www.hiergeblieben.de

Nachrichten , 17.01.2022 :

Tages-Chronologie von Montag, 17. Januar 2022

_______________________________________________


Pressespiegel überregional


Blick nach Rechts, 17.01.2022:
Immer mehr antisemitische Straftaten im Bayern

MiGAZIN, 17.01.2022:
Linguistischer Zwischenruf / Aufmärsche sind keine Spaziergänge!

Neue Westfälische, 17.01.2022:
Querdenker schicken Drohschreiben

_______________________________________________


www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Montag, 17. Januar 2022


Am 15. Dezember 2021 erschien die Neuedition "Hirten unter Hitler: Die Rolle der Paderborner Erzbischöfe Caspar Klein und Lorenz Jaeger in der NS-Zeit", Wolfgang Stüken, "Kirche & Weltkrieg - Digitalbibliothek".

Nach einer am 8. August 2020 veröffentlichten Studie, habe es bei dem ehemaligen Paderborner Kardinal Lorenz Jaeger (1892 - 1975), "gewisse ideologische Schnittmengen" mit den Nationalsozialisten gegeben.

Am 8. August 2020 wurde das Buch "Lorenz Jäger - Ein Erzbischof in der Zeit des Nationalsozialismus" von Johannes Vutz und Josef Meyer zu Schlochtern (Hg.), in der Theologischen Fakultät Paderborn vorgestellt.

Am 8. Januar 2022 publizierte Lukas Brekenkamp - in der Online-Ausgabe der "Neue Westfälische" - über "Rechtsextreme" (Gerd, Anna-Maria Ulrich, Burkhart Weecke), bei Corona-Aktionen in Ostwestfalen-Lippe.

Am 6. Januar 2022 publizierte Lukas Brekenkamp - in der Online-Ausgabe der "Neue Westfälische" - über wachsende Demonstrationen und die "Telegram"-Gruppen von Corona-Leugnenden in Ostwestfalen-Lippe.

Am 17. Januar 2022 versammelten sich circa 100 Corona-Leugnende auf dem Marktplatz in Minden zum - von einem Vorstandsmitglied vom "AfD"-"Kreisverband Minden-Lübbecke" angemeldeten - "Spaziergang".

Am 17. Januar 2022 beteiligten sich in Detmold 302 erwachsene Pandemie-Leugnende im Schulterschluss mit beispielsweise Neonazi Gerd Ulrich oder Rolf-Arno Maertzke ("AfD") am sechsten "Lichterspaziergang".

Am 10. Januar 2022 beteiligten sich in Detmold 281 erwachsene Pandemie-Leugnende im Schulterschluss mit beispielsweise den Neonazis Gerd Ulrich sowie Burkhart Weecke an dem fünften "Lichterspaziergang".

Am 17. Januar 2022 nahmen beim vierten (wiederum nicht angemeldeten) "Spaziergang" in Schloß Holte-Stukenbrock "etwa 70" Pandemie-Leugnende teil, Ordnungsdienst und Polizei verzichteten auf Kontrollen.

Am 10. Januar 2022 nahmen beim dritten (wiederum nicht angemeldeten) "Spaziergang" in Schloß Holte-Stukenbrock "etwa 70" Pandemie-Leugnende teil, Ordnungsdienst und Polizei verzichteten auf Kontrollen.

Am 3. Januar 2022 nahmen "mehr als 100" Pandemie-Leugnende beim zweiten, wieder unangemeldeten, "Spaziergang" in Schloß Holte-Stukenbrock teil, Ordnungsdienst, sowie Polizei verzichteten auf Kontrollen.

Am 27. Dezember 2021 nahmen "etwa 80" Corona-Leugnende - auch Mitglieder vom "AfD"-"Stadtverband Schloß Holte-Stukenbrock" - am ersten, unangemeldeten, "Spaziergang" in Schloß Holte-Stukenbrock teil.

Am 17. Januar 2022 führten 26 erwachsene Pandemie-Leugnende, Auftakt am "Brunnentempel", Kurpark um 17.00 Uhr, einen Pandemie-"Spaziergang - "Wir gehen spazieren (mit Kerze) in Bad Meinberg" durch.

