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Aktualisiert am Dienstag, 6. Dezember 2016 - Gegenwärtig 11 Termine , 07.12.2016 :

www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender

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Übersicht Veranstaltungen:


- Dezember 2016 -

06.12.2016: Bielefeld: Doron Kiesel: Bilanz und Perspektiven der deutsch-israelischen Beziehungen
06.12.2016: Paderborn: Zum rechten Aufmarsch in Europa - Mit Rolf Becker und Kai Degenhardt

07.12.2016: Bielefeld: Lesung mit Norbert Sahrhage: Der Mordfall Franziska Spiegel

09.12.2016: Bielefeld: Lesung: "Retrofieber - Wenn Neonazis die ostdeutschen Straßen zurückerobern"

11.12.2016: Büren: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"

13.12.2016: Bielefeld: Namenslesung am 75. Jahrestag der Deportation von Bielefeld nach Riga

17.12.2016: Eschede: Kundgebung: Gemeinsam gegen die Nazi-Treffen in Eschede

19.12.2016: Bielefeld: Gespaltene Mitte - wie ist es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt bestellt?
19.12.2016: Bielefeld: FLTI*-Kneipe und Special: Bingo!


- Januar 2017 -

09.01.2017: Bielefeld: Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


- März 2017 -

08.03.2017: Bielefeld: Vortrag von Michael Rubinstein: Jüdisches Leben heute und hier

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- Dienstag, 6. Dezember 2016 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Doron Kiesel: Ziemlich beste Freunde? - Bilanz und Perspektiven der deutsch-israelischen Beziehungen


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Ravensberger Park 1
Raum 240
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Das Feuerwerk der Feierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel liegt hinter uns. Nach all den Reden, Würdigungen und Besuchsprogrammen stellt sich die Frage, wie sich das Zusammenwirken von wechselseitigen Sympathien, Interessen und bleibenden Ressentiments weiterentwickeln wird. Nähe und Distanz sind hierbei weiterhin bestimmende Faktoren dieses dynamischen Beziehungsgeflechts.

Im Rahmen der Veranstaltung werden sensible Aspekte und Irritationen im deutsch-israelischen Verhältnis aufgezeigt und thematisiert.

Eine Freundschaft, deren Möglichkeit vor Jahrzehnten noch niemand für möglich gehalten hat, gilt es zu erhalten und zu pflegen. Gerne möchte ich mit Ihnen Wege und Hinsichten erkunden, die auf diesem Vorsatz beruhen.


Prof. Dr. Doron Kiesel ist Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld:

www.dig-bielefeld.de

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- Dienstag, 6. Dezember 2016 um 19.30 Uhr -


Wölfe mitten im Mai: Zum rechten Aufmarsch in Europa - Lieder und Texte mit Rolf Becker und Kai Degenhardt


Veranstaltungsort:

Kulturwerkstatt
Cafeteria
Bahnhofstraße 64
33102 Paderborn


"August der Schäfer hat Wölfe gehört / Wölfe mitten im Mai … " Doch statt den Anfängen zu wehren, wiegt sich das Dorf in dem bekannten Franz-Josef-Degenhardt-Chanson in trügerischer Sicherheit, bis es zu spät ist. 1965 galt dieses Lied der Gefahr erneuter faschistischer Bedrohung, war doch die NPD gerade in sieben westdeutsche Landtage eingezogen.

Und heute? Der Faschismus als äußerstes Mittel zur Rettung bürgerlicher Herrschaft in der Krise ist nicht mehr nur strategische Option in der Hinterhand der Herrschenden, die Entdemokratisierung schreitet europaweit fort. Franz Josef Degenhardts Metapher von den "Wölfen mitten im Mai" behält auf bestürzende Weise Aktualität.

Degenhardts Sohn Kai stand als Gitarrist und Arrangeur mit seinem Vater über viele Jahre zusammen auf der Bühne. Er arbeitet längst selber als Liedermacher und ist dabei "einer der wenigen seiner Generation, der sowohl mit einer klaren politischen Position als auch mit musikalischen Ideen aufwarten kann" (Jazzthetik).

Der langjährige "Hamburger Jedermann" Rolf Becker ist nicht nur als Schauspieler einem breiten Publikum bekannt, seit Jahrzehnten beteiligt er sich mit Lesungen und Vorträgen an den Bemühungen um politische Aufklärung.


