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1 Veranstaltung - Nachrichten ,
30.06.2021 :
Tages-Chronologie von Mittwoch, 30. Juni 2021
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Veranstaltungskalender:
- Mittwoch, 30. Juni 2021 um 15.30 Uhr -
Rundgang mit Oliver Nickel: "Drei Friedhöfe, viele Geschichten!"
Treffpunkt:
Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter
Senner Straße 28
33758 Schloß Holte-Stukenbrock
Hinweise:
Anmeldung: bis zum 28.06.2021: info@stalag326.de
www.stalag326.de/30-06-2021-drei-friedhoefe-viele-geschichten-oliver-nickel
Anzahl der Teilnehmenden: 10 Personen
In der Zeit von 1941 bis 1945 werden auf dem Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter bis zu 65.000 verstorbene Kriegsgefangene in 36 Massengräber bestattet.
Der Friedhof für die italienischen Militärinternierten wird in den 1950er Jahren aufgelöst, die sterblichen Überreste werden exhumiert und weitestgehend nach Hamburg Öjendorf umgebettet. Etwa zur selben Zeit wird das Denkmal für die sowjetischen Opfer (Gemeindefriedhof St. Achatius) abgerissen und die Gräber aufgelöst. Das Denkmal für die italienischen Opfer wird ebenfalls abgerissen und durch ein einfaches Kreuz ersetzt - heute gibt es nur wenige Spuren vom ehemaligen Friedhof für die italienischen Kriegstoten. In der Nachkriegszeit wird auf dem Gemeindefriedhof ein Denkmal für die Geflüchteten und Vertriebenen (Sozialwerk Stukenbrock) errichtet.
Gemeinsam mit Oliver Nickel geht es auch um "Spurensuche"! Wie immer, wird Oliver Nickel eine Vielzahl von historischen Fotos dabeihaben.
Der Rundgang beginnt am Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter und endet auf dem ehemaligen Italiener-Friedhof.
Veranstalterin: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: www.stalag326.de
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Pressespiegel überregional
Jüdische Allgemeine Online, 30.06.2021:
Chiemsee / Neuer Anlauf gegen umstrittenen Jodl-Gedenkstein
Neue Westfälische, 30.06.2021:
Majdanek-Prozess endete vor 40 Jahren / Jugendliche initiierten nach dem Urteil in Düsseldorf eine Gedenkstätte
Frankfurter Rundschau Online, 30.06.2021:
FR-Diskussion zum Nachschauen / Die Angehörigen der Opfer von Hanau dringen weiter auf Aufklärung
Frankfurter Neue Presse Online, 30.06.2021:
Antisemitismus in Frankfurt / Unbekannte beschmieren jüdischen Friedhof mit Hakenkreuz
Leipziger Volkszeitung Online, 30.06.2021:
An einem Tag / Leipziger Staatsschutz ermittelt zu mehreren Nazi-Symbolen
Norddeutscher Rundfunk, 30.06.2021:
Razzia gegen Hass-Kriminalität im Internet in Hamburg
Jüdische Allgemeine Online, 30.06.2021:
Gericht bestätigt "Identitäre Bewegung" als Verdachtsfall
Der Tagesspiegel Online, 30.06.2021:
Machte er gezielt Jagd auf AfD-Gegner? / Anklage wegen versuchten Totschlags nach Auto-Attacke
MiGAZIN, 30.06.2021:
Zivilgesellschaft warnt / Mehrere zehn Millionen Euro staatliche Förderung für AfD-Stiftung
Blick nach Rechts, 30.06.2021:
Freispruch für Polizisten wegen rechtsextremer Chats
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 30. Juni 2021
Am 20. August 2020 erschien das Buch "Shmuel Raveh (1925 - 1986). Die Geschichte meines Vaters" von Michael Raveh im "Verlag für Regionalgeschichte", Reihe "Schriften des Städtischen Museums Lemgo 21".
Am 30. Juni 2021 fanden in Detmold Kundgebungen und "Spaziergänge" von Pandemie-Leugnenden, der Initiative "Lippe für Freiheit, Frieden und menschliches Miteinander", mit gesamt 14 Teilnehmenden statt.