Am 17. Januar 2022 nahmen in Paderborn nach Polizei-Angaben "1.500" Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Für den 17. Januar 2022, 18.30 bis 20.30 Uhr, bewarb die extrem rechte Gruppe "Grundrechte Paderborn" eine (angemeldete) Demonstration gegen die Eindämmung der Pandemie, mit Auftakt am Maspernplatz.

Am 10. Januar 2022 nahmen in Paderborn "in der Spitze 2.500" (Polizei) Corona-Leugnende an einer von der (extrem rechten) Gruppe "Grundrechte Paderborn" angemeldeten Demonstration, "Lichterumzug" teil.

Am 3. Januar 2022 sagte der (extrem rechte) Influencer Tim Kellner (Horn-Bad Meinberg), als Redner bei dem Paderborner "Spaziergang": "Der Faschismus ist wieder da in Deutschland, zeigt seine wahre Fratze."

Am 3. Januar 2022 nahmen in Paderborn am "Spaziergang", der extrem rechten Corona-Leugnenden von "Grundrechte Paderborn", mit 600 Mitwirkenden, auch "Personen aus dem rechtsextremen Spektrum" teil.

Am 27. Dezember 2021 löste die Polizei eine unangemeldete Versammlung, von etwa 300 Menschen mit Lichtern und Kerzen vor der Herz-Jesu-Kirche in Paderborn auf, es wurden mehrere Strafanzeigen gestellt.

Am 17. Januar 2022 fand in der Innenstadt von Salzkotten ein "Spaziergang" von Pandemie-Leugnenden mit: "in der Spitze 85" (Kreispolizeibehörde Paderborn) Teilnehmenden - am 10. Januar 2022: 70 - statt.


www.kircheundweltkrieg.wordpress.com

www.mobile-beratung-owl.de

www.twitter.com/recherchekolle1

www.facebook.com/MindenGegenRechts

www.lap-minden.de

www.hiergeblieben.de

www.vhs-vhs.de/demokratie-leben

www.jupa-shs.de

www.facebook.com/ParentsforFuturePaderborn

www.buendnisdemokratietoleranz.wordpress.com

www.bgr-paderborn.de

www.facebook.com/paderbornerbuendnisgegenrechts

www.twitter.com/bgrpaderborn

www.vielfalt-lieben.de

_______________________________________________


Artikel-Einträge in der Datenbank:


Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 17.01.2022:
Hat Jaeger es wirklich gut gemacht?

Neue Westfälische, 17.01.2022:
Rechter Einfluss bei "Spaziergängen"

Radio Hochstift, 17.01.2022:
Viele Anti-Corona-Demos und Gegenkundgebungen heute im Hochstift

Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 17.01.2022:
189 Lichter erinnern an Corona-Tote

_______________________________________________


Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 17.01.2022:

Hat Jaeger es wirklich gut gemacht?

Wolfgang Stüken legt Neuedition seines Buches über das Wirken des Erzbischofs in der NS-Zeit vor

Paderborn (WV). Die am 6. Dezember des vergangenen Jahres von der Universität Paderborn veröffentlichte Zwischenbilanz zu den Missbrauchstaten, die während der Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941 - 2002) durch Priester des Erzbistums Paderborn verübt worden sind, offenbart schwerwiegendes Fehlverhalten der beiden früheren Oberhirten. Für Jaeger (Jahrgang 1892, Erzbischof von 1941 bis 1973) wurde damit ein weiteres Forschungskapitel aufgeschlagen.

Das erste Kapitel, sein Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs, sorgt bis heute für Diskussionen und dürfte weiter ein Thema sein. Der Paderborner Journalist Wolfgang Stüken hat eine Neuedition des Buches "Hirten unter Hitler" vorgelegt. Er hatte das Buch über die Rolle Jaegers und seines Vorgängers Caspar Klein in der NS-Zeit 1999, im Jubiläumsjahr "1.200 Jahre Bistum Paderborn“, erstmals veröffentlicht. Es war seit Jahren vergriffen.

