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Veranstaltungskalender und alternative Suchfunktion (Aktualisiert am 17.11.2009)
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Suchfunktion von www.hiergeblieben.de ohne Internet-Exploder:
www.antifa-west.org/suche_hiegeblieben
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Übersicht Veranstaltungen:
- November 2009 -
17.11.2009: Osnabrück: Cafe Resistance - Offener antifaschistischer Treff
17.11.2009: Soest: Berliner Compagnie: "Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch"
17.11.2009: Paderborn: Vortrag: Schweinerei mit der "Schweinegrippe"?
18.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
18.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
18.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
18.11.2009: Bielefeld: Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
18.11.2009: Detmold: Filmvorführung im Info-Café Bambule: Im Fadenkreuz des Staates
19.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
19.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
19.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
19.11.2009: Bielefeld: Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
19.11.2009: Bielefeld: Öffentliche Lesung gegen eine drohende Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal
19.11.2009: Bielefeld: Offener Infoladen Anschlag mit Ermittlungsausschuss
19.11.2009: Hameln: Vortrag: "Ein Blick in die Szene" und die Macht der Musik
19.11.2009: Bielefeld: Vortrag: Ungarn im Jahr 2009 - Antisemitismus, Antiziganismus, Neonazismus
19.11.2009: Detmold: Vortrag: Vertritt der Papst seit 2008 eine neue Israel-Theologie?
19.11.2009: Bielefeld: Vortrag von Karl Giesecke: Argentinien 2009 - Impressionen einer Forschungsreise
20.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
20.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
20.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
20.11.2009: Bielefeld: Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
21.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
21.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
21.11.2009: Münster: Überregionale Demonstration: Keine Abschiebung von Roma in den Kosovo
21.11.2009: Herford: Ausstellung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
21.11.2009: Paderborn: Antifa-Café mit Filmvorführung "In Prison My Whole Life - Mumia Abu-Jamal"
22.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
22.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
22.11.2009: Lemgo: Ausstellung: Jüdisches Leben in Lemgo
23.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
23.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
23.11.2009: Bielefeld: Antifa-Cafe der Antifa-AG an der Universität
23.11.2009: Bielefeld: Antifa-Cafe im Infoladen Anschlag
23.11.2009: Paderborn: Treffen der Rabatz-Gruppe
23.11.2009: Detmold: Lesung mit Lea Fleischmann und Chaim Noll: Meine Sprache wohnt woanders
23.11.2009: Bielefeld: Offenes Treffen der Lokalföderation der FAU
23.11.2009: Paderborn: Treffen der Büren-Gruppe
24.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
24.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
24.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
24.11.2009: Paderborn: Eleazar Benyoëtz liest aus seiner Dichtung und seiner Prosa
24.11.2009: Neuenkirchen: Vortrag von Beate Schrewe: Zur Geschichte der Synagogengemeinde
25.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
25.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
25.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
25.11.2009: Gütersloh: Vortrag von Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl: Gütersloh unter dem Hakenkreuz
26.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
26.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
26.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
26.11.2009: Gütersloh: Lesung des Literaturmagazins "Tentakel": Den Alltag literarisch ausbremsen!
26.11.2009: Hameln: Vortrag im Antifa-Café: Mumia Abu-Jamal: Wettlauf mit dem Tod
26.11.2009: Rietberg: Jüdisches Leben in Deutschland - gemeinsam im Gespräch
27.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
27.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
27.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
27.11.2009: Detmold: Dokumentarfilm über Mumia Abu-Jamal: "In Prison My Whole Life"
28.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
28.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
2(.11.2009: Herford: Ausstellung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
28.11.2009: Neuss: 10. Demonstration zum Frauenabschiebeknast
29.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
29.11.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
30.11.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
30.11.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
30.11.2009: Detmold: Treffen des Antifaschistischen Arbeitskreises
- Dezember 2009 -
01.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
01.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
01.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
01.12.2009: Osnabrück: Cafe Resistance - Offener antifaschistischer Treff
01.12.2009: Rietberg: Lesung mit Edgar Hilsenrath: Sie trommelten mit den Fäusten den Takt
02.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
02.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
02.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
02.12.2009: Bremen: Innenministerkonferenz: Demonstration für das Bleiberecht von Flüchtlingen
03.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
03.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
03.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
03.12.2009: Bielefeld: Offener Infoladen Anschlag mit Ermittlungsausschuss
04.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
04.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
04.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
04.12.2009: Horn-Bad Meinberg: Treffen des Arbeitskreis gegen Nazis
04.12.2009: Detmold: Vortrag: Die Jüdische Gemeinde in Detmold in der NS-Zeit
05.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
04.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
05.12.2009: Höxter: Führung durch das Jacob-Pins-Forum
06.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
06.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
07.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
07.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
07.12.2009: Bielefeld: Offenes Treffen der Lokalföderation der FAU
08.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
08.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
08.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
08.12.2009: Paderborn: Lesung mit dem Schauspieler Rolf Becker: "Das Kommunistische Manifest"
09.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
09.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
09.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
10.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
10.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
10.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
10.12.2009: Detmold: Den Bundeswehr-Werbefeldzug stoppen! - www.kehrt-marsch.de
10.12.2009: Hameln: Vortrag von Reiner Wollnik (AKAK) im Antifa-Café: Flüchtling sein in Deutschland
10.12.2009: Bielefeld: Vortrag: Moderne Sklaverei - Leiharbeit und warum sie abgeschafft gehört
11.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
11.12.2009: Bielefeld: Ausstellungen: Alltag jüdischer Kinder und Kinder im Versteck - Berlin 1943 - 1945
11.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
12.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
12.12.2009: Herford: Lesung: "Efim, Antonia, Klawdia ... " - Einzelschicksale in Lyrik und Prosa
13.12.2009: Lippstadt: Ausstellung: Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
14.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
15.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
15.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
17.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
17.12.2009: Bielefeld: Offener Infoladen Anschlag mit Ermittlungsausschuss
18.12.2009: Gütersloh: Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
19.12.2009: Eschede: Demonstration mit Abschlusskundgebung in Eschede gegen Nazi-Treffen
21.12.2009: Bielefeld: Offenes Treffen der Lokalföderation der FAU
31.12.2009: Hannover: Vortrag von Ingo Taler: White-Power-Hardcore: RechtsRock im neuem Gewand
- Januar 2010 -
04.01.2010: Bielefeld: Offenes Treffen der Lokalföderation der FAU
25.01.2010: Detmold: Vortrag von Hansjörg Buss (Kiel): Karl Friedrich Stellbrink (1894 - 1943)
- Februar 2010 -
03.02.2010: Detmold: Kolloquium: Den Holocaust erinnern. Zeitzeugen als historische Quelle
- März 2010 -
22.03.2010: Detmold: Entnazifizierung und Redemokratisierung in den westfälischen Bezirksregierungen
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- Dienstag, 17. November 2009 ab 19.00 Uhr -
Cafe Resistance - Offener antifaschistischer Treff
Veranstaltungsort:
Im Substanz
Fraz e.V.
Frankenstraße 25a
49082 Osnabrück
www.myspace.com/caferesistance
Wenn Kaffee trinken etwas verändern würde, wäre es verboten …
Doch könnt ihr bei einem Kaffee oder einem Bier mit Menschen, die der gesellschaftliche Normalzustand auch ankotzt, ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen. Im "Cafe Resistance - Offener antifaschistischer Treff" findet ihr immer aktuelle Infos zu Demos und Aktionen, könnt in interessanten Zeitungen und Broschüren stöbern oder einfach nur der Mukke lauschen. Neben dem gemütlichen Zusammensein laufen gelegentlich Filme zu Themen rund um Antifaschismus.
Deutschland in den Kaffee kotzen!
Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat: www.antifa-os.de/
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- Dienstag, 17. November 2009 um 20.00 Uhr -
Berliner Compagnie: "Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch" - Eintritt: 9.50 Euro
Veranstaltungsort:
Kulturhaus Alter Schlachthof e.V.
