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Veranstaltungen / Nachrichten ,
07.06.2012 :
Tages-Chronologie von Donnerstag, 7. Juni 2012
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Veranstaltungskalender:
- Donnerstag, 7. Juni 2012 ab 16.00 Uhr -
Reclaim the streets
- Aktuelle Informationen: www.reclaimthestreets.noblogs.org
Veranstaltungsort:
Rathausplatz
33602 Bielefeld
Aufruf zum Reclaim the streets: Wem gehört die Stadt?
Die Stadt gehört allen! Oder?
Guckt mensch sich die Stadt einmal genauer an, liegt es auf der Hand: Wer etwas in der Stadt machen darf und wer nicht, wird nicht von "allen" entschieden, sondern von einigen wenigen.
Die alltägliche Verwaltung und Organisation des (inner)städtischen Raumes wird entsprechend kapitalistischer Interessen durchgeführt.
Die Innenstadt ist drauf ausgelegt, die Menschen zum Konsum anzuregen. Es gibt Kaufhäuser, Cafés, Kneipen, Restaurants, Imbissbuden, Casinos, Kinos und Clubs. Alles Orte, an denen du Geld brauchst, um dich dort aufzuhalten. Wer dazu keine Kohle hat, bleibt in der Regel außen vor, ist unerwünscht, wird vertrieben.
So wird ein großer Teil des Stadtbildes von Werbung, kommerziellen Plakatwänden und Schaufenstern bestimmt. Dafür wird bezahlt. Das ist erlaubt. Wer allerdings mit einem Stift seine Gedanken an die Wände schreibt, muss Strafen befürchten, denn das ist verboten. Auch wer unangemeldet auf der Straße Musik macht, muss mit einer Strafe rechnen, denn auch das ist verboten. Wer keine Wohnung hat und auf der Straße schläft muss damit rechnen vertrieben zu werden. Denn all diese "Störfaktoren" könnten den Rest vom Shoppen und Konsumieren abhalten und da wären wir wieder dabei nach welches Spielregeln die Stadt funktionieren soll …
Repressive Stadt
Umgesetzt wird diese Ordnung von der Polizei. Viel Polizei. Besonders an den so genannten "Partytagen" (Mittwoch, Freitag, Smstag) wird die Innenstadt seit einiger Zeit von einem riesigen Aufgebot an Bullen belagert. Streifenwagen, auch mal `ne Wanne, zivile PolizistInnen mit Auto, oder ohne. Sie stürzen sich mit ganzer Kraft auf die kleinste Regelabweichung und gehen dabei häufig sehr brutal vor. Gerechtfertigt wird dies durch so genannte "Krawallplätze" rund um Bahnhof und Jahnplatz.
Wenn es ein Problem mit Gewalt gibt, halten wir es allerdings für eine schlechte Idee, dies mit bewaffneten, gewaltbereiten PolizistInnen lösen zu wollen. Aber neben der Polizei gibt es noch das Ordnungsamt, welches zum Beispiel darauf achtet, dass Kundgebungen Infostände oder ähnliche Veranstaltungen im Innenstadtbereich auch ja vorher angemeldet wurden, Überwachungskameras, und unterschiedliche private Sicherheitskräfte, die das Angstkonzept, ääh … Sicherheitskonzept abrunden.
Dadurch wird im Allgemeinen ein Gefühl der Bedrohung und Überwachung geschaffen. Besonders betroffen davon sind Menschen mit (vermeintlichem) Migrationshintergrund, die immer wieder rassistischer Türpolitik in Clubs und "verdachtsunabhängigen" Kontrollen ausgesetzt werden.
Reclaim the streets!
Wir wollen all dem mit einem "Reclaim the streets" auf unterschiedlichen Ebenen etwas entgegensetzen. Zum Einen soll für eine Zeit ein Raum genommen werden, der so genutzt und gestaltet werden kann, wie wir das wollen. Zum Anderen soll eine Ebene geschaffen werden, um eigene Ideen und Kritik zu artikulieren. Vielfältig, laut und unübersehbar.
Wir wollen einen Schritt in die Richtung machen, diese Stadt, diese Gesellschaft, diese Welt so zu gestalten, wie wir sie wollen: Den Bedürfnissen der Menschen entsprechend!
Selbstbestimmt! Herrschaftsfrei!