Veranstaltung des Linken Forum Paderborn in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V.:

www.linkesforum-paderborn.de

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- Mittwoch, 7. Dezember 2016 um 20.00 Uhr -


Lesung mit Norbert Sahrhage: Der Mordfall Franziska Spiegel


Veranstaltungsort:

Buchhandlung Mondo
Elsa-Brändstrom-Straße 23
33602 Bielefeld

www.mondo-bielefeld.de


Roman mit realem Hintergrund: Autor Norbert Sahrhage beleuchtet den NS-Mordfall Franziska Spiegel in neuem Buch

Wer waren die zwei SS-Männer, die am 11. November 1944 im Hücker Holz die Jüdin Franziska Spiegel ermordet haben? Dieser Frage geht Norbert Sahrhage in seinem neuesten Roman "Der Mordfall Franziska Spiegel" nach.

"Unmittelbar nach dem Mord wurden keine kriminalistischen Recherchen angestellt", sagt der 65-jährige Autor aus Spenge. Und schickt deshalb Kriminalinspektor Gernot Zöllner literarisch auf die Suche nach den Tätern. Historisch belegte Tatsachen, gespickt mit etwas Fiktion, sorgen nun dafür, Geschichte mit Spannung zu erleben. Der vierte Roman des pensionierten Lehrers für Geschichte, Sport und Sozialwissenschaften am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Bünde erscheint Anfang November im Bielefelder Pendragon Verlag.

Sahrhages Erzählung beleuchtet das Verbrechen unter der nationalsozialistischen Herrschaft zum Ende des Zweiten Weltkrieges in zwei Teilen. Zum einen hält sich der verheiratete Vater von zwei Söhnen an die Fakten von 1944, die er auch in einem Aufsatz für das Historische Jahrbuch 2016 des Kreises Herford aufgearbeitet hat. Zum anderen schlägt Kriminalinspektor Zöllner im August 1948 eine alte Akte auf: den Fall der Jüdin Franziska Spiegel (an die übrigens auch ein Gedenkstein in Hücker-Aschen erinnert), der nie in Gänze aufgeklärt wurde.

Zwei Mitglieder einer Panzer-Division der Waffen-SS, die in der Normandie (Frankreich) gegen die Alliierten gekämpft hatten und danach in einer Schule in Bünde-Hunnebrock untergebracht waren, sollen die Frau, die mit einem Arier (Nicht-Juden) verheiratet war, erschossen haben. In wessen Auftrag, darüber darf spekuliert werden. Zöllner verfolgt die Spur bis nach Süddeutschland. Und wird tatsächlich fündig. Einer der Mitwisser hatte nämlich Kontakt zu einer Serviererin in einem Bünder Café.

"Meine Leser möchten eine Lösung des Falles haben", sagt Norbert Sahrhage, der sich seit 1988 mit dem Thema beschäftigt und für die Volkshochschule über das NS-Verbrechen an Franziska Spiegel auch schon einen Film gedreht hat. Er bietet sie jetzt an.

Sechs Monate hat der Spenge an seinem neuen Roman gearbeitet. Bei der Durchsicht von Akten im Landesarchiv Detmold ist Sahrhage auf interessante und zum Teil widersprüchliche Zeugenaussagen gestoßen. So informierte der junge Mann, der Franziska Spiegels Leiche entdeckt hatte, den NSDAP-Ortsgruppenleiter und Bürgermeister von Hücker-Aschen über seinen Fund. Auch Spenges Amtsbürgermeister sowie der Landrat und der NSDAP-Kreisleiter waren offenbar über die Ermordung Franziska Spiegels unterrichtet. Ihre Tötung war laut Sahrhage also kein Zufall. Vielmehr ist er davon überzeugt, dass von Anfang an versucht worden ist, vieles zu vertuschen, was zur Aufklärung des Mordes an Franziska Spiegel hätte beitragen können.

"Die Geschichte muss deshalb aber nicht umgeschrieben werden", betont Norbert Sahrhage. Von Franziska Spiegel gibt es kein Foto. Wohl nicht nur deshalb ziert den Roman "Der Mordfall Franziska Spiegel" als Titelbild ein Herbstblatt im Wald als Symbol für den Tatort im Hücker Holz. Die Mörder vom Hücker Holz sind übrigens Mitte November 1944 weiter in die Ardennen gezogen, um an der letzten Wehrmachts-Offensive teilzunehmen. Einer der beiden Spiegel-Mörder soll dabei umgekommen sein. Die Führung der Waffen-SS war zwischenzeitlich auf Gut Böckel in Rödinghausen untergebracht.


