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Westfalen-