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1 Veranstaltung - Nachrichten , 22.01.2022 :

Tages-Chronologie von Samstag, 22. Januar 2022

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Veranstaltungskalender:



- Samstag, 22. Januar 2022 von 14.00 bis 16.00 Uhr -


Ausstellung: "Eva, Simon und die Anderen" - Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford


Veranstaltungsort:

Gedenk-, Dokumentations-
und Begegnungsstätte Zellentrakt
Rathausplatz 1
32052 Herford

www.kuratorium-herford.de
www.zellentrakt.de
www.instagram.com/gedenkstaettezellentrakthf/?hl=de
www.twitter.com/HFzellentrakt


Hinweis:

Jeweils samstags und sonntags ist die Gedenkstätte unter den jeweils aktuell geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung von 14.00 bis 16.00 Uhr für höchstens zehn Besucherinnen, Besucher gleichzeitig zugänglich. Erforderlich ist eine Anmeldung unter (05221) 189257 oder info@zellentrakt.de.


Die Ausstellung:

Die Ausstellung ist der Beitrag des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. und der Gedenkstätte Zellentrakt zum Festival-Jahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland": Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt. Es legt fest, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 2021 steht Deutschland in besonderem Fokus, denn in diesem Jahr werden Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands leben.

1988 wurde in Herford die Ausstellung "Juden in Herford - 700 Jahre jüdische Geschichte und jüdische Kultur in Herford" gezeigt, die erste umfassende Darstellung zum Thema. Aus Anlass des Festival-Jahres zeigt das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., das in Folge der damaligen Ausstellung entstanden ist, eine um zahlreiche neue Forschungen und Aspekte ergänzte Ausstellung, die auch die Jüdischen Gemeinden Vlotho, Bünde und Enger mit in den Blick nimmt.

Das Design der Ausstellung nimmt sich das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", kurz "Holocaust-Mahnmal" in Berlin zum Vorbild. Graue Stelen versinnbildlichen den Verlust für Deutschland und den Raum Herford durch den Holocaust. In der Ausstellung stehen aber nicht die Verfolgungs- und Vernichtungs-Zeiten, sondern gerade die fragile "Normalität" und der Alltag der Juden in der Stadt Herford, in Bünde, Vlotho, Enger und Spenge im Mittelpunkt. Kulturelle und wirtschaftliche Höhen und Verluste werden dargestellt und der Beitrag der Juden zur Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft gezeigt. Der Wiederbeginn nach 1945 und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft im Raum Herford sowie Entwicklungen des Antisemitismus in Deutschland und dem Raum Herford stehen am Ende der Ausstellung.

Die Ausstellung besteht aus zwölf chronologisch und thematisch angeordneten Stelen mit je vier Seiten. Der Rundgang in der Ausstellung ist markiert und die Stelen sind unten nummeriert. Sie sollten von rechts aus umgangen und betrachtet werden. In acht Vitrinen finden sich Exponate, die Beschriftungen dazu sind jeweils links neben / hinter den Vitrinen angebracht. Auf drei Touchscreen-Stationen können kurze Filmsequenzen zu verschiedenen Themen abgerufen werden. Im Flur außerhalb des Zellentraktes finden sich Tafeln zur historischen Juden-Feindschaft und dem aktuellen Antisemitismus.

Im Zellenflur verdeutlichen eine Installation und zahlreiche Exponate Beispiele der jüdischen Kultur: Ein gedeckter Tisch zum Shabbat-Mahl, eine Platte mit Mazzen für Pessach, das Modell der Herforder Synagoge und am Ende des Flurs das Heiligste in der Synagoge, die Thora. Der hier gezeigte, aus dem Feuer der Pogromnacht gerettete, Rest steht zugleich für den Versuch der Zerstörung der jüdischen Kultur ab 1933.