Norbert Sahrhage hat bereits drei Romane mit historischem Lokalkolorit geschrieben. 2010 erschien sein Werk "Der tote Hitlerjunge", 2012 folgte "Blutiges Zeitspiel" und 2014 "Lehrer-Mord". Ein nächstes Buch ist bereits in Arbeit. Dabei handelt es sich aber um keinen Roman bisherigen Genres. 2019 soll es einen neuen Band zur Geschichte der Stadt Bünde geben - rechtzeitig zum 300-jährigen Bestehen der Kommune.

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- Freitag, 9. Dezember 2016 um 20.00 Uhr -


Lesung mit Sören Kohlhuber: "Retrofieber - Wenn Neonazis die ostdeutschen Straßen zurückerobern"


Veranstaltungsort:

BI Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld

www.bi-buergerwache.de


Im Buch "Retrofieber - Wenn Neonazis die ostdeutschen Straßen zurückerobern" (epubli August 2016, 208 Seiten) berichtet Sören Kohlhuber von seinen Erlebnissen und Erfahrungen, die er im Jahr 2015 bei fast 50 rechten Aufmärschen in den neuen Bundesländern machte.

Dies geschah in einer Zeit, in der unter anderem Neonazis aus den 1990er-Jahren darauf hofften, die Straßen wieder zurückerobern zu können, um gegen Asylsuchende zu hetzen. Das Retrofieber der Rassisten sorgte für über 1.000 rassistische Aufmärsche und tägliche Übergriffe auf Asylunterkünfte in der gesamten Bundesrepublik.

Das Buch ist die Fortsetzung der ersten Buches "Deutschland, deine Nazis" aus dem Jahr 2015. Im Anschluss an die Lesung ist Raum für Diskussion.


Sören Kohlhuber ist Journalist und freier Fotojournalist und dokumentiert regelmäßig rechte Aufmärsche in Deutschland.


Veranstalterin: Antifa-West

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- Sonntag, 11. Dezember 2016 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.

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- Dienstag, 13. Dezember 2016 um 18.00 Uhr -


Jede Ermordete, jeder Ermordete, hat einen Namen: Namenslesung am 75. Jahrestag der Deportation von Bielefeld nach Riga


Veranstaltungsort:

Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation
der ostwestfälischen Jüdinnen und Juden
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld


420 jüdische Kinder, Frauen und Männer aus Ostwestfalen-Lippe und Schaumburg-Lippe wurden am 13. Dezember 1941 von Bielefeld nach Riga deportiert. Es war die erste Deportation vom Bielefelder Bahnhof in die Ghettos und Vernichtungslager des Ostens.

Wir lesen die Namen und erinnern mit Berichten von Überlebenden an die Ermordung der Deportierten im Ghetto von Riga, im Wald von Bikernieki, in Salaspils, Jungfernhof, Kaiserwald, Strasdenhof, im Armeebekleidungsamt Mühlgraben, in Stutthof, Buchenwald, Dachau und am Ende eines langen Todesmarsches in Neustadt / Holstein.

Jede(r) ist herzlich eingeladen, an der Lesung teilzunehmen, zuzuhören oder selbst eine Seite vorzulesen.


Gertrud Rose wurde mit ihrer Mutter Margarete und ihrem Bruder Hans Joachim am 10. Dezember 1941 aus Beverungen ins Sammellager nach Bielefeld gebracht und am 13. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Die Mutter starb nach Aussage des Überlebenden Paul Braunschild an einer Lungenentzündung im Außenlager Strasdenhof bei Riga im Herbst 1943. Das letzte Lebenszeichen der Geschwister stammt aus dem KZ Stutthof im Oktober 1944.


Veranstalterinnen: Initiative Mahnmal / Friedensgruppe der Altstädter Nicolaigemeinde, Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. - Arbeitsgemeinschaft Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld.

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- Samstag, 17. Dezember um 14.00 Uhr -


Kundgebung: Gemeinsam gegen die Nazi-Treffen in Eschede - keine Nazi-Wintersonnwendfeier in Eschede


- Aktuelle Informationen: www.cellerforum.de und www.netzwerk-südheide.de


Veranstaltungsort:

Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg
29348 Eschede


Schluss mit den Nazi-Treffen!