Zudem soll das ganze Spaß machen. Aus der Erfahrung des letzten Jahres können wir sagen: "Das tut es!"
Die Gestaltung des Ganzen ist ziemlich offen. Worauf wir allerdings keine Lust haben, sind Rassismus, Sexismus, Homo- oder Transphobie, sowie jegliche Partei- und Nationalfahnen.
Bereitet was vor!
Damit der Tag interessant wird, rufen wir euch dazu auf, euch aktiv daran zu beteiligen! Bereitet was vor, plant was, bringt was mit! Ob Knaller oder Knallerbse, Luftschloss oder Luftschlangen, Bonbons oder Bombette, Masken, Bälle, Kreide, Sprühdosen, Räder, Skateboards, Slacklines, ein mobiles Soundsystem, was zu Essen für alle oder was zu Trinken, was zum Kinderschminken, Transpis, Sticker, Flyer, Plastikpalmen, Piratenfahnen, Sofas, vielleicht nicht nur ein Buch, sondern auch ein Halstuch …
Lasst uns die Straßen zurück erobern!
See you in the streets!
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- Donnerstag, 7. Juni 2012 um 18.30 Uhr -
Vortrag von Steffen Holz: Wincklerbad Bad Nenndorf - Vom britischen Verhörzentrum zur Nazi-Kultstätte
Veranstaltungsort:
Gaststätte Leinemasch
Ohestraße 8
30880 Laatzen
www.restaurantzurleinemasch.de
Seit 2006 ist das Wincklerbad in Bad Nenndorf alljährlich zum Ziel so genannter "Trauermärsche" von Neonazis geworden, die dort angeblich der Opfer von Misshandlungen in dem britischen Verhörzentrum gedenken, welches sich dort von 1945 bis 1947 befand.
Unter dem Titel "Das verbotene Dorf" ist 2011 eine erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung über das Wincklerbad 1945 bis 1947 erschienen. Steffen Holz berichtet über die Vorgänge in dem damaligen Geheimdienst-Lager und die Spätfolgen historisch-politischer Verdrängung in der Nachkriegszeit:
Anhalt, Utz und Holz, Steffen: Das verbotene Dorf. Das Verhörzentrum Wincklerbad der britischen Besatzungsmacht in Bad Nenndorf 1945 bis 1947. ISBN: 978-3-930345-90-8 Preis: 9,80 EUR, Offizin-Verlag, Hannover.
Eine Veranstaltung des DGB-Ortsverbandes Laatzen.
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Donnerstag, 7. Juni 2012
Am 10. Juni 2012 lädt das Historische Museum zu einer Stadtführung zum Thema "Jüdisches Leben in Bielefeld" ein.
Am 10. Juni 2012 bietet die Volkshochschule Lippe-West in Kooperation mit dem Verkehrsamt Lage eine Führung über den jüdischen Friedhof in Lage mit Juliane Hof an.
Am 10. Juni 2012 besucht der SPD-Ortsverein Schloß Holte-Stukenbrock die Gedenkstätte Bergen-Belsen.
Am 19. Oktober 2012 verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig in Erwitte auf Initiative des Heimatvereins die ersten Stolpersteine für insgesamt 14 jüdische NS-Opfer in der Hellwegstadt.
Am 12. Juni 2012 treffen sich die Ortsgruppe Espelkamp der "Pommerschen Landsmannschaft" und der Ortsverband Espelkamp der "Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen und Danziger".
Vom 11. bis 27. Juni 2012 ist die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachen im Haus Kassel in Bad Nenndorf zu sehen.
Am 16. Juni 2012 lädt das Bündnis Rodenberg für Demokratie gegen Rechtsextremismus im Vorfeld des neonazistischen "Trauermarsches" in Bad Nenndorf dazu ein, weiße T-Shirts bunt zu gestalten.
Seit Anfang Mai 2012 ist die Neonazi-Szene im Landkreis Schaumburg nach einer Gewalt- und Einschüchterungskampagne so offensiv in die Öffentlichkeit gedrängt wie seit Jahren nicht mehr.
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Bielefeld: "Jüdisches Leben in Bielefeld" - Stadtführung
Am 10. Juni 2012 lädt das Historische Museum zu einer Stadtführung zum Thema "Jüdisches Leben in Bielefeld" ein. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, das Westfalen-Blatt.