"Er hat es gut gemacht." So lautete das Fazit zu Jaegers Wirken in der NS-Zeit, das der Historiker Joachim Kuropka, emeritierter Professor für Neueste Geschichte der Universität Vechta, für die Studie "Lorenz Jaeger. Ein Erzbischof in der Zeit des Nationalsozialismus" zog, die 2020 von der Theologischen Fakultät Paderborn publiziert wurde (Herausgeber: Josef Meyer zu Schlochtern und Johannes W. Vutz). Der im Februar 2021 mit 79 Jahren verstorbene Kuropka, wie einst Jaeger Mitglied des Päpstlichen Ordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, sparte in seinem letzten Kreuzzug gegen Kritiker Jaegers nicht an Schmähungen, wie sie in wissenschaftlichen Studien eher selten zu finden sind. Er befand, Stükens 1999 bei Klartext in Essen erschienenes Buch sei durch Aufpicken von Zitaten nach der "Hühnerhof-Methode" entstanden. Dagegen attestierte der frühere Leiter des Paderborner Erzbistums-Archiv, Dr. Arnold Otto, Stüken in jener Fakultätsstudie, er habe die 1999 bekannten Archivbefunde "noch um zahlreiche weitere Bestände" ergänzt.

Kuropkas scharfe Angriffe zielten nach Stükens Auffassung auch gegen den Düsseldorfer Publizisten und Diplomtheologen Peter Bürger (Jahrgang 1961). Das aus dem Sauerland stammende langjährige Mitglied der katholischen Friedensorganisation "Pax Christi" hatte im Jahre 2015 den Antrag der Ratsfraktion der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP, heute Linksfraktion), Jaeger die 1956 verliehene Paderborner Ehrenbürgerwürde abzuerkennen, mit einem Dossier begleitet. Der DIP-Antrag scheiterte.

Peter Bürger hat die Neuedition der "Hirten unter Hitler" als Band 12 der von ihm herausgegebenen Reihe "Kirche und Weltkrieg" herausgebracht. Auf Grund eines größeren Schriftgrades ist das 424-seitige Buch besser lesbar, zudem haben viele der Fotos ein größeres Format. Der Text des im Handel erhältlichen Buches ist zudem in der Digital-Bibliothek www.kircheundweltkrieg.wordpress.com kostenlos abrufbar. Bürger und Stüken haben einen Folgeband zu "Hirten unter Hitler" angekündigt, der Dokumente und Debatten-Beiträge zur Paderborner Bistumsleitung in der NS-Zeit enthält und voraussichtlich im Laufe dieses Jahres erscheinen soll. Das Buch "Hirten unter Hitler", Norderstedt BoD 2021, hat die ISBN-Nummer 978-3-7557-6020-7 und kostet als Paperback-Ausgabe 13,90 Euro.

Bildunterschrift: Wolfgang Stüken präsentiert die Neuauflage seines Buches über die Rolle von Paderborns Kirchenführung in der Zeit des Nationalsozialismus.

_______________________________________________


Neue Westfälische, 17.01.2022:

Rechter Einfluss bei "Spaziergängen"

Immer häufiger werden aus abgesagten Demonstrationen plötzlich "Spaziergänge" / In Telegram-Gruppen werden die Gänge durch OWL geplant - auch von Extremisten

Lukas Brekenkamp

Bielefeld. Es begann mit Demonstrationen, mittlerweile sind es "Spaziergänge". Alles ganz harmlos? In einigen Teilen von OWL muss sich die Polizei nun mit dem Spektrum aus besorgten Bürgern, Impf-Gegner und auch Rechtsextremen beschäftigen. Ein Überblick.

Die Landrätin aus Minden-Lübbecke, Anna Katharina Bölling (CDU), wurde Ziel von Querdenkern und Co. Zumindest ihr Haus. Ein extremer Fall - denn mehr als 150 Personen waren damals in der Gruppe. Eine Gruppe, die sich zum "Spazierengehen" trifft. Regelmäßig. Immer wieder werden aus den Demos plötzlich "Spaziergänge". Eine Taktik des breiten Spektrums an Querdenkern und Co. Doch wer steckt eigentlich dahinter? Und was planen sie künftig?