Die Kundgebung richtet sich gegen die in Eschede bei Joachim Nahtz stattfindenden so genannten Brauchtumsfeiern. Dieser völlig verharmlosende Begriff assoziiert "Kürbisse zu Erntedank" oder "Weihnachtswichteln zum Winteranfang".

In Wahrheit dienen "die Feiern ( … ) der ideologischen Schulung, der Selbstlegitimation und der Netzwerkbildung, und sie bereiten den Boden für ein gesellschaftliches Klima der zunehmenden Feindlichkeit gegenüber vermeintlich Fremden, das die Neonazis zu stärken und zugleich für sich zu nutzen versuchen", so Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten am 18. Juni 2016 bei der Kundgebung in Eschede gegen die Nazi-Treffen bei Joachim Nahtz.

Und weiter: "( … ) Mit ihren Sonnenwendfeiern knüpfen die Escheder Neonazis und ihre Gäste ganz bewusst an die Tradition der NS-Zeit und deren völkische Ideologie an. ( … ) Wir wissen, wohin der Nationalsozialismus führte: Zur Ermordung der europäischen Juden, zum Mord an Kranken und "Unproduktiven", zum Raub- und Vernichtungskrieg in ganz Europa, zu vielen Millionen Toten vor allem im besetzten Polen und in der Sowjetunion, zur Zerstörung weiter Landstriche in Europa - und zum Massensterben in Bergen-Belsen, nur 25 Kilometer von hier entfernt. Jedem Menschen mit Herz und Verstand verschlägt es die Sprache, wenn er sieht, wie die Verfolgungspolitik der 1930er Jahre gegen Ende des Krieges in Bergen-Belsen endete: Angesichts der Fotos der Tausenden unbestattet im Gelände liegenden halb verwesten Leichen, die die britischen Befreier im April 1945 in Bergen-Belsen vorfanden, kann man nur mit Fassungslosigkeit reagieren - und mit Wut, wenn sich die geistigen Erben derer, die diese Verbrechen begangen haben, hier in Eschede zu vermeintlich harmlosen Brauchtumsfeiern versammeln. Vor diesem Hintergrund ist der Vergleich (nicht die Gleichsetzung!) von NS-Verbrechen mit dem Denken und Handeln heutiger Rechtsextremisten ( … ) nicht nur legitim, sondern nötig."

Alle, die sich seit Jahren mit der Problematik der Neonazi-Treffen in Eschede auseinandersetzen fragen sich, wie lange dies noch hingenommen werden muss. Bereits im Jahr 2000, also vor inzwischen 16 Jahren, hatte sich die Politik und Verwaltung aus Eschede anlässlich zweier Sonnwendfeiern auf dem Hof Nahtz an Joachim Nahtz gewendet mit den Worten: " … Spätesten seit der Sonnenwendfeier vom 24. Juni und den Ereignissen am letzten Sonnabend sind die Veranstaltungen auf Ihrem Hof nicht mehr Ihre Privatangelegenheit … "

Dieser Meinung sind die Aktiven gegen die Nazi-Treffen in Eschede schon lange. Es reicht! Jedes Nazi-Treffen ist eines zuviel!


Zu der Kundgebung rufen die im Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus organisierten Gruppen auf. Angemeldet ist die Veranstaltung vom DGB Nord-Ost-Niedersachsen.

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- Montag, 19. Dezember 2016 um 19.30 Uhr -


Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick: Gespaltene Mitte - Wie ist es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt bestellt?


Veranstaltungsort:

Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Historischer Saal
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld

www.vhs-bielefeld.de


Die Erfolge der Rechtspopulisten in vielen europäischen Staaten, die Wahlerfolge der "Alternative für Deutschland" (AfD) bei den letzten Wahlen in Deutschland und der Wahlsieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA zeigen: neurechte Einstellungen sind salonfähig geworden.