Ergänzungen zur Ausstellung:

Die Ausstellung im Zellentrakt wird ergänzt durch an 20 Orten jüdischen Lebens im Kreis Herford (Synagogen, Friedhöfen und Wohnorten) angebrachte QR-Codes mit Hörtexten zur Selbsterkundung, die auch über www.zellentrakt.de abgerufen werden können.

Auf www.youtube.com/watch?v=uD6KsDkeOfg sind erste Einblicke in die Ausstellung sowie zahlreiche Original-Dokumente und viele Exponate zur über 700-jährigen jüdischen Geschichte und Kultur im Raum Herford, die zu einem Besuch anregen sollen, zu sehen.


Schirmherrschaft der Ausstellung:

Landrat Jürgen Müller, Herford
Bürgermeister Tim Kähler, Herford


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Leihgeber und Unterstützerinnen:

Landesarchiv NRW Westfalen, Münster; Landesarchiv NRW Ostwestfalen, Detmold; Centrum Judaicum Berlin (CJ); The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem; Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg; Widukind-Museum Enger; Städtisches Museum Herford; Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten; Netzwerk-Gruppe Bünde; Christina Whitelaw (NB); Werner Brakensiek, Enger; Norbert Sahrhage, Spenge; Günter Schölzel, Geschichte Vlotho; Jörg Militzer, Bünde; Lutz Brade, Herford


Kooperationspartnerinnen:

Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.
Evangelische Erwachsenenbildung - Kirchenkreisverband Herford-Lübbecke-Minden-Vlotho
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Detmold
Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford
Mendel-Grundmann-Gesellschaft e.V., Vlotho
Kreisheimatverein Herford
Museen und Archive im Kreis Herford

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Pressespiegel überregional


Zeit Online, 22.01.2022:
Erneut größere Corona-Proteste in Leipzig und Chemnitz

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Samstag, 22. Januar 2022


Am 27. Januar 2022 gedenkt die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld (Synagoge Beit Tikwa), der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau sowie der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz 1945.

Am 21. Januar 2022 fanden in der Innenstadt von Bielefeld vier als "Lichterspaziergänge" von Pandemie-Leugnenden aus Bielefeld, Herford, Gütersloh (angemeldete) Aufmärsche mit 2.500 Teilnehmenden statt.

Am 18. Januar 2022 stoppte die Polizei in der Innenstadt von Bielefeld, das ersten Mal, mehrere "Lichter-Spaziergänge" von Corona-Leugnenden und verhängte 59 Anzeigen (Verstöße gegen die Masken-Pflicht).

Am 7. Januar 2022 demonstrierten in Bielefeld weit mehr als 2.000 Corona-Leugnende begleitet durch die Polizei ("verzichtete aus Verhältnismäßigkeitsaspekten auf Auflösung") in zwei Aufzügen zum Kesselbrink.

Am 5. Januar 2022 meldete eine Privatperson einen Umzug, das Motto: "OWL geht in Bielefeld spazieren gegen die Spaltung der Gesellschaft" - mit 749 Teilnehmenden, für den 7. Januar 2022 um 18.00 Uhr an.

Am 3. Januar 2022 zogen die verschwörungsideologischen Corona-Leugnenden von "Bielefeld steht auf!", ihre Anmeldung für eine - Großdemonstration am 7. Januar 2022 - bei der Versammlungsbehörde zurück.

Am 3. Januar 2022 fand in Bielefeld zunächst eine Corona-"Mahnwache" am Rathaus, mit anschließenden "Lichterspaziergang" mit dem Motto "Bielefeld geht spazieren" mit etwa 150 Pandemie-Leugnenden statt.

Am 31. Dezember 2021 fand in Bielefeld ein unangemeldeter ("Bielefeld steht auf") - und von der Polizei tolerierter - "Lichterspaziergang" von Pandemie-Leugnenden mit "etwa 350 bis 500" Teilnehmenden statt.

Am 27. Dezember 2021 haben "1.000 bis 1.500" (Polizei) Corona-Leugnende eine unangemeldete sowie nicht genehmigte Demonstration, erneut toleriert und begleitet durch die Polizei in Bielefeld durchgeführt.