Wie viele "Spaziergänger" es in der Region gibt, ist kaum zu sagen, das Personen-Potenzial ist durchaus groß. In verschiedenen Städten wie Bielefeld und Paderborn kam eine vierstellige Teilnehmerzahl zusammen. Offenbar nehmen einige an Veranstaltungen in mehreren Orten teil. Viele haben für verschiedene "Spaziergänge" zugesagt - in den unterschiedlichen Telegram-Gruppen der Region, in der sich die Personen sammeln, organisieren, absprechen oder auch so manche krude These teilen.

Vom Bielefelder Staatsschutz heißt es, man beobachte, dass sich das Teilnehmer-Potenzial von Demos in OWL überschneidet und dass in der Vergangenheit bei Versammlungen am Montag eine Verteilung auf einzelne Städte festzustellen war. Wenige Tage später sei es zu einer Konzentration bei einer Demo in Bielefeld gekommen.

Generell gilt OWL als Hotspot der Corona-Proteste in NRW. Der Bielefelder Staatsschutz berichtet von einem "Höhepunkt" des Demo-Aufkommens zum Ende des vergangenen Jahres. Und: "Mit weiterer Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen muss auch mit einem weiteren Anstieg der Versammlungen gerechnet werden."

Doch wer steckt hinter den Aktionen? Tim K. ist ein bulliger, muskulöser Typ. Er ist Ex-Kommissar, Autor. Er leitet den Rocker-Club "Brothers Guard" in Horn-Bad Meinberg. Und: Er ist zu einer Art Galionsfigur der rechten Szene geworden. 400.000 Menschen folgen ihm bei YouTube, seine Videos erreichen oft sechsstellige Klicks. Darin richtet er sich immer wieder gegen Politiker oder die Politik. Alles Satire, natürlich. Oder auch nicht. Denn der NRW-Verfassungsschutz schreibt von einem "Rechtsextremisten mit großer Resonanz".

K. ist mittlerweile gern gesehener Gast bei den Spaziergängen in Paderborn, die montags stattfinden. Vor gut zwei Wochen hielt er eine Rede vor ein paar Hundert Paderbornern. Er wolle bald mit 3.000 Leuten hier in Paderborn protestieren - "wenn nicht gar 30.000". Fakt ist: Vergangenen Montag waren es bereits 2.500 Corona-Demonstranten. Man muss davon ausgehen, dass am heutigen Montag wieder demonstriert wird. Ob offiziell angemeldet oder nicht, bleibt abzuwarten.

Auch in der Bielefelder Telegram-Gruppe wird über die verschiedenen Demos gesprochen, die immer wieder stattfinden sollen. Und apropos Bielefelder Telegram-Gruppe: Wie in vielen Gruppen, die ins Spektrum der Corona-Proteste fallen, werden auch in dieser rechte Inhalte gepostet. Mal werden Verschwörungsmythen von QAnon geteilt, mal etwas von der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Allerdings: Solchen Inhalten wird auch widersprochen - aber nicht immer. Recherchen unter anderem von linken Aktivisten zeigen, dass in der Telegram-Gruppe auch Personen sind, die in den Bereich "Rechtsextrem" fallen.

Solche Menschen nahmen in der Vergangenheit auch an Demonstrationen in Bielefeld teil. Zum Beispiel Personen, die bereits bei Demonstrationen für die Holocaust-Leugnerin Haverbeck in Erscheinung getreten sind. Oder Mitglieder der Jungen Alternativen sowie extrem rechte Burschenschaftler. Oder Personen, die offenbar der rechtsextremen Identitären Bewegung oder der Partei "Die Rechte" nahe stehen - wenn nicht gar deren Mitglieder sind. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Dass Extremisten bei solchen Veranstaltungen mitlaufen, ist in Bielefeld kein Einzelfall. Der NRW-Verfassungsschutz beobachtet, dass etwa zehn bis 15 Prozent der Teilnehmer Reichsbürger oder rechtsextrem sind. Die Polizei Bielefeld spricht von einer niedrigen, zweistelligen Zahl an Personen aus diesem Spektrum, die an Demos in OWL teilnahmen und erkannt wurden. Allerdings erscheint die Zahl durchaus niedrig.