Ulrichtor 4
59494 Soest
www.schlachthof-soest.de
Regie: Elke Schuster
Text: Helma Fries
Musik: Rudolf Stodola
Darstellerinnen und Darsteller: Helma Fries, Jean-Theo Jost, Natascha Menzel, Elke Schuster, Dimo Wendt
Weil die wahre Geschichte der Kriege die Geschichte der Opfer ist, steht im Zentrum des Stückes eine afghanische Familie. Gezeigt wird der bittere Weg durch den mittlerweile 30-jährigen Krieg: von der Revolution 1978 über den sowjetischen Einmarsch und den darauf folgenden Krieg mit einer Million Toten, den Krieg zwischen den Mujaheddin danach, die schreckliche Zeit der Taliban, die Bombardierung Afghanistans durch die USA, die bis zum heutigen Tag andauernden und vor allem für die Zivilbevölkerung immer verlustreicheren Kämpfe von OEF und ISAF. Die letzten Szenen spielen in der Zukunft.
Mit den Familienmitgliedern kommen andere Figuren ins Spiel: Soldaten der verschiedenen Besatzungsmächte, Mujaheddin, Taliban, Politiker, Entwicklungshelfer, Friedenskämpfer. Und immer wieder befreit sich wer aus dem Teufelskreis von Terror und Gegenterror, taucht inmitten des düsteren Geschehens eine Alternative auf, die Möglichkeit der friedlichen Lösung eines scheinbar unlösbaren Konflikts. Immer wieder gibt es auch Grund zur Bewunderung menschlicher Größe ... und Gelegenheit zum Lachen.
Bei all seinem dokumentarischen Charakter ist das Stück der Berliner Compagnie zugleich voll Musik und Poesie und beflügelt auch über die Sinne das Nachdenken über eine andere Politik. Denn wir sind Teil der Geschichte und entscheiden mit, in welche Richtung sie sich bewegt.
www.berlinercompagnie.de
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- Dienstag, 17. November 2009 um 20.00 Uhr -
Vortrag und Diskussion mit Nadja Rakowitz: Schweinerei mit der "Schweinegrippe"? - Woran krankt das Gesundheitssystem?
Veranstaltungsort:
Kulturwerkstatt
Cafeteria
Bahnhofstraße 64
33102 Paderborn
Gesundheit und Krankheit werden zur Ware, Medizin wird Geschäft, unter dem Druck der Rentabilität leidet eine bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung, stöhnen auch die im Gesundheitswesen Beschäftigten.
Eine "Gesundheitsreform" jagt die andere. Steht der Profit im Vordergrund, gerät der Patient / die Patientin in den Hintergrund.
Ist das alles "Sachzwang"? Ist mit der "Schweinegrippe" nur ein neues Geschäftsfeld aufgetan worden? Und was bedeutet es, wenn für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen verschiedene Präparate massengeimpft werden?
Nadja Rakowitz ist Medizinsoziologin und für den Verband demokratischer Ärztinnen und Ärzte tätig und Redakteurin der Zeitung "express".
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- Mittwoch, 18. November 2009 von 08.00 bis 16.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Mittwoch, 18. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Mittwoch, 18. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Mittwoch, 18. November 2009 um 14.00 Uhr -
Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
Veranstaltungsort:
Theaterlabor im Tor 6
Hermann-Kleinewächter-Straße 4
33602 Bielefeld
www.theaterlabor.de/
Das Tagebuch der Anne Frank ist nicht nur ein historisches Dokument der Verfolgung von Jüdinnen und Juden, sondern auch die Geschichte einer Jugendlichen, die auch heute nicht an Aktualität verloren hat.
In dem eindrucksvollen Theaterstück kommt die Not der untergetauchten Familien, die auf engstem Raum versteckt leben müssen, emotional sensibilisierend zum Publikum herüber.
Bedrückende Enge, eingesperrt sein auf engstem Raum - diese beklemmende Atmosphäre erfasst die Zuschauenden während der gesamten Aufführung. Unvorstellbar erscheint es, dass 8 Menschen 2 Jahre so leben konnten. Die unvermeidlichen Konflikte, die sich aus der beengten Situation ergeben, werden von den Schauspielerinnen und Schauspielern mit viel Einfühlungsvermögen gezeigt.
Wir freuen uns besonders, dass wir nun bereits zum dritten mal das "Schnürschuhtheater" aus Bremen mit einer ihrer hervorragenden Inszenierungen bei uns zu Gast haben. Natürlich stehen auch diesmal wieder die Akteurinnen und Akteure nach der Aufführung für Gespräche zur Verfügung.
Eine Aufführung im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.:
Nach zwei sehr erfolgreichen Projektangeboten in den Jahren 2007 - Jugendwiderstand im Nationalsozialismus - und 2008 - Rechtsextremismus - bieten wir auch in diesem Jahr wieder Projektwochen für Jugendliche, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Bürger und Bürgerinnen an.
Ein weiteres Mal richten wir dabei unseren Blick in die Geschichte. Die häufig gestellte Frage, ob es denn heute immer noch notwendig sei, gerade junge Menschen anzuregen, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinander zu setzen, beantworten wir eindeutig mit Ja.
Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft und auch unter Jugendlichen durchaus wieder aufkommender Antisemitismus kann nur entgegen getreten werden, wenn neben der aktuellen politischen Diskussion auch die Bedeutung historischer Ereignisse für gegenwärtiges Handeln begreifbar gemacht wird. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, je weiter sich junge Menschen heute von den historischen Ereignissen entfernen und je weniger Zeitzeugen zukünftig zur Verfügung stehen werden.
Lernen aus der Geschichte für die Zukunft, um couragiertes, demokratisches Handeln zu fördern, ist dabei das Ziel unserer Projektwochen.
Theater, Ausstellungen, Filmvorführungen und Exkursionen laden ein, sich mit allen Sinnen dem Thema zu nähern.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Mittwoch, 18. November 2009 um 19.00 Uhr -
Filmvorführung im Info-Café Bambule: Im Fadenkreuz des Staates (Deutschland 2004, 43 Minuten, Regie: Ulrich Stoll)
Veranstaltungsort:
Autonomes Kultur-
und Kommunikationszentrum
alte Pauline
Bielefelder Straße 3
32756 Detmold
www.myspace.com/altepauline
Das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz verdächtigen den kaufmännischen Angestellten Hauke Benner, ein gefährlicher Terrorist zu sein. Der 53-jährige Berliner soll Anführer einer autonomen Gruppe sein, die Anschläge auf die Oberleitungen der Deutschen Bahn AG verübte, um Atomtransporte zu stoppen.
Die Behörden setzen gegen den mutmaßlichen Terroristen einen gigantischen Überwachungsapparat in Gang. Vier Jahre lang hört das BKA Benners Telefon ab. Die Beamten montieren Peilsender und Mikrofone im PKW von Benners Wohngemeinschaft und überwachen seine Wohnung in Berlin-Kreuzberg mit Videokameras.
"Dass ich abgehört, observiert und 24 Stunden am Tag gefilmt werde, dass meine sämtlichen Bewegungen in der Stadt aufgezeichnet werden, das überstieg meine Vorstellung", erklärt Hauke Benner nach Lektüre der Ermittlungsakten. Erst nach sechs Jahren stellt der Generalbundesanwalt das Verfahren mangels Beweisen ein. Mehrere hundert Beamte waren mit den Ermittlungen gegen Hauke Benner und seine Mitbewohner befasst.
30.478 Telefonanschlüsse hörte die Polizei im Jahr 2002 ab (2001: 27.200). Nach einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Bielefeld sind 1,5 Millionen Bundesbürger pro Jahr Opfer polizeilicher Lauschaktionen, weil sie überwachte Anschlüsse anrufen oder von dort aus angerufen werden. Verdächtige dürfen aufgrund einer Grundgesetzänderung in ihrer Privatsphäre abgehört werden.