In der Nacht zum 21. Dezember 2021 sind in Bielefeld an der Promenade, die hoch zur Sparrenburg führt, viele antisemitische Graffitis aufgesprüht worden, die der Pandemie leugnenden Szene zuzurechnen sind.

Am 17. Dezember 2021 durchbrachen in Bielefeld nach der beendeten Demonstration von "Bielefeld steht auf!" ("3G") - aus einer Menge von über 3.000 Corona-Leugnenden - zahlreiche Gruppen Polizei-Sperren.

Für den 17. Dezember 2021, um 18.00 Uhr, Kesselbrink, Bielefeld, hatten die Pandemie-Leugnenden von "Bielefeld steht auf!" eine neuerliche Demonstration "Für ein Ende der Corona-Maßnahmen" angekündigt.

Am 3. Dezember 2021 fand in Bielefeld eine Versammlung der Corona-Leugnenden von - "Bielefeld steht auf!" unter dem Motto: "Für ein Ende der Corona-Maßnahmen" - mit mehr als 1.500 Teilnehmenden statt.

In der Nacht zum 22. Januar 2022 wurden an der Burgstraße in Büren mehrere Schaufenster - durch dicke wasserfeste Faserschreiber oder ähnliches - mit Hakenkreuzen, sowie den Schriftzeichen "2G" beschmiert.


www.juedische-gemeinde-bielefeld.de

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www.twitter.com/alibi602

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:
Gedenken an Auschwitz

Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:
2.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Politik

Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:
Bielefeld: Tausende protestieren gegen Corona- und Impf-Politik

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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:

Gedenken an Auschwitz

Bielefeld. In der Synagoge Beit Tikwa, Detmolder Straße 107, wird am Donnerstag, 27. Januar, um 19 Uhr, der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gedacht. Aus diesem Anlass zeigt der Künstler Peter Sommer aus seinem Zyklus "Räderwerk" Staub- und Asche-Arbeiten zum Holocaust. Zu sehen sind Fahnen und Tableaus mit Narben und Spuren, herausgekratzt oder eingegraben in ein Asche- / Staubgemisch. Peter Sommer, geboren 1935 in Neustadt Oberschlesien, kam 1947 als Vertriebener nach Westdeutschland. Er lehrte bis 2000 an der Universität Kunst und erhielt für seine künstlerischen Verdienste von der Uni den Titel eines Honorarprofessors. Das Land Niedersachsen verlieh ihm 1995 den Schlesier-Preis für Bildende Kunst. Es gilt die 2G-plus-Regel, Eintritt frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:

2.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Politik

Neue Polizei-Taktik entspannt die Lage: Demos der "Spaziergänger" am Freitagabend bleiben friedlich / Knapp zwei Drittel der Teilnehmer trugen
trotz Anordnung der Polizei aber keine Maske / Die Ordnungshüter ließen sie weitgehend gewähren

Jürgen Mahncke, Charlotte Mahncke, Jens Reichenbach

Bielefeld. Etwa 2.000 Menschen haben am Freitagabend friedlich gegen die Corona- und Impf-Politik in der Bielefelder City demonstriert. Mit Spannung hatte die Stadtgesellschaft auf die nächsten Lichterspaziergänge geblickt, deren Organisatoren drei Demos angemeldet hatten. Denn für Demos gelten neue Corona-Regeln, wonach schon von Anfang an Masken-Pflicht herrscht.

Auf dem Kesselbrink hatte sich am Abend die größte Gruppe der "Spaziergänger" versammelt. Der Organisator der Gruppe "Bielefeld steht auf" bezeichnete das teilweise eskalierte Demo-Geschehen vor 14 Tagen als "unglücklich". Diesmal wolle er seine Demo möglichst komplett durchführen und plädierte deshalb wiederholt an alle Teilnehmer, den Corona-Schutzregeln nachzukommen. Dennoch trugen etwa zwei Drittel der Teilnehmer unterwegs keine Maske. Ordnungsamtsmitarbeiter sprachen vereinzelt Menschen an, konsequent wurde die Masken-Pflicht allerdings nicht durchgesetzt.

