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Aktualisiert am Montag, 17. Juni 2013 - Gegenwärtig 71 Termine ,
19.06.2013 :
www.hiergeblieben.de: Veranstaltungskalender
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Übersicht Veranstaltungen:
- Juni 2013 -
17.06.2013: Bielefeld: Vortrag: Braune Bio-Politik - Umweltpolitische Themen und rechte Ideologie
17.06.2013: Löhne: Gemeinsam für Vielfalt - Löhne gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus
17.06.2013: Bielefeld: Antiziganismus: Vortrag und Diskussion mit Hasiba Dzemajlji
17.06.2013: Kulturjournal im NDR-Fernsehen: Terror von rechts - tödlich unterschätzt?
18.06.2013: Bielefeld: Das Tunnel-Theater spielt "Die Nashörner" von Eugène Ionesco
18.06.2013: Bielefeld: Zeit für Bewegung! - Rückblick auf Blockupy 2013
19.06.2013: Paderborn: Ein Volk grüßt seinen Führer - Lesung aus Zeitschriften des Jahres 1933
20.06.2013: Bielefeld: Vortrag von Dr. Gundula Ludwig: Geschlecht, Hegemonie und Staat
20.06.2013: Bielefeld: Das Tunnel-Theater spielt "Die Nashörner" von Eugène Ionesco
22.06.2013: Herford: Ausstellung: "Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags
22.06.2013: Lemgo: Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel
22.06.2013: Eschede: Demonstration: Gemeinsam gegen die Neonazi-Treffen! Schluss mit lustig!
23.06.2013: Herford: Ausstellung: "Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags
23.06.2013: Detmold: "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
23.06.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
23.06.2013: Lemgo: Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel
23.06.2013: Bielefeld: Eröffnung der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit"
25.06.2013: Bielefeld: Prof. Dr. Brigitte Sändig: "Ich revoltiere also sind wir" - Zu Albert Camus
26.06.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
26.06.2013: Bielefeld: Vortrag von Dr. Sabine Kebir (Berlin): Alltagsverstand, Ideologie, Hegemonie
26.06.2013: Minden: Vortrag von Prof. Dr. Hans Joachim Teichler: Der deutsche Sport in der NS-Zeit
28.06.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
28.06.2013: Bielefeld: Namenslesung zum 70. Jahrestag der Deportation nach Theresienstadt
28.06.2013: Bielefeld: Film: "Frankreichs fremde Patrioten - Deutsche in der Resistance"
28.06.2013: Paderborn: Die Todesstrafe, Menschenrechte und die US-amerikanische Verfassung
- Juli 2013 -
03.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
03.07.2013: Schloß Holte-Stukenbrock: Die Häftlingsgruppe der Zeugen Jehovas im Konzentrationslager
04.07.2013: Bielefeld: "Wir fühlen uns frei" - Deutsche und französische Frauen im Widerstand
05.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
05.07.2013: Paderborn: Nicholas Ganz: Unterwegs in Burma - Eine Reise zum Volk der Shan
06.07.2013: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins
06.07.2013: Bielefeld: Filmvorführung: "Lebensunwert - Paul Brune - NS-Psychiatrie und ihre Folgen"
07.07.2013: Detmold: "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
07.07.2013: Bielefeld: Vortrag: Résistance. Deutsche KPD-Mitglieder im französischen Widerstand
08.07.2013: Bielefeld: Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"
10.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
10.07.2013: Bielefeld: Georg Fülberth: Wahlen, Teilhabe und Macht in bürgerlichen Gesellschaften
11.07.2013: Bielefeld: Lesung: Wie ein jüdischer Musiker die Nazi-Jahre überlebte
11.07.2013: Herford: Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford: Zeitzeuginnen und -zeugen
11.07.2013: Wewelsburg: Vortrag: Lebensborn - lebenslang. Der Mythos, die Realität und die Folgen
12.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
14.07.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
14.07.2013: Bielefeld: Führung im Museum Wäschefabrik. Präsentation zur jüdischen Geschichte
17.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
17.07.2013: Bünde: NS-Täterorte: Ein Rundgang in Bünde mit Jörg Militzer
19.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
24.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
26.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
28.07.2013: Detmold: "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
28.07.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
31.07.2013: Bielefeld: Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit". Topographien der Menschlichkeit
31.07.2013: Bünde: Rundgang zu Orten jüdischen Lebens in Bünde mit Jörg Militzer
- August 2013 -
03.08.2013: Bad Nenndorf: Widerstand gegen neonazistischen "8. Marsch der Ehre"
11.08.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
25.08.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
- September 2013 -
01.09.2013: Bad Salzuflen: Protest gegen Bundeswehr-Fest am Antikriegstag
03.09.2013: Herford: Gedenken an Euthanasie und Zwangssterilisierung
07.09.2013: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins
07.09.2013: Stukenbrock-Senne: Antikriegstag: Mahn- und Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung
08.09.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung zum ehemaligen Schießstand der SS
08.09.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung zum ehemaligen Schießstand der SS
11.09.2013: Schloß Holte-Stukenbrock: Die Internierungslager Eselheide und Staumühle 1945 bis 1947
15.09.2013: Wewelsburg: "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
22.09.2013: Wewelsburg: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS
- Oktober 2013 -
05.10.2013: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins
10.10.2013: Minden: Lesung mit Toralf Staud: "Neue Nazis - Jenseits der NPD"
23.10.2013: Schloß Holte-Stukenbrock: Vortrag: Erfahrungen aus Buchenwald und Mittelbau-Dora
- November 2013 -
02.11.2013: Höxter: Führung durch das Forum Jacob Pins
09.11.2013: Höxter: Ausstellung: Die Juden aus Höxters Dörfern - Leben, Entrechtung, Vernichtung.
13.11.2013: Schloß Holte-Stukenbrock: Spurensuche zwischen Nationalsozialismus und Gegenwart
- Dezember 2013 -
04.12.2013: Schloß Holte-Stukenbrock: Die Reichsarbeitsdienstlager Hövelhof und Wewelsburg
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- Montag, 17. Juni 2013 um 18.00 Uhr -
Vortrag von Dr. Annett Schulz: Braune Bio-Politik - Umweltpolitische Themen und rechte Ideologie
Veranstaltungsort:
Universität
Universitätsstraße 25
Raum V2-205
33615 Bielefeld
www.uni-bielefeld.de
Im Mainstream der letzten Jahre tauchen vermehrt Bezüge auf die Anfänge der Menschheit auf: "Prähistorische Restaurants" und das Angebot von Paläo-Diäten in Fitnessstudios, Vorstellungen eines evolutionären Erbes und Körperoptimierungskonzeption zugleich, sind Teil angesagter Bezirke in Großstädten wie Berlin oder New York City und werden von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern ausprobiert. Die Leistungsfähigkeit von Körpern zu erhöhen und damit spezifische Gesundheitsvorstellungen zu verknüpfen, ist jedoch nicht nur in der Gegenwart Forderung und Erwartung, sondern kann als Bestandteil von Wissen über die optimale Lebensweise für eine Gesellschaft historisch verortet werden.
In extremer Form lassen sich diese Traditionslinien in spezifischen Räumen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert feststellen. Völkisch-autoritäre Denkweisen gehen einher mit der Behauptung, dass menschliche Verhaltensweisen durch die Natur bestimmt seien. Die einen fordern demnach einen starken Staat, die anderen bevorzugen eine autarke Gemeinschaft.
Dr. Annett Schulze ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Journalismus an der DEKRA-Hochschule Berlin und Mitherausgeberin des Sammelbandes "Zur Re-Biologisierung der Gesellschaft: Menschenfeindliche Konstruktionen im Ökologischen und im Sozialen" (Alibri Verlag, 2012).
Sie wird in diesem Vortrag die Logiken skizzieren, die den Konzepten und Begriffen öffentlicher Akteurinnen und Akteuren sowohl in verschiedenen Ökogruppen als auch an Universitäten zu unterschiedlichen Zeiten zu Grunde liegen. Sie geht der Frage nach, wie gesellschaftliche Verhältnisse als naturgegeben dargestellt und damit auch als unveränderlich festgeschrieben werden und warum gerade umweltpolitische Themen besonders anschlussfähig an diese Rhetorik sind. An ausgewählten Beispielen heutiger Ökohöfe wird sie deren Vernetzungen und Zielsetzungen darstellen und diskutieren. Sie thematisiert zudem die Querverbindungen, die sich über den Umweltschutz auch zwischen Ökolinken und Siedlungsbewegten der extremen Rechten herstellen lassen.
Eine Veranstaltung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Bielefeld:
www.asta-bielefeld.de
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- Montag, 17. Juni 2013 um 19.00 Uhr -
Bündnistreffen von "Gemeinsam für Vielfalt - Löhne gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus"
Veranstaltungsort:
Stadtteilzentrum RAPS
Bergkirchener Straße 151
32584 Löhne
www.stadtteilzentrum-raps.de
Protest gegen "Justiz-Opfer-Hilfe NRW"
Zu einem weiteren Planungstreffen gegen die "Justiz-Opfer-Hilfe NRW" ("JOH") lädt das Bündnis "Gemeinsam für Vielfalt - Löhne gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus" ein.
"Botschaft Germanitien"
Mitte Juli 2012 hat die vom Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen und dem Polizeilichen Staatsschutz für Ostwestfalen-Lippe beobachtete "Justiz-Opfer-Hilfe NRW" ein Büro beziehungsweise die "Botschaft Germanitien" in der Lübbecker Straße 35 - 39 in Löhne im Gebäude von Ralf Wachsmuth eröffnet.
Büro als Wohnsitz
Im "JOH-Bürgerbüro" haben unter anderem Jürgen Niemeyer ("Recht, Sicherheit, Gesundheit, Öffentlichkeitsarbeit"), Gerd Peter Wattler ("Finanzen, Gesundheit, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit") und Gustav Kowsky aus dem Vorstand der "JOH" ihren Wohnsitz bei der Stadt Löhne angemeldet.
Haftbefehl gegen "Reichsbürger"-Paar
Am 14. Juni 2013 ist gegen ein mit der "JOH" in Verbindung stehenden Herforder Paar, das unter anderem im Internet Polizisten diffamiert sowie Drogenanbau und -handel betrieben haben soll, vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Herford Haftbefehl erlassen worden, weil die Frau (46) und der Mann (41) nicht zur Verhandlung erschienen sind.
Vorstandsmitglied zu Haftstrafe verurteilt
Bereits am 22. Oktober 2012 wurde das "JOH"-Vorstandsmitglied Jürgen Niemeyer vom Landgericht Detmold wegen Unterschlagung und Inverkehrbringen von Falschgeld zu einer Haftstrafe von 30 Monaten verurteilt.
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- Montag, 17. Juni 2013 um 19.00 Uhr -
Antiziganismus: Vortrag und Diskussion mit der Roma-Aktivistin Hasiba Dzemajlji
Veranstaltungsort:
Internationales Begegnungszentrum
Friedenshaus e.V.
Teutoburger Straße 106
33607 Bielefeld
www.ibz-bielefeld.de
Musik, Tanz, Hellsehen, Magie, Zaubern im besten Fall, aber auch Diebstahl, Verbrechen, Gottlosigkeit sind Zuschreibungen für eine Volksgruppe, die gern mit zahlreichen Vorurteilen behaftet wird.
Hasiba Dzemajlji wird über Antiziganismus in Deutschland berichten, mit dem Roma hier tagtäglich konfrontiert sind - durch Alltagsrassismus, Medienhetze und Abschiebungen. Seit Jahren organisieren sich Roma gegen diese Realität.
Hasiba Dzemajlji wird in Hinblick auf die Unterstützer-Strukturen Position beziehen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeiten Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
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- Montag, 17. Juni 2013 um 22.45 Uhr -
Kulturjournal im NDR-Fernsehen: Terror von rechts - tödlich unterschätzt?
Andrea Röpke und Andreas Speit werfen dem Verfassungsschutz Verharmlosung rechten Terrors vor. In ihrem heute im Ch. Links Verlag erscheinenden Buch "Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland" zeichnen sie die Gewalt von Neonazis von 1945 bis heute nach.
Am 6. Mai 2013 hat in München einer der bedeutendsten Strafprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte begonnen. Es geht um den Mord an zehn Menschen: neun türkisch- und griechischstämmigen Unternehmern und einer deutschen Polizistin. Auf der Anklagebank sitzen die mutmaßliche neonazistische Terroristin Beate Zschäpe sowie vier mögliche Unterstützer aus dem Umfeld des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU).
Wie eng war der NSU mit der rechten Szene vernetzt?
Die rassistisch motivierten heimtückischen Verbrechen zeigen ein Ausmaß rechter Gewalt in der Bundesrepublik, wie es lange Zeit nicht für möglich gehalten wurde. Unklar ist, wie eng der NSU mit dem Neonazi-Netzwerk verflochten war. Die Staatsanwaltschaft geht von einem "einheitlichen, aufeinander eingeschworenen Tötungskommando aus drei Personen" mit eng begrenztem Unterstützerkreis aus. Auf einer Liste der Sicherheitsbehörden werden allerdings 129 Personen aus der Neonazi-Szene genannt, die zum NSU-Umfeld gehören.
