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Radio Hochstift , 31.01.2022 :

Parents for Future organisieren "Kultur gegen Rechts" in Paderborn

Unter dem Titel "Kultur gegen Rechts" gehen heute in Paderborn die Künstler auf die Straße. Anlass sind die wiederholten Demos von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Zu der Aktion heute ab 18 Uhr auf dem Marktplatz rufen die Parents for Future auf.

Und zwar, weil sie nach eigenen Aussagen festgestellt haben, dass die "Mechanismen der Corona-Leugner und der Leugner des Klimawandels fast deckungsgleich sind". In vielen Fällen handele es sich sogar um dieselben Personen, die krude Thesen zu beiden Themen verbreiten.

Laut den Parents for Future Paderborn hat Kultur die besondere Kraft, Perspektiven neu zu eröffnen und Brücken zu schlagen. An der Veranstaltung beteiligen sich unter anderem die Künstler Andreas Hörstmann und Tanja Rohloff, NaDu und Band, Volker Kukulenz sowie die Punch Drunk Poets. Es wird mit etwa 500 Teilnehmern gerechnet.

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- Montag, 31. Januar 2022 um 18.00 Uhr -


Kultur gegen Rechts - Wir halten zusammen gegen Corona


Veranstaltungsort:

Marktplatz
33098 Paderborn


Hinweis: Es gilt die 3G-Regelung und Masken-Pflicht.


Mit der Veranstaltung unter dem pointierten Titel "Kultur gegen Rechts" setzen die Parents for Future Paderborn gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz einen kulturellen Kontrapunkt gegen die stumpfen Parolen aus dem rechten Milieu.

Als Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten setzen wir uns gegen Populismus aus dem rechten Umfeld ein, da die Mechanismen der Corona-Leugnenden und die Leugnung des Klimawandels fast deckungsgleich sind. In vielen Fällen sind es sogar die gleichen Personen, die krude Thesen zu beiden Themen verbreiten. Insbesondere die so genannten "Spaziergänge" werden derzeit aus dem rechten Umfeld als Basis genutzt.

Kultur hat die besondere Kraft, Akzente zu setzen, Perspektiven neu zu eröffnen und Brücken zu schlagen. So wollen wir in Dialog kommen mit denen, die die Ängste und Sorgen um sich selbst oder ihre Angehörigen haben. Wir kritisieren weiterhin diejenigen, die jenseits fundierte Diskussionen Zweifel säen und die Demokratie zu unterminieren versuchen.

Flagge zeigen

Bekannte Künstlerinnen und Künstler werden mit einem Programm aus Musik, Gesang, Poesie und Schauspiel unterhalten.


Veranstalterinnen: Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz und Parents for Future Paderborn.


www.facebook.com/ParentsforFuturePaderborn

www.buendnisdemokratietoleranz.wordpress.com

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Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 29./30.01.2022:

Künstler zeigen Flagge gegen Rechts

Am Montag gibt es auf dem Marktplatz ein kulturelles Gegenprogramm zu den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen / Es wird Musik, Gesang, Poesie und Schauspiel geben

Holger Kosbab

Paderborn. Auch wenn der Protest gegen die Corona-Maßnahmen viele Gesichter hat: Einige davon sind der rechten Szene oder Rechtspopulisten zuzurechnen. Aus diesem Grund steht die nächste Gegen-Demo am Montag, 31. Januar, unter dem Motto "Kultur gegen Rechts". Dabei bleibt es auch, obwohl sich Grundrechte Paderborn als Veranstalter des Corona-Protests dazu entschlossen habe, "auf dem Maspernplatz keinen Aufzug anzumelden", wie Wilfried Schwarze am Freitag mitteilte.

Um 18 Uhr soll die Gegen-Demo auf dem Paderborner Marktplatz - auf gedruckten Info-Karten ist versehentlich Rathausplatz gedruckt - los gehen. Bis etwa 19.30 Uhr ist dann ein Programm mit Musik, Gesang, Poesie und Schauspiel vorgesehen. Veranstalter sind die Parents for Future gemeinsam mit dem Bündnis für Toleranz und Demokratie. Organisator Stefan Wisbereit rechnet mit 500 Teilnehmern. Dass die Corona-Maßnahmen-Kritiker diesmal offiziell nichts angemeldet hätten, ändere am Vorgehen nichts, sagte Wisbereit. Man sei nicht gegen eine einzelne Aktion, sondern gegen die gesamte Tendenz.

"Wir als Klima-Aktivisten setzen uns deshalb gegen Populismus aus dem rechten Umfeld ein, da die Mechanismen der Corona-Leugner und Leugner des Klimawandels fast deckungsgleich sind", so Wisbereit. "In vielen Fällen sind es sogar die gleichen Personen, die krude Thesen zu beiden Themen verbreiten. Insbesondere die so genannten Spaziergänge werden derzeit aus dem rechten Umfeld als Basis genutzt." Dabei hielten auch die Parents for Future nicht alle Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen in der Pandemie für richtig. "Die Probleme bei der Masken- und Impfstoff-Beschaffung, die fehlenden Schutzkonzepte und -Maßnahmen in den Schulen und Kitas kritisieren wir", sagt Marcus Zauner.

"Kultur hat die besondere Kraft, Akzente zu setzen, Perspektiven neu zu eröffnen und Brücken zu schlagen. So wollen wir in Dialog kommen mit denen, die die Ängste und Sorgen um sich selbst oder ihre Angehörigen haben", so Johannes Menze vom Bündnis für Demokratie und Toleranz. "Wir kritisieren weiterhin diejenigen, die jenseits fundierter Diskussionen Zweifel säen und die Demokratie zu unterminieren versuchen."

Die Inspiration zu dieser Veranstaltung sei Wisbereit bei dem Gedicht "Impf-Pflicht" von Thomas Gsella gekommen. "Als ich das gehört habe, dachte ich, dass wir mit Wortwitz den stumpfen Parolen etwas entgegen setzen können." Durch die Kuppel, den Dachverband der Paderborner Kulturinitiativen, bekam er die Kontakte zu lokalen Künstlern.

Zum Auftakt werden Andreas Hörstmann von der Paderborner Band Deutsche Botschaft und Tanja Roloff den Song "Geist ist geil" singen, so wie sie es schon bei der Gegen-Demo am Rathaus vor knapp zwei Wochen gemacht haben. Danach wird Schauspieler Max Rohland, ehemaliges Ensemblemitglied des Theaters Paderborn, Texte vortragen, die auf das aktuelle Geschehen rund um Corona und die Proteste reagieren.

Die in verschiedenen Organisationen wie der Seebrücke und bei den Grünen in Bad Wünnenberg aktive Nadine Dubberke tritt als Nadu mit Band auf. Musik gibt es auch vom Paderborner Volker Kukulenz. Möglicherweise wird Kukulenz auch etwas zusammen mit Max Rohland machen. Voll aufs Wort setzen die beiden Poetry-Slammer August Klar und Jann Wattjes.

Außer für die Eröffnungsnummer sind für die einzelnen Akteure jeweils 10 bis 20 Minuten eingeplant. Eine halbe Stunde dürfen am Schluss die Punch Drunk Poets auf der Bühne stehen und ein Potpourri ihrer Songs spielen. Die Band mit Paderborner Wurzeln trifft sich hier zu einem Probenwochenende und hängt einen Tag dran, um klare Kante zu zeigen - so wie alle Künstler am Montagabend auf dem Marktplatz.

Vielleicht wird es auch eine Wiederholung geben. "Da ist eine große Bereitschaft in der Kunst-Szene, sich für das Thema zu engagieren", sagt Wisbereit. Die Bereitschaft, Flagge gegen Rechts zu zeigen.

Bildunterschrift: Der Musiker Volker Kukulenz steht am Montag mit auf der Bühne.

Bildunterschrift: Der Schauspieler Max Rohland wird Texte vortragen.

Treffen trotz Verzicht auf Anmeldung nicht ausgeschlossen

Wie Wilfried Schwarze von Grundrechte Paderborn mitteilt, sei für den kommenden Montag, 18.30 Uhr, "aus verschiedenen Gründen" auf eine Anmeldung für eine Versammlung auf dem Maspernplatz verzichtet worden. "Vor allem die 3G-Forderung ab 750 Teilnehmer halten wir für einen absolut untragbaren Eingriff in die Versammlungsfreiheit."

Corinna Koptik, Sprecherin der Polizei Paderborn bestätigt, dass es bisher keine Anzeige - so der neue offizielle Begriff - für eine Versammlung gebe. Die Polizei könne aber nicht ausschließen, dass sich dennoch Leute treffen. Deshalb sei sie auch weiterhin darauf eingestellt.

"Wenn sich dennoch Leute treffen, genießen sie nicht den Schutz einer Versammlung", sagt sie. Von der Polizei erfolge dann "eine Rechtsgüterabwägung vor Ort", wie die Versammlung oder der Spaziergang bewertet werde und wie sich die Polizei verhalte. Koptik betont: "Wer als Veranstalter oder Leiter ohne Anzeige eine Versammlung durchführt, der begeht eine Straftat." Diese werde, wie alle Verstöße bei Protesten, geahndet. (hko)

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Am 31. Januar 2022 beteiligten sich in Paderborn - "nach Schätzung der Polizei" - rund "2.000" Personen, am unangemeldeten Aufmarsch - "Lichterumzug" -, der extrem rechten Gruppe "Grundrechte Paderborn".

Für den 31. Januar 2022 um 18.30 Uhr kündigt die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" - ohne Anmeldung - einen weiteren Aufmarsch ("Lichterumzug") "Für Einigkeit" in der Paderborner Innenstadt an.

Am 24. Januar 2022 nahm der völkische Neonazi Gerd Ulrich aus Detmold - Ortsteil Berlebeck - mit einem Plakatträger an dem "Spaziergang" von 2.000 Corona-Leugnenden, in der Innenstadt von Paderborn teil.

Am 24. Januar 2022 fand in der Innenstadt von Paderborn ein angemeldeter Aufmarsch ("Spaziergang"), der extrem rechten Gruppe "Grundrechte Paderborn" mit 2.000 teilnehmenden Corona-Leugnenden statt.

Am 21. Januar 2022 bezeichnete die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" die "Schilder-Aktion" in Heiligenkirchen auf "Telegram" als - so wortwörtlich - "friedlicher Protest aus der Mitte der Gesellschaft".

Am 21. Januar 2022 führten 18 Pandemie-Leugnende im Detmolder Ortsteil Heiligenkirchen, darunter die Neonazis Gerd Ulrich sowie Burkhart Weecke eine "Schilder-Aktion" gegen die Corona-Eindämmung durch.

Am 17. Januar 2022 nahmen in Paderborn nach Polizei-Angaben "1.500" Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Für den 17. Januar 2022, 18.30 bis 20.30 Uhr, bewarb die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" eine (angemeldete) Demonstration gegen die Eindämmung der Pandemie, mit Auftakt am Maspernplatz.

Am 10. Januar 2022 nahmen in Paderborn "in der Spitze 2.500" (Polizei) Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Am 3. Januar 2022 sagte der (extrem rechte) Influencer Tim Kellner (Horn-Bad Meinberg), als Redner bei dem Paderborner "Spaziergang": "Der Faschismus ist wieder da in Deutschland, zeigt seine wahre Fratze."

Am 3. Januar 2022 nahmen in Paderborn am "Spaziergang", der extrem rechten Corona-Leugnenden von "Grundrechte Paderborn", mit 600 Mitwirkenden, auch "Personen aus dem rechtsextremen Spektrum" teil.

Am 27. Dezember 2021 löste die Polizei eine unangemeldete Versammlung, von etwa 300 Menschen mit Lichtern und Kerzen vor der Herz-Jesu-Kirche in Paderborn auf, es wurden mehrere Strafanzeigen gestellt.

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