Mit Begriffen wie "Identität", "Widerstand" oder "Lügenpresse", aber auch mit ihrer "Anti-Establishment"-Attitüde gelingt es einer "Neuen Rechten" derzeit zunehmend nationalistisch-völkische Ideologien zu transportieren. Was früher als offener "Rechtsextremismus" daher kam, zeigt sich nun in einem vermeintlich intellektuellen Gewand. Mehr als ein Viertel der Deutschen vertritt inzwischen solches Gedankengut, das auf Verschwörungsmythen, wie zum Beispiel der angeblichen Unterwanderung durch den Islam oder das Bestehen eines Meinungsdiktats aufbaut. Insbesondere bei AfD-Wählerinnen und -Wählern sind fremden- und muslimfeindliche Einstellungen und die Abwertung asylsuchender und arbeitsloser Menschen besonders stark verbreitet.

Andererseits existiert in Deutschland weiterhin eine breit demokratische Mitte, die für die "offene Gesellschaft" mit Werten wie Gleichwertigkeit und Demokratie eintritt und Gewalt deutlich ablehnt. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten einer repräsentativen Studie findet es gut, dass Deutschland Geflüchtete aufnimmt.

Befindet sich unser Land in einer Zerreißprobe? Zwischen denjenigen, die die demokratischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte vertreten und verteidigen und denjenigen, die diese zurückdrehen wollen? Tritt die demokratische Zivilgesellschaft ausreichend ein gegen Positionen der Rechtspopulisten à la Höcke und Gauland, die Fremdenhass und Islamfeindlichkeit verbreiten und zurück zu den "völkischen Werten" möchten? Wie kann den "postfaktischen" Argumentationen der "Neuen Rechten" entgegengetreten werden?


Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam erörtern mit Prof. Dr. Andreas Zick, der am 21. November 2016 mit Beate Küpper und Daniela Krause die Studie "Gespaltene Mitte - Feindselige Zustände - Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2016" für die Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte.


Andreas Zick ist ein deutscher Sozialpsychologe. Er ist Professor für Sozialisation und Konfliktforschung und leitet das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld.


Veranstalterin: Bündnis 90 / Die Grünen - Kreisverband Bielefeld.

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- Montag, 19. Dezember 2016 um 20.00 Uhr -


FLTI*-Kneipe und Special: Bingo!


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld
www.ajz-bielefeld.de


Die Frauen-Lesben-Trans*-Inter-Kneipe ist ein Ort zum Treffen, Kontakte Knüpfen, einfach Rumhängen, Austauschen, Kickern, Vernetzen, Diskutieren, Aktionen Planen, Spielen, lecker vegan Essen ...

Heute Abend sind ausschließlich Frauen, Lesben, Trans* und Intersex eingeladen, also Menschen, die von cis-männlichen Privilegien ausgeschlossen sind.

Die Kneipe hat ein queer-feministisches Selbstverständnis. Das bedeutet für uns, einen Schutzraum frei von männlicher Dominanz und jenseits zur Zweigeschlechtlichkeit zu schaffen. Andere Diskriminierungs- und Herrschaftsformen sollen hier auch keinen Platz haben. Wir wünschen uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang.

Die Kneipe findet jeden 3. Montag im Monat statt. Die Räume (Kneipe und Klo) sind barrierefrei, das heißt ebenerdig und ohne Stufe erreichbar. Komm vorbei! Wenn du darüber hinaus Lust hast dich einzubringen oder Ideen zum Programm hast, mach mit.

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- Montag, 9. Januar 2017 um 19.30 Uhr -


Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"


- Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld

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- Mittwoch, 8. März 2017 um 19.00 Uhr -


Vortrag von Michael Rubinstein: Jüdisches Leben heute und hier


Veranstaltungsort:

Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld


Michael Rubinstein erläutert in seinem Vortrag die Entwicklung der Jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Neuzuwanderung von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion der 1990er Jahre. Er vermittelt Einblicke in das jüdische Gemeindeleben und schildert offen Chancen, Schwierigkeiten und Perspektiven an Hand von Zahlen und Fakten. Aber auch persönliche Eindrücke und Erfahrungen fließen in seine Schilderungen mit ein. Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben anschließend die Möglichkeit für Rückfragen und Gespräche.


Michael Rubinstein ist Geschäftsführer des Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R. Geboren 1972 in Düsseldorf, Diplom-Medienwirt, übernahm 2003 die Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde Duisburg - Mülheim-Ruhr - Oberhausen. 2010 wurden die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim / Ruhr-Oberhausen, darunter auch Michael Rubinstein, mit dem Preis für Toleranz und Zivilcourage Duisburg ausgezeichnet.


Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Bielefeld:

www.gcjz-bielefeld.de

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