Die Teilnehmenden begeben sich auf die Spuren der Geschichte der seit dem 14. Jahrhundert in Bielefeld lebenden Menschen jüdischen Glaubens. Der Weg führt vorbei am Gedenkstein für die zerstörte Synagoge in die Altstadt, wo sich auf engem Raum die wechselvolle Geschichte der Bielefelder Jüdinnen und Juden an authentischen Orten verdeutlichen lässt.
Informationen im Internet: www.historisches-museum-bielefeld.de
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Lage: Führung über den jüdischen Friedhof mit Juliane Hof
Am 10. Juni 2012 bietet die Volkshochschule Lippe-West in Kooperation mit dem Verkehrsamt Lage eine Führung über den jüdischen Friedhof in Lage mit Juliane Hof an. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, die Lippische Landes-Zeitung.
Seit 1679 lebten nachweislich Jüdinnen und Juden in Lage. Nach Drangsalierung, Verfolgung, Auswanderung, Deportation und Ermordung in der NS-Zeit leben heute keine Jüdinnen und Juden mehr in Lage. Eines der letzten Zeugnisse der ehemaligen Jüdischen Gemeinde ist der jüdische Friedhof an der Flurstraße.
Der ist mit rund 3.000 Quadratmetern Fläche eine der größten Anlagen in Lippe, obwohl die Jüdische Gemeinde zahlenmäßig zu den Kleineren gehörte. Wahrscheinlich wurde er schon im 17. Jahrhundert angelegt, wurde doch um 1770 schon davon gesprochen, dass dort seit "undenklichen Zeiten Menschen beigesetzt worden seien".
Der Friedhof ist in seiner Geschichte ein Zeichen des Lebens der Jüdischen Gemeinde. Zu finden sind hier rund hundert gut erhaltene Grabsteine. Den Eingang zieren zwei Säulenköpfe aus der "neuen Synagoge" in der Friedrichsstraße. Es handelt sich um einen "geschlossenen Friedhof": es finden keine Beerdigungen mehr statt.
Ursprünglich lag er weit vor der Stadt, an der Lemgoer Straße, die dort in einem Hohlweg verlief. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Straße nach Süden verlegt und der Friedhof lag hinter einer Häuserreihe verborgen. Die bürgerliche Emanzipation der Jüdinnen und Juden führte auch hier zu "geregelten Verhältnissen". Die Stadtverwaltung - Lage war vom "Flecken" zur "Stadt" aufgestiegen - forderte die Gemeinde auf, das Gelände vermessen zu lassen und mit einem Zaun beziehungsweise einer Hecke einzufrieden.
In der NS-Zeit hat es einen Fall von Vandalismus gegeben. Die Täter wurden verhaftet, aber bald wieder freigelassen. Der westliche Teil wurde an einen Privatmann verkauft, der ihn als erweiterten Freizeitgarten nutzte.
Der östliche Teil wurde später in die heutige würdige Form gebracht. Die ursprüngliche Geschichte des gesamten Areals schien vergessen zu sein, denn anders ist es nicht zu erklären, dass der Westteil isoliert gesehen und überplant wurde. Die Änderung dieses Bauplanes nahm den Friedhofsteil aus der Planung heraus, sodass die Absicht besteht, den gesamten Friedhof wieder einheitlich zu gestalten.
Eine Reihe von Grabsteinen hatte der damalige Käufer vermutlich dazu benutzt, eine Böschung des alten Hohlweges abzusichern. Dadurch hat er die Inschriften der Grabmäler vor Zerstörung gesichert, wahrscheinlich, ohne es zu wissen.
1984 wurde auf dem Friedhof ein Gedenkstein für die ehemalige Jüdische Gemeinde Lage eingeweiht.
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Schloß Holte-Stukenbrock: Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen
Am 10. Juni 2012 besucht der SPD-Ortsverein Schloß Holte-Stukenbrock die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, die Neue Westfälische.
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Erwitte: Stolpersteine für jüdische NS-Opfer
Am 19. Oktober 2012 verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig in Erwitte auf Initiative des Heimatvereins die ersten Stolpersteine für insgesamt 14 jüdische NS-Opfer in der Hellwegstadt. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, der Patriot.