Die Journalistin Andrea Röpke und der Journalist Andreas Speit aus Norddeutschland, die seit vielen Jahren zum Thema extreme Rechte und Neonazismus recherchieren, stellen genau diesen Ansatz der Anklage in Frage. Er offenbare, dass die Ermittler gerade "nicht von zahlreichen Mitwissern und braunen Seilschaften" ausgehen wollten. Für Andrea Röpke und Andreas Speit ist dies ein eklatanter Fehler und einer der Gründe für die vielen katastrophalen Pannen und Fehler bei der Aufklärung der Mordserie.
Am 17. Juni 2013 erscheint das von ihnen herausgegebene Buch "Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland". In einer Reihe von Aufsätzen beleuchtet es die Geschichte des rechten Terrors in der Bundesrepublik seit 1945 und verdeutlicht den Zusammenhang mit den jüngsten Verbrechen.
Wurde die Gefahr von rechts bislang unterschätzt?
Andrea Röpke und Andreas Speit sind davon überzeugt, dass das Gewaltpotenzial des Neonazismus in Deutschland jahrzehntelang unterschätzt wurde. Während der Terror von links seit den 1970er-Jahren im kollektiven Gedächtnis fest verankert sei, werde der rechte Terror kaum wahrgenommen.
An Hand einer Vielzahl von in der Öffentlichkeit kaum bekannten Gewalttaten weisen die beiden nach, wie sich seit 1945 ein Netz zum Teil äußerst militanter Gruppen formieren konnte, die ihre Motivation aus einem geschlossenen neonazistischen Weltbild beziehen.
Erschreckend sind die Verbindungen, die sie zwischen den Terrorgruppen und rassistischen Untergrund-Bands ziehen: Mit ihren Hassgesängen haben Gruppen wie die Landser zur Radikalisierung beigetragen.
Der NSU und militante Kameradschaften
Dass das NSU-Trio weitgehend isoliert gehandelt und autonom gemordet habe, halten Andrea Röpke und Andreas Speit für eine Verfälschung der Tatsachen. Es gab seit den 1990er-Jahren enge Kontakte zu den Aktivisten des "Nationalen Widerstandes Jena" und zu militanten Kameradschaften wie der "Anti-Antifa".
Besonders intensiv waren die Beziehungen zur "Blood and Honour"-Bewegung, die bereits im September 2000 bundesweit verboten wurde. Mitglieder des Netzwerkes halfen dem Trio, illegale Unterkünfte, Waffen und Sprengstoff zu beschaffen.
Das Versagen der Behörden
Geradezu schockierend sind die Ergebnisse der Recherchen zur Arbeit der Sicherheitsbehörden. Sie haben, so Andrea Röpke und Andreas Speit, vor allem deswegen nicht zielführend ermittelt, weil der "Terrorismus von rechts offenbar nicht den Terrorismusvorstellungen der Ermittler" entsprach. So konnten sie über Jahre unwidersprochen behaupten, dass es rechte Gewaltstrukturen nie gegeben habe.
Und auch die Gesellschaft hat erst spät zu zweifeln begonnen. Im Vorwort schreiben die beiden: "Nicht nur die fatalen Analysen der Behörden und die falschen Ermittlungen der Polizei kamen dem NSU-Trio entgegen. Auch die alltäglichen rechten Einstellungen und Vorbehalte in der Mitte der Gesellschaft spielen dabei eine Rolle." Sie schließen ihr Buch mit einem Plädoyer für mehr Information und Aufklärung, für eine "andere Kultur in der kritischen Auseinandersetzung mit rechtem Gedankengut und rechter Gewalt".
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- Dienstag, 18. Juni 2013 um 19.30 Uhr -
Das Tunnel-Theater spielt "Die Nashörner" - Ein absurdes Theaterstück von Eugène Ionesco
- Reservierung: tunneltheater@gmx.de
Veranstaltungsort:
Forum
Meller Straße 2
33613
Bielefeld
www.forum-bielefeld.com
"Man muss mit der Zeit gehen. Das waren ihre letzten menschlichen Worte."
Immer mehr Bürger einer unbescholtenen kleinen Stadt werden zu Nashörnern. Die schnaubenden Dickhäuter zertrampeln jegliche Individualität.
Eine Parabel über den Kampf des Einzelnen gegen die Anpassung an die Masse.
Regie: Barbara Margarethe Frey
Mit: Ellinor Dietzen, Regina Dostal, Ilka Goergen, Dietlind Wild, Walter Arnold, Hagen Barth, Jörg Maß, Michael Pattberg, Heiner Wild
Didgeridoo: Ute Rabe, Bernhard Beyer, Krishan Billerbeck, Wolfgang Müller
- Weitere Aufführung am Donnerstag, 20. Juni, um 19.30 Uhr im Forum
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- Dienstag, 18. Juni 2013 um 20.00 Uhr -
Zeit für Bewegung! - Rückblick auf Blockupy 2013
Veranstaltungsort:
Buchhandlung und Galerie mondo
Elsa-Brändström-Straße 23
33602 Bielefeld
www.mondo-bielefeld.de
Es ist eine entscheidende Zeit: Die Krise nimmt kein Ende, mit immer drastischeren Maßnahmen wird versucht, den Kapitalismus auf Kosten der Lohnabhängigen zu sanieren. Es wird viel davon`abhängen, ob es den antikapitalistischen Kräften Europas gelingen wird, einen gemeinsamen solidarischen Widerstand aufzubauen, oder ob die Krise mit ihren skrupellosen "Sparmaßnahmen" zum Normalzustand wird. Die Blockupy-Proteste könnten ein Schritt in Richtung einer solchen Bewegung sein.
Diesen Eindruck scheint auch der Staatsapparat zu haben, wenn er völlig offen und ohne sich in der Rechtfertigungspflicht zu sehen, eine bunte Demonstration mit circa 15.000 Teilnehmenden sofort nach ihrem Start aufhält und stundenlang mit Knüppelschlägen und Pfefferspray eindeckt. So unverhohlen wird die freie Meinungsäußerung unterbunden, dass sogar die FAZ, die noch letztes Jahr die Blockupy-Protestierenden als "Kriminelle" und "Chaoten" diffamierte, von Polizeigewalt gegen friedlich Demonstrierende spricht. Scheinbar nehmen die politisch Verantwortlichen also einen Imageverlust bewusst in Kauf, um Bilder eines bunten antikapitalistischen Protests vor der EZB zu verhindern.
Können wir daraus schließen, dass wir das richtige Ziel für unseren Protest gewählt haben? Wird die gemeinsame Betroffenheit von Repression den Zusammenhalt der verschiedenen linken Gruppierungen stärken? Lässt sich die strömungsübergreifende Solidarität auch nach den Aktionen aufrechterhalten? Welche Chancen und Gefahren bieten solche großen Bündnisse? Wie sieht eine angemessene Form des Widerstands aus?
Mit diesen und anderen Fragen werden drei Aktive einen Rück- und Ausblick für die diesjährigen Blockupy Aktionstage bieten.
Eine Veranstaltung der Gruppe Kritik und Utopie an der Universität Bielefeld.
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- Mittwoch, 19. Juni 2013 um 19.00 Uhr -
"Hochverehrter Herr Reichskanzler": Ein Volk grüßt seinen Führer
- Lesung aus Zeitschriften des Jahres 1933 mit Prof. Dr. Rainer Pöppinghege
Veranstaltungsort:
Katholische Bildungsstätte
für Erwachsenen- und Familienbildung
Giersmauer 21
33098 Paderborn
www.kbs-paderborn.de
Wie wurde der Nationalsozialismus in den ersten Wochen und Monaten des Jahres 1933 gesehen? Die Reaktionen auf Hitlers Machtantritt decken die gesamte Bandbreite des Möglichen ab: wir sehen freudige Hoffnung, gedämpfte Erwartungen, große Bestürzung, aber auch erste taktische Manöver, um Bedingungen zur Zusammenarbeit mit der neuen Regierung auszuloten und die Autonomie der eigenen Institution zu bewahren. Wir erkennen Illusionäres, wir sehen aber auch Lippenbekenntnisse zur neuen Führung, Anbiederung und offene Distanz.
Die Regierung, die am 30. Januar an die Macht kam, bot weitreichende Interpretationsspielräume - und jede und jeder interpretierte etwas anderes in sie hinein. In dieser Lesung kommen einige Stimmen zu Wort, die weder in Schulbüchern noch in den üblichen Quellensammlungen auftauchen. Es handelt sich um Textauszüge aus Zeitschriften verschiedener beruflicher Verbände und Organisationen, die das Quellen- und Meinungsspektrum jener Wochen erweitern und differenzieren.
Prof. Dr. Rainer Pöppinghege lehrt unter anderem seit 1998 Neueste Geschichte an der Universität Paderborn.
Veröffentlichungen zum Thema:
· Absage an die Republik. Das politische Verhalten der Studentenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster 1918 - 1935, Münster 1994.
· Leben an der Pader. Alltag in Paderborn 1914 - 1960, Erfurt 2000.
· Geschichte mit Füßen getreten: Straßennamen und Gedächtniskultur in Deutschland (Paderborner Universitätsreden Nr. 94) Paderborn 2005.
· Im Lager unbesiegt. Deutsche, britische und französische Kriegsgefangenen-Zeitungen im Ersten Weltkrieg, Essen 2006.
· Wege des Erinnerns - was Straßennamen über das deutsche Geschichtsbewusstsein aussagen, Münster 2007.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V.:
www.gcjz-paderborn.de
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- Donnerstag, 20. Juni 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Dr. Gundula Ludwig (Universität Wien): Geschlecht, Hegemonie und Staat
Veranstaltungsort:
Universität
Universitätsstraße 25
S0-115
33615 Bielefeld
www.uni-bielefeld.de
"Die Regierten von den Regierenden intellektuell unabhängig machen", ist eine altbekannte und häufig anzutreffende Zielformulierung der kritischen und emanzipatorischen Bildungsarbeit.
Der Urheber dieser Formulierung - Antonio Gramsci - entwickelte diese Feststellung Ende der 1920er Jahre in den Kerkern des faschistischen Italiens zu einem Zeitpunkt, als die Arbeiterbewegung Westeuropas auf Grund des Sturmes reaktionärer und faschistischer Kräfte bereits auf dem Rückzug war.
Gramsci als marxistischer Theoretiker analysierte in einer undogmatischen Art und Weise diese Niederlage der Arbeiterbewegung und entwickelte so neue strategische Konzeptionen, in der Begriffe wie Hegemonie, Kultur, Ideologie und Alltagsverstand eine Schlüsselrolle spielten und bis heute als ein Erkenntnisgewinn in der Analyse von Herrschaftsverhältnisse begriffen werden.
Um die heutigen Krisen und gesellschaftlichen Widersprüche besser verstehen zu können, bietet Gramsci mit seinem Verständnis von einer undogmatischen "Philosophie der Praxis" einen originellen Beitrag zur Erfassung der derzeit herrschenden strukturellen Krise des Neoliberalismus an.
Dies wollen im Rahmen von drei Vorträgen in der Universität Bielefeld das Denken und Wirken Antonio Gramscis interessierten Bürgerinnen und Bürger näher bringen und einen kritischen Austausch über die Aktualität seiner Konzeptionen ermöglichen. Weiterer Vortrag:
- Mittwoch, 26. Juni 2013 um 18.00 Uhr: Dr. Sabine Kebir (Berlin): Alltagsverstand, Ideologie, Hegemonie, in S0-115.
Eine Veranstaltung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Bielefeld.
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- Donnerstag, 20. Juni 2013 um 19.30 Uhr -
Das Tunnel-Theater spielt "Die Nashörner" - Ein absurdes Theaterstück von Eugène Ionesco
- Reservierung: tunneltheater@gmx.de
Veranstaltungsort:
Forum
Meller Straße 2
33613
Bielefeld
www.forum-bielefeld.com
"Man muss mit der Zeit gehen. Das waren ihre letzten menschlichen Worte."
Immer mehr Bürger einer unbescholtenen kleinen Stadt werden zu Nashörnern. Die schnaubenden Dickhäuter zertrampeln jegliche Individualität.
Eine Parabel über den Kampf des Einzelnen gegen die Anpassung an die Masse.
Regie: Barbara Margarethe Frey
Mit: Ellinor Dietzen, Regina Dostal, Ilka Goergen, Dietlind Wild, Walter Arnold, Hagen Barth, Jörg Maß, Michael Pattberg, Heiner Wild
Didgeridoo: Ute Rabe, Bernhard Beyer, Krishan Billerbeck, Wolfgang Müller
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- Samstag, 22. Juni 2013 von 14.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellung: "Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 - 1939
Ausstellungsort:
Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
www.zellentrakt.de
Ausstellungsdauer: 23. März bis 15. Dezember 2013, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr.
- Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung unter: info@zellentrakt.de
Aus Anlass der 80jährigen Wiederkehr der "Machtübernahme" wird in einer inszenierten Ausstellung mit zahlreichen Dokumenten, Fotografien, Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Originalexponaten aus der Region gezeigt werden, wie es nach der Machtergreifung gelang, die Mehrheit der Bevölkerung in Stadt und Kreis Herford dazu zu bringen, sich dem Regime anzupassen und keinen aktiven Widerstand entgegenzusetzen.
Dabei sollen der normale Alltag und die Eingriffe des NS-Regimes in diesem im Mittelpunkt stehen. In der Ausstellung sollen Faszination und Gewöhnung, Abstumpfung und aktives unkritisches Mittun, aber auch die Kehrseite der Verfolgung und Ausgrenzung aus der Gesellschaft thematisiert und erfahrbar gemacht werden.
Behandelt werden unter anderem:
- die Geschichte der NSDAP vor 1933,
- die Beeinflussung der Bürgerinnen und Bürger durch die Darstellung der Ereignisse der Jahre 1933 bis 1939 in der Presse,
- die "Gleichschaltung" der Verwaltungen,
- die Vernichtung der demokratischen Strukturen und Vereinigungen,
- die Organisation der NSDAP nach 1933 und ihre Durchdringung aller Lebensbereiche,
- die Indoktrinierung in den Schulen und Kindergärten,
- die Ausgrenzung jüdischer Kinder,
- die Einbeziehung der Jugend ins System von HJ und BDM,
- der ideologische Aufbau einer "Volksgemeinschaft" mit Feiern und Festen, Sammlungen, Sport, Siedlungsbau, Kultur und Medien,
- die Einbeziehung von Wirtschaft und Landwirtschaft in die NS-Wirtschaftsplanungen,
- die Verdrängung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden aus Wirtschaft und Öffentlichkeit,
- die Drangsalierung und Verfolgung von politisch, religiös, gesundheitlich, "rassisch" und sozial "unpassenden" Menschen und
- die beginnende Militarisierung der Gesellschaft.
Das Kuratorium "Erinnern - Forschen - Gedenken" will damit einen öffentlichen und pädagogischen Beitrag für ein Verständnis des zeittypisch geprägten Verhaltens damals leisten, die Besucherinnen und Besucher (insbesondere Schülerinnen und Schülern) dafür sensibilisieren, welche Methoden ein diktatorisches Regime zur Gewinnung der Mehrheiten anwendet und wie aus heutiger Sicht dagegen gehandelt werden könnte.
- Recherche und Texte: Helge Diestelmeyer, Christoph Laue, Gestaltung: Elke Brunegraf
Zur Ausstellung erscheinen pädagogisches Begleitmaterialen, die im Zellentrakt erhältlich sind.
Gedenkstätte Zellentrakt
Die heutige Gedenkstätte Zellentrakt, das frühere Herforder Polizeigefängnis, war von 1933 bis 1945 ein Ort der Verfolgung und Angst auch für viele jüdische Menschen aus Herford auf dem Weg in die Lager und den Tod.
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- Samstag, 22. Juni 2013 von 15.00 bis 17.00 Uhr -
Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel
Ausstellungsort:
Dokumentations- und Begegnungsstätte
Frenkel-Haus
Echternstraße 70
32657 Lemgo
www.lemgo.net/3773.html
Neueröffnung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus in Lemgo
Am 24. August 2012 wurde die neue Ausstellung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus eröffnet. Im Zentrum der Ausstellung steht die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Geschichte der Familie Frenkel in Vergessenheit geraten. Mit ihrem Buch "Überleben" (1986) hat Karla Raveh, geb. Frenkel, an die Schicksale ihrer Eltern, Geschwister und Großeltern erinnert. Als Reaktion auf die große Resonanz, die das Buch gefunden hat, wurde 1988 im Erdgeschoß des Hauses die Dokumentations- und Begegnungsstätte eröffnet.
Nach mehr als zwanzig Jahren ist die Ausstellung im Jahre 2012 mit einem neuen Konzept grundlegend umgestaltet worden. Die neue biografische Ausstellung erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel von der Zuwanderung nach Lemgo im Jahre 1862 bis zur Deportation im Jahre 1942.
Die Ausstellung stellt darüber hinaus die Biografie der Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin Karla Raveh vor, die in Tivon (Israel) und Lemgo lebt. Mit Filmen und Audiozeugnissen vermittelt sie einen Eindruck von der Persönlichkeit und dem Wirken dieser beeindruckenden Frau, die als Holocaust-Überlebende nach langen Jahren des Schweigens das Erzählen und Erinnern zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat.
Die Ausstellung im Frenkel-Haus ist jeweils am Samstag und Sonntag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Sonderöffnungen für Schulklassen und andere Gruppen sind nach Voranmeldung möglich. Das Städtische Museum bietet Führungen im Frenkel-Haus an, auch in Verbindung mit einer Stadtführung zur jüdischen Geschichte in Lemgo.
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- Samstag, 22. Juni 2013 von 15.00 bis 19.00 Uhr -
Antifaschistische Demonstration: Gemeinsam gegen die Neonazi-Treffen in Eschede! Schluss mit lustig!
- Aktuelle Informationen: www.netzwerk-südheide.de
Treffpunkt um 15.00 Uhr:
Bahnhof
29348 Eschede
- Demonstration zur Kreuzung Am Finkenberg / Am Dornbusch
- 15.20 Uhr: Kundgebung an der Kreuzung - Redebeiträge und Grußworte von Aktiven gegen Neonazis aus Norddeutschland: Bad Nenndorf, Glinde, Jamel, etc.
Schluss mit lustig ...
... so lautet das Motto der antifaschistischen Demonstration am 22. Juni 2013 in Eschede, die sich gegen die Neonazi-Treffen auf dem Hof Nahtz richtet. Die Demonstration ist angemeldet vom DGB - Region Nord-Ost-Niedersachsen und wird vorbereitet durch die im "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus" organisierten Gruppen.
Es ist ein Skandal, dass in Eschede seit über 20 Jahren Treffen von Neonazis der unterschiedlichsten Couleur stattfinden können: Wehrsportübungen, Veranstaltungen der Jungen Nationaldemokraten JN), Treffen der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ, verboten seit 2009), ein Rechtsrock-Konzert mit 600 Teilnehmenden sowie die so genannten Brauchtumsfeste. Zu diesen kamen in der Vergangenheit rund 200 Personen aus dem Kreis der NPD und der neonazistischen Kameradschafts-Szene. Diese Feste werden wie "Familienfeste" betrachtet, zu denen Kinder mitgebracht werden. Neben der körperlichen Zurichtung durch sportlichen Drill zu jungen Neonazis, werden auch die Ideologien in die Kinderköpfe gebracht. Bei Hausdurchsuchungen auf dem Gelände wurden in der Vergangenheit Hakenkreuzfähnchen, diverse Waffen sowie SS-Liedergut gefunden. "Prominente" Neonazis, wie die inzwischen weit über 80-jährige Ursula Haverbeck-Wetzel, die gerne vor Jugendlichen in Vorträgen ihr völkisches Gedankengut weitergibt, lassen sich auf Hof Nahtz blicken.
So passiert es, dass "als jüngster Redner (…) dieses Festes "ein 4-jähriger Kamerad" einen Tischspruch vorgetragen (habe)", so war es auf der Internetseite der hiesigen Neonazi-Kameradschaft zu lesen. Der Chef dieser Kameradschaft sagt auch deutlich, was diese Feste für die Neonazi-Szene bedeuten: "Durch das gemeinschaftliche Singen, den sportlichen Wettstreit oder einfach nur das gemeinsame Verweilen an der Glut des Sonnenwendfeuers wird das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter gestärkt und das Erlebnis gibt neue Kraft für jene Taten, die unser Volk wieder zu dem erwachsen lassen, das es einstmals war."
Und wenn diese angedrohten Taten auch nicht direkt eine Bedrohung für die Escheder Bevölkerung darstellen, so sollten doch spätesten seit dem Auffliegen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) solche Androhungen ernst genommen werden: Holger Gerlach, einer der Angeklagten im NSU-Prozess, kennt die wichtigsten Größen der niedersächsischen Neonazi-Szene, vor allem aus den Reihen der Celler Kameradschaft.
Wegschauen hilft nur den Neonazis! Kommen Sie nach Eschede! Zeigen Sie am 22. Juni 2013 in Eschede mit uns gemeinsam, dass Sie das Treiben der Neonazis nicht tolerieren!
Wie braun ist die Heide? - Hintergründe zur Geschichte von Neonazi-Aktivitäten in der Umgebung
Bereits Ende der 1970er Jahre gründete sich die "Nothilfetechnische Übungs- und Bereitschaftsstaffel (TeNo)". Hinter diesem sperrigen Namen verbarg sich die Wehrsportgruppe Jürgens, um den damals in Bergen ansässigen Arzt Uwe Jürgens. In deren Besitz befand sich ein Fuhrpark von über 20 Fahrzeugen, die in Winsen-Meißendorf abgestellt waren. Der heute noch in der extremen Rechten aktive Christian Worch war eines der 40 Mitglieder. Jürgens kaufte 1976 in Suroide (Heidekreis) ein Grundstück, auf dem die TeNo von 1979 bis 1987 Wehrsportübungen abhielt. Die Gruppe existierte in Celle bis 1990.
1981 wurden 31 Waffendepots in der Lüneburger Heide gefunden, die der Förster Heinz Lembke aus Uelzen angelegt hatte. Inhalt der Depots: 88 Kisten mit 50 Panzerfäusten, 258 Handgranaten, 2005 Sprengkapseln, 5 Kilogramm chemische Kampfstoffe, 15 Schusswaffen und 13.520 Schuss Munition. Lemke engagierte sich in der Deutschen Reichspartei (DRP) sowie in der NPD, für die er 1968 kandidierte. Daneben organisierte auch er Wehrsportübungen und wurde zum "umtriebigsten Beschaffer von Waffen für die rechten Terroristen". So bedienten sich die Bombenleger um Peter Naumann aus Lembkes Reservoir, um Anschläge auszuführen. Lembke unterhielt nachweislich Beziehungen zu den terroristischen Deutschen Aktionsgruppen und zur Wehrsportgruppe Hoffmann.
Von 1979 bis 1998 existierte in Hetendorf bei Hermannsburg ein Neonazi-Treffpunkt, der von Alt- und Neonazis aller möglichen rechter Strömungen genutzt wurde. In erster Linie waren es Rassisten aus der neuheidnisch-germanischen Richtung, aber auch junge Neonazis aus der Region. Regelmäßige Nutzerin war die 1994 verbotene Wiking-Jugend, der Drahtzieher und Vorsitzende der Trägervereine war Jürgen Rieger.
Zeitgleich wurde auch schon der Hof Nahtz in Eschede von Neonazis genutzt, so wurde bekannt, dass dort 1992 eine Wehrsportübung der 1995 verbotenen Nationalen Liste stattfand. Als Konkurrenz waren diese beiden Neonazi-Treffpunkte wohl nicht zu sehen, so kannten sich Familie Nahtz, das Hausmeisterehepaar Koch aus Eschede und Jürgen Rieger auch persönlich.
Im Jahr 2009 zog es Rieger zurück in den Landkreis Celle, er wollte das alte Hotel Gerhus kaufen, um dort ein Schulungszentrum einzurichten. Sowohl sein Tod, als auch die öffentliche Debatte, die durch den Protest der Anwohnerinnen und Anwohner ausgelöst hatte, vereitelten den Plan.
Solange, wie es Neonazis im Landkreis Celle gibt, solange gibt es auch Widerstand dagegen. Bis Mitte der 1990er Jahre war dieser fast ausschließlich von autonomen Antifaschistinnen und Antifaschisten getragen. Der Widerstand stieß auch nicht auf offene Ohren. Nicht die Neonazis wurden als Problem gesehen, sondern deren Gegnerinnen und Gegner. Symptomatisch dafür ist, dass noch 1994 die Wiking-Jugend vom damaligen Leiter des Polizeiabschnittes Celle mit den Pfadfindern gleichgesetzt und als einzig störend die Presse bezeichnet wurde.
Aber gerade um diese Zeit - Mitte der 1990er Jahre - wuchs auch der Widerstand von Anwohnerinnen und Anwohnern. Ein breites Bündnis von antifaschistischen Gruppen bis zu "Blaublau Bonstorf" gründete sich und konnte sich nach jahrelanger gemeinsamer Arbeit 1998 über die Schließung des Neonazi-Zentrums freuen. Der Widerstand gegen die Neuerrichtung eines Schulungszentrums durch Rieger in Faßberg (Hotel Gerhus) war von den direkten Nachbarn getragen, mit überregionaler Unterstützung.
Der Widerstand in Eschede wurde angeschoben von antifaschistischen Gruppen, die ersten größeren Demonstrationen in Eschede im Jahr 2008 wurden von ihnen angemeldet. Inzwischen ist es ein breites Bündnis, das sich dort vor Ort engagiert, in erster Linie sind es die Gruppen, die sich im "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus" zusammengefunden haben.
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- Sonntag, 23. Juni 2013 von 14.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellung: "Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 - 1939
Ausstellungsort:
Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
www.zellentrakt.de
Ausstellungsdauer: 23. März bis 15. Dezember 2013, samstags und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr.
- Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung unter: info@zellentrakt.de
Aus Anlass der 80jährigen Wiederkehr der "Machtübernahme" wird in einer inszenierten Ausstellung mit zahlreichen Dokumenten, Fotografien, Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Originalexponaten aus der Region gezeigt werden, wie es nach der Machtergreifung gelang, die Mehrheit der Bevölkerung in Stadt und Kreis Herford dazu zu bringen, sich dem Regime anzupassen und keinen aktiven Widerstand entgegenzusetzen.
Dabei sollen der normale Alltag und die Eingriffe des NS-Regimes in diesem im Mittelpunkt stehen. In der Ausstellung sollen Faszination und Gewöhnung, Abstumpfung und aktives unkritisches Mittun, aber auch die Kehrseite der Verfolgung und Ausgrenzung aus der Gesellschaft thematisiert und erfahrbar gemacht werden.
Behandelt werden unter anderem:
- die Geschichte der NSDAP vor 1933,
- die Beeinflussung der Bürgerinnen und Bürger durch die Darstellung der Ereignisse der Jahre 1933 bis 1939 in der Presse,
- die "Gleichschaltung" der Verwaltungen,
- die Vernichtung der demokratischen Strukturen und Vereinigungen,
- die Organisation der NSDAP nach 1933 und ihre Durchdringung aller Lebensbereiche,
- die Indoktrinierung in den Schulen und Kindergärten,
- die Ausgrenzung jüdischer Kinder,
- die Einbeziehung der Jugend ins System von HJ und BDM,
- der ideologische Aufbau einer "Volksgemeinschaft" mit Feiern und Festen, Sammlungen, Sport, Siedlungsbau, Kultur und Medien,
- die Einbeziehung von Wirtschaft und Landwirtschaft in die NS-Wirtschaftsplanungen,
- die Verdrängung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden aus Wirtschaft und Öffentlichkeit,
- die Drangsalierung und Verfolgung von politisch, religiös, gesundheitlich, "rassisch" und sozial "unpassenden" Menschen und
- die beginnende Militarisierung der Gesellschaft.
Das Kuratorium "Erinnern - Forschen - Gedenken" will damit einen öffentlichen und pädagogischen Beitrag für ein Verständnis des zeittypisch geprägten Verhaltens damals leisten, die Besucherinnen und Besucher (insbesondere Schülerinnen und Schülern) dafür sensibilisieren, welche Methoden ein diktatorisches Regime zur Gewinnung der Mehrheiten anwendet und wie aus heutiger Sicht dagegen gehandelt werden könnte.
- Recherche und Texte: Helge Diestelmeyer, Christoph Laue, Gestaltung: Elke Brunegraf
Zur Ausstellung erscheinen pädagogisches Begleitmaterialen, die im Zellentrakt erhältlich sind.
Gedenkstätte Zellentrakt
Die heutige Gedenkstätte Zellentrakt, das frühere Herforder Polizeigefängnis, war von 1933 bis 1945 ein Ort der Verfolgung und Angst auch für viele jüdische Menschen aus Herford auf dem Weg in die Lager und den Tod.
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- Sonntag, 23. Juni 2013 um 15.00 Uhr -
Führung durch die Sonderausstellung "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
Veranstaltungsort:
Lippisches Landesmuseum Detmold
Ameide 4
32756 Detmold
www.lippisches-landesmuseum.de
Sonderausstellung vom 4. Mai bis 28. Juli 2013
Die Sonderausstellung zeigt Kunstwerke westfälischer Künstler, die vor 1933, während des Nationalsozialismus sowie nach 1945 tätig waren. Während der NS-Herrschaft wurden viele Künstler, die sich nicht anpassten, verfolgt, ins Exil oder in den Freitod getrieben. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Einzelschicksalen jener Künstler dieser "verschollenen Generation" und zeigt auf, wie diese auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Ausstellungs- und Arbeitsverbot reagierten.
Eine Ausstellung des LWL-Museumsamtes in Kooperation mit den Museen: Stadtmuseum Münster, Lippisches Landesmuseum Detmold, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg1933 - 1945, Städtische Galerie Iserlohn, Museen der Stadt Lüdenscheid, Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus Soest.
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- Sonntag, 23. Juni 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Sonntag, 23. Juni 2013 von 15.00 bis 17.00 Uhr -
Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel
Ausstellungsort:
Dokumentations- und Begegnungsstätte
Frenkel-Haus
Echternstraße 70
32657 Lemgo
www.lemgo.net/3773.html
Neueröffnung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus in Lemgo
Am 24. August 2012 wurde die neue Ausstellung der Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus eröffnet. Im Zentrum der Ausstellung steht die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Geschichte der Familie Frenkel in Vergessenheit geraten. Mit ihrem Buch "Überleben" (1986) hat Karla Raveh, geb. Frenkel, an die Schicksale ihrer Eltern, Geschwister und Großeltern erinnert. Als Reaktion auf die große Resonanz, die das Buch gefunden hat, wurde 1988 im Erdgeschoß des Hauses die Dokumentations- und Begegnungsstätte eröffnet.
Nach mehr als zwanzig Jahren ist die Ausstellung im Jahre 2012 mit einem neuen Konzept grundlegend umgestaltet worden. Die neue biografische Ausstellung erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Frenkel von der Zuwanderung nach Lemgo im Jahre 1862 bis zur Deportation im Jahre 1942.
Die Ausstellung stellt darüber hinaus die Biografie der Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin Karla Raveh vor, die in Tivon (Israel) und Lemgo lebt. Mit Filmen und Audiozeugnissen vermittelt sie einen Eindruck von der Persönlichkeit und dem Wirken dieser beeindruckenden Frau, die als Holocaust-Überlebende nach langen Jahren des Schweigens das Erzählen und Erinnern zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat.
Die Ausstellung im Frenkel-Haus ist jeweils am Samstag und Sonntag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Sonderöffnungen für Schulklassen und andere Gruppen sind nach Voranmeldung möglich. Das Städtische Museum bietet Führungen im Frenkel-Haus an, auch in Verbindung mit einer Stadtführung zur jüdischen Geschichte in Lemgo.
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- Sonntag, 23. Juni 2013 um 17.00 Uhr -
Eröffnung der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
- Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe: Lesung und Gespräch mit Anna Tüne (Berlin)
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Die Berliner Schriftstellerin Anna Tüne hat als Vorsitzende des Vereins "Courage gegen Fremdenhass e.V." die Ausstellung maßgeblich mitkonzipiert. Im Anschluss besteht Gelegenheit mit Anna Tüne zu diskutieren.
Organisiert wird die Ausstellung und Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Dienstag, 25. Juni 2013 um 20.00 Uhr -
Vortrag von und Gespräch mit Prof. Dr. Brigitte Sändig: "Ich revoltiere also sind wir" - Zu Albert Camus
Veranstaltungsort:
Buchhandlung und Galerie mondo
Elsa-Brändström-Straße 23
33602 Bielefeld
www.mondo-bielefeld.de
Der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger Albert Camus wurde 1913 in Algerien geboren. Der 100. Geburtstag des Autors im November diesen Jahres soll nicht nur dem Gedenken, sondern auch der Frage nach seiner Bedeutung für unsere Zeit gewidmet sein. Die Berliner Romanistin Brigitte Sändig stellt die wesentlichen Züge seines Denkens und literarischen Schaffens vor. Mit vielen seiner literarischen Themen steht Camus beispielhaft für viele Probleme wacher und kreativer Menschen des 20. Jahrhunderts. Zu diesen Themen gehören unter anderem die Fremdheit des Einzelnen innerhalb gesellschaftlicher Strukturen und der Widerstand gegen totale Gewalt.
Camus` politisches Engagement entwickelte sich während der Zeit des spanischen Bürgerkriegs, im Kampf gegen die NS-Besatzung in Frankreich, in den Auseinandersetzungen mit der kolonialen Realität in seinem Heimatland Algerien und während des algerischen Befreiungskampfes.
In Konfrontation mit dem Intellektuellenmilieu im Paris der Nachkriegszeit festigte er seine libertären Positionen und bezog bis zu seinem frühen Tod zu vielen gesellschaftlichen Fragen Stellung - oft im dezidierten Widerspruch zum kommunistischen Mainstream der Intellektuellen seiner Zeit. Ein besonderer Blick soll der Wirkung Camus‘ in Deutschland, Ost und West, gelten.
- Prof. Dr. Brigitte Sändig, Verfasserin der rororo-Monographie Albert Camus und Vertreterin Deutschlands im Vorstand der Société des Études Camusiennes, lehrte an der Humboldt Universität, Berlin, und veröffentlichte zahlreiche Bücher zu Albert Camus.
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- Mittwoch, 26. Juni 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 26. Juni 2013 um 18.00 Uhr -
Vortrag von Dr. Sabine Kebir (Berlin): Alltagsverstand, Ideologie, Hegemonie
Veranstaltungsort:
Universität
Universitätsstraße 25
S0-115
33615 Bielefeld
www.uni-bielefeld.de
"Die Regierten von den Regierenden intellektuell unabhängig machen", ist eine altbekannte und häufig anzutreffende Zielformulierung der kritischen und emanzipatorischen Bildungsarbeit.
Der Urheber dieser Formulierung - Antonio Gramsci - entwickelte diese Feststellung Ende der 1920er Jahre in den Kerkern des faschistischen Italiens zu einem Zeitpunkt, als die Arbeiterbewegung Westeuropas auf Grund des Sturmes reaktionärer und faschistischer Kräfte bereits auf dem Rückzug war.
Gramsci als marxistischer Theoretiker analysierte in einer undogmatischen Art und Weise diese Niederlage der Arbeiterbewegung und entwickelte so neue strategische Konzeptionen, in der Begriffe wie Hegemonie, Kultur, Ideologie und Alltagsverstand eine Schlüsselrolle spielten und bis heute als ein Erkenntnisgewinn in der Analyse von Herrschaftsverhältnisse begriffen werden.
Um die heutigen Krisen und gesellschaftlichen Widersprüche besser verstehen zu können, bietet Gramsci mit seinem Verständnis von einer undogmatischen "Philosophie der Praxis" einen originellen Beitrag zur Erfassung der derzeit herrschenden strukturellen Krise des Neoliberalismus an.
Dies wollen im Rahmen von drei Vorträgen in der Universität Bielefeld das Denken und Wirken Antonio Gramscis interessierten Bürgerinnen und Bürger näher bringen und einen kritischen Austausch über die Aktualität seiner Konzeptionen ermöglichen.
Eine Veranstaltung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Universität Bielefeld.
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- Mittwoch, 26. Juni 2013 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Prof. Dr. Hans Joachim Teichler, Universität Potsdam: Der deutsche Sport in der NS-Zeit
Veranstaltungsort:
Mindener Museum für Geschichte,
Landes- und Volkskunde
Ritterstraße 23
32423 Minden
www.museen-minden.de/mindener.html
Prof. Dr. Hans Joachim Teichler ist seit 1994 Leiter des Arbeitsbereiches Zeitgeschichte des Sports an der Universität Potsdam und Verfasser zu den Themenbereichen Arbeitersport, NS-Sport und Sport in der DDR.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden (Westfalen) e.V. im Rahmen der Ausstellung "Vergessene Rekorde - Jüdische AthletInnen vor und nach 1933" vom 21. April bis 25. August 2013 im Mindener Museum.
Informationen unter:
www.gcjz-minden.de
www.vergessene-rekorde.de
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- Freitag, 28. Juni 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Freitag, 28. Juni 2013 um 16.00 Uhr -
Jede Ermordete, jeder Ermordete, hat einen Namen: Namenslesung zum 70. Jahrestag der Deportation von Bielefeld nach Theresienstadt
Veranstaltungsort:
Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation
der ostwestfälischen Jüdinnen und Juden
Am Bahnhof 1b
33602 Bielefeld
Wir lesen die Namen der Ermordeten und erinnern an ihre Verfolgung.
Jede, jeder ist herzlich eingeladen, sich an der Lesung zu beteiligen.
Es lädt ein: Friedensgruppe der Ev. Altstädter Nicolaigemeinde, Initiative Mahnmal, Initiative gegen Ausgrenzung / IBZ, Veranstalter-Gemeinschaft.
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- Freitag, 28. Juni 2013 um 20.00 Uhr -
Filmvorführung: "Frankreichs fremde Patrioten - Deutsche in der Resistance" (Deutschland 2005, Regie: Wolfgang Schoen und Frank Gutermuth, 53 Minuten)
- Einführung und Gespräch: Dr. phil. Falk Pingel
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Rund dreitausend Deutsche kämpften in der französischen Résistance - eine Tatsache, die kaum bekannt ist. Patriot zu sein, das hieß für sie damals auf Seiten der Alliierten gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Die Erlebnisse und das Schicksal einiger von ihnen während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich werden im Film von historischem Filmmaterial begleitet vorgestellt, unter ihnen die bekannten Antifaschisten Peter Gingold, Kurt Hälker und Henriette Dreifuss.