Die mit einem Großaufgebot angetretene Polizei verzichtete zunächst darauf, die Züge deshalb anzuhalten. Polizeisprecherin Sonja Rehmert sprach von einer Entscheidung der Verhältnismäßigkeit. Das Versammlungsrecht sei ein hohes Gut und zu schützen. Man wollte die Demos nicht stoppen, weil sie friedlich verliefen.

Für Entspannung hatte eine neue Taktik der Polizei geführt: Als die Versammlung am Kesselbrink 750 Teilnehmer überschritt, galt eigentlich automatisch 3G-Pflicht. Doch die Polizei teilte die Versammlung. Der erste Teil startete früher vom Kesselbrink in Richtung Willy-Brandt-Platz, bis dann später der zweite große Zug folgte. Derweil brachte die Gruppe "Gütersloh steht auf" etwa 500 Menschen im Kunsthallen-Park auf die Beine, die immer wieder "Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung" skandierten. „Herford steht auf“ versammelte im Rochdale-Park etwa 100 Teilnehmer.

Das "Bündnis gegen Rechts" hatte sich auf dem Kesselbrink, vorm Alten Rathaus, auf dem Siegfriedplatz, am Real-Parkplatz an der Teutoburger Straße sowie am Waldhof zum Gegenprotest formiert. Darunter auch Britta Haßelmann, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. Sie bekräftigte, dass die Zivilgesellschaft gegen eine Minderheit Flagge zeigen müsse. Deswegen begrüße sie auch die fünf Aktionen des Bündnisses. Trotz der deutlich veränderten Stimmung auf der Straße sollte man nicht vergessen, welcher Hass in den Telegram-Gruppen der Veranstalter weiterhin herrsche. Am Landgericht hatte sich eine Gruppe von Linken versammelt und den Demo-Zug mit lauten "Nazis-raus-Rufen" begrüßt. Sie wurden von Ordnungskräften zurückgehalten und auf die andere Straßenseite gedrängt.

Kurz vor Ende des Rundgangs um die Innenstadt wurde die Demo aus Gütersloh an der Elsa-Brändström-Straße doch noch von der Polizei gestoppt. Der Versammlungsleiter wies per Megafon auf die Masken-Pflicht hin. Mitarbeiter des Ordnungsamtes gingen durch die Reihen, um das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zu kontrollieren. Einige Teilnehmer zeigten Atteste, die sie von der Masken-Pflicht befreiten. Nach etwa zwei Stunden versammelten sich die drei Gruppen wieder an ihren Ausgangspositionen. Anschließend löste sich die Gemengelage nach und nach auf.

Während der Demos kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen auf den Straßen der Innenstadt. Auch im Bus- und Stadtbahnverkehr kam es zu großen Einschränkungen, viele Linien konnten die City nicht mehr anfahren.

Bildunterschrift: Etwa 2.000 Menschen haben am Freitagabend - wie hier vor der Kunsthalle - gegen die Corona- und Impf-Politik in der Bielefelder City demonstriert.

Bildunterschrift: Trotz Masken-Pflicht trugen die meisten Teilnehmer keine Mund-Nasen-Bedeckung oder nur halbherzig unter dem Kinn.

Bildunterschrift: Die Polizei war mit einem Großaufgebot angetreten. Dutzende Fahrzeuge und Hunderte Beamte waren im Einsatz.

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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 22./23.01.2022:

Bielefeld: Tausende protestieren gegen Corona- und Impf-Politik

Bielefeld. Etwa 2.000 Menschen haben am Freitagabend friedlich gegen die Corona- und Impf-Politik demonstriert. Etwa zwei Drittel der Demo-Teilnehmer trugen keine Maske. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sprachen vereinzelt Menschen an, doch die Masken-Pflicht wurde auch von der Polizei nicht durchgesetzt.

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