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Espelkamp: Revanchistischer Kaffeenachmittag
Am 12. Juni 2012 treffen sich die Ortsgruppe Espelkamp der "Pommerschen Landsmannschaft" und der Ortsverband Espelkamp der "Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen und Danziger" im revanchistischen "Bund der Vertriebenen" (BdV) zum Kaffeenachmittag. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, das Westfalen-Blatt.
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Bad Nenndorf: Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen"
Vom 11. bis 27. Juni 2012 ist die Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachen im Haus Kassel in Bad Nenndorf zu sehen. Darüber berichten heute, am 7. Juni 2012, die Schaumburger Nachrichten.
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Rodenberg: Protest gegen NS-Verherrlichung - "Trauermarsch" in Bad Nenndorf
Am 16. Juni 2012 lädt das Bündnis Rodenberg für Demokratie gegen Rechtsextremismus im Vorfeld des neonazistischen "Trauermarsches" am 4. August 2012 in Bad Nenndorf dazu ein, weiße T-Shirts bunt zu gestalten.
Ankündigung
Angemeldet von Matthias Schultz aus Verden, wollen Neonazis am 4. August 2012 in Bad Nenndorf (Auftakt um 12.00 Uhr vor dem Bahnhof) wieder ihre jährliche nationalsozialistische Propagandafeier, genannt "Trauermarsch", ausrichten, dagegen formiert sich seit Monaten ein vielfältiger Protest.
Rückblick 2011
Am 6. August 2011 protestierten über 1.200 Menschen mit einer Demonstration und zahlreichen Privat-Partys gegen den neonazistischen "Trauermarsch". Zum sechsten Mal in Folge seit dem Jahr 2006 zogen Neonazis an diesem Tag durch Bad Nenndorf, um an angebliche "Nachkriegsverbrechen" im Verhörzentrum Wincklerbad zu erinnern. Innerhalb der Szene erwies sich die Demonstration allerdings erneut als Rückschlag: Demnach nahmen anstelle der bis zu erwarteten 1.200, nur 640 Neonazis und NS-Nostalgiker an der demonstrativen NS-Verherrlichung teil, die von 2.000 Polizistinnen und Polizisten geschützt wurde.
Ausblick 2012
Unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund - Region Niedersachsen-Mitte, "Bad Nenndorf ist bunt - Bündnis gegen Rechtsextremismus" und die Jüdische Gemeinde Bad Nenndorf rufen zu einer Demonstration um 10. 30 Uhr auf, der Auftakt ist in der Bornstraße. Eine Abschlusskundgebung ist um 12.00 Uhr am Gedenkstein für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Bad Nenndorf in der Kurhausstraße.
Das Bündnis "NS-Verherrlichung stoppen!" hat eine antifaschistische Demonstration um 10.00 Uhr am Bahnhof angemeldet und am 31. Mai 2012 einen Aufruf veröffentlicht.
Vom 23. bis zum 25. März 2012 lud die Initiative "Kein Nazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf!" mit über siebzig Teilnehmenden zu einer Aktivierungskonferenz in die Universität Hannover ein. Als zentrales Ergebnis der Konferenz wurde eine Resolution verabschiedet, die es zum Ziel erklärt, "den Aufmarsch in Bad Nenndorf mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams in Form von Massenblockaden auf der Strecke zu verhindern".
Informationen im Internet:
- www.bad-nenndorf-ist-bunt.com
- www.badnenndorf.blogsport.de
- www.badnenndorf-blockieren.mobi
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Landkreis Schaumburg: "Phase 2" der Neonazi-Szene
Seit Anfang Mai 2012 ist die Neonazi-Szene im Landkreis Schaumburg nach einer massiven Gewalt- und Einschüchterungskampagne so offensiv in die Öffentlichkeit gedrängt wie seit Jahren nicht mehr. Darüber berichtet heute, am 7. Juni 2012, die Schaumburger Zeitung.
Demnach legen die "Nationalen Sozialisten Bückeburg" inzwischen deutlich mehr Wert auf politische Agitation - bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gewaltdelikte und Einschüchterungen vor allem gegenüber Antifaschistinnen und Antifaschisten.
Wunstorf: Neonazistischer Angriff auf die "Wohnwelt"
Am 19. Mai 2012 gegen 23.20 Uhr griffen zwischen 15 und 20 Neonazis, unter anderem aus den extrem rechten Hooligan-Gruppen "Standarte Bremen" und "Nordsturm Brema", die "Wohnwelt" in Wunstorf an.
