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Nachrichten , 25.01.2022 :

Tages-Chronologie von Dienstag, 25. Januar 2022

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Pressespiegel überregional


MiGAZIN, 25.01.2022:
Déjà-vu in Halle / Schüsse auf Moschee wirft Fragen auf

Blick nach Rechts, 25.01.2022:
Frage der Impf-Pflicht: Streit in der Neuen Rechten

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Dienstag, 25. Januar 2022


Am 3. Januar 2022 stoppte die Polizei in Minden bei einer nicht angemeldeten Versammlung eine Gruppe von beinah 70 Pandemie-Leugnenden, erst in der Nähe des Hauses von Landrätin Anna Katharina Bölling.

Am 3. Januar 2022 rief der Zahnarzt Dr. Oliver Samson beim "Spaziergang" in Minden - mit "150 bis 200" Personen - zur Demonstration vor das Haus von Landrätin Bölling - einer: "Gau-Leiterin der Herzen" - auf.

Am 1. Mai 2021 berichtete das "Mindener Tageblatt" über einen in Minden praktizierenden Zahnarzt - der auf seiner "Facebook"-Seite zum Beispiel "Masken als Folter", Deutschland als "faschistisch" bezeichnete.

Für den 27. Januar 2022, um 18.00 Uhr, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, kündigen Pandemie-Leugnende in Detmold mit Treffpunkt am Rathaus (Marktplatz) einen unangemeldeten "Spaziergang" an.

Am 24. Januar 2022 nahmen in Detmold 287 erwachsene Corona-Leugnende im Schulterschluss, mit etwa Neonazi Burkhart Weecke, Rolf-Arno Maertzke, "AfD" - gegen Ende - am siebten "Lichterspaziergang" teil.

Für den 24. Januar 2022 (18.00 Uhr) kündigte der "Telegram"-Chat "Lippe OWL Protest und Widerstand", eine unangemeldete Demonstration unter dem Motto "Detmold geht spazieren", Treffpunkt: Rathaus, an.

Am 24. Januar 2022 nahm der völkische Neonazi Gerd Ulrich aus Detmold - Ortsteil Berlebeck - mit einem Plakatträger an dem "Spaziergang" von 2.000 Corona-Leugnenden, in der Innenstadt von Paderborn teil.

Am 24. Januar 2022 fand in der Innenstadt von Paderborn ein angemeldeter Aufmarsch ("Spaziergang"), der extrem rechten Gruppe "Grundrechte Paderborn" mit 2.000 teilnehmenden Corona-Leugnenden statt.

Am 21. Januar 2022 bezeichnete die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" die "Schilder-Aktion" in Heiligenkirchen auf "Telegram" als - so wortwörtlich - "friedlicher Protest aus der Mitte der Gesellschaft".

Am 21. Januar 2022 führten 18 Pandemie-Leugnende im Detmolder Ortsteil Heiligenkirchen, darunter die Neonazis Gerd Ulrich sowie Burkhart Weecke eine "Schilder-Aktion" gegen die Corona-Eindämmung durch.

Am 17. Januar 2022 nahmen in Paderborn nach Polizei-Angaben "1.500" Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Für den 17. Januar 2022, 18.30 bis 20.30 Uhr, bewarb die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" eine (angemeldete) Demonstration gegen die Eindämmung der Pandemie, mit Auftakt am Maspernplatz.

Am 10. Januar 2022 nahmen in Paderborn "in der Spitze 2.500" (Polizei) Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Am 3. Januar 2022 sagte der (extrem rechte) Influencer Tim Kellner (Horn-Bad Meinberg), als Redner bei dem Paderborner "Spaziergang": "Der Faschismus ist wieder da in Deutschland, zeigt seine wahre Fratze."

Am 3. Januar 2022 nahmen in Paderborn am "Spaziergang", der extrem rechten Corona-Leugnenden von "Grundrechte Paderborn", mit 600 Mitwirkenden, auch "Personen aus dem rechtsextremen Spektrum" teil.

Am 27. Dezember 2021 löste die Polizei eine unangemeldete Versammlung, von etwa 300 Menschen mit Lichtern und Kerzen vor der Herz-Jesu-Kirche in Paderborn auf, es wurden mehrere Strafanzeigen gestellt.