Vor Mikrofonen in der Wohnung oder am Arbeitsplatz sind nur noch Ärzte, Rechtsanwälte, Seelsorger und Journalisten geschützt, weil ihre Arbeit auf einem besonderen Vertrauensverhältnis zu ihren Gesprächspartnern basiert. Trotzdem wird der Rechtsanwalt Dr. Andreas Huettl aus Hannover Ende 2002 in seiner Kanzlei belauscht. Das Landeskriminalamt Niedersachsen stattet einen Besucher des Anwaltsbüros mit Mikrofonen und Sendetechnik aus, um den Anwalt abzuhören.
Die Autoren zeigen, wie Hauke Benner und Andreas Huettl immer tiefer in die Überwachungsmaschinerie des Staates geraten.
Info-Café Bambule: diskutieren - vernetzen und aktiv werden. Organisiert vom Offenen Plenum der Detmolder Antifa-Gruppen.
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- Donnerstag, 19. November 2009 von 08.00 bis 17.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Donnerstag, 19. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Donnerstag, 19. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Donnerstag, 19. November 2009 um 10.00 Uhr -
Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
Veranstaltungsort:
Theaterlabor im Tor 6
Hermann-Kleinewächter-Straße 4
33602 Bielefeld
www.theaterlabor.de/
Das Tagebuch der Anne Frank ist nicht nur ein historisches Dokument der Verfolgung von Jüdinnen und Juden, sondern auch die Geschichte einer Jugendlichen, die auch heute nicht an Aktualität verloren hat.
In dem eindrucksvollen Theaterstück kommt die Not der untergetauchten Familien, die auf engstem Raum versteckt leben müssen, emotional sensibilisierend zum Publikum herüber.
Bedrückende Enge, eingesperrt sein auf engstem Raum - diese beklemmende Atmosphäre erfasst die Zuschauenden während der gesamten Aufführung. Unvorstellbar erscheint es, dass 8 Menschen 2 Jahre so leben konnten. Die unvermeidlichen Konflikte, die sich aus der beengten Situation ergeben, werden von den Schauspielerinnen und Schauspielern mit viel Einfühlungsvermögen gezeigt.
Wir freuen uns besonders, dass wir nun bereits zum dritten mal das "Schnürschuhtheater" aus Bremen mit einer ihrer hervorragenden Inszenierungen bei uns zu Gast haben. Natürlich stehen auch diesmal wieder die Akteurinnen und Akteure nach der Aufführung für Gespräche zur Verfügung.
Eine Aufführung im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.:
Nach zwei sehr erfolgreichen Projektangeboten in den Jahren 2007 - Jugendwiderstand im Nationalsozialismus - und 2008 - Rechtsextremismus - bieten wir auch in diesem Jahr wieder Projektwochen für Jugendliche, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Bürger und Bürgerinnen an.
Ein weiteres Mal richten wir dabei unseren Blick in die Geschichte. Die häufig gestellte Frage, ob es denn heute immer noch notwendig sei, gerade junge Menschen anzuregen, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinander zu setzen, beantworten wir eindeutig mit Ja.
Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft und auch unter Jugendlichen durchaus wieder aufkommender Antisemitismus kann nur entgegen getreten werden, wenn neben der aktuellen politischen Diskussion auch die Bedeutung historischer Ereignisse für gegenwärtiges Handeln begreifbar gemacht wird. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, je weiter sich junge Menschen heute von den historischen Ereignissen entfernen und je weniger Zeitzeugen zukünftig zur Verfügung stehen werden.
Lernen aus der Geschichte für die Zukunft, um couragiertes, demokratisches Handeln zu fördern, ist dabei das Ziel unserer Projektwochen.
Theater, Ausstellungen, Filmvorführungen und Exkursionen laden ein, sich mit allen Sinnen dem Thema zu nähern.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Donnerstag, 19. November 2009 ab 15.00 Uhr -
Protest gegen eine drohende Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal: Öffentliche Lesung aus Texten des afroamerikanischen Journalisten und Aktivisten
- Gleichzeitig entsteht ein großformatiges Porträt
Veranstaltungsort:
Altes Rathaus
Niederwall 25
33602 Bielefeld
Seit über 27 Jahren sitzt der afroamerikanische Journalist und Aktivist Mumia Abu-Jamal in den USA in der Todeszelle. Verurteilt für einen Polizistenmord, den er offensichtlich nicht begonnen hat. Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz.
Zwei bereits angesetzte Hinrichtungstermine konnten (1995 und 1999) durch weltweite Proteste verhindert werden. Nun ist Mumia Abu-Jamals Leben erneut bedroht. Nachdem der Supreme Court der USA im April 2009 entschieden hat, dem Aktivisten kein neues Verfahren zu gewähren, steht für diesen Oktober eine Entscheidung des höchsten US-Gerichts aus: ob das Todesurteil bestätigt wird oder eine neue Jury darüber befinden soll ob es in eine lebenslange Haft umgewandelt wird.
Um auf die akute, lebensbedrohliche Lage Mumia Abu-Jamals aufmerksam zu machen und unseren Protest gegen eine drohende Hinrichtung auszusprechen, werden wir am Samstag, den 24. Oktober öffentlich aus seinen Büchern "Aus der Todeszelle" und "Ich schreibe um zu Leben“ , sowie seinen aktuellen Kolonnen vortragen.
Mit dieser Lesung wollen wir die Aufmerksamkeit auf Mumia Abu-Jamals Fall lenken und weitere Menschen motivieren sich an den weltweit stattfindenden Protesten zu beteiligen. Gemeinsam wollen wir es nochmals schaffen, eine mögliche Hinrichtung zu verhindern.
Unser Protest richtet sich nicht nur gegen die drohende Hinrichtung Mumia Abu-Jamals - wir verurteilen die Todesstrafe weltweit und setzten uns für ihre Abschaffung ein.
Zur Person:
Mumia Abu-Jamal wurde 1954 in Philadelphia geboren. Schon als kleiner Junge war er Zeuge rassistischer Polizeigewalt und Ungleichbehandlung. Er wuchs in der Zeit der Bürgerrechtsbewegung und des Schwarzen Aktivismus auf, denen er seit jungen Jahren verbunden war. Bereits im Alter von 14 Jahren wurde er zum Hilfspressesprecher der Black Panther Party. Später leitete er zeitweise das lokale Chapter der Association of Black Journalists in Philadelphia und war beim lokalen Chapter der Marijuana Users Association of America tätig. Aufgrund seiner Radiostimme, seiner Eloquenz und Leidenschaft und gut vorbereiteter Radiointerviews war er in ganz Philadelphia bekannt.
Mittlerweile ist Mumia Abu Jamal der weltweite bekannteste politische Gefangene seit Nelson Mandela und gilt auf Grund seines mutigen Radiojournalismus aus dem Todestrakt als die "Stimme der Unterdrückten".
Veranstaltet von: Mumia Abu-Jamal Bündnis Bielefeld.
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- Donnerstag, 19. November 2009 von 18.00 bis 20.00 Uhr -
Offener Infoladen Anschlag: Hier könnt ihr auch den Ermittlungsausschuss (EA) erreichen.
Veranstaltungsort:
Infoladen Anschlag
im AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld
www.infoladen-anschlag.de/
Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat.
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- Donnerstag, 19. November 2009 um 19.00 Uhr -
Vortrag: "Ein Blick in die Szene" und die Macht der Musik
Veranstaltungsort:
Evangelischer Jugenddienst
Osterstraße 26
31785 Hameln
Bernd Scholz und Silvia Büthe berichten anhand einer Dokumentation über neue Erkenntnisse aus der rechten Szene. Der zweite Teil des Abends wird sich mit der rechten Musikszene und ihren zahlreichen Facetten beschäftigen.
Die Veranstaltung findet in der pädagogischen Verantwortung der gewerkschaftlichen Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Mitte gGmbH in Kooperation mit Bunt statt Braun Hameln statt.
Bündnis "Bunt statt Braun" Hameln-Pyrmont - Ansprechpartner:
Volker Eggers, Deutscher Gewerkschaftsbund, E-Mail: volker.eggers@dgb.de
Silvia Büthe, Evangelische Jugend, E-Mail: info@jugenddienst.de
Bernd Scholz, Arbeit und Leben Niedersachsen Mitte, Bernd.Scholz@arbeitundleben-nds.
