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Nachrichten , 01.03.2022 :

Tages-Chronologie von Dienstag, 1. März 2022

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Pressespiegel überregional


MiGAZIN, 01.03.2022:
Flüchtende aus der Ukraine / Solidarität und Schutz nur für "weiße" Menschen?

Tag 24, 01.03.2022:
Deutsche Neonazis wollen in der Ukraine mitkämpfen

ntv.de, 01.03.2022:
Sachsen-Anhalt / Verfassungsschutz: Manche Rechtsextreme gezielt in den Osten

Zeit Online, 01.03.2022:
Antisemitische Straftaten nehmen weiter leicht zu

Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, 01.03.2022:
Weniger Straftaten gegen Politiker und Parteien-Vertreter

Stuttgarter Nachrichten Online, 01.03.2022:
Hass und Hetze im Land / Fast täglich eine antisemitische Straftat

Südwestrundfunk, 01.03.2022:
Deutlich mehr Fälle von Hass-Kriminalität / Zahl antisemitischer Straftaten steigt in Baden-Württemberg um fast 50 Prozent

Stern Online, 01.03.2022:
Bericht: 300 Mitglieder der Neuen Rechten organisiert

Rhein-Neckar-Zeitung Online, 01.03.2022:
Die "Neue Rechte" sucht neue Wege / Vor allem die "Identitäre Bewegung" ist im Südwesten aktiv

Westdeutsche Allgemeine Zeitung Online, 01.03.2022:
Russland-Flagge bei Impfgegner-Demo in Duisburg geschwenkt

Spiegel Online, 01.03.2022:
Ex-CDU-Politikerin / Erika Steinbach hat jetzt ein AfD-Parteibuch

die tageszeitung Online, 01.03.2022:
Erfolg von Google und Meta / Gericht kippt Meldepflicht für Hass

Netzpolitik.org, 01.03.2022:
Rechte Polizei-Chats haben selten Konsequenzen

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Dienstag, 1. März 2022


Vom 2. März bis zum 8. April 2022 in der Gabriel-Kirche in Nettelstedt die Ausstellung "Leben und Zeugnis der Lübecker Märtyrer", über den Widerstand der Geistlichen aus Lübeck gegen das NS-Regime zu sehen.

Am 3. März 2022 referieren Marcus Weidner sowie Manuel Zeiler zum Thema: "Kriegsendphaseverbrechen im Warsteiner Raum 1945" um 19.00 Uhr in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945.

Am 1. März 2022 bezifferte das Ministerium des Innern des Landes NRW, 283 (2020: 273) politisch rechts motivierte Straftaten ("PMK - Rechts") für das Jahr 2021 in Ostwestfalen-Lippe - Drucksache Nr. 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte das NRW-Ministerium des Innern für das Jahr 2021 im Kreis Minden-Lübbecke insgesamt 46 (2020: 38) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts" (Drucksache Nr. 17/12644).

Am 6. Februar 2022 wurde die extrem rechte Politikerin Heliane Ostwald, aus Bielefeld, bei dem 19. NRW-Landesparteitag der "Alternative für Deutschland" in Siegen als Beisitzerin in den Landesvorstand gewählt.

Am 30. Oktober 2021 wurde auf der Landeswahlversammlung des "AfD"-"Landesverbands NRW" in Essen, Thomas Röckemann, Minden auf den - Listenplatz 13 für die NRW-Landtagswahl, 15. Mai 2022 - gewählt.

Am 23. Oktober 2021 wurde auf der Landeswahlversammlung des "AfD"-"Landesverbands NRW" in Essen, Markus Wagner, Bad Oeynhausen zum Spitzenkandidaten der NRW-Landtagswahl, 15. Mai 2022, gewählt.

Am 1. März 2022 bezifferte der Minister des Innern des Landes NRW - für den Kreis Herford insgesamt 52 (2020: 32) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache Nr. 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte der Minister des Innern des Landes NRW, für die Stadt Bielefeld insgesamt 53 (2020: 71) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache Nr. 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte das Ministerium des Innern des Landes NRW im Kreis Gütersloh insgesamt 39 (2020: 33) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache Nr. 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte der Minister des Innern des Landes NRW - für den Kreis Lippe - insgesamt 26 (2020: 30) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache Nr. 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte das Ministerium des Innern des Landes NRW - für den Kreis Höxter insgesamt 27 (2020: 26) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache 17/12644.

Am 1. März 2022 bezifferte der Minister des Innern des Landes NRW - im Kreis Paderborn - insgesamt 40 (2020: 43) politisch rechts motivierte Straftaten, "PMK - Rechts", im Jahr 2021 - Drucksache Nr. 17/12644.


www.luebeckermaertyrer.de/de/index.html

www.wewelsburg.de

www.mobile-beratung-nrw.de

www.mobile-beratung-owl.de

www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

www.gegenrechts.info

www.bielefeldstelltsichquer.wordpress.com

www.facebook.com/BielefeldStelltSichQuer

www.facebook.com/B%C3%BCndnis-gegen-Rechts-im-Kreis-G%C3%BCtersloh-424624995037921

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Westfalen-Blatt / Lübbecker Kreiszeitung, 01.03.2022:
Widerstanden bis in den Tod

Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 01.03.2022:
Als es bei Warstein zu Kriegsverbrechen kam

Mindener Tageblatt, 01.03.2022:
Die Zeit läuft

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Westfalen-Blatt / Lübbecker Kreiszeitung, 01.03.2022:

Widerstanden bis in den Tod

Ausstellung erinnert an vier Geistliche, die vom Hitler-Regime hingerichtet wurden

Nettelstedt (WB). Eine besondere historische Ausstellung ist von morgen, Mittwoch, an in der Nettelstedter Gabriel-Kirche zu sehen: "Sag immer vier".

Am 10. November 1943 wurden im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis vier Geistliche hingerichtet: die katholischen Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek sowie der evangelische Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink. Gemeinsam hatten sie in Wort und Tat öffentlich Stellung bezogen gegen das nationalsozialistische Regime und die von ihm begangenen Verbrechen.

Da sie seinerzeit in Lübeck tätig waren, haben die vier Theologen als die "Lübecker Märtyrer" Eingang in die Geschichte des Widerstands gegen das NS-Regime gefunden.

In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Nettelstedt und unter Mitwirkung des Diakons Oliver Soddemann widmet Kulturplus, das Kulturreferat des Kirchenkreises Lübbecke, der Erinnerung an Leben und Wirken der Geistlichen eine Veranstaltungsreihe.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, 2. März, um 18 Uhr die Eröffnung einer Ausstellung unter dem Titel "Leben und Zeugnis der Lübecker Märtyrer", die von der "Erzbischöflichen Stiftung Lübecker Märtyrer" zur Verfügung gestellt wird. In Wort und Bild - verteilt auf 14 Info-Tafeln - können sich die Besucher bis zum 8. April mit der Geschichte der "Lübecker Märtyrer" vertraut machen.

Geplant sind - neben der Ausstellung - noch folgende Veranstaltungen, die alle in der Gabriel-Kirche zu Nettelstedt oder im Gemeindezentrum, Am Kindergarten 3, stattfinden:

Mittwoch, 2. März, bis Freitag, 8. April, Ausstellung "Leben und Zeugnis der Lübecker Märtyrer" (in der Regel täglich 9 bis 18 Uhr zugänglich, sonntags nach dem Gottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt, Kontakt über Pfarrer Giszas); Eröffnung am 2. März um 18 Uhr.

Sonntag, 20. März, 10.30 Uhr, "Sag immer vier!", Ökumenischer Gottesdienst mit Diakon Oliver Soddemann und Pfarrer Jürgen Giszas.

Donnerstag, 24. März, 19.30 Uhr, "Die "neuen Türme" Lübecks und ihre Strahlkraft bis heute", Vortrag des Historikers Prof. Dr. Peter Voswinckel.

Freitag, 10. Juni, 19.30 Uhr, Autorenlesung mit der Journalistin und Historikerin Dr. Maren Gottschalk, die aus ihrem Buch "Sophie Scholl. Wie schwer ein Menschenleben wiegt" liest.

Der Titel der Reihe - "Sag immer vier" - bezieht sich auf ein Zitat von Adolf Ehrtmann. Mit Blick auf das ökumenische Miteinander der "Lübecker Märtyrer" äußerte sich der Katholik, der ebenfalls im Widerstand tätig war, auf dem Sterbebett mit den Worten: "Sag niemals drei, sag immer vier!"

Für alle Veranstaltungen gilt, dass die jeweils gültigen Covid-19-Schutzmaßnahmen zu beachten sind.

Bildunterschrift: Die vier Geistlichen Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek sowie Karl Friedrich Stellbrink haben öffentlich Stellung gegen den Nationalsozialismus bezogen und wurden 1943 hingerichtet. Eine Ausstellung in Nettelstedt erinnert an die christlichen Märtyrer.

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Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 01.03.2022:

Als es bei Warstein zu Kriegsverbrechen kam

Forscher berichten im Burgsaal der Wewelsburg über ihre Ergebnisse

Büren-Wewelsburg. Im Langenbachtal bei Warstein verübte die "Division zur Vergeltung" zwischen dem 21. und 23. März 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, so genannte Kriegsendphaseverbrechen.

An drei Orten wurden insgesamt 208 polnische und russische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, darunter auch viele Frauen und Kinder ermordet, ihre Leichen vor Ort verscharrt.

Forscher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begaben sich auf Spurensuche, um dieses Massaker zu rekonstruieren.

Marcus Weidner vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie berichten am Donnerstag, 3. März, über ihre Forschungsergebnisse, die zeigen, dass diese Funde nicht nur von den letzten Stunden im Leben der Ermordeten zeugen, sondern auch Aufschlüsse über den Ablauf der grausamen Taten geben.

Beginn ist um 19 Uhr im Burgsaal der Wewelsburg, der Eintritt ist frei.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und aktuell ist ein 2G-Nachweis ab 18 Jahren Voraussetzung für die Teilnahme. Eventuelle Änderungen bezüglich der NRW-Corona-Vorgaben stehen tagesaktuell unter www.wewelsburg.de.

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Mindener Tageblatt, 01.03.2022:

Die Zeit läuft

Wenig mehr als zehn Wochen bleiben den Kandidaten bis zur nächsten Landtagswahl / Zwei bekannte Namen fehlen auf dem Stimmzettel

Henning Wandel

Minden. In 75 Tagen wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Mindestens zwei bekannte Namen der heimischen Politik werden den Mühlenkreis nicht mehr vertreten: Kirstin Korte (CDU) und Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) treten am 15. Mai nicht mehr an. Beide waren zuletzt 2017 über die Landesliste eingezogen. Die Direktmandate gingen an Christina Weng (SPD) im Wahlkreis Minden-Lübbecke II, also in den Städten Minden, Porta Westfalica und den Bad Oeynhauser Stadtteilen Lohe und Rehme, sowie an Bianca Winkelmann (CDU) im Wahlkreis Minden-Lübbecke I, dem der Rest des Kreises mit Ausnahme des Oeynhauser Nordens angehört - der wiederum zählt mit zu einem Herforder Wahlkreis.

Bianca Winkelmann hatte ihr Direktmandat vor fünf Jahren mit 43,5 Prozent der Stimmen und damit deutlichem Vorsprung gegen Rahe (36,7) gewonnen. Jetzt schickt die SPD mit Andreas Schröder einen neuen Herausforderer ins Rennen. Winkelmann kann sich dabei neben ihrem guten Ergebnis von 2017 auch auf Listenplatz 8 stützen - wobei zuletzt selbst der nicht geholfen hätte: 2017 hat die CDU alle Sitze über ihre Direktmandate gewonnen.

Christina Weng lag mit 42,7 Prozent und damit zehn Punkten Vorsprung vor Kirstin Korte ebenfalls deutlich an der Spitze. Anders als die CDU im Westkreis setzt die SPD im Mindener Land hingegen voll auf das Direktmandat: Listenplatz 74 für Weng wäre ebenso aussichtslos wie Platz 99 für Winkelmanns Herausforderer Schröder. Jonas Horstmann, der für die CDU in Wengs Wahlkreis als Nachfolger Kortes antritt, steht nicht auf der Landesliste.

Zumindest einen sicheren Sitz im Landtag hat auch die AfD, die mit dem Bad Oeynhauser Markus Wagner als Spitzenkandidaten antritt. Auch der Mindener Thomas Röckemann hat mit Listenplatz 13 noch Chancen auf einen Einzug in den Landtag. Vor fünf Jahren reichte Platz 16 gerade noch aus, damals gewann die AfD landesweit 7,4 Prozent der Stimmen. Spannend dürfte auch werden, wie sich die Regierungsbeteiligung von Grünen und FDP auf die Landtagswahl auswirkt. Mit 12,6 Prozent war die FDP 2017 noch fast doppelt so stark wie die Grünen, Vertreter aus dem Mühlenkreis schafften den Sprung ins Parlament allerdings nicht. Im Mai kandidieren Prof. Dr. Matthias König im Wahlkreis II und Daniela Beihl im Wahlkreis I. Beihl kandidierte schon 2017 und kam auf 6,1 Prozent der Erststimmen. Die Grünen stellen mit Jana Sasse (Wahlkreis II) und Benjamin Rauer zwei erfahrene Wahlkämpfer. Sasse kandidierte 2017 bei der Bundestagswahl, Rauer im selben Jahr bei der Landtagswahl, wo er auf vier Prozent der Stimmen kam.

Die Linke verzichtet im Kreis auf Direktkandidaten

Die Linke hat keine Direktkandidaten nominiert. Zwar habe es Kandidaten gegeben. Allerdings habe sich der Kreisparteitag bei einer Enthaltung entschieden, niemanden aufzustellen. Zuletzt hatte die Linke mit 4,9 Prozent den Einzug knapp verpasst. Kandidaten kleinerer Parteien hätten kaum eine Chance auf ein Direktmandat, heißt es in der Begründung. Hauptgrund für eine Kandidatur sei die damit verbundene Aufmerksamkeit in Form von Anfragen und Einladungen zu Veranstaltungen. Das aber sei eine immense Herausforderung für Nichtberufspolitiker. "Die programmatischen Fragen müssen in den Vordergrund rücken und personelle Fragen zurückgestellt werden", sagt Sprecher Sebastian-Jerry Neumann.

Zuletzt wurde NRW von CDU und FDP regiert. Die CDU wurde 2017 mit 33,0 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft vor der SPD mit 31,2 Prozent. Es folgten die FDP mit 12,6, die AfD mit 7,4 und die Grünen mit 6,4 Prozent. Damit kommt die Koalition auf 100 von 199 Sitzen.

Der Autor ist erreichbar unter Henning.Wandel@MT.de.

Bildunterschrift: Mit einer Stimme Vorsprung regiert eine Koalition von CDU und FDP im Düsseldorfer Landtag. Am 15. Mai wird das Parlament neu gewählt.

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