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


WDR-Nachrichten aus Ostwestfalen-Lippe, 25.01.2022:
Umstrittene Corona-Demo in Minden: Wüst unterstützt Landrätin Bölling

Neue Westfälische Online, 25.01.2022:
Paderborn / Westerntor wird zum Berührungspunkt für "Spaziergänger" und Gegen-Demo

Radio Hochstift, 25.01.2022:
Wieder Corona-Demos im Hochstift

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WDR-Nachrichten aus Ostwestfalen-Lippe, 25.01.2022:

Umstrittene Corona-Demo in Minden: Wüst unterstützt Landrätin Bölling

25.01.2022 - 21.00 Uhr

Am 3. Januar versuchten 70 Gegner der Corona-Regeln zum Haus der Landrätin Anna Bölling im Kreis Minden-Lübbecke zu gelangen. Um über diese Erfahrungen zu sprechen, besuchte Ministerpräsident Hendrik Wüst nun die Landrätin und betroffene Polizisten.

Kurz nach 17 Uhr: Etwa 30 Polizisten stehen vor dem Kreishaus in Minden. Sie erwarten heute hohen Besuch aus Düsseldorf: Ministerpräsident Hendrik Wüst möchte sich für ihren Einsatz und Schutz der Landrätin bedanken.

Wüst begrüßt Bölling und Polizisten in Minden

Mit schwarzer Limousine fährt der Ministerpräsident vor, steigt aus und begrüßt zuerst Anna Bölling. Dann gibt er als Begrüßung Corona-bedingt auch jedem der Beamten die Faust. Zusammen ziehen sie ins Kreishaus, um über das zu sprechen, was sich am 3. Januar vor dem Haus der CDU-Politikerin abgespielt hat.

Erst kurz vor dem Haus konnten die Beamten den Demonstrationszug stoppen, schildert Einsatzleiter Thomas Brakemann den Vorfall im WDR-Gespräch. So etwas habe er auch noch nicht erlebt und auch nicht für möglich gehalten.

Demo-Teilnehmer diskutierten mit der Polizei

"Es kam zu etwas lauteren Diskussionen", sagt der Polizeihauptkommissar, als die Beamten die Demonstrierenden angesprochen hätten. Letztlich sei die Lage aber schnell im Griff gewesen.

Diese neue Qualität der Bedrohung durch Demonstrationen bezeichnete die Landrätin als klare Grenzüberschreitung. Sie dankte dem Ministerpräsidenten, es sei ein "tolles Zeichen", dass er nun seine Solidarität - insbesondere auch mit den Beamten - teile.

Wüst: Hohe Belastung für Polizisten in NRW

Wüst ergänzte, dass es für die Polizistinnen und Polizisten eine besonders anstrengende Zeit sei. In den vergangenen Wochen habe es in NRW über 1.000 Demonstrationen von Gegnern der Corona-Regeln geben.

Er sei aber auch nach Minden gekommen, um allen Kommunalpolitikern Mut zuzusprechen. Die Kommunalpolitik sei ein wichtiges Gut der Demokratie und müsse geschützt werden. Er stellte fest: "Jetzt werden immer häufiger auch diese Menschen zum Ziel von Corona-Leugnern, Querdenkern und Impf-Gegner."

Kommunalpolitiker im Fokus von Gegnern der Corona-Regeln

Wüst appellierte an die Kommunalpolitiker: "Machen Sie weiter!" Die Landesregierung würde mit allen verhältnismäßigen Mitteln des Rechtsstaates gegen solche Feinde der Demokratie angehen.

Damit wächst auch der Druck auf die Politik. Konkrete politische Maßnahmen wurden an diesem Abend nicht verkündet.

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Neue Westfälische Online, 25.01.2022:

Paderborn / Westerntor wird zum Berührungspunkt für "Spaziergänger" und Gegen-Demo

25.01.2022 - 07.38 Uhr

Die Paderborner Innenstadt wird erneut zum Ort für Demonstrationen

Holger Kosbab

Paderborn. 2.000 Protestler gegen die Corona-Maßnahmen auf dem Innenstadtring, 230 Gegendemonstranten auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche. Dies sind die reinen Zahlen vom Montagabend in der Paderborner Innenstadt. Dennoch, so betont es Ecki Steinhoff vom Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz, sei die Mehrheit der Menschen für die Einhaltung der Corona-Regeln. 75 Prozent seien geimpft und die Maske werde aus Solidarität getragen. Aus Verständnis - was er jenen abspricht, die mit Rechten, Querdenkern, QAnon-Anhängern und Verschwörungsschwurblern auf die Straße gehen.