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- Donnerstag, 19. November 2009 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Karl Pfeifer (Wien): Ungarn im Jahr 2009 - Antisemitismus, Antiziganismus, Neonazismus
Veranstaltungsort:
AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld
www.ajz-bielefeld.de
Fast täglich marschieren uniformierte Neonazis in Dörfern und Städten gegen "Zigeunerkriminalität" auf. Anschläge mit tödlichem Ausgang gegen Mitglieder dieser größten Minderheit Ungarns mehren sich, vor der deutschen Botschaft in Budapest demonstrieren Neonazis mit Parolen wie "Nieder mit dem Holocaust-Dogma".
2007 schlossen sich militante Neonazis als "Ungarische Garde" in einer paramilitärischen Formation zusammen. In schwarzen Uniformen marschieren seither die Mitglieder durch ungarische Ortschaften. Vorrangiges Ziel der in Auftreten und Inhalt an die SA erinnernden "Ungarischen Garde" ist die "Rückführung" der in Ungarn lebenden "cigány"-Minderheit nach Indien und der "Kampf gegen Juden". Widerstand gibt es dagegen kaum.
Der Referent, Karl Pfeifer, lebt als Journalist in Wien. Er beobachtet und dokumentiert seit drei Jahrzehnten die Entwicklung in Ungarn. Unter anderem schreibt er für die Budapester Wochenzeitung "Hetek" und die Berliner Wochenzeitung "Jungle World".
redok, 16.11.2009: Hohe Offiziere bilden verbotene Ungarische Garde aus
Von Karl Pfeifer
Die rechtsextreme "Ungarische Garde" agiert trotz Verbots ungestört weiter und wird mittlerweile sogar von ehemaligen hohen Offizieren unterstützt und ausgebildet. Unser Mitarbeiter Karl Pfeifer hat eine alarmierende Meldung von antifa-hungary übersetzt und kommentiert.
Wenn ehemalige hohe Offiziere, die eine Pension vom Staat erhalten, die rechtskräftig aufgelöste Ungarische Garde unterstützen und der zur Zeit von der Sozialdemokratischen Partei verwaltete Staat nicht eingreift, dann zeigt es, dass diese Politiker Angst haben, geltendes Recht durchzusetzen. Was in Ungarn am meisten erschreckt, ist die Passivität des Staates, der solche Umtriebe duldet. Dass einige ehemalige Kommunisten - andere konnten nicht hohe Offiziere werden - zu den Rechtsextremisten überlaufen, hingegen ist keine Überraschung.
"Ungarische Garde: Wir alle unterstützen sie
Die Geheimdienste und die Ordnungskräfte sind immer mehr besorgt, dass sie unter den Mitgliedern der Ungarischen Garde mehrere ihrer ehemaligen Kollegen entdecken.
... Wenn bislang die Mitglieder der Ordnungskräfte Distanz zu der rechten Formation gehalten haben, so wurden jetzt mehrere Dutzend Mitglieder, oder aber unterstützen mit ihrem Fachwissen von außen die Bestrebungen der Garde. Es gibt welche, die das offen auf sich nehmen, von welcher Organisation sie kommen, aber es gibt auch Ausbildner, von denen lediglich die Oberste Führung weiß, auf welchem Gebiet sie früher beschäftigt waren, meldet HavariaPress.
Ein Generalmajor a.D. und zahlreiche ehemalige hohe Offiziere geben den Gardisten verschiedentlich taktischen Unterricht."
Quellen:
Országinfo.hu, Sonntag, 25.10. 2009, 07.29 Uhr
magyargarda.hu
www.antifa-hungary.blogspot.com
redok, 15.11.2009: Ungarische Garde: antisemitische Hetze und Holocaustleugnung
Von Karl Pfeifer
Mit rabiatem Antisemitismus drängt die ungarische Partei Jobbik und ihre Miliz "Ungarische Garde" zur Macht. Bereits jetzt hat sich die als konservativ geltende große Oppositionspartei FIDESZ, die wohl im nächsten Jahr die Wahl gewinnen wird und gemeinsam mit der CDU/CSU Mitglied der "Europäischen Volkspartei" (EVP) ist, mit der radikalen Jobbik eingelassen. Karl Pfeifer dokumentiert eine Hetzrede eines Hauptmanns der "Ungarischen Garde".
Auch wer, so wie ich, die Hetze ungarischer Neonazi beobachtet, kann einiges übersehen. Am 13. Februar 2009 hielt Gedeon Virágh, Hauptmann der Ungarischen Garde in Solt im Komitat Bács-Kiskun südlich von Budapest eine Hetzrede, die auf der antifaschistischen Website antifa-hungary auszugsweise wiedergegeben wird und man kann sie auch auf youtube sehen. Ich übersetzte einen Auszug, damit offenkundig wird, mit wem sich die konservative Fidesz Partei gemein macht und dass man der Behauptung von Gábor Vona, der sowohl Jobbik als auch die Ungarische Garde anführt, die Garde wäre "eine friedliche und gesetzestreue Gruppe, die sich auf gemeinnützige Arbeit beziehungsweise Hilfeleistung in Katastrophensituationen spezialisiert hat" keinen Glauben schenken kann. Die rechtskräftig verbotene Ungarische Garde agiert trotzdem weiter und es ist zu befürchten, dass solche Hetze zum Blutvergießen führen könnte.
Aus der Rede des Gedeon Virágh:
"Sie (die Juden) wollen unser Land erobern, es uns wegnehmen. Und Damen und Herren, sie haben dort erfunden, dass dieses System - dass sie über mehrere Tausend Jahre errichtet haben, das Anleihen geben gegen Wucher, gegen Zinsen und dann drängen sie bis zur fünften Generation Deine Familie und fordern zurück - sehr gut funktioniert auf der Erde, auf der ganzen Welt mit zwei Milliarden Menschen.
Wie viele gibt es?
Sechs.
Demzufolge planen sie, dass zwei Milliarden genug sind. Was denken unsere Brüder die Zigeuner und die liebe ungarische Zuhörerschaft: in welcher Truppe, in welcher Masse werden sie sein? In den zwei Milliarden die bleiben, oder bei den vier Milliarden, die hingerichtet werden? ( … )
Was denken sie, was ihnen unsere Tel Aviver Freunde gönnen? Was für ein Schicksal? So wie sie uns werden sie auch nieder spritzen … In dem Moment haben sie den Grund, um uns und die Zigeuner niederzuschießen. Sie brauchen das leere Land. Jetzt ist die Lage ein wenig besser als bei den Tataren. Sie brauchen doch Menschen, um das Gras zu mähen, Wäscherinnen und Diener ( ... ) Für physische Arbeit sind sie zu faul, deswegen brauchen sie Diener. Insoweit hat eine kleine Gruppe eine Chance zum Überleben, aber nicht die Nation. Auch unsere Brüder Zigeuner sollen sich nicht täuschen. Auch sie werden nicht zu den zwei Milliarden Bleibenden gezählt, sondern zum Ballast, wie auch wir ...
Einerseits ist ein großer Teil der Geschichten, die sie über Auschwitz und Buchenwald erzählen, erlogen. Tatsächlich gab es Lager, aber die waren weitgehend sauberer und humaner als diejenigen in Sibirien. Es waren Arbeitslager, Vernichtungslager gab es nicht."
(Quellen: ATV.hu, 2009. 03. 10. 12:51 und http://holdrablo.blog.hu/2009/03/09/gyoker_4)
Fidesz grenzt sich zwar von Jobbik und ihrer Ungarischen Garde rhetorisch ab, doch auf kommunaler Ebene koalieren beide Parteien miteinander. Fidesz ist wie die ÖVP und die CDU/CSU Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP).
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- Donnerstag, 19. November 2009 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Prof. em. Dr. Frankemölle: Vertritt der Papst seit 2008 eine neue Israel-Theologie?