Die "Wohnwelt Wunstorf" ist in den vergangenen Jahren schon oft das Ziel neonazistischer Übergriffe und Attacken gewesen.
Im Januar 2012 löste sich der so genannte "Widerstand Wunstorf" auf und fusionierte mit den "Nationalen Sozialisten Bückeburg". Nach Einschätzung von antifaschistischen Initiativen versucht die regionale Neonazi-Szene sich seitdem neu zu formieren, um ihren Aktionsradius zu erweitern
Barsinghausen: Brandanschlag auf Falkenkeller
In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 2012 wurden zwei Molotow-Cocktails in den Eingangsbereich des freien Jugendraums Falkenkeller in Barsinghausen, der seit 16 Jahren von Jugendlichen in Selbstverwaltung betrieben wird, geworfen.
Die Neonazi-Szene in Barsinghausen hat sich im Laufe eines Jahres deutlich radikalisiert, gefestigt und vernetzt. Sie hält Kontakte zu Neonazis im Landkreis Schaumburg und einer der Wortführer der Gruppe ist Mitglied in der Kameradschaft "Besseres Hannover".
Informationen zu neonazistischen Strukturen im Landkreis Schaumburg und Umgebung:
www.copyandpaste.blogsport.de
www.recherchebbg.wordpress.com
www.aab.blogsport.de
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Bielefelder Zeitung / Westfalen-Blatt, 07./08.06.2012:
Stadtrundgang
Lippische Landes-Zeitung, 07./08.06.2012:
Führung über Friedhof
Neue Westfälische 06 - Schloß Holte-Stukenbrock, 07./08.06.2012:
Mit der SPD nach Bergen-Belsen
Der Patriot - Lippstädter Zeitung, 07./08.06.2012:
Stolpersteine als Zeichen von Toleranz und Menschlichkeit
Espelkamper Zeitung / Westfalen-Blatt, 07./08.06.2012:
Kaffeenachmittag bei Schneiders
Schaumburger Nachrichten, 07.06.2012:
Ausstellung / Rechtes Denken mit Demokratie bekämpfen
Schaumburger Nachrichten, 07.06.2012:
BüRo / Malaktion gegen Rechts geplant
Schaumburger Zeitung, 07.06.2012:
Rechte Parolen durchziehen wieder die Stadt
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Bielefelder Zeitung / Westfalen-Blatt, 07./08.06.2012:
Stadtrundgang
Teilnehmer des Historischen Stadtrundgangs des Historischen Museums begeben sich am Sonntag, 10. Juni, ab 11 Uhr auf die Spuren der Geschichte der seit dem 14. Jahrhundert in Bielefeld lebenden Menschen jüdischen Glaubens. Treffpunkt für die Veranstaltung ist die Museumskasse, Ravensberger Park 2. Der Weg führt vorbei am Gedenkstein für die zerstörte Synagoge in die Altstadt, wo sich auf engem Raum die wechselvolle Geschichte der Bielefelder Juden an authentischen Orten verdeutlichen lässt.
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Lippische Landes-Zeitung, 07./08.06.2012:
Führung über Friedhof
Lage. In Kooperation mit dem Verkehrsamt Lage bietet die VHS Lippe-West am Sonntag, 10. Juni, um 14.30 Uhr wieder eine Führung zum jüdischen Friedhof an. Seit 1679 lebten nachweislich Juden in Lage. Nach Drangsalierung, Verfolgung und Ermordung in der NS-Zeit fand die letzte Beerdigung 1936 auf dem jüdischen Friedhof statt, teilt die Volkshochschule mit.
Bei der Friedhofsführung werden jüdische Beerdigungssitten besprochen und auf die Grabsteinkultur eingegangen. Es wird gebeten, dass Männer auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung tragen. Treffpunkt: Flurstraße 3, (gegenüber der Sparkasse). Die Gebühr von 5 Euro passend mitbringen und bei Stadtführerin Juliane Hof entrichten.
