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Bielefelder Zeitung / Westfalen-Blatt , 14.08.2012 :

Streit mit der Stadt um Stellplätze / Am Schloßhof ruhen die Arbeiten - Eröffnungstermin im Oktober soll aber nicht gefährdet sein

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Die Bauarbeiten am Schloßhof sind vorübergehend eingestellt worden. Der städtische Immobilienservicebetrieb (ISB) und der Betreiber der künftigen "Café und Bar Celona Finca" haben sich bisher nicht über den Preis für ein angrenzendes ehemaliges Bauhofgelände einigen können.

Reiner Müller vom städtischen Immobilienservicebetrieb wird deutlicher, sieht "erhebliche Differenzen bei den Kaufpreisvorstellungen" für das Bauhofgelände, das gegenüber des Schloßhofes liegt. Der ISB-Preisvorschlag ist aus seiner Sicht "mehr als in Ordnung", die Preisvorstellung der Oldenburger käme dagegen einer "Verschleuderung städtischen Vermögens gleich", wenn man darauf einginge.

Dieter Ellermann, Abteilungsleiter im Bauamt, erläutert, dass die bisherigen Arbeiten als Sanierung im Bestand gewertet werden könnten. Für den weiteren Verlauf der Arbeiten sei aber ein Bauantrag erforderlich, der in der bisher vorliegenden Form nicht genehmigungsfähig sei. Die Zahl der vorzuhaltenden Stellplätze richte sich nach der Gästezahl, die der künftige Betreiber erwarte. Sei die Parkplatzfrage geklärt, könne die Genehmigung aber schnell erteilt werden.

Mit einer Fläche von rund 600 Quadratmetern verteilt auf zwei Etagen soll die Finca Platz für 300 Gäste bieten. Geplant sind auch eine große Terrasse, ein Biergarten, ein Spielplatz und ein "Mini-Sandstrand". Das Investitionsvolumen soll sich auf mehr als vier Millionen Euro belaufen. Bisher betreibt der Oldenburger Gastronomie-Spezialist vier Lokale nach dem Finca-Konzept und 18 weitere Gastronomiebetriebe.

"Wir beginnen jetzt damit, das Servicepersonal einzustellen", sagt der künftige Betriebsleiter der Finca Bielefeld, Marcel Maurer. Er benötigt für den reibungslosen Betrieb rund 100 Mitarbeiter. Auch im neuen Schloßhof soll an die wechselvolle Geschichte des Gebäudes erinnert werden, das während der NS-Zeit auch als Zwangslager für Juden genutzt worden war.

Bildunterschrift: Am Schloßhof ruhen derzeit die Arbeiten. Der Bauantrag ist aus Sicht der Verwaltung noch nicht genehmigungsfähig.


bielefeld@westfalen-blatt.de

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