www.hiergeblieben.de

Lippische Landes-Zeitung , 02.06.2021 :

Gemeinsam gegen Hass

Kreis Lippe (sew). Im Kreis Lippe soll er die Runde machen: der Toleranz-Tunnel. Begleitet wird er von weiteren Projekten, denn im Kreis Lippe soll Hass gegen Menschen jüdischen Glaubens nicht aufkeimen. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Professor Matitjahu Kellig, und Landrat Dr. Axel Lehmann haben sich darüber ausgetauscht, wie sich die Situation für Menschen jüdischen Glaubens in Lippe darstellt und wie das Sicherheitsgefühl von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Ostwestfalen-Lippe nachhaltig verbessert werden kann.

Am Gespräch in der Herforder Synagoge nahmen laut Pressemitteilung auch Henning Welslau (SPD), Heike Görder (CDU), Werner Loke (Bündnis 90 / Die Grünen), Ute Meyer (FDP) und Ursula Jacob-Reisinger (Die Linke) als Vertreter der Kreistagsparteien teil. "Mit der Wanderausstellung in Form eines begehbaren Tunnels, wollen wir Menschen zum Nachdenken bringen und emotional berühren", so Sascha Schmittutz, Projektkoordinator der Projekte "NRWeltoffen" und "Demokratie leben". Die so genannten Toleranz-Tunnel werden an publikumsstarken Orten aufgestellt, zum Beispiel auf Marktplätzen. Begleitende Informations- und Trainingsmaterialien werden am Ausstellungsort zur Verfügung gestellt und sollen so die durch den Tunnel erzeugten Impulse intensivieren. Weitere Themen des Gesprächs waren Bildungsprojekte für junge Menschen, wie beispielsweise Besuche der Gedenkstätte Auschwitz, und die Frage, wie dauerhafte Präsentationsmöglichkeiten für jüdische Kultur in der Region aussehen könnten.

www.toleranz-tunnel.de

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Lippische Landes-Zeitung, 27.01.2021:

"Toleranz-Tunnel" in Detmold

Berlin / Detmold. Mit einer neuen Wanderausstellung unter dem Titel "Toleranz-Tunnel" soll ab September auf öffentlichen Plätzen in Deutschland über die Auswirkungen von Intoleranz informiert und gegenseitiger Respekt gefördert werden. Der dafür gegründete Verein stellte das Projekt anlässlich des Holocaust-Gedenktags am heutigen 27. Januar in Berlin vor. Ein erster "Tunnel" soll demnach in Detmold aufgestellt werden. Die Aktion wolle über den Völkermord an den Juden und andere Genozide informieren, sowie deren Ursachen schildern und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Menschenhass deutlich machen. Das Projekt wird nach Worten des Vorsitzenden des Vereins "Toleranz-Tunnel", Matitjahu Kellig, mit 6,25 Millionen Euro vom Bundestag gefördert. In den nächsten Monaten soll die Wanderausstellung dann mit Hilfe wissenschaftlicher Begleitung entstehen. Voraussichtlich zehn Exemplare der kleinen Ausstellung werden durch Deutschland touren.

Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, übernommen. "Wir können die Zukunft nur gestalten, wenn wir sie als Ergebnis der Vergangenheit verstehen", sagte er.

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Am 25. Januar 2021 wurde auf der Bundespressekonferenz, Berlin das Projekt "Toleranz-Tunnel e.V." von Felix Klein, Prof. Matitjahu Kellig - Vorsitzender des Vorstandes - sowie MdB Helge Lindh (SPD) vorgestellt.

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www.toleranz-tunnel.de


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