Veranstaltungsort:
Oskar-Münsterberg-Haus
Hornsche Straße 38
32756 Detmold
www.stadtdetmold.de/3975.0.html
Der Vortrag wird theologische Hintergrundinformationen seit dem 2. Vatikanischen Konzil liefern und der Frage nachgehen, ob der Papst durch die neuen Karfreitagsfürbitten im außerordentlichen Ritus und durch die Aufhebung der Exkommunikation der Pius-Brüder eine neue Israel-Theologie vertritt.
Herr Prof. Dr. Frankemölle ist mit diesen Themen besonders vertraut als Professor für katholische Theologie in Paderborn, geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Paderborn, Mitglied des Vorstandes des Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und des Gesprächskreises "Juden und Christen" beim Zentralkomitee der Deutschen Katholiken.
Veranstaltet von: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. - www.r-schleysing.de/
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- Donnerstag, 19. November 2009 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Karl Giesecke: Argentinien 2009 - Impressionen einer Forschungsreise
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Raum 104
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Der Referent Karl Giesecke ist Soziologie-Student an der Universität Bielefeld und hat eine Forschungreise zu besetzten und selbstverwalteten Betrieben in Argentinien gemacht:
"Mit diesem Vortrag will ich euch teilhaben lassen an Erfahrungen und Bildern, die ich während meiner zweimonatigen Forschungsreise gemacht habe. Stationen dieser Reise waren vier von ihren Arbeitern selbst verwaltete Betriebe, meine Fragen: Wie kam es zu der Selbstverwaltung? Wie organisieren sich die Arbeiter ohne Patrone? Welche Selbstbilder haben sie? Was bedeuten ihnen ihre Produktionsstätten? Welche Perspektiven sehen sie? ... Ja, und was kann man hier vielleicht von ihnen lernen?“
Eine Veranstaltung der Lokalföderation der FAU Bielefeld / OWL: www.fau-bielefeld.tk/
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- Freitag, 20. November 2009 von 08.00 bis 14.00 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Freitag, 20. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Freitag, 20. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Freitag, 20. November 2009 um 10.00 Uhr -
Theaterstück: "Das Tagebuch der Anne Frank"
Veranstaltungsort:
Theaterlabor im Tor 6
Hermann-Kleinewächter-Straße 4
33602 Bielefeld
www.theaterlabor.de/
Das Tagebuch der Anne Frank ist nicht nur ein historisches Dokument der Verfolgung von Jüdinnen und Juden, sondern auch die Geschichte einer Jugendlichen, die auch heute nicht an Aktualität verloren hat.
In dem eindrucksvollen Theaterstück kommt die Not der untergetauchten Familien, die auf engstem Raum versteckt leben müssen, emotional sensibilisierend zum Publikum herüber.
Bedrückende Enge, eingesperrt sein auf engstem Raum - diese beklemmende Atmosphäre erfasst die Zuschauenden während der gesamten Aufführung. Unvorstellbar erscheint es, dass 8 Menschen 2 Jahre so leben konnten. Die unvermeidlichen Konflikte, die sich aus der beengten Situation ergeben, werden von den Schauspielerinnen und Schauspielern mit viel Einfühlungsvermögen gezeigt.
Wir freuen uns besonders, dass wir nun bereits zum dritten mal das "Schnürschuhtheater" aus Bremen mit einer ihrer hervorragenden Inszenierungen bei uns zu Gast haben. Natürlich stehen auch diesmal wieder die Akteurinnen und Akteure nach der Aufführung für Gespräche zur Verfügung.
Eine Aufführung im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.:
Nach zwei sehr erfolgreichen Projektangeboten in den Jahren 2007 - Jugendwiderstand im Nationalsozialismus - und 2008 - Rechtsextremismus - bieten wir auch in diesem Jahr wieder Projektwochen für Jugendliche, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Bürger und Bürgerinnen an.
Ein weiteres Mal richten wir dabei unseren Blick in die Geschichte. Die häufig gestellte Frage, ob es denn heute immer noch notwendig sei, gerade junge Menschen anzuregen, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinander zu setzen, beantworten wir eindeutig mit Ja.
Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Gewaltbereitschaft und auch unter Jugendlichen durchaus wieder aufkommender Antisemitismus kann nur entgegen getreten werden, wenn neben der aktuellen politischen Diskussion auch die Bedeutung historischer Ereignisse für gegenwärtiges Handeln begreifbar gemacht wird. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, je weiter sich junge Menschen heute von den historischen Ereignissen entfernen und je weniger Zeitzeugen zukünftig zur Verfügung stehen werden.
Lernen aus der Geschichte für die Zukunft, um couragiertes, demokratisches Handeln zu fördern, ist dabei das Ziel unserer Projektwochen.
Theater, Ausstellungen, Filmvorführungen und Exkursionen laden ein, sich mit allen Sinnen dem Thema zu nähern.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Samstag, 21. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Samstag, 21. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Samstag, 21. November 2009 um 13.00 Uhr -
Überregionale Demonstration: Keine Abschiebung von Roma in den Kosovo
- Mobilisierungsseite: www.sos-roma-initiative.net.ms
Auftaktkundgebung:
Hauptbahnhof /
Berliner Platz
48143 Münster
SOS Roma-Initiative: Keine Abschiebung von Roma in den Kosovo
"Wir leben schon 20 Jahre zusammen, wir gehen zusammen in die Schule, wir arbeiten zusammen, wir spielen zusammen, wir tanzen zusammen, wir singen zusammen, wir sind sehr gute Freunde, wir lieben uns, wir bauen gemeinsam eine Zukunft auf. Das war bisher Deutschland für uns. Seit dem Frühjahr ist es jedoch die Hölle für uns. Wir haben Angst und wollen hier bleiben!"
In Deutschland sind fast 10.000 Roma akut von einer Abschiebung in den Kosovo bedroht. Beide Staaten haben in diesem Jahr ein Rückübernahmeabkommen verhandelt, in dem der Kosovo die Wiederaufnahme der von dort kommenden Flüchtlinge - auch von Roma und anderen Minderheiten - zusichert. Einige Bundesländer wie zum Beispiel NRW und Niedersachsen haben allerdings schon im Frühjahr begonnen, das Abkommen umzusetzen und haben den bisherigen Abschiebungsschutz für Minderheiten aus dem Kosovo per Erlass aufgehoben. Erste Sammelabschiebungen haben bereits stattgefunden.
Die Abschiebungen in den Kosovo, wie sie aktuell vom deutschen Staat massenhaft vorbereitet werden, stellen für Roma und andere Minderheiten eine existentielle Gefahr dar. Die Situation im Kosovo hat sich für sie nicht gebessert, eine Perspektive auf ein würdiges Leben besteht dort nicht. Roma sind im Kosovo immer noch rassistischen Diskriminierungen und gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Sie werden vom regulären Arbeitsmarkt sowie von Sozialleistungen faktisch ausgeschlossen. Eine medizinische Grundversorgung ist ebenso wenig gesichert. Sie erwartet ein Leben am Rande des körperlichen Existenzminimums in bleiverseuchten Flüchtlingslagern oder in Obdachlosigkeit.
Gerade vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma verbietet sich die Abschiebung von Roma. Deutschland hat gegenüber den Roma die historische Verantwortung, sie vor Verfolgung zu schützen.
Wir fordern von den Innenministern der Länder und des Bundes:
- Keine Abschiebungen von Roma oder anderen Minderheiten in den Kosovo!
- Sofortiger Abschiebungsstopp!
- Schutz und Asyl für alle verfolgten Roma!
- Bedingungsloses Bleiberecht für alle Roma und andere Minderheiten aus dem Kosovo!
Unterstützerinnen:
Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V., Antirassistische Initiative Münster, Flüchtlingsrat NRW, Ausländerbeirat Münster, AStA Fachhochschule Münster, AStA Universität Münster, Emanzipatorische Aktion Münster - Lotta Antifascista, Antifaschistische Linke Münster.