Dass die Demonstrationen ein Ende haben, ist nahezu ausgeschlossen. Zu groß erscheint der Zulauf in manchen Teilen der Region. Das zeigen Einblicke in die Telegram-Gruppen. Hier wird fleißig für weitere Corona-Demos geworben - in ganz OWL. So laden die Mitglieder zu "Spaziergängen" ein. Ob diese dann tatsächlich stattfinden, ist eine andere Frage.

Bildunterschrift: Tausende Teilnehmer beim Spaziergang der Corona Gegner durch Paderborn am 10. Januar.

____________________________________________________


Radio Hochstift, 17.01.2022:

Viele Anti-Corona-Demos und Gegenkundgebungen heute im Hochstift

Anti-Corona-Demos und entsprechende Gegenkundgebungen werden heute wohl wieder Tausende im Hochstift auf die Straße treiben. Offiziell angemeldet sind insgesamt sieben Veranstaltungen in Paderborn, Salzkotten, Bad Driburg und Warburg. Zahlenmäßig wird’s besonders in Paderborn wohl wieder sehr voll …

Das liegt auch daran, dass es heute erstmals offiziellen Gegenprotest gibt. Die Parents for Future rufen zu 18 Uhr zur Kundgebung auf dem Paderborner Rathausplatz auf. Dort werden unter anderem auch Mitglieder des Bündnisses für Demokratie und Toleranz sprechen. Fast zeitgleich startet die Demo der Corona-Gegner auf dem Maspernplatz. Sie wollen heute wiederum erstmals über den inneren Ring ziehen.

In Bad Driburg und Warburg gibt es heute Abend ebenfalls Anti-Corona-Demos - aber eben auch entsprechende Gegenkundgebungen. Eine weitere Veranstaltung ist in Salzkotten angemeldet.

_______________________________________________


Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt, 17.01.2022:

189 Lichter erinnern an Corona-Tote

Mahnwache der Grünen auf dem Paderborner Rathausplatz - Dank an Ärzteteams und Pflegekräfte

Paderborn (WV). Die Grünen haben am Samstagabend eine Mahnwache vor dem Rathaus abgehalten, um der bislang 189 Corona-Toten Paderborns zu gedenken. Jedes Licht erinnerte an einen Verstorbenen. Nach Angaben der Grünen verweilten zahlreiche Passanten spontan, auch mehrere Familienangehörige von Corona-Opfern seien zu der Mahnwache gekommen. "Eine freie Gesellschaft kann es nur mit Solidarität und Verantwortung geben. Impfen ist ein Beitrag dazu", erklärte die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer. Wichtig sei die Solidarität und Unterstützung auch für die Pflegekräfte und Ärzteteams in den Krankenhäusern, die täglich um Leben und Gesundheit der Corona-Patienten gerungen hätten und auch weiter für sie da seien.

Ausdrücklich dankten die Veranstalter der Mahnwache allen, die im Gesundheitsdienst tätig sind. Dazu gehören auch die Teams in Impf-Zentren oder mobile Impf-Teams. Von den Passanten habe es viel Zustimmung für die Aktion gegeben. Sie seien überfällig gewesen, habe es mehrfach geheißen. Die Grünen betonten, dass Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht ein hohes Gut in der Demokratie darstellten und auch gewährleistet seien. Jeder und jede, die aber mit Rechtsextremen durch Paderborn marschiere, könnte sich aber "nicht naiv wegducken".

Sigrid Beer betont: "Denjenigen, die in Chat-Gruppen hetzen und versuchen, die Debatte um die Corona-Maßnahmen politisch zu instrumentalisieren, liegt nicht an der Demokratie. Sie wollen sie verächtlich machen und zersetzen."

Wie berichtet sind für den heutigen Montagabend sowohl eine Anti-Corona-Demo und eine Gegenveranstaltung von "Parents for Future" geplant.

Bildunterschrift: Damit die Corona-Toten nicht vergessen werden, starteten die Grünen eine Lichter-Aktion.

_______________________________________________


zurück