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Neue Westfälische 06 - Schloß Holte-Stukenbrock, 07./08.06.2012:
Mit der SPD nach Bergen-Belsen
Schloß Holte-Stukenbrock (guh). Der SPD-Ortsverein hat sich dieses Frühjahr als Thema "Kampf gegen rechts" und das Gedenken an die Gefolterten des Hitler-Faschismus vorgenommen. Deshalb haben die Genossen für Sonntag, 10. Juni, ab 8 Uhr eine Fahrt nach Bergen-Belsen organisiert, um dort die Gedenkstätte zu besuchen. Abfahrtsort ist der Bahnhof Schloß Holte. Die Fahrt kostet 15 Euro. Anmelden kann man sich in jeder Form: jochen.guertler@ gmx.de, Tel. (05207) 927736, Handy: (0172) 5247934 oder auch per Brief.
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Der Patriot - Lippstädter Zeitung, 07./08.06.2012:
Stolpersteine als Zeichen von Toleranz und Menschlichkeit
Erwitte. Berlin hat sie schon. Münster ist auch dabei. Bald glänzen sie ebenfalls auf Erwittes Bürgersteigen. Läuft alles nach Plan, so werden am Freitag, 19. Oktober, die ersten Stolpersteine in der Hellwegstadt verlegt. Die gerade einmal zehn mal zehn Zentimeter großen Gedenkplatten werden auf den Pflastersteinen vor jenen Häusern und Grundstücken platziert, wo die Nazis vor inzwischen genau 70 Jahren Juden deportieren ließen.
An die Geschichte und an das Schicksal dieser Juden erinnerte jetzt der Heimatverein mit einer Stadtführung. Unter Leitung von Josef Struchholz suchten die Teilnehmer die Orte auf, an denen die jüdischen Familien einst lebten. Darüber hinaus war die Stadtführung die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt "Stolpersteine".
Startpunkt des informativen Rundgangs war der Marktplatz. Von dort aus ging es weiter zum Haus Kosmehl, das früher das Zuhause der jüdischen Familie Siegfried, Klara und Regina Schreiber war.
Geschäft war für Aussteuer gefragt
Nächste Station dann das Grundstück der Familie von Josef Fischel an der Ecke Bachstraße / Marktgasse. "Sie betrieben damals das führende Geschäft für Textilwaren in Erwitte und verkauften Wäsche, Stoffe, Betten und andere Textilwaren. Das Geschäft war gefragt, wenn es um die Aussteuer ging", ließ Struchholz wissen.
Schließlich führte die Tour die Teilnehmer in die König-Heinrich-Straße (Familie Ratheim) und zur B55 zum Haus Wittekind, dem einstigen Wohnsitz der Familie Schüler.
Auch an der ehemaligen jüdischen Schule an der B1, wo heute ein italienisches Bistro untergebracht ist, machten die Heimatfreunde Halt. Die Tour endete am Standort der ehemaligen Synagoge, die um 1800 erbaut und erst 1982 abgerissen wurde.
"Das jüdische Leben in Erwitte hat eine lange Tradition", machte Josef Struchholz bereits zu Beginn der Stadtführung klar. 1640 zogen die ersten Juden nach Erwitte. 1810 waren es immerhin "48 Menschen in fünf Familien", ließ er wissen. 1864 lebten dann 108 Juden in der Hellwegstadt. "Das war die höchste Zahl hier jemals lebender Juden", erzählte Struchholz.
Die Juden seien bis zur Nazi-Diktatur normale Erwitter Bürger gewesen. Sie hätten in den Vereinen mitgewirkt und hohes Ansehen genossen, ergänzte Christian Stange, der Vorsitzende des Heimatvereins, die umfangreichen Ausführungen von Struchholz. Mit der Machtergreifung der Nazis habe es in der jüdischen Gemeinde allerdings viele Veränderungen gegeben.
Gedenksteine sollen an Familien erinnern
Zuletzt lebten in Erwitte nur noch 14 Juden, die die Nazis dann allesamt 1942 in die Vernichtungslager deportieren ließen.
Mit den Stolpersteinen will der örtliche Heimatverein an die Geschichte dieser Familien und an deren Schicksal erinnern. Insofern seien die Gedenksteine auch als ein "Zeichen für Toleranz und Mitmenschlichkeit" zu verstehen, hob der Vorsitzende des Heimatvereins in seinen Ausführungen weiter hervor.
Bildunterschrift: Auf den Spuren jüdischen Lebens in Erwitte wandelte der Heimatverein. Stadtführer Josef Struchholz (r.) erzählte den Teilnehmern Wissenswertes über die Familien, wie zum Beispiel über die Familie Schreiber, die einst im Haus Kosmehl eine Eisenhandlung betrieben.