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- Samstag, 21. November 2009 von 14.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellung "Zwangsarbeit im Raum Herford"
Ausstellungsort:
Zellentrakt im Rathaus
Gedenk-, Dokumentations- und Begegnungsstätte
Rathausplatz 1
D-32052 Herford
www.zellentrakt.de
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Vom 19. September 2009 bis 17. Juli 2010, samstags von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr.
"Zwangsarbeit im Raum Herford"
Über zehn Millionen Verschleppte und Kriegsgefangene schufteten für die deutsche (Kriegs-)Wirtschaft und in der Landwirtschaft. Alte, Junge, Männer, Frauen, oft 12- bis 15-jährige Kinder transportierten die Deutschen aus ihrer Heimat ab, weg von der Straße, vom Feld, dem Zuhause ins Ungewisse. Tausende starben an Hunger oder Krankheit oder wurden ermordet.
Auch im Kreis Herford waren zwischen 1939 und 1945 Tausende Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter sowie Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten zwangsverpflichtet. In überschaubarer räumlicher Nähe dokumentierte sich für jeden sichtbar ein Stück nationalsozialistischer Herrschaft und Rasseideologie.
Für viele war es eine Reise ohne Rückkehr. Der Umgang mit den Fremden war im Kreis Herford, weder in den Betrieben, in der Landwirtschaft noch in der Verwaltung besser oder anders als sonst im Deutschen Reich. Menschenfreundliches, mutiges oder gar christliches Verhalten gab es, war aber absolute Seltenheit.
Einzelschicksale zeigen einen Leidensweg, der von der Verschleppung zur Arbeit, dem Weg in Konzentrations- oder Arbeitserziehungslager bis hin zum Tod oder der Ermordung reichte.
Die Gedenkstätte Zellentrakt ist ein authentischer Ort zu diesem Thema. In das ehemalige Herforder Polizeigefängnis lieferte die Polizei Zwangsarbeiterinnen und –arbeiter, wenn sie Widerstand übten oder flüchteten ein und vernahmen sie. Vor hier ging es für Viele in andere Lager. Einige hinterließen Spuren.
Die Ausstellung bewahrt das Erinnern, präsentiert neue Ergebnisse und Quellen zur örtlichen Zwangsarbeit und ist ein Beitrag zur Aussöhnung mit den Opfern. Vor allem jungen Menschen soll deutlich werden, dass es für die Geschichte des Nationalsozialismus niemals einen Schlussstrich geben darf.
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- Samstag, 21. November 2009 um 17.30 Uhr -
Erstes Offenes Antifa-Café mit Filmvorführung "In Prison My Whole Life - Mumia Abu-Jamal"
- www.antifapaderborn.blogsport.de
Veranstaltungsort:
BDP-Infoladen
Borchener Straße 12
33098 Paderborn
www.infoladen-pb.de
Das Offene Antifa-Café ist eine öffentliche politische Veranstaltung, die monatlich in den Räumen des BDP-Infoladens Paderborn stattfindet. Sie dient der politischen Weiterbildung, vor allem zielt sie aber auf die Auseinandersetzung mit einem bestimmten politisch- oder gesellschafts-relevanten Thema ab.
Von A wie Anarchie bis Z wie Zionismus versucht die Antifa Paderborn langfristig so viel Themenkomplexe wie möglich durch das Offene Antifa-Café abzudecken. Jedes Café ist somit thematisch anders. Auch die Gestaltung wird monatlich variieren - Filme, Vorträge, Diskussionen, Zeitungsartikel-Analysen, Präsentationen, Workshops, Erfahrungsberichte und und und ...
"Offenes Antifa-Café" Volume 1
An diesem späten Nachmittag möchten wir euch den Film "In Prison My Whole Life - Mumia Abu-Jamal" von Marc Evans zeigen. Im Anschluss daran möchten wir mit euch über den Film sowie allgemein über das Thema "Todesstrafe" sprechen. Das Thema ist immer aktuell und gerade jetzt erhält die "Pro-Todesstrafe-Fraktion" in Europa immer mehr Zuspruch und Sympathie …
Neben dem Film, netten Leuten und einer interessanten Diskussion gibt's an diesem Samstag Kuchen, vegane Muffins, Kaffee, Cappuccino und Keks. Im Anschluss an das Offene Antifa-Café findet die Antifa-Kneipe mit chilliger Musik aus den Bereichen Punk, Hip Hop, Ska und Reggae statt.
PS: Racists, sexists and homophobs: stay home and shut up!
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- Sonntag, 22. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Sonntag, 22. November 2009 von 10.00 bis 12.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Sonntag, 22. November 2009 von 15.00 bis 17.00 Uhr -
Ausstellung: Jüdisches Leben in Lemgo
Ausstellungsort:
Frenkel-Haus
Echternstraße 70
32657 Lemgo
www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/de/lemgo/ausstellung/index.html
Die Ausstellung vermittelt anhand von Bild- und Texttafeln einen Überblick über die Geschichte der Jüdinnen und Juden in der Stadt Lemgo. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit zwischen der Emanzipation Mitte des 19. Jahrhunderts und den Verfolgungsmaßnahmen in der NS-Zeit. Zur Ausstellung gehört eine kleine Sammlung von Judaica, die - wie zwei kleine Löwen und das Shofar - aus der Lemgoer Synagoge stammen und nach dem Krieg geborgen wurden, sowie von Erinnerungsobjekten aus dem Nachlass jüdischer Familien.
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse jüdischer Ansiedlung in Lemgo datieren aus dem 14. Jahrhundert. Aufgrund eines Privilegs, das im Jahre 1735 erneuert wurde, blieb die Zahl der Jüdinnen und Juden auf drei Familien beschränkt. Diese Niederlassungsbeschränkung auf drei Schutzjuden und ihre Angehörigen wurde bis zur Emanzipation der Jüdinnen und Juden im Fürstentum Lippe 1858 aufrecht erhalten.
Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkte sich der Zuzug jüdischer Männer, Frauen und Kinder in die Stadt Lemgo. Die Zugewanderten kamen überwiegend aus kleineren Gemeinden des Fürstentums Lippe sowie aus den benachbarten Kreisen der Provinz Westfalen. Ihren höchsten Stand erreichte die Gemeinde um 1900 mit ca. 110 Mitgliedern. Bis zum Jahre 1933 verringerte sich ihre Zahl vor allem durch Abwanderung auf etwa die Hälfte.
Im Jahre 1883 wurde die neuerbaute Synagoge eingeweiht. In den siebziger Jahren entstand ein neuer Friedhof in räumlicher Nachbarschaft zum christlichen Friedhof. Bis zum Jahre 1915 bestand eine jüdische Schule in der Stadt. Jüdische Vereine gab es in Lemgo nicht.
Die Gemeindemitglieder betätigten sich als Kaufleute, Unternehmer sowie Altwaren- und Produktenhändler. Am Vereinsleben der Stadt waren die meisten von ihnen aktiv beteiligt: im Jahre 1906 wurde Hugo Kabaker, ein jüdischer Unternehmer, zum Schützenkönig gewählt. Jüdische Honoratioren gehörten auch dem Stadtverordneten-Kollegium an. Bis zum Ersten Weltkrieg gab es wenig offenen Antisemitismus. Dennoch mussten sich auch die Lemgoer Jüdinnen und Juden mit antijüdischen Vorbehalten und Vorurteilen auseinandersetzen.
In der NS-Zeit zerbrach bis auf wenige Ausnahmen die christlich-jüdische Nachbarschaft. Zwar gab es Bürgerinnen und Bürger, die jüdische Nachbarn oder Freundinnen und Freunde heimlich unterstützten, aber einen Schutz vor Verfolgung bot die Kleinstadt nicht.
Eine Reihe von jüdischen Männern und Frauen verließen Lemgo in den Jahren 1933 bis 1938. Sie wanderten in die Großstädte ab, wo jüdische Vereine, Kultur- und Fürsorgeeinrichtungen Beschäftigung, Unterstützung und Ablenkung versprachen. Andere bemühten sich um die Emigration. Im Dezember 1941 und im Juli 1942 wurden die in Lemgo verbliebenen jüdischen Männer, Frauen und Kinder in das Ghetto Riga und das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.
