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Lippische Landes-Zeitung ,
01.06.2021 :
Berichtigung
Detmold. In unserem Text über die acht neuen Stolpersteine, die die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Detmold zur Erinnerung an ermordete jüdische Detmolder Mitbürger verlegen lassen möchte, hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Natürlich wird sich die Geschwister-Scholl-Gesamtschule um die sechs Steine vor dem Haus in der Sachsenstraße 25 kümmern und nicht die Realschule, wie es falsch im Text stand. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
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Lippische Landes-Zeitung, 31.05.2021
Acht neue Stolpersteine für Detmold
Detmold. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit möchte acht neue Stolpersteine verlegen. Sie beruft sich dabei laut Pressemitteilung auf den Ratsbeschluss von 2011 zur "Unterstützung von individuellen Formen des Erinnerns und Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in der Stadt Detmold". Die Stolpersteine sollen an jüdische Detmolder Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, die von Nationalsozialisten ermordet wurden.
Es handelt sich um insgesamt vier Steine für Bernhard Buchholz, seine Ehefrau Irmgard, geb. Hellwitz, und die beiden Kinder Ilse und Gerhart, sowie um zwei weitere Stolpersteine für Moritz Rülf und seine Ehefrau Erika Rülf, geb. Lyon. Der letzte frei gewählte Wohnsitz der sechs jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger war laut Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Sachsenstraße 25 in Detmold. Zwei Stolpersteine vor dem Haus in der Hermannstraße 27 sollen an Julius und Hannelore Neuwahl erinnern.
"Fest verabredet ist, dass die Geschwister-Scholl-Realschule sich um die sechs Stolpersteine vor dem Haus in der Sachsenstraße 25 kümmern wird", heißt es in dem Antrag. Die Schule wird dies auch in das Schulprogramm aufnehmen. Die Heinrich-Drake-Realschule habe zugesichert, sich um die zwei Steine vor dem Haus in der Hermannstraße 27 zu kümmern.
Die offiziellen Bestätigungen würden noch eingereicht, nachdem das Stadtarchiv seine Stellungnahme zu dem Vorhaben abgegeben habe. Die Besitzer der jeweiligen Häuser seien mit der Bitte um Zustimmung angeschrieben worden und hätten zum Teil auch schon geantwortet.
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Am 4. Dezember 2017 wurde das - "Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold" - der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz aus Detmold, als digitale Fassung freigeschaltet.
Am 31. März 2011 hat der Rat der Stadt Detmold mehrheitlich den Beschluss gefasst, individuelle Formen des Erinnerns und Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in der Stadt Detmold zu unterstützen.
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www.gedenkbuch-detmold.de
www.stadtarchiv.detmold.de
www.jg-hf-dt.de
www.gfcjz-lippe.de
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