Etwa gegen 19.10 Uhr lief der mehrere Hundert Meter lange Protestzug am Westerntor vorbei, es war der einzige Punkt, an dem sich beide Gruppen begegneten. Unter anderem Nazi-Beschimpfungen auf der einen Seite. Rufe wie "Frieden, Freiheit, keine Diktatur", "Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung" oder "Schließt euch an!" - mitgerufen selbst von Kindern, die zahlreich mit ihren Eltern unterwegs waren - auf der anderen Seite. Dazu lief Westernhagens "Freiheit".

Die Polizei hatte durchaus zu tun: 30 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Masken-Pflicht im Demonstrationszug wurden ausgesprochen, sagte Polizeisprecher Michael Biermann - deutlich mehr als zuletzt.

Das Virus wird verharmlost

Unter den Protestlern war auch eine schräge Gruppe, die - so lässt ein Plakat vermuten - offenbar bereits am Wochenende in der belgischen Hauptstadt Brüssel demonstriert hat und an dem Zug auf einem Sofa auf einem Wagen teilnahm.

Auf dem Maspernplatz, dem Start und Ziel des Protestzugs, wurde das Corona-Virus verharmlost. Es sei nur eine Grippe, die das Immunsystem schon richten werde, meinte Versammlungsleiter Günter Kube. Ungeimpfte seien besser geschützt.

So wie sich die Gruppe der Spaziergänger sukzessive aufgebaut hatte, so sollte die Masse auch wieder auseinander gehen, nachdem Versammlungsleiter Günter Kube die Veranstaltung auflöste. Es gab dann noch den Tipp, sich auf dem Heimweg durch die Westernstraße, wo mittlerweile keine Masken-Pflicht mehr gelte, die Schaufenster anzuschauen.

Wortwitz statt stumpfer Parolen

Am nächsten Montag soll den Kritikern der Corona-Maßnahmen unter dem Motto "Kultur gegen Rechts" begegnet werden, sagte Stefan Wisbereit von Parents for Future. Es sei ein Beispiel für verschiedene Formate des Protests und wie man Diskussionen anstoßen kann. Wortwitz statt stumpfer Parolen. So hofft Wisbereit auf das verbindende Element von Kultur. Eine Diskussion, die er mit allen führe, die Corona oder das Klima nicht leugnen.

Bei den Teilnehmern der Gegendemonstrationen am Westerntor wurde aber auch deutlich, dass ihre Wut wächst. Klare Kante zeigte auch Nadine Dubberke, engagiert unter anderem bei der Seebrücke Paderborn und Künstlerin, die durch die Pandemie nicht auf der Bühne kann. Schaut sie auf die Masse auf der Straße, sieht sie "so viel Hass, so viel Wut" und fragt sich, "wie man wieder zusammen kommen kann".

"Pandemie der Lügen"

Nach ihr traten einzelne Personen ans Mikro und sagten, weshalb sie an diesem Abend demonstrieren. Wie Timo, ein Schüler, der nicht mehr sechs Stunden am Tag mit der Maske im Unterricht sitzen wolle. Was aber nur gehe, wenn sich alle Menschen impfen ließen. Oder Louisa Rohe, die mit Blick auf die Proteste wie in Paderborn auf dem inneren Ring von einer "Pandemie der Lügen" spricht, die gefährlicher sei als jede Virus-Variante. Es sei ein Unrecht, wenn die Corona-Spaziergänger "Wir sind das Volk" skandierten. Die stille Masse der Bevölkerung sei viel zu groß, deshalb sei es wichtig, dass der Gegenprotest laufe.

Bildunterschrift: Am Westerntor zieht der Protestzug der Corona-Maßnahmen-Kritiker an den Gegendemonstranten vorbei.

Bildunterschrift: Diese Spazierfahrer haben offenbar bereits am Wochenende in der belgischen Hauptstadt Brüssel demonstriert.

Bildunterschrift: Zur Gegen-Demo des Bündnisses für Demokratie und Toleranz kommen etwa 200 Teilnehmer.

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Radio Hochstift, 25.01.2022:

Wieder Corona-Demos im Hochstift

Am Montagabend hat es im Hochstift wieder mehrere Corona-Proteste gegeben. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz mobilisierte in Paderborn rund 250 Menschen. Aber auch so genannte Spaziergänger waren in Paderborn wieder unterwegs - insgesamt waren es rund 2.000.

Gegen 30 von ihnen wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Masken-Pflicht gefertigt. Im Kreis Höxter gab es unter anderem drei unangemeldete Demos. Auch hier wurden Anzeigen erstattet.

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