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Espelkamper Zeitung / Westfalen-Blatt, 07./08.06.2012:
Kaffeenachmittag bei Schneiders
Espelkamp (WB). Die Pommersche Landsmannschaft und die Landsmannschaften von Ostpreußen, Westpreußen und Danzig treffen sich am Dienstag, 12. Juni, zum Kaffeenachmittag in der Gaststätte "Schneiders am Brunnen" Beginn ist um 15 Uhr.
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Schaumburger Nachrichten, 07.06.2012:
Ausstellung / Rechtes Denken mit Demokratie bekämpfen
Rechtsextremismus hat viele Facetten. Zu finden ist rechtes Gedankengut nämlich nicht nur bei den seit Jahren in der Kurstadt aufmarschierenden Neonazis. Rechte Sprüche und ausländerfeindliches Denken gibt es auch an Stammtischen oder auf Schulhöfen - in den Köpfen von Menschen, die nicht auf den ersten Blick als Rechtextremisten zu erkennen sind.
Bad Nenndorf (kcg). Welche Gefahr von rechtsextremen Einstellungen für eine demokratische Gesellschaft ausgeht, thematisiert die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Niedersachen in Kooperation mit dem Gymnasium Bad Nenndorf in ihrer Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen".
Eine Studie der FES warnt davor, dass rechtes Denken in die Mitte der Gesellschaft vordringt. Umso wichtiger ist es, so betonen die Ausstellungsmacher, dass Demokraten gemeinsam gegen rechtsextreme Meinungen und erst recht gegen Gewalt vorgehen. "Die beste präventive Strategie gegen Rechtsextremismus ist die Stärkung der Demokratie", lautet denn auch das Credo der Schau.
Auf 14 Bildtafeln stellt die FES die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten dar und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können. Dabei werden Taktiken rechter Parteien und die Facetten der rechtsextremen Jugendszene ebenso beleuchtet, wie die Frage, wie man als Demokrat auf rechte Äußerungen und Taten reagieren kann. Zudem stehen die Grundlagen der Demokratie im Mittelpunkt der Ausstellung.
Die Schau wird bereits am Freitag im Forum des GBN vor geladenen Gästen eröffnet. Zu sehen sie vom 11. bis 27. Juni, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr im Haus Kassel. Der Eintritt ist frei. Schulklassen und Gruppen können sich unter Telefon (05723) 94600 anmelden.
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Schaumburger Nachrichten, 07.06.2012:
BüRo / Malaktion gegen Rechts geplant
Das Bündnis Rodenberg (BüRo) für Demokratie - gegen Rechtsextremismus plant am Sonnabend, 16. Juni, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr auf dem Amtsplatz vor dem Rathaus in Rodenberg weiße T-Shirts bunt zu gestalten. Hierfür seien alle aufgerufen, die die Aktion unterstützen möchten, heißt es in einer Pressemitteilung.
Rodenberg (r). "Es sollen bunte Abdrücke von vielen unterschiedlichen Händen auf den T-Shirts zeigen, dass wir keine Berührungsängste haben", erklärte der Vorsitzende Uwe Märtens. "Ebenso können die bemalten T-Shirts unsere Unterstützung unserer Nachbargemeinde Bad Nenndorf im Kampf gegen den dort alljährlich auftretenden so genannten "Trauermarsch" von Neonazis buchstäblich "untermalen"", fügte er hinzu.
Mit den so oder ähnlich gestalteten T-Shirts will das Bündnis gegen Rechtsextremismus auf der Demonstration am 4. August erkennbar sein. Während T-Shirts mitgebracht werden müssen, werden Farben kostenlos gestellt.
Bildunterschrift: Eindeutig Position beziehen will das BüRo mit seiner Malaktion.
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Schaumburger Zeitung, 07.06.2012:
Rechte Parolen durchziehen wieder die Stadt
Obernkirchen (az/rnk). "Nazi Zone", "BRD = Volkstod", "Deutschland den Deutschen". In der Nacht zum 17. Mai hat es in Obernkirchen an der Rintelner Straße, Rathenaustraße und an den Sporthallen und Sportplätzen nun zum wiederholten Mal rechte Sprühereien und Stickereien mit diesen Aufschriften gegeben.