In der Ausstellung werden am Beispiel von drei Biographien Schicksale jüdischer Menschen und ihrer Familien dokumentiert. Mordechai (Herbert) Gumpel ging im Jahre 1936 nach Dänemark und emigrierte von dort aus 1938 nach Palästina. Die Familie Frenkel blieb als letzte vollständige Familie in der Stadt. Nur Karla Raveh und ihre Großmutter haben den Holocaust überlebt. Adolf Sternheim kam nach der Befreiung nach Lemgo zurück. Er war Mitbegründer der FDP und einer der wenigen Repräsentanten der Jüdischen Gemeinde in der Nachkriegszeit.
Das Frenkel-Haus erfüllt nicht die Aufgabe eines jüdischen Museums, sondern ist eine Dokumentations- und Begegnungsstätte. In dem früheren Wohnhaus der jüdischen Familie Frenkel wird ein Überblick über die Geschichte der Jüdinnen und Juden in einer nordwestdeutschen Kleinstadt vermittelt. Die besondere Bedeutung des Frenkel-Hauses liegt darin, dass das Haus auf Grund des Engagements von Karla Raveh zu einem Ort der Begegnung und des Gesprächs geworden ist.
Das Haus ist ein Erinnerungsort, der das Entstehen der jüdisch-christlichen Nachbarschaft, aber auch ihr rasches Zerbrechen unter dem Druck der NS-Verfolgung verdeutlicht. Es erinnert an die jüdische Familie Frenkel, die das Haus erbaute, mit Leben erfüllte und es im Juli 1942 verlassen musste. Es erinnert an die Nachbarn und Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihr Verhalten in der Zeit der Verfolgung, an Beispiele von Solidarität, aber auch an Teilnahmslosigkeit, an antijüdische Vorurteile bis hin zur Gewalttätigkeit in der so genannten Reichspogromnacht sowie an den Eigennutz, wie er in der so genannten Arisierung zum Ausdruck kam.
Schließlich aber ist das Haus auch ein Beispiel dafür, wie die Erinnerungsarbeit die Sprachlosigkeit und das Verdrängen überwinden und zu einer veränderten Gesprächskultur beitragen kann.
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- Montag, 23. November 2009 von 08.00 bis 16.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Montag, 23. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Montag, 23. November 2009 von 14.00 bis 16.00 Uhr -
Antifa-Cafe der Antifa-AG an der Universität Bielefeld - www.ag.antifa.net/
Veranstaltungsort:
Universität
Universitätsstraße 25
AG-Raum auf der AStA-Galerie (C1-166)
33615 Bielefeld
www.uni-bielefeld.de/
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- Montag, 23. November 2009 von 18.00 bis 21.00 Uhr -
Antifa-Cafe im Infoladen Anschlag
Veranstaltungsort:
AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld
Diskutieren, lesen, Filme und Veranstaltungen bei Kaffee-Spezialitäten und Knabberei.
Internet: www.ajz-bielefeld.de - www.infoladen-anschlag.de
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- Montag, 23. November 2009 um 19.00 Uhr -
Treffen der Rabatz-Gruppe - www.rabatz.org/
Treffpunkt:
BDP-Infoladen
Borchener Straße 12
33098 Paderborn
www.infoladen-pb.de
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- Montag, 23. November 2009 um 19.30 Uhr -
Lesung mit Lea Fleischmann und Chaim Noll: Meine Sprache wohnt woanders - Gedanken zu Deutschland und Israel
Veranstaltungsort:
Buchhandlung am Markt
Marktplatz 1
32756 Detmold
Sie wanderten aus nach Israel, das Land, in dem sie die spirituelle Kraft des Judentums fanden. Lea Fleischmann, Tochter von Holocaust-Überlebenden und Chaim Noll erleben ihre neue Heimat Israel jeden Tag in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit, und beziehen leidenschaftlich Stellung.
Trotzdem sind sie ihrer alten Heimat verbunden, dem Land, in dem ihre Sprache wohnt. Ihre Erinnerungen sind auch der Rückblick auf zwei deutsche Staaten: Lea Fleischmann wuchs in der BRD auf, Chaim Noll in der DDR.
Sie sehen Deutschland und Israel mit kritischer Anteilnahme und schonungsloser Offenheit.
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- Montag, 23. November 2009 um 19.30 Uhr -
Offenes Treffen der Lokalföderation der FAU Bielefeld / OWL
Veranstaltungsort:
Bürgerinitiative Bürgerwache e.V.
Raum 102
Rolandstraße 16
33615 Bielefeld
www.bi-buergerwache.de
Die Offenen Treffen sollen ein Forum sein, dass es auch anderen Menschen, Neugierigen, SympathisantInnen usw. ermöglichen kann, zu uns zu kommen, damit wir uns gegenseitig kennen lernen können, Erfahrungen austauschen und Inhalte diskutieren. Wir werden uns jeden 1. Dienstag im Monat treffen.
Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union - Internet: www.fau-bielefeld.de.vu/
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- Montag, 23. November 2009 um 20.00 Uhr -
Treffen der Büren-Gruppe Paderborn - www.aha-bueren.de/
Veranstaltungsort:
BDP-Infoladen
Borchener Straße 12
33098 Paderborn
www.infoladen-pb.de
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- Dienstag, 24. November 2009 von 08.00 bis 16.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Dienstag, 24. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Dienstag, 24. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Dienstag, 24. November 2009 um 19.30 Uhr -
Variationen über ein verlorenes Thema: Eleazar Benyoëtz liest aus seiner Dichtung und seiner Prosa
Veranstaltungsort:
Universität
Warburger Stra0e 100
33098 Paderborn
www.uni-paderborn.de
Elazar Benyoëtz gilt als der bedeutendste zeitgenössische Aphoristiker deutscher Zunge. 1937 wird er in Wiener Neustadt geboren. 1939 flüchtet seine Familie mit ihm nach Tel Aviv.
Die meisten Werke des seitdem in Jerusalem und Tel Aviv lebenden Dichters erscheinen in deutscher Sprache, darunter für das Verhältnis zwischen Judentum und Christentum, zwischen Deutschen und Israelis besonders wichtige Bände.
Elazar Benyoëtz ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem den Adalbert-von-Chamisso-Preis und den Joseph-Breitbach-Preis. 2009 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V. in Kooperation mit den Instituten für katholische und evangelische Theologie an der Universität Paderborn und dem Jenny-Aloni-Archiv.
www.gcjz-paderborn.de/
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- Dienstag, 24. November 2009 um 20.00 Uhr -
Vortrag von Beate Schrewe: Zur Geschichte der Synagogengemeinde Neuenkirchen
Veranstaltungsort:
Alte Volksschule
Diekamp 14
33397 Rietberg-Neuenkirchen
Eine Veranstaltung des Heimatvereins Neuenkirchen in Kooperation mit der Volkshochschule Reckenberg-Ems im Rahmen der Ausstellung "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe" vom 29. Oktober bis zum 19. Dezember 2009 im Kreishaus Gütersloh.
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- Mittwoch, 25. November 2009 von 08.00 bis 16.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis-guetersloh.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Vom 29. Oktober (Eröffnung um 18.00 Uhr) bis zum 19. Dezember 2009, montags, dienstags und mittwochs von 08.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 08.00 bis 17.30 Uhr und freitags von 08.00 bis 14.00 Uhr.
"9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Neue Impulse für die Erinnerungskultur und die Gedenkarbeit in Ostwestfalen-Lippe bietet ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen Staats- und Personenstandsarchiv Detmold im Verbund mit kommunalen und kirchlichen Archiven der Region: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe", das 2007 erarbeitet worden ist.
Der 9. November ist ein Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. Das Jahr 1938 markiert einen Wendepunkt des Antisemitismus in Deutschland während der NS-Zeit: Den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Jüdinnen und Juden hin zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust mündete.
Seit der Jahreswende 1937/38 erreichten die Verfolgungsmaßnahmen vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung der Aufrüstung für den Krieg neue Dimensionen. Den Israelitischen Kultusgemeinden erkannte man den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts ab, Juden wurden zur Offenlegung ihres Vermögens gegenüber dem Finanzamt gesetzlich verpflichtet, Kennkarten und gesondert gekennzeichnete Ausweispapiere für Juden verbindlich eingeführt, Konzentrationslager ausgebaut und erste Massenabschiebungen durchgeführt.
In dieser Situation nutzte das Regime propagandistisch das Attentat eines polnischen Juden auf den Legationsrat vom Rath in Paris zum notdürftig als "Ausbruch des spontanen Volkszorns" kaschierten, tatsächlich längst für Mitte November geplanten Schlag gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum. Die Welle der Plünderung und Zerstörung von Synagogen, der Konfiszierung und weitgehenden Vernichtung des Inventars, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Verwüstung jüdischer Gemeinde-, Geschäfts- und Privathäuser, der Inhaftierung und der Deportation in Konzentrationslager, der Misshandlungen bis hin zu Ermordungen erreichte am 9. und 10. November 1938 ihren Höhepunkt.
In unmittelbarer Folge zu den Ereignissen stieg die Zahl der Vertreibungen und Auswanderungen sprunghaft an, wurden Ghettohäuser ("Judenhäuser") eingerichtet, jüdische Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen verwiesen und die Jüdinnen und Juden schließlich noch systematisch zur finanziellen "Sühne" für die ihnen zugefügten Sach- und Versicherungsschäden herangezogen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Ereignisse, Täter und Opfer der Novemberpogrome in Ostwestfalen-Lippe, eingebettet in das Geschehen des "Wendejahrs 1938" und mit Ausblicken auf die Aufarbeitung der Reichspogromnacht nach 1945 durch die bundesdeutsche Justiz, durch Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur sowie auf moderne Formen des Antisemitismus.
Präsentation der Ausstellung in Gütersloh
Für die Präsentation der Ausstellung in Gütersloh haben das Kreisarchiv und die Stadtarchive Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz und Rietberg eine ergänzende Dokumentation angeregt, die der Historiker Norbert Ellermann zusammengestellt hat. Auf acht Tafeln, die sich an den Hauptthemen der regionalen Ausstellung orientieren, wird das Geschehen in den Gemeinden des ehemaligen Kreises Wiedenbrück und in Harsewinkel ebenso genauer in den Blick genommen wie die Entwicklung der Kultur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Ergänzend zur Ausstellung findet in den beteiligten Städten und Gemeinden ein umfangreiches Begleitprogramm mit 34 Veranstaltungen statt, für das unter anderem Volkshochschulen, Büchereien. Museen und Kirchengemeinden als Kooperationspartner gewonnen werden konnten.
Ein Katalog zur Ausstellung ist für vier Euro im Kreishaus und bei den Veranstaltungen erhältlich.
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- Mittwoch, 25. November 2009 von 09.00 bis 16.00 Uhr -
Ausstellungen: "Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" und "Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Ausstellungsort:
Ravensberger Spinnerei / Volkshochschule
Kleiner Saal / Erdgeschoss
Ravensberger Park 1
33607 Bielefeld
www.vhs-bielefeld.de/
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: Von Dienstag, 17. November bis Freitag, 11. Dezember 2009, täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr.
"Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust"
Diese Ausstellung mit Bildern aus dem Yad Vaschem-Archiv widmet sich den Kindern unter den Opfern des Holocaust. Auf 30 Tafeln zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Texten, wie jüdische Kinder die Nazi-Herrschaft in ganz Europa erlebten. Thematisiert werden die Ausgrenzung jüdischer Familien, die Bildung von Ghettos, die systematische Vernichtung aus der Sicht der jüdischen Kinder sowie die verwaisten Kinder selber.
"Kinder im Versteck - Berlin 1943 bis 1945"
Die Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin zeigt die Geschichten von 5 Kindern, die mit Anne Frank vieles gemeinsam haben: Auch sie wurden verfolgt, auch sie versuchten in einem Versteck Zuflucht zu finden. Einige von ihnen haben überlebt und ihre Geschichte für diese Ausstellung erzählt.
Zwei Ausstellungen im Rahmen der Projektwochen "Alltag jüdischer Kinder im Holocaust" für Schulklassen und Jugendgruppen vom 17. November bis 11. Dezember 2009, angeboten von Arbeit und Leben Bielefeld e.V.
Weitere Informationen unter: www.aulbi.de/home/
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- Mittwoch, 25. November 2009 von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr -
Ausstellung: " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933
Ausstellungsort:
Stadtmuseum
Rathausstr. 13
59555 Lippstadt
www.lippstadt.de/stadtmuseum.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:
Von Samstag, 31. Oktober (Eröffnung um 16.00 Uhr) bis Sonntag, 13. Dezember 2009, dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Anfang Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften in Deutschland von den Nationalsozialisten zerschlagen. Mit der Wanderausstellung " ... gerade Dich, Arbeiter, wollen wir." - Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933 der Hans-Böckler-Stiftung und des DGB erinnert das Stadtmuseum Lippstadt an diesen dunklen Abschnitt in der Geschichte der politischen Arbeiterbewegung.
Die Ausstellung setzt sich mit den historischen Ereignissen im Frühjahr 1933 auseinander. Nachdem der 1. Mai von den Nationalsozialisten zum "Tag der nationalen Arbeit" erklärt worden war, stürmten am folgenden 2. Mai Rollkommandos die Gewerkschaftshäuser und andere Einrichtungen der Arbeiterbewegung. Die Aktion war von langer Hand geplant.
Was die Nationalsozialisten mit dem Begriff "Gleichschaltung" verharmlosten, war nichts anders als die gewaltsame Zerschlagung der demokratischen und freien Arbeiterbewegung. Funktionäre wurden misshandelt, verhaftet und ermordet, die Gewerkschaftshäuser verwüstet und das Gewerkschaftseigentum konfisziert.
Zugleich dokumentiert die Ausstellung im Stadtmuseum Lippstadt den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die nur wenig später in den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren mündete.
Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen, der im Stadtmuseum erhältlich ist.
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- Mittwoch, 25. November 2009 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl: Gütersloh unter dem Hakenkreuz
Veranstaltungsort:
Volkshochschule
Hohenzollernstraße 43
Raum 15
33330 Gütersloh
www.vhs-gt.de/
Als am 9. November 1938 überall in Deutschland jüdischer Besitz zerstört und ihre Besitzerinnen und Besitzer zu Tausenden in so genannte Schutzhaft genommen wurden, stand Gütersloh nicht zurück. Höhepunkt der hiesigen "Aktion", wie die Gewalttaten beschönigend genannt wurden, war die Brandlegung am Daltrop-Haus an der Kirchstraße, durch die die nationalsozialistische Stadtverwaltung ein lang gehegtes städtebauliches Ziel erreichte.
Wie aber konnte es überhaupt so weit kommen, dass eine durch und durch monarchistisch orientierte städtische Gesellschaft den von vielen als ungehobelte Gesellen angesehenen Nationalsozialisten folgten? Wie hatten die Nazis die Schlüsselpositionen erobern können, wie sicherten sie ihre Herrschaft?
In seinem Vortrag geht der Bielefelder Geschichtswissenschaftler, der seine Forschungsergebnisse erstmalig in der im Jahr 2001 erschienenen Stadtgeschichte veröffentlicht hat, diesen und ähnlichen Fragen nach.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Gütersloh im Rahmen der Ausstellung "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe" vom 29. Oktober bis zum 19. Dezember 2009 im Kreishaus Gütersloh.
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- Donnerstag, 26. November 2009 von 08.00 bis 17.30 Uhr -
Ausstellung: "9.11.1938 - Reichspogromnacht in Ostwestfalen-Lippe"
Ausstellungsort:
Kreishaus
Herzebrocker Straße 140
33334 Gütersloh
www.kreis
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