Sie erzählen, was sie dazu bewogen hat, sich der Résistance anzuschließen und gegen die deutschen Besatzer, ihre Landsleute, zu kämpfen. Dabei berichten sie über bestimmte Aktionen, die Verfolgung, Haftbedingungen und die Folter in den Gestapogefängnissen und ihre Rolle beim Aufstand zur Befreiung von Paris am 19. August 1944. Der Film beleuchtet auch, wie schwer den meisten von ihnen das Leben in der Bundesrepublik nach dem Krieg gemacht wurde und ihr Ringen um öffentliche Anerkennung.
Der Historiker Falk Pingel studierte Geschichte, Philosophie und Altgriechisch. Er promovierte 1976 an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945 vom 23. Juni bis 31. Juli 2013 im Stadtteilzentrum Bürgerwache:
www.topographiendermenschlichkeit.de
Organisiert wird die Ausstellung und Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Freitag, 28. Juni 2013 um 20.00 Uhr -
Die Todesstrafe, Menschenrechte und die US-amerikanische Verfassung - Eine Analyse am Beispiel von Mumia Abu-Jamal
Veranstaltungsort:
BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn
www.infoladenpaderborn.blogsport.de
1972 entschied das Oberste Gericht der USA die Todesstrafe auszusetzen, weil sie sie als "brutal und unnatürlich" erachteten und festgestellt haben, dass nicht alle Menschen, die zum Tode verurteilt werden, die gleichen Chancen haben. Somit verstieß die Todesstrafe damals gegen die US-amerikanische Verfassung. Seit ihrer Wiedereinführung 1976 kommt es jedoch immer wieder zu Verfassungsverstößen und vor allem zu Verstößen gegen UN-Menschenrechtkonventionen, die auch von den USA unterzeichnet wurden.
In diesem Vortrag sollen einige dieser Beispiele aufgelistet werden, um deutlich zu machen, dass es auch heute noch genügend Gründe gibt, die Todesstrafe in den USA abzuschaffen. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf Mumia Abu-Jamal liegen, der nicht nur selber erfahren hat, wie verfassungswidrig das US System sein kann, sondern auch zahlreiche Bücher geschrieben hat, in denen er von Menschen schreibt, die ihn fast 30 Jahre im Todestrakt begleitet haben.
Abschließend wird es einen Exkurs zur schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA geben, um zu verdeutlichen, wie der strukturelle Rassismus von Behörden wie dem FBI dazu geführt hat, dass viele Menschen zum Tode verurteilt oder gar ohne Verurteilung hingerichtet wurden.
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- Mittwoch, 3. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 3. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Kirsten John-Stucke: Zwischen Glauben und Widerstand - die Häftlingsgruppe der Zeugen Jehovas im Konzentrationslager
Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
www.stalag326.de
Die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas wurde im Nationalsozialismus verfolgt und verboten. Viele von ihnen wurden in Schutzhaft genommen und erlitten jahrelange KZ-Haft. Im nationalsozialistischen KZ-System bildeten sie eine eigene Häftlingsgruppe. Ihre besonderen Existenzbedingungen und ihre Verhaltensweisen werden in dem Vortrag am Beispiel der Zeugen Jehovas im Konzentrationslager Niederhagen-Wewelsburg analysiert. Im Konzentrationslager Niederhagen, das von Reichsführer der SS Heinrich Himmler für die Umbauarbeiten der Wewelsburg zur zentralen Versammlungsstätte der SS eingerichtet worden war, nahmen die Zeugen Jehovas eine besondere Stellung in der Lagerentwicklung ein. An Hand zahlreicher Interviewauszüge von Überlebenden wird der Alltag der KZ-Häftlinge in Niederhagen nachgezeichnet.
Kirsten John-Stucke ist die Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg und hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Wewelsburg im Nationalsozialismus, zur Geschichte des Konzentrationslagers Niederhagen und den Häftlingengruppen, zur pädagogischen Arbeit der Gedenkstätte und zur Erinnerungskultur der Wewelsburg herausgegeben. Sie ist Vorstandsmitglied des Arbeitskreises NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte in NRW e.V. und Mitglied im Beirat des Altertumsvereins Paderborn e.V. und im wissenschaftlichen Projektbeirat NS-Dokumentation Vogelsang.
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- Donnerstag, 4. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Lesung und Gespräch mit Florence Hervé: "Wir fühlen uns frei" - Deutsche und französische Frauen im Widerstand
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Sie standen lange Zeit im Schatten der Geschichte: Französinnen spielten eine entscheidende Rolle in der Résistance, ob im Kurierdienst, in der Untergrundpresse oder bei der Fluchthilfe. Wer waren diese Frauen? Wie sah ihr Alltag aus? Was waren die Motive und Bedingungen für ihren Widerstand?
Florence Hervé ist eine deutsch-französische Journalistin, Zeithistorikerin und Frauenrechtlerin. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zum Thema Frauen, Faschismus und Résistance.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945 vom 23. Juni bis 31. Juli 2013 im Stadtteilzentrum Bürgerwache:
www.topographiendermenschlichkeit.de
Organisiert wird die Ausstellung und Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Freitag, 5. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Freitag, 5. Juli 2013 um 20.00 Uhr -
Lesung mit Nicholas Ganz: Unterwegs in Burma - Eine Reise zum Volk der Shan
Veranstaltungsort:
BDP-Infoladen
Leostraße 75
33098 Paderborn
www.infoladenpaderborn.blogsport.de
Am 1. November 2012 erschien das neue Buch von Nicholas Ganz mit dem Titel "Unterwegs in Burma - Eine Reise zum Volk der Shan" beim Iatros Verlag, Potsdam. In diesem Zuge geht der Autor auf eine Lesereise, um aus dem Buch zu lesen und andererseits über die Situation der ethnischen Volksgruppen in Burma zu informieren.
Hintergrund:
Burma (oder Myanmar, Birma) ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und war bis 2010 die am längsten andauernde Militärdiktatur der Welt. Seitdem befindet sich Burma zwar in einem politischen Umbruch, jedoch hat sich die Situation für die nicht-burmesischen Volksgruppen leider kaum verändert.
Das Volk der Shan ist eine der größten ethnischen Gruppen dieses Vielvölkerstaates und sie können auf eine uralte Geschichte zurückblicken. Ihre Kultur hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung Südostasiens und sie sind mit den Thais von Thailand und anderen Volksgruppen des Subkontinents verwandt. Jedoch wurde ihre Entwicklung durch den Militärputsch in Burma 1962 jäh beendet. Seitdem wird die uralte Kultur der Shan durch die Junta zerstört und die Bevölkerung mit wahllosen Erschießungen, Massenvergewaltigungen, Zwangsarbeit oder Nahrungsentzug unterdrückt. Einige Studenten gingen darum 1958 in den Untergrund, um sich mit Waffengewalt gegen die Zentralregierung zu wehren.
Das Buch:
"Unterwegs in Burma - Eine Reise zum Volk der Shan" ist beim Iatros Verlag, Potsdam erschienen und auf 292 Seiten mit zahlreichen schwarz-weiß Bildern beschreibt der Autor seine abenteuerliche Reise durch den Shan Staat, bis hin zu den Befreiungsarmeen in den Bürgerkriegsgebieten. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Verlages www.iatros-verlag.de.
Burma (oder Myanmar / Birma) ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und nach dem Ende der Militärdiktatur befindet sich der Vielvölkerstaat in einem politischen Umbruch. Das weitgehend unbekannte Volk der Shan gehört zu den größten ethnischen Volksgruppen des Landes und sie können auf eine uralte Geschichte und Kultur zurückblicken, welche für die kulturelle Entwicklung Südostasiens eine bedeutsame Rolle gespielt hat.
Das vorliegende Buch beschreibt eine abenteuerliche Reise durch faszinierende Landschaften und uralte Traditionen in das Herz der Shan. In den Gesprächen mit Historikern, Kulturbeauftragten und einfachen Bauern wird ein authentischer Blick auf diese Volksgruppe gewährt. Doch die tragische Geschichte dieses Volkes begann in Burma, als das Militär 1962 putschte und seitdem die Shan und andere ethnische Volksgruppen des Landes mit ihren historischen Kulturen fast vernichtete. Die Zeugnisse von Flüchtlingen, ehemaligen Drogenbaronen und Kommandeuren von Guerilla-Armeen zeigen die dunkle Seite eines fast 50 Jahre andauernden Bürgerkrieges und geben einen umfassenden und ehrlichen Einblick in das Volk der Shan.
Über den Autor:
Nicholas Ganz lebt und arbeitet als freischaffender Autor und Fotograf in Essen. Seit 2005 bereiste er Burma und hat 2009 als Co-Autor und Fotograf an dem Buch "Burma - the alternative guide" mitgearbeitet. Zuvor hatte er zwei Bildbände über Frauen-Graffiti (Graffiti Woman) und der weltweiten Graffiti Kultur (Graffiti World) veröffentlicht.
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- Samstag, 6. Juli 2013 um 11.00 Uhr -
Führung durch das Forum Jacob Pins
Veranstaltungsort:
Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter
www.jacob-pins.de
Einmal im Monat - außer August und Dezember - bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Pins angeboten.
Jacob Pins
Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.
Die Anfang 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.
Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoah wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.
Monographie über Jacob Pins
Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.
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- Samstag, 6. Juli 2013 von 14.00 bis 20.00 Uhr -
Filmvorführung mit anschließendem Workshop: "Lebensunwert - Paul Brune - NS-Psychiatrie und ihre Folgen" (Deutschland 2005, Regie: Dr. Robert Krieg, Drehbuch Monika Nolte, 45 Minuten)
Veranstaltungsort:
Historische Sammlung Bethel
Kantensiek 9
33617 Bielefeld
Mehrere hunderttausend Menschen fielen den nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen im Zeichen der "Rassenhygiene" und der "Vernichtung unwerten Lebens" zum Opfer. Was 1934 - auch in Westfalen - mit massenhaften Zwangssterilisationen begann, endete seit 1939 für viele mit der Ermordung in der so genannten "Euthanasie".
Paul Brune hat "Glück" gehabt. Er überlebte die Mordaktionen der NS-Psychiatrie, obwohl er 1943 als Achtjähriger in die "Kinderfachabteilung" der Provinzialheilanstalt Dortmund-Aplerbeck, eine der Tötungsstationen der "Kindereuthanasie", eingewiesen wurde. Er überlebte, doch zu einem hohen Preis: die Stigmatisierung, "lebensunwert" zu sein, wurde er nie mehr los. Als angeblicher Psychopath blieb er auch nach Kriegsende gegen seinen Willen in der Psychiatrie und musste erleben, dass die Misshandlungen an Patienten dort praktisch unverändert weiter gingen. Erst 1957 hob ein Gericht seine Entmündigung auf. Paul Brune arbeitete hart für ein neues Leben: Er studierte und wollte Lehrer werden. Doch plötzlich holte ihn seine alte "Irrenhausakte" wieder ein ...
Der Film "Lebensunwert" von Robert Krieg und Monika Nolte zeichnet an einem biographischen Beispiel in erschütternder Eindringlichkeit die Geschichte der NS-Psychiatrie, aber auch deren dunkle Kontinuitäten bis fast in die Gegenwart hinein, nach. Das Filmporträt Paul Brunes wird ergänzt durch ein Interview mit einem Psychiater, der den Blick auf die beunruhigenden aktuellen Bezüge des Themas lenkt.
Zu der Veranstaltung kommt der Filmemacher Dr. Robert Krieg, angefragt ist auch Paul Brune selbst. Gefragt sind auch die Diskussionsbeiträge der Teilnehmenden.
Eine Veranstaltung in Kooperation von AKE-Bildungswerk Vlotho und Freie ArbeiterInnen-Union - FAU Bielefeld:
www.ake-bildungswerk.de
www.fau.org/ortsgruppen/bielefeld
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- Sonntag, 7. Juli 2013 um 15.00 Uhr -
Führung durch die Sonderausstellung "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
Veranstaltungsort:
Lippisches Landesmuseum Detmold
Ameide 4
32756 Detmold
www.lippisches-landesmuseum.de
Sonderausstellung vom 4. Mai bis 28. Juli 2013
Die Sonderausstellung zeigt Kunstwerke westfälischer Künstler, die vor 1933, während des Nationalsozialismus sowie nach 1945 tätig waren. Während der NS-Herrschaft wurden viele Künstler, die sich nicht anpassten, verfolgt, ins Exil oder in den Freitod getrieben. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Einzelschicksalen jener Künstler dieser "verschollenen Generation" und zeigt auf, wie diese auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Ausstellungs- und Arbeitsverbot reagierten.
Eine Ausstellung des LWL-Museumsamtes in Kooperation mit den Museen: Stadtmuseum Münster, Lippisches Landesmuseum Detmold, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg1933 - 1945, Städtische Galerie Iserlohn, Museen der Stadt Lüdenscheid, Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus Soest.
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- Sonntag, 7. Juli 2013 um 17.00 Uhr -
Lesung und Gespräch mit Anna Tüne: "Engagement und Résistance" - Deutsche KPD-Mitglieder im französischen Widerstand: Das Beispiel Hermann Nuding und Ella Schwarz
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Zu den Verfolgten, die im Landkreis Dieulefit Aufnahme fanden, gehörten auch die beiden deutschen KPD-Mitglieder Hermann Nuding und Ella Schwarz. Zwischen der stalinistischen Parteilinie und ihrer persönlichen humanistischen Haltung zerrissen, treffen sie letztlich individuelle Entscheidungen, auch gegen die Linie ihrer Partei.