Am 30. Juni 2021 beschloss der Rat der Stadt Bad Salzuflen mit 30 von 59 Stimmen - dass sich die Stadt zu einem "Sicheren Hafen" für schiffbrüchige Geflüchtete erklärt - sowie dem Bündnis "Seebrücke" beitritt.
www.museen-lemgo.de
www.stadtarchiv-lemgo.de/literatur/schriften-des-staedtischen-museums-lemgo
www.gfcjz-lippe.de
www.hiergeblieben.de
https://bad-salzuflen.ratsinfomanagement.net
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Lippische Landes-Zeitung, 30.06.2021:
Unvergessliche Worte
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Lippische Landes-Zeitung, 30.06.2021:
Unvergessliche Worte
Die Sonderausstellung zu Ehren Shmuel Ravehs wird im Beisein seiner Söhne feierlich eröffnet
Lemgo (pm.) Zu der vor einem Monat fertiggestellten Sonderausstellung "Shmuel Raveh 1925 - 1986 - Das Leben eines stillen Zeitzeugen?!" gab es nun die offizielle feierliche Eröffnungsveranstaltung. Für Bürgermeister Markus Baier war es eine besondere Ehre, die Veranstaltung mit den Ehrengästen aus Israel eröffnen zu dürfen: den Söhnen Michael und Danny Raveh.
Michael Raveh las aus der Biografie, die er über seinen Vater geschrieben hat, der ehemalige Museumsleiter Jürgen Scheffler übersetzte die Lebensgeschichte von Shmuel Raveh dann ins Deutsche. Michael Raveh nutzte für die Biografie auch Schriftstücke seines am 11. Dezember 1986 verstorbenen Vaters. Da es davon nicht allzu viele gab, machte er sich nach dem Tode seiner Mutter am 27. Mai. 2017 auf eine Reise in die Vergangenheit. Er begab sich zu einer der größten Holocaust-Gedenkstätten Yad Vashem, um dort Informationen über seinen Vater zu finden. Dieser Versuch sollte jedoch fehlschlagen. Einige Jahre später fand Raveh dann in einer Gedenkstätte in den USA in einem Buch weitere Hinweise.
In Lemgo las er unter anderem von der Flucht aus Polen und dem Leben in Lemgo. Die Passagen hatte Shmuel Raveh selbst zu Papier gebracht. Das Publikum lauschte still und betroffen. Manche hatten Tränen in den Augen, als sie hörten, wie jüdische Bürger sich nach Alter sortieren mussten, um in den sicheren Tod deportiert zu werden.
Fünf Schülerinnen und Schüler der Lemgoer Karla-Raveh-Gesamtschule zeigten Ausschnitte aus dem Theaterstück über Shmuel Raveh, das unter der Regie von Freya Müller, mit einer Choreographie von Patricia Struffolino und der Musik von Philipp Schmidt-Rhaesa, Lehrer an der Gesamtschule, präsentiert wurde. Das komplette Stück wird noch bis September ausgearbeitet und dann im Hexenbürgermeisterhaus aufgeführt.
Nach dem Theaterstück führte Kuratorin Sara Elkmann die Besucher durch die Sonderausstellung. Diese ist in sechs Abschnitte unterteilt und beginnt mit dem Sommer 1939 in Debblin in Polen.
Museumsleiter Fabian Schröder freute sich über die zahlreichen Besucher und wandte sich mit emotionalen Worte auch an die Familie Raveh: "Uns war es besonders wichtig, dass die Familie Raveh bei der Eröffnung der Ausstellung mit dabei ist."
Shmuel Raveh, damals noch Rubin, kam 1949 nach Lemgo und heiratete Karla Frenkel. Im Jahr 1967 änderten sie ihren Nachnamen in das hebräische Raveh.
Bildunterschrift: Über die Eröffnung der Sonderausstellung von Shmuel Raveh freuen sich (von links) Bürgermeister Markus Baier, Michael Raveh, Sara Elkmann und Museumsleiter Fabian Schröder. Alle Beteiligten wurden negativ auf Corona getestet.
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