Die Straftaten wurden von der Polizei Bückeburg aufgenommen und an das zuständige Fachkommissariat 4 in Nienburg weitergeleitet. Die Ermittlungen nach den Tätern laufen, den ersten Hinweisen wird derzeit nachgegangen, erklärt die Bückeburger Polizei. Die Polizeiinspektion Nienburg teilte durch Pressesprecherin Gabriela Mielke mit, dass am besagten 17. Mai um 1.45 Uhr von sechs Verdächtigten die Personalien aufgenommen wurden.
Während an der Rintelner Straße, Rathenaustraße und an der Kreissporthalle die Schmierereien inzwischen beseitigt wurden, sind am Kassenhäuschen am Bornemannstadion und auf der Rückseite der Grundschulsporthalle die rechten Parolen noch deutlich zu erkennen.
Die Tatsache, dass es auch in der Bergstadt vermehrt zu rechtsgerichteten Straftaten kommt, wirft die Frage auf, ob es auch in Obernkirchen bald ähnliche Zustände wie im benachbarten Bückeburg kommen könnte.
Wie die Polizei Bückeburg bestätigt, wohnen seit Anfang Februar vier aus der rechten Szene bekannte Personen in einer Wohngemeinschaft in der Bergstadt. Erst vor wenigen Wochen wurde aus dem Haus eine Flagge mit eindeutig rechtem Hintergrund gehisst. Nachdem diese Personen dort einzogen, fanden sich in den Briefkästen der umliegenden Bewohner Zettel mit Namen und Fotos der neuen Nachbarn. Zudem wurde auf den Blättern mit der Überschrift "Achtung Neonazis!" vor diesen Personen gewarnt.
Laut den verteilten Zetteln gehören zumindest drei dieser vier Bewohner zu den "Autonomen Nationalisten Bückeburg". Dort seien sie "führende Personen" und "in mehrere Straftaten verwickelt". Die Polizei kontrolliert seitdem verstärkt vor der Wohnung sowie in der gesamten Innenstadt.
Am Vorabend des 1. Mai, an dem wie auch in den vergangenen Jahren bundesweit hunderte Neonazis in verschiedenen Städten aufmarschierten, liefen bei einer Vorfeldaktion rund 35 Personen aus dem Spektrum der hiesigen Kameradschafts-Szene durch Obernkirchen, meldet Felix Imfeld von Copyandpaste, der Kampagne gegen Nazi-Strukturen in und um Bückeburg.
An der Spitze des offensichtlich unangemeldeten Demonstrationszuges sei ein Banner des "Infoportals Bückeburg" getragen worden - jenem Label, unter dem die "Nationalen Sozialisten" im Landkreis zur Zeit an die Öffentlichkeit treten. Rund eine halbe Stunde, von 0.30 Uhr bis 1 Uhr, seien die Neonazis ungestört durch die Kleinstadt marschiert, so Imfeld. Die Polizei in Obernkirchen konnte dies nach Rückfragen unserer Redaktion indes nicht bestätigen.
Copyandpaste-Kampagnensprecher Felix Imfeld äußerte sich gegenüber der Presse: "Die Schaumburger Neonazi-Szene ist in den vergangenen Wochen so offensiv in die Öffentlichkeit gedrängt wie seit Jahren nicht mehr. Das ist ein deutliches Zeichen für ein Selbstbewusstsein, das sie im Landkreis leider nicht ohne Grund an den Tag legen können. Vieles deutet darauf hin, dass die braune Kameradschafts-Szene nach einer massiven Gewalt- und Einschüchterungskampagne nun so etwas wie die "Phase 2" einleitet. Mit der Besetzung öffentlichen Raumes wollen die Neonazis einen Machtanspruch an die Bevölkerung signalisieren. Nach dem Motto "Wir fühlen uns sicher auf Schaumburgs Straßen und ihr könnt überhaupt nichts gegen uns machen!""
Bildunterschrift: Am 1. Mai zeigen sie Flagge: Die Bewohner haben an der Rintelner Straße ein Banner mit eindeutig rechtem Hintergrund aufgehängt.
Bildunterschrift: Die Botschaft? "Wir fühlen uns sicher und ihr könnt überhaupt nichts machen!"
Bildunterschrift: Kein neues Problem: Erneut gibt es rechte Sprühereien in der Bergstadt.
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