Die Berliner Schriftstellerin Anna Tüne hat als Vorsitzende des Vereins "Courage gegen Fremdenhass e.V." die Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" maßgeblich mitkonzipiert.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945 vom 23. Juni bis 31. Juli 2013 im Stadtteilzentrum Bürgerwache:
www.topographiendermenschlichkeit.de
Organisiert wird die Ausstellung und Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Montag, 8. Juli 2013 um 19.30 Uhr -
Koordinationstreffen von "Bielefeld stellt sich quer - Bündnis gegen Rechts"
- Informationen unter: www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com
Veranstaltungsort:
Haus der Kirche
Markgrafenstraße 7
33602 Bielefeld
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- Mittwoch, 10. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 10. Juli 2013 um 20.00 Uhr -
Vortrag von Prof. Dr. Georg Fülberth: Wahlen, Teilhabe und Macht in bürgerlichen Gesellschaften
Veranstaltungsort:
Buchhandlung und Galerie mondo
Elsa-Brändström-Straße 23
33602 Bielefeld
www.mondo-bielefeld.de
Politik- und demokratietheoretische Gedanken zum Thema Wahlen
Die Parlamentarische Demokratie war eine der wichtigsten Forderungen des Bürgertums des 19. Jahrhunderts. Fortschrittliche Kritikerinnen und Kritiker des Parlamentarismus erkannten jedoch schon früh, dass es zweierlei Dinge sind: die Macht zu haben oder bloß an der Regierung zu sein. In den institutionellen Strukturen und mit Hilfe vielfältiger Mechanismen des bürgerlichen Staates wurde in der Vergangenheit noch jede fundamentale Opposition in das System integriert. Aktuelle Beispiele einer solchen Entwicklung sind der Werdegang der "gezähmten" und nun staatstragenden Grünen in Deutschland, der eine Zeitlang mitregierenden Berliner Linkspartei oder - im internationalen Rahmen - der Lula-Regierung in Brasilien vor einigen Jahren.
Die Erkenntnisse der Eliteforschung und das Wissen über die mediale Beeinflussung der Wahlbevölkerung westlicher Demokratien scheinen zu belegen: die Spielräume sind begrenzt. Die wichtigen Richtungsentscheidungen fallen offensichtlich vielfach durch nicht öffentlich tagende Strukturen und Eliten. Als Folge davon wird eine weitverbreitete Politikverdrossenheit in der Bevölklerung beklagt. Der 2003 verstorbene Soziologe Johannes Agnoli entwickelte in seiner Schrift "Die Transformation der Demokratie" im Rückgriff auf die Marxsche Staatstheorie eine Kritik des Parlamentarismus. Seine Analyse war eine der Grundlagen der Staats- und Gesellschaftskritik der 1968er-Bewegung. Heute spricht der englische Soziologe Colin Crouch von "Postdemokratie".
Die marxistisch orientierte Arbeiterbewegung sah in der Vergangenheit in der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie ohnehin nichts weiter als eine spezifische Herrschaftsmethode der herrschenden Klasse, der Bourgeoisie. Das Parlament sei daher nur brauchbar als Tribüne und Podium für den öffentlich geführten Klassenkampf. Die verschiedenen anarchistischen Strömungen führten ihre Herrschaftskritik bis zu einer grundsätzlichen Ablehnung von Repräsentationsmodellen. Daraus resultierte ihre sozialeUtopie einer gewaltfreien, herrschaftslosen Gesellschaft und entsprechender emanzipatorischer politischen Teilhabeformen.
Der Marburger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Georg Fülberth präsentiert am heutigen Abend staatstheoretische Überlegungen und vertiefende politikwissenschaftliche und demokratietheoretische Gedanken zur Frage: Was ist überhaupt von Wahlen erwarten?
Prof. Dr. Georg Fülberth ist Politikwissenschaftler und Politiker. Bis 1966 war er Mitglied der SPD, seit 1974 ist er in der DKP. Von 1972 bis 2004 war er an der Universität Marburg Professor für Politikwissenschaft und Politik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen hauptsächlich in der Theorie und Geschichte des Kapitalismus, in der Geschichte der Arbeiterbewegung und in der lokalen Zeitgeschichte.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V.
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- Donnerstag, 11. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Lesung und Gespräch mit Peter Schneider: "Und wenn sie nur eine Stunde gewinnen ... " - Wie ein jüdischer Musiker die Nazi-Jahre überlebte
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Während der Nazi-Diktatur haben etwa 2.000 Berliner Jüdinnen und Juden den Terror überlebt, indem sie untertauchten. Unbekannte Helferinnen und Helfer versteckten die Verfolgten und trugen zu deren Rettung bei.
Der Musiker Konrad Latte ist einer dieser Geretteten. Etwa fünfzig Menschen halfen ihm und seiner Familie, allen Gefahren zum Trotz. Von 1943 bis zum Kriegsende hielt sich Konrad Latte in Berlin und anderen Städten versteckt.
Der Schriftsteller Peter Schneider, Jahrgang 1940, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er wirkte im Wahlkampfteam von Willy Brandt mit und war als ein Wortführer des Berliner SDS 1967 an der Vorbereitung des "Springer-Tribunals" beteiligt.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945 vom 23. Juni bis 31. Juli 2013 im Stadtteilzentrum Bürgerwache:
www.topographiendermenschlichkeit.de
Organisiert wird die Ausstellung und Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Donnerstag, 11. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford: Zeitzeuginnen und -zeugen berichten
Veranstaltungsort:
Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
www.zellentrakt.de
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung ""Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 - 1939" vom 23. März bis 15. Dezember 2013 in der Gedenk-, Dokumentations- und Begegnungsstätte Zellentrakt.
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- Donnerstag, 11. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Dr. Dorothee Schmitz-Köster: Lebensborn - lebenslang. Der Mythos, die Realität und die Folgen
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgsaal
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
Bis heute glauben viele Menschen, die SS-Organisation Lebensborn sei eine Zuchtanstalt gewesen, in der ausgesuchte Frauen und Männer zusammengeführt wurden, um Kinder zu zeugen. Tatsächlich war der Lebensborn keine Zuchtanstalt. Tatsächlich wurden auf Initiative von Heinrich Himmler, Reichsführer SS, seit 1936 Heime eröffnet, in denen ausgesuchte Frauen (sie mussten gesund und "arisch" sein und einen ebensolchen Kindesvater vorweisen) ihre Babys zur Welt bringen konnten. Viele Frauen waren nicht verheiratet und nahmen deshalb das Angebot des Lebensborn an, die Geburt, den Vater und manchmal sogar das Kind geheim zu halten. Womit ein Schweigen und Verschweigen in Gang gesetzt wurde, das das Leben der Kinder - die meisten wuchsen bei ihren Müttern auf - dauerhaft belastete und prägte.
Dorothee Schmitz-Köster zeichnet in ihrem Vortrag ein Bild der SS-Organisation, sie berichtet vom Leben im Lebensborn-Heim - und sie erzählt von Kindern, die dort auf die Welt kamen, die dem Lebensborn übergeben oder die (aus anderen Ländern stammend) mit Hilfe des Lebensborn zwangsweise germanisiert wurden.
Frau Dr. Schmitz-Köster studierte Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Bonn. Sie ist seit 1985 freiberufliche Journalistin und Autorin und hat verschiedene Lehraufträge an der Universität Bremen. Sie war drei Jahre Dozentin für Journalistik an der Hochschule Bremen.
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- Freitag, 12. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Sonntag, 14. Juli 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Sonntag, 14. Juli 2013 von 15.00 bis 16.30 Uhr -
Führung durch das Museum Wäschefabrik mit Medienpräsentation zur jüdischen Geschichte
Veranstaltungsort:
Museum Wäschefabrik
Viktoriastraße 48a
33602 Bielefeld
www.museum-waeschefabrik.de
1913 eröffnete der jüdische Unternehmer Hugo Juhl diese Wäschefabrik, wo er Bett-und Tischwäsche, Nacht- und Unterwäsche, sowie Damenblusen und Herrenhemden fertigen ließ. Gezwungen durch die Nationalsozialisten verkaufte er das Unternehmen 1938 an die Brüder Theodor und Georg Winkel. 1980 stellte die Wäschefabrik ihre Produktion offiziell ein.
Die Führung informiert über das Leben und Arbeiten in der Fabrik. Dabei bieten sich besondere Einblicke: Die Kraftarbeitstische im historischen Nähsaal werden in Betrieb genommen. Die Teilnehmenden gehen auch in die Unternehmerwohnung, die nicht immer zugänglich ist. Dort wird ein Film über die Geschichte der jüdischen Familie Juhl gezeigt, die von 1913 bis 1938 die Bielefelder Wäschefabrik Juhl & Helmke betrieb.
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- Mittwoch, 17. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 17. Juli 2013 von 19.00 bis 21.00 Uhr -
NS-Täterorte: Ein Rundgang in Bünde mit Jörg Militzer
Treffpunkt:
Gymnasium am Markt
Marktstraße 12
32257 Bünde
Nachdem traditionell jeweils im November mit einem Rundgang zu den "Orten jüdischen Lebens" die lokale Geschichte der größten Opfergruppe des nationalsozialistischen Terror-Regimes ins öffentliche Bewusstsein gerückt wird, soll während dieses Rundgangs an verschiedenen Orten der Stadt auch die Geschichte der Täter aufgezeigt werden. Es geht hierbei jedoch weniger darum mit erhobenem Zeigefinger auf Einzelpersonen zu verweisen, sondern an Hand der "Täterorte" die allgegenwärtige Präsenz und Organisationsstruktur des NS-Staates auch in einer ostwestfälischen Kleinstadt wie Bünde aufzuzeigen. Eine Präsenz, die sich nicht nur auf den öffentlichen Raum beschränkte, sondern auch Einfluss auf die privaten Bereiche des örtlichen Lebens ausübte.
Jörg Militzer ist Leiter der Geschichtswerkstatt Bünde.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule im Kreis Herford in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Bünde.
Internet:
www.vhsimkreisherford.de
www.buginithi.de
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- Freitag, 19. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 24. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Freitag, 26. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Sonntag, 28. Juli 2013 um 15.00 Uhr -
Führung durch die Sonderausstellung "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
Veranstaltungsort:
Lippisches Landesmuseum Detmold
Ameide 4
32756 Detmold
www.lippisches-landesmuseum.de
Sonderausstellung vom 4. Mai bis 28. Juli 2013
Die Sonderausstellung zeigt Kunstwerke westfälischer Künstler, die vor 1933, während des Nationalsozialismus sowie nach 1945 tätig waren. Während der NS-Herrschaft wurden viele Künstler, die sich nicht anpassten, verfolgt, ins Exil oder in den Freitod getrieben. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Einzelschicksalen jener Künstler dieser "verschollenen Generation" und zeigt auf, wie diese auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Ausstellungs- und Arbeitsverbot reagierten.
Eine Ausstellung des LWL-Museumsamtes in Kooperation mit den Museen: Stadtmuseum Münster, Lippisches Landesmuseum Detmold, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg1933 - 1945, Städtische Galerie Iserlohn, Museen der Stadt Lüdenscheid, Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus Soest.
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- Sonntag, 28. Juli 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Mittwoch, 31. Juli 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr -
Letzter Tag der Ausstellung "Rettungswiderstand in Dieulefit" - Topographien der Menschlichkeit: Antifaschistischer Widerstand in Frankreich 1940 bis 1945
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Ausstellungsdauer: 23. Juni bis 31. Juli 2013, mittwochs und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Außerdem nach telefonischer Vereinbarung unter (0521) 132737.
- www.topographiendermenschlichkeit.de
In der südfranzösischen Kleinstadt Dieulefit wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa tausend Menschen vor ihren Verfolgern versteckt und geschützt, darunter viele Kinder, Jüdinnen und Juden oder Gegnerinnen und Gegner des NS-Regime. Keine und keiner der Helfenden wurde denunziert. Die Ausstellung belegt diesen wirksamen stillen Widerstand mit Fotos, Dokumenten und Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Es handelt sich um das erste Projekt der Reihe "Topographien der Menschlichkeit", die Beispiele für vorbildliches humanistisches Handeln in der Geschichte zeigt. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.
Organisiert wird die Ausstellung und eine begleitende Veranstaltungsreihe von der Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. in Kooperation mit dem Antiquariat in der Arndtstraße, dem AJZ-Verlag und der Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld.
Mit freundlicher Unterstützung durch:
Annelie Buntenbach, Antifa-West, Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld, AStA der Fachhochschule Bielefeld, AKE-Bildungswerk Vlotho, Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB / VHS im Kreis Herford, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Sektion Bielefeld, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V., Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.
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- Mittwoch, 31. Juli 2013 um 19.00 Uhr -
Rundgang zu Orten jüdischen Lebens in Bünde mit Jörg Militzer
Treffpunkt:
Rathausvorplatz
Bahnhofstraße 13
32257 Bünde
Ein Rundgang auf den Spuren der ehemaligen Bünder Synagogen-Gemeinde. Ob nun Wohn- oder Geschäftshäuser, Fabriken, der Ort, an dem einst die Synagoge stand oder schließlich der Friedhof, zahlreiche Stationen liegen auf dem circa zweistündigen Weg.
Dabei erläutert Stadtführer Jörg Militzer im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe der VHS-Geschichtswerkstatt nicht nur die Geschichte der Gebäude, sondern auch die Schicksale der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in die jüdische Religion und Kultur.
Erstmalig wird die Gruppe auch einen Blick in das ehemalige Wohnhaus der angesehen Kaufmannsfamilie Levison an der Hindenburgstraße werfen. Für den Besuch des jüdischen Begräbnisfeldes werden männliche Teilnehmer gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Jörg Militzer ist Leiter der Geschichtswerkstatt Bünde.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule im Kreis Herford in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Bünde.
Internet: www.vhsimkreisherford.de und www.buginithi.de
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- Samstag, 3. August 2013 -
Widerstand gegen neonazistischen "8. Marsch der Ehre" in Bad Nenndorf
- Informationen unter: www.bad-nenndorf-ist-bunt.com
Rückblick 2012: Erfolgreiche Proteste gegen neonazistischen "Trauermarsch"
Am 4. August 2012 gab es gegen den neonazistischen "Trauermarsch" beziehungsweise "7. Marsch der Ehre" in Bad Nenndorf vielfältige, kreative und erfolgreiche Proteste.
Pressluft-Pyramide und Blockaden
Mit zahlreichen Protestaktionen und Blockaden behinderten etwa 1.300 Menschen die Demonstration der Neonazis. Das deutete sich schon am Abend des 3. August an: Vier Antifaschisten war es gelungen, sich mit einer Pressluft-Pyramide auf dem geplanten Kundgebungsplatz am Wincklerbad fest zu ketten.
Demonstration um drei Stunden verzögert
Um 13 Uhr standen über 400 Menschen am Bahnhof. Auf dem Bahnsteig hatten sich zuvor acht Protestierende untereinander mit Fahrradbügelschlössern zusammengeschlossen. Von Haste, nahe der Kurstadt, wollte die Polizei wegen der Blockaden die Neonazis deshalb mit Bussen zu ihrem Auftaktort bringen lassen. Nicht alle Busfahrerinnen und Busfahrer wollten allerdings diese Fahrgäste transportieren. Erst drei Stunden später als geplant konnten die Neonazis um den NPD- und Kameradschafts-Kader Thomas Wulff mit der Demonstration beginnen. Für sie wurde der "Trauermarsch" zum Spießrutenlauf.
Dixie-Musik und nackte Hintern
Auf der Strecke von 800 Meter vom Bahnhof zum Wincklerbad standen viele Menschen mit Plakaten wie "Schluss mit rechten Mummenschanz". Das Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" veranstaltete eine regelrechte Party-Meile mit Dixie-Musik, fröhlichem Gelächter und ausgelassenem Tanz. Einige Menschen ließen es sich nicht nehmen, den vorbeiziehenden Neonazis ihre bemalten Hinterteile zu präsentieren.
"Eva Braun, sprich lauter!"
Als die Neonazis am Wincklerbad ankamen, stand die Pyramide immer noch. Deshalb mussten sich die Rechten eng aufstellen. Von den Reden war kaum etwas zu vernehmen, die Technik der Neonazis funktionierte nicht richtig. So war auch die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho, 2010 in Bad Nenndorf ebenso wie Rigolf Hennig noch mit einem behördlichem Redeverbot belegt, nicht zu hören, da ihr lautstark "Du bist ne Lügnerin!" und "Eva Braun, sprich lauter!" entgegenschalte. Sichtlich genervt zogen die Neonazis zum Bahnhof zurück. Noch Stunden nach deren Abreise war vielerorts in der Bahnhofstraße laute Party-Musik zu hören.
"Trauermarsch"-Akteure
Matthias Schultz aus Verden fungierte als Anmelder des "Marsch der Ehre". Unterstützt wurde er vor allem von Bernd Stehmann und Peter Hallmann aus Leopoldshöhe, dem an der Universität Bielefeld Jura studierenden Sascha Krolzig aus Hamm und dem Hamburger Thomas "Steiner" Wulff. Für Ordnerdienst und Trommler-Gruppe übernahmen die Funktionäre der Jungen Nationaldemokraten (JN) Andy Knape (Magdeburg) und Christian Fischer (Vechta) die Verantwortung. Aus Ostwestfalen-Lippe fungierten Markus Krüper aus Minden und Jan Thiemann aus Bielefeld als Ordner. Der umstrittene Dieter Riefling aus Hildesheim trat eher in den Hintergrund. Unter den Teilnehmenden befanden sich unter anderem der thüringische NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt und der Rechtsrock-Veranstalter Oliver Malina. Kameradschaften waren aus Heilbronn, Karlsruhe, Erfurt, Weimar, der Altmark, Fulda, Hanau, Kassel und dem Rheinland vertreten. Auch aus Sachsen und den Niederlanden reisten Neonazis an.
Mobilisierungsfähigkeit der Neonazis weiter rückläufig
Seit langem hatten sich Hinweise verdichtet, dass die Mobilisierungsfähigkeit des Themas "Wincklerbad" in der extrem rechten und neonazistischen Szene - nach dem Einbruch 2011 und personellen Ausfällen beim "Gedenkbündnis Bad Nenndorf" in diesem Jahr - weiterhin abnimmt. Nach zuletzt verstärkten Bewerbungen in NPD-Kreisen und kontroversen Auseinandersetzungen innerhalb "Freier Kräfte", konnte auch das eigentlich längst eingemottete "Ehrenkomitee 8. Mai" um den Hamburger Neonazi Thomas "Steiner" Wulff keine Trendwende mehr herbeiführen.
Erneuter Rückschlag für NS-Szene: Nur 471 Teilnehmende
Innerhalb der Szene erwies sich der "Trauermarsch" somit erneut als Rückschlag: Nach dem Rückgang im Jahre 2011 mit 640 Teilnehmenden, nahmen aktuell nur noch 471 Neonazis und NS-Nostalgiker an der demonstrativen Verherrlichung des Nationalsozialismus teil, die von über 2.000 Polizistinnen und Polizisten geschützt wurde.
" ... ziemlich besch*****"
"Bei allem Scheiß der gestern abgelaufen ist, und der Tag war leider wirklich ziemlich besch*****", heißt es bezeichnenderweise dann auch in einem von insgesamt nur drei Kommentaren in der neonazistischen Internet-Plattform "Altermedia" zum "Bad Nenndorf Live-Ticker" der "Trauermarsch"-Initiatoren.
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- Sonntag, 11. August 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Sonntag, 25. August 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Sonntag, 1. September 2013 -
Protest gegen Bundeswehr-Fest am Antikriegstag in Bad Salzuflen
- Informationen folgen in Kürze
Für den 1. September 2013, dem Antikriegstag, ist im Kurpark in Bad Salzuflen anlässlich des 30-jährigen Bestehen der städtischen Patenschaft für die 3. Kompanie des "Panzergrenadierbataillons 212" aus der nach einem "Wegbereiter des Holocaust" (Guido Knopp) benannten "Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne" in Augustdorf ein "Fest" angekündigt.
Berichte von der Front
Ausgerechnet am Jahrestag des Angriffes der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 sollen "100 bis 140 Panzergrenadiere" über ihren Kriegseinsatz in Afghanistan "bei dem Fest in Bild und Ton" berichten.
"Arbeitskreis 3./212": Wegtreten! - Wir rufen zum Protest auf!
Diese historische Geschmacklosigkeit reiht sich ein in eine ambivalente Erinnerungskultur, wie dem schäbigen Umgang der Stadt mit der jüdischen Familie Obermeyer, dem Festhalten an der "Otto-Künne-Promenade" sowie der anhaltenden Tolerierung militanter Neonazis.
Dokumentation: Lippische Landes-Zeitung, 14.02.2013:
Panzergrenadiere reisen fast in Kompaniestärke an / Arbeitskreis plant Fest im Kurpark zum 30-jährigen Bestehen der Patenschaft für Augustdorfer Soldaten
Bad Salzuflen. Am 16. März 1983 hat der Bad Salzufler Rat beschlossen, die Patenschaft für die 3. Kompanie des Augustdorfer Panzergrenadierbataillons 212 zu übernehmen. Am 21. September wurde die Patenschaftsurkunde unterzeichnet. Ziemlich genau 30 Jahre später soll der runde Geburtstag genutzt werden, um ein Fest im Kurpark zu feiern.
Der Termin dafür steht schon fest: Der Arbeitskreis 3./212, der die Patenschaft mit den Soldaten pflegt, hat den 1. September dafür ins Auge gefasst. Ein Sonntag, wie Arbeitskreisvorsitzender und Volkshochschulleiter Franz Meyer sagt, und ein Wochenende mit freiem Eintritt in den Kurpark. Denn das Fest, das auf dem Konzerthallenvorplatz stattfinden soll, richtet sich ausdrücklich an die ganze Bevölkerung. "Die Veranstaltung ist dem Arbeitskreis auch deswegen besonders wichtig, weil die Bundeswehr seit der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr so stark wahrgenommen wird", sagt Meyer.
Deshalb werden die Soldaten bei dem Fest fast in Kompaniestärke vertreten sein - 100 bis 140 Panzergrenadiere werden erwartet. Sie stehen für Gespräche mit den Besuchern bereit und informieren darüber, welche Aufgaben sie haben und wie sie ihre gesellschaftliche Rolle definieren.
Bundeswehrangehörige berichten am 1. September
Die Bundeswehrangehörigen waren nach Auskunft des Arbeitskreisvorsitzenden im vergangenen Jahr in Afghanistan im Einsatz. Darüber berichten sie - so der Plan - bei dem Fest in Bild und Ton. Bei der Veranstaltung, für die der Arbeitskreis jetzt bei einer gut besuchten Sitzung Ideen sammelte, wird es voraussichtlich einen Festakt mit Ansprachen von Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf und einem hochrangigen Vertreter der Augustdorfer Kaserne geben. Überdies sind Musikdarbietungen geplant.
Die Patenschaft zwischen der Salzestadt und der dritten Kompanie war vor 30 Jahren ins Leben gerufen worden, um den Kontakt zur Bevölkerung zu stärken. Dieses Ziel habe seit den Veränderungen bei der Wehrpflicht eine "neue Dimension" gewonnen. Gerade jetzt komme es darauf, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee nicht am Rande der Gesellschaft stehe, betont Meyer.
Das 25-jährige Bestehen der Patenschaft war Meyers Angaben zufolge im Jahr 2008 nicht gefeiert worden. Denn damals waren die Augustdorfer Soldaten ebenfalls in Afghanistan.
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- Dienstag, 3. September 2013 um 19.00 Uhr -
Gedenken an Euthanasie und Zwangssterilisierung
Veranstaltungsort:
Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford
www.zellentrakt.de
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung ""Herford gehört(e) dem Führer?" - Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 - 1939" vom 23. März bis 15. Dezember 2013 in der Gedenk-, Dokumentations- und Begegnungsstätte Zellentrakt.
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- Samstag, 7. September 2013 um 11.00 Uhr -
Führung durch das Forum Jacob Pins
Veranstaltungsort:
Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter
www.jacob-pins.de
Einmal im Monat - außer August und Dezember - bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Pins angeboten.
Jacob Pins
Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.
Die Anfang 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.
Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoah wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.
Monographie über Jacob Pins
Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.
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- Samstag, 7. September 2013 um 14.00 Uhr -
Antikriegstag 2013: Mahn- und Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung
- Informationen unter: www.blumen-fuer-stukenbrock.de
Veranstaltungsort:
Sowjetischer Soldatenfriedhof
Lippstädter Weg
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
Ortsteil Stukenbrock-Senne
Ablauf der Gedenkveranstaltung:
14.00 Uhr: Friedhofsführung
15.00 Uhr: Kranzniederlegung und Grußworte
- Gedenkansprachen vom Kasseler Friedensratschlag und dem Zentralrat Deutscher Roma und Sinti
Am 7. September kommen wir zum Sowjetischen Soldatenfriedhof nach Stukenbrock, weil wir nicht vergessen wollen, was dort für Verbrechen an Menschen in der Zeit von 1941 bis 1945 geschahen.
65.000 sowjetische Kriegsgefangene und zahlreiche Zwangsverschleppte wurden dort im Kriegsgefangenenlager Stalag 326 VI/K der Wehrmacht zu Tode gequält und auf einem benachbarten Acker in 36 Massengräbern verscharrt. Sie wurden Opfer des deutschen Nazi-Staates, dem man vor achtzig Jahren die Macht übertragen hatte.
Mit dem Zweiten Weltkrieg hatte dieses Regime für seine Weltherrschaftspläne Deutschland und fast die ganze Welt in eine Katastrophe gestürzt, wie sie die Menschheit bisher nicht erlebt hatte.
"Von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen", das war und ist eine Lehre aus dieser Zeit.
Was aber erleben wir heute?
- Deutsche Soldaten kämpfen in Afghanistan und sind in vielen Ländern in Einsätzen.
- Deutsche Soldaten beteiligten sich am völkerrechtswidrigen Krieg im ehemaligen Jugoslawien.
- In Deutschland lagern noch immer die USA- Atomwaffen aus der Zeit des Kalten Krieges.
- In Deutschland können Nazis wieder mit staatlicher Toleranz und Förderung rechnen.
- Aus Deutschland werden Kriegswaffen in großen Mengen an Staaten geliefert, die die Menschenrechte mit Füßen treten.
Das nehmen wir nicht hin! Für uns ist die Mahnung von Stukenbrock "Und sorget Ihr, die Ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern" Auftrag zum Handeln.
Deshalb erwarten wir auch vom neu zu wählenden Bundestag, dass er sich dem antifaschistischen Auftrag und dem Friedensgebot des Grundgesetzes verpflichtet fühlt. Von Deutschland darf nur noch Frieden ausgehen!
Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock e.V.
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- Sonntag, 8. September 2013 um 11.00 Uhr -
Öffentliche Führung zum ehemaligen Schießstand der SS in Wewelsburg und anschließend Rundgang durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Das Kreismuseum Wewelsburg beteiligt sich an dem Tag des offenen Denkmals mit dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?"
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Sonntag, 8. September 2013 um 15.00 Uhr -
Öffentliche Führung zum ehemaligen Schießstand der SS in Wewelsburg und anschließend Rundgang durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Das Kreismuseum Wewelsburg beteiligt sich an dem Tag des offenen Denkmals mit dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?"
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Mittwoch, 11. September 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Oliver Nickel: Siegerjustiz? - Die Internierungslager Eselheide und Staumühle 1945 bis 1947
Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
www.stalag326.de
Das britische Civil Internment Camp 7 (CIC 7) bestand offiziell vom 1. Oktober 1946 bis zum 31. Dezember 1947 auf dem Gelände des ehemaligen Stalag 326 (VI K). Nachweislich waren 8.885 deutsche Kriegsgefangene und verdächtigte Kriegsverbrecher interniert. Vom CIC 7 aus wurden die Internierten ihren Gerichtsverfahren zugeleitet. Unter ihnen befanden sich auch der Amtschef des Reichssicherheitshauptamtes, der Reichsjustizminister, SS-Angehörige und mehrere Gauleiter.
Oliver Nickel zeichnet die Geschichte des ehemaligen Seuchenlazaretts "Staumühle" und des Internierungslagers "Eselheide" nach und gibt einen Einblick in den Alltag der britischen CIC-Lager "vor der eigenen Haustür".
Der Historiker Oliver Nickel ist Vorsitzender des Fördervereins Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne.
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- Sonntag, 15. September 2013 um 10.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Eröffnung der Sonderausstellung "Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstler im Nationalsozialismus"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgsaal
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Ausstellungszeitraum: Vom 15. September bis zum 24. November 2013
Die nationalsozialistischen Machthaber haben nach 1933 fast alle deutschen Künstler, die sich nicht anpassen wollten, verfolgt, ausgestoßen, ins Exil oder in den Freitod getrieben. Ihre Werke wurden aus den Museen verbannt, vernichtet oder ins Ausland verschoben. Den Künstlern dieser Generation gilt die Aufmerksamkeit dieser Ausstellung. Sie geht der Frage nach, wie Künstler während des Nationalsozialismus auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur und Überwachung bis hin zu Arbeits- und Ausstellungsverbot reagierten. Der Kurator der Ausstellung Klaus Kösters wählte ausschließlich Künstler aus, die in Westfalen geboren wurden oder längere Zeit ihres Lebens dort gewohnt haben.
Ausstellung des LWL-Museumsamtes in Kooperation mit den Museen:
Stadtmuseum Münster
Lippisches Landesmuseum Detmold
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945
Städtische Galerie Iserlohn
Museen der Stadt Lüdenscheid
Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus Soest
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- Sonntag, 22. September 2013 um 15.00 Uhr -
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"
Veranstaltungsort:
Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de
- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.
Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.
Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.
Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.
Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.
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- Samstag, 5. Oktober 2013 um 11.00 Uhr -
Führung durch das Forum Jacob Pins
Veranstaltungsort:
Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter
www.jacob-pins.de
Einmal im Monat - außer August und Dezember - bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Pins angeboten.
Jacob Pins
Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.
Die Anfang 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.
Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoah wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.
Monographie über Jacob Pins
Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.
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- Donnerstag, 10. Oktober 2013 um 19.00 Uhr -
Toralf Staud liest aus seinem Buch: "Neue Nazis - Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts"
Veranstaltungsort:
Kleines Theater am Weingarten
Königswall 97
32423 Minden
Die extreme Rechte wandelt - und radikalisiert sich
Trotz des Auffliegens der "NSU"-Terrorzelle wird die Gefahr weiter unterschätzt: Die extreme Rechte in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zugleich radikalisiert und verbürgerlicht - und die emsige Verbotsdiskussion um die NPD lenkt die Aufmerksamkeit in die falsche Richtung. Mit den "Autonomen Nationalisten" ist eine junge und äußerst gewaltbereite Neonazi-Strömung entstanden. Sie kopiert den popkulturellen Stil der Linksautonomen und bietet Action, wirkt anziehend auf Jugendliche. Dazu trägt auch die rechte Musikszene bei. Anhängerinnen und Anhänger der "Autonomen Nationalisten" sind mehrfach mit Vorbereitungen zu Terroranschlägen aufgeflogen.
Am gemäßigten Rand der Szene erstarkten die Rechtspopulisten. Gruppen wie "pro Deutschland" und "Die Freiheit" versuchen mit islamophoben Inhalten an nationalkonservative und bürgerliche Positionen anzuknüpfen - und "die Partei zum Sarrazin-Buch" zu werden. Zwischen diesen Polen wird die früher dominierende NPD womöglich zerrieben.
Informationen zum Autor:
Toralf Staud, Jahrgang 1972, studierte Journalismus und Philosophie in Leipzig und Edinburgh. Von 1998 bis 2005 war er Politikredakteur der Zeit. Er war leitender Redakteur beim Portal netz-gegen-nazis.de der Zeit. Heute ist er freier Journalist und Autor. Seine Bücher "Moderne Nazis", 2005, und "Das Buch gegen Nazis" (mit Holger Kulick), 2009, sind in mehreren Auflagen bei KiWi und der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Minden in Kooperation mit der Volkshochschule Minden.
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- Mittwoch, 23. Oktober 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Brita Heinrichs: "Nazis sind doch ein alter Hut! Wer braucht schon Gedenkstätten(pädagogik)?!" - Erfahrungen aus den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
www.stalag326.de
Eine oder einer redet und der Rest hört zu - so funktioniert Gedenkstättenpädagogik schon lange nicht mehr. Brita Heinrichs, Gedenkstättenpädagogin in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, stellt das moderne Handwerkszeug der Pädagoginnen und Pädagogen, sowie Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Arbeit vor.
"Während der Führungen beschreiben wir vor allem die Gegebenheiten, die Abläufe, die Fakten. Um die Motive und Begründungen zu erarbeiten, zu besprechen und zu bewerten brauche ich dann jenseits von Führungen methodisches Rüstzeug. Das gilt auch für die beständigen Bemühungen, die Besucher nicht nur als passive Konsumenten zu sehen, sondern sie "sprechen zu lassen." Die pädagogischen Angebote der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora sollen beispielhaft erläutert werden und können als Diskussionsgrundlage für diese Fragestellungen dienen.
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- Samstag, 2. November 2013 um 11.00 Uhr -
Führung durch das Forum Jacob Pins
Veranstaltungsort:
Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter
www.jacob-pins.de
Einmal im Monat - außer August und Dezember - bietet das Forum Jacob Pins eine Führung durch die Räume und die Ausstellung. Jeweils am ersten Samstag eines Monats um elf Uhr startet die Führung, die über Pins, seine Kunst, das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Höxter und die Geschichte des Adelshofes informiert. Es wird auch ein Filmporträt des israelischen Fernsehens über Pins angeboten.
Jacob Pins
Der jüdische Maler und Grafiker Jacob Pins wurde am 17. Januar 1917 in Höxter geboren. Er floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Seinen Eltern gelang die Ausreise nicht, sie wurden 1941 ins Ghetto Riga deportiert und später vergast. Pins hatte schon 1959 erstmals seine Heimatstadt wieder besucht und stiftete ihr 2003 einen umfangreichen künstlerischen Nachlass. Im September 2003 wurde ihm für sein Versöhnungswerk die Ehrenbürgerschaft der Stadt Höxter verliehen. Jacob Pins starb am 4. Dezember 2005 in Jerusalem.
Die Anfang 2003 gegründete Jacob Pins Gesellschaft - Kunstverein Höxter verwaltet die Hunderte von Werken umfassende Stiftung und hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Dokumentation und Vermittlung des künstlerischen Schaffens von Jacob Pins auch ausgewählten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Prägung ein Ausstellungsforum zu bieten.
Mit der Verwaltung der Stiftung übernimmt die Jacob Pins Gesellschaft zugleich die Verpflichtung, das Andenken an die Eltern Dr. Leo Pins und Ida Pins und an alle Jüdinnen und Juden aus Höxter, die Opfer der Shoah wurden, zu bewahren, zu dokumentieren und durch eine ständige Ausstellung wach zu halten.
Monographie über Jacob Pins
Die Monographie "Jacob Pins - Künstler Sammler Freund" von Christine Longère und Dr. Manfred Strecker kann über den Buchhandel oder bei der Jacob Pins Gesellschaft bezogen werden.
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- Samstag, 9. November 2013 um 17.00 Uhr -
Eröffnung der Ausstellung: "Die Juden aus Höxters Dörfern - Leben, Entrechtung, Vernichtung"
- Weitere Informationen folgen
Veranstaltungsort:
Forum Jacob Pins im Adelshof
Westerbachstraße 35 - 37
37671 Höxter
www.jacob-pins.de
Ausstellungsdauer: Vom 9. November bis zum 30. November 2013, täglich von 14.00 bis 17 Uhr (außer montags).
In Kooperation mit der Volkshochschule Höxter - Marienmünster: www.vhs-hoexter.de
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- Mittwoch, 13. November 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Victoria Evers: "Opa, was ist das für eine Nummer auf deinem Arm?!" - Spurensuche eines Lebens zwischen Nationalsozialismus und Gegenwart
Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
www.stalag326.de
"Opa, was ist das für eine Nummer auf deinem Arm?!" Mit dieser Frage der Enkelin geriet der Stein der Spurensuche ins Rollen, wurde mit einer Projektarbeit in der Schule begründet und 10 Jahre später erneut wissenschaftlich erweitert. Spuren eines ehemaligen politischen KZ-Häftlings, der selten über sein Schicksal sprach, das ihn dennoch für sein ganzes Leben geprägt hat, wurden entdeckt, ausgewertet und in Zusammenhang gebracht. Hiermit eröffnet sich der Blick auf ein Schicksal, wie es sicherlich stellvertretend für viele andere stehen kann und dessen Nachwirken noch zwei Generationen später nicht an Relevanz verloren hat.
Das Nachwirken und auch die Wege des Erinnerns innerhalb der Familie stehen genauso im Fokus wie das Schicksal des Großvaters, der als polnischer Widerständler von der Gestapo verhaftet wurde und verschiedene Konzentrationslager durchlaufen musste, bevor er 1945 befreit wurde.
Die Historikerin Victoria Evers ist Museumspädagogin der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945.
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- Mittwoch 4. Dezember 2013 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Norbert Ellermann: Die Reichsarbeitsdienstlager (RAD-Lager) Hövelhof und Wewelsburg
Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26a
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
www.stalag326.de
Aus dem gemeinnützigen Freiwilligen Arbeitsdienst (FAD) der Weimarer Republik entstand unter dem nationalsozialistischen Regime ab dem Jahr 1935 ein zunächst für alle jungen Männer (später auch alle jungen Frauen) verpflichtender sechsmonatiger Dienst, der dem Wehrdienst unmittelbar vorausging. Der Reichsarbeitsdienst (RAD) war ein Teil des Wirtschaftssystems, diente vor allem aber der nationalsozialistischen und auch vormilitärischen Erziehung. Zwei der damals in ganz Deutschland errichteten Lager des Reichsarbeitsdienstes befanden sich in Hövelhof und Wewelsburg.
Der illustrierte Vortrag zeichnet mit vielen bislang unbekannten Bildern die Geschichte dieser beiden Lager nach, wobei von den dort untergebrachten so genannten Arbeitsmännern deren Tätigkeiten, der Alltag, die Schulung, die Ausbildung, aber auch die Freizeit im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Nicht zuletzt sollen die Hinterlassenschaften dieser beiden Lager in Form von Relikten im Boden und oberirdischen Funden vorgestellt werden.
Der Historiker Norbert Ellermann ist Museumspädagoge der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945.
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info@hiergeblieben.de
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