westfalica


Veranstaltungsort:

Heimatmuseum Hüllhorst
Schnathorster Straße 3
32609 Hüllhorst


1944/45 wurden in Porta Westfalica mehrere Konzentrationslager als Außenkommandos des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg errichtet. Die dort befindlichen männlichen und weiblichen Häftlinge erweiterten auf Befehl der SS unter menschenfeindlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen bereits vorhandene Bergbaustollen, damit dort geschützt vor alliierten Luftangriffen die bereits schwer getroffene deutsche Kriegsindustrie ihre Rüstungsproduktion fortsetzen sollte.

Der mit Plänen, Zeichnungen, historischen und aktuellen Fotos sowie Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen versehene Vortrag zeigt die so genannte Unterverlagerung der deutschen Kriegsindustrie und das KZ-Lagersystem am Beispiel von Porta Westfalica auf. Hierbei werden Täter und Opfer aber auch die benachbarte Zivilbevölkerung sowie die spätere Aufarbeitung der Geschichte einschließlich der aktuellen Erinnerungsarbeit vorgestellt.


Norbert Ellermann ist Historiker und Mitarbeiter des Kreismuseums Wewelsburg.


Eine Veranstaltung der Volkshochschule Lübbecker Land.

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- Donnerstag, 16. November 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Peter Kuhn, München: Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof - Geschichte und Erinnerung


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Historischer Saal
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Am 8. Dezember 1941 wurden in Kulmhof (Chelmno) einige Hundert Jüdinnen und Juden mit Motorabgasen ermordet. Kulmhof lag im damalige "Warthegau", dem vom Deutschen Reich annektierten Teil Polens. Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Jüdinnen und Juden durch Giftgas. Im Vernichtungslager Kulmhof wurden bis 1944 mehr als 150.000 jüdische Menschen getötet.

Prof. Kuhn erlebte im Landgericht Bonn die Verhandlungen des Kulmhof-Prozesses (1962/63 und 1965), die fast zeitgleich mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen stattfanden. In seinem Vortrag berichtet er über die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und insbesondere über seine persönlichen Erinnerungen an den Kulmhof-Prozess.


Prof. Dr. Peter Kuhn studierte Theologie, Philosophie, Semitistik und Judaistik. Von 1991 bis 2013 war er Professor für Judaistik an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern.


Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld in Kooperation mit der Sektion Bielefeld von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." und der Volkshochschule Bielefeld.

www.gcjz-bielefeld.de

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- Sonntag, 26. November 2017 von 15.00 bis 17.00 Uhr -


Öffentliche Führung durch die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne und Besuch des Ehrenfriedhofs sowjetischer Kriegstote


Treffpunkt um 14.45 Uhr:

Haupteingang Polizeiausbildungsinstitut
Erich Klausener
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock


Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers.

In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht, wie zum Beispiel französische, polnische und italienische Kriegsgefangene.

Die zeitgenössische Dauerausstellung auf dem heutigen Gelände des Polizeiausbildungsinstitutes Erich Klausener informiert eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne.

Es werden einige seltene Handwerksarbeiten von Kriegsgefangenen ausgestellt. Besonders die sehr seltene Farb-Dia-Serie eines damaligen Lagerarztes aus dem Jahre 1941/42 veranschaulicht nicht nur die leidvolle Geschichte der Kriegsgefangenen, sondern dokumentiert unter anderem auch den Aufbau des Lagers. Zudem wird der amerikanische Dokumentarfilm von der Befreiung des Lagers gezeigt.

In direkter Nachbarschaft zum Stalag 326 (VI K) Senne wurden zwischen 1941 und 1945 insgesamt 36 Massengräberreihen angelegt. Jede Massengrabreihe ist circa 112 Meter lang, ungefähr 2,20 Meter breit und besteht aus einer bisher unbekannten Anzahl von Massengräbern.

Die Gräber selber sind heute nicht mehr auszumachen. Jeweils ein Gedenkstein ermöglicht es jedoch, die einzelnen Grabreihen zu erkennen.


Veranstaltung des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne e.V.: www.stalag326.de

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