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Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt ,
29.01.2022 :
Lichter und Briefe erinnern
Holocaust-Gedenktag in Wewelsburg
Wewelsburg (eb). Der Verein "Gedenktag 2. April in Wewelsburg" hat am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal am ehemaligen Appellplatzes des KZ Niederhagen während einer Feierstunde einen Kranz niedergelegt. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz.
"Mit der Beleuchtung setzen wir ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit."
Kirsten John-Stucke
Das Team des Kreismuseums Wewelsburg beteiligte sich in diesem Zusammenhang bereits zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion "Lichter gegen Dunkelheit". Dabei wurden sowohl die Wewelsburg als auch das angrenzende ehemalige Wachgebäude der SS, die heutige Gedenkstätte, bunt beleuchtet. "Mit der Beleuchtung setzen wir ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit", erläuterte Museumsleiterin Kirsten John Stucke.
"Wir möchten zu einer Auseinandersetzung mit den aktuellen demokratiefeindlichen Tendenzen einladen, wie beispielsweise Verschwörungstheorien mit Bezug auf die NS-Zeit im Zusammenhang mit der Querdenker-Bewegung, antisemitische, rassistische, fremdenfeindliche und antidemokratische Äußerungen und Taten, bei denen ebenfalls Bezüge zur Geschichte hergestellt werden", ergänzte sie.
Bei Rundgängen um die beleuchtete Wewelsburg wurden den rund 80 Teilnehmern an drei Stationen Briefe von KZ-Häftlingen aus Wewelsburg vorgelesen. Dabei handelte es sich um Briefe des niederländischen Sozialdemokraten Gerrit Visser, den deutschen Zeugen Jehovas Georg Klohe und den Schriftsteller Karl Zimmermann. Die Briefe zeigten trotz aller Zensur-Beschränkungen und formalen Einschränkungen die tiefe Verbundenheit zu den Angehörigen. Meist durften die Häftlinge nur alle vier bis sechs Wochen Briefe nach Hause schreiben. Zum Teil wurde der Text vorgegeben. Mancher Brief klingt daher unbedeutend und nichtssagend, war aber für die Angehörigen die Gewissheit, dass der Inhaftierte noch lebte.
Bildunterschrift: Vor der beleuchteten Wewelsburg erinnerten die Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Holocaust.
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Am 27. Januar 2022 nahm die Gedenkstätte Wewelsburg, zum Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen erneut an der bundesweiten Beleuchtungsaktion: "Lichter gegen Dunkelheit" (Lesungen, Rundgänge) teil.
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www.wewelsburg.de
www.gedenktag-2-april.de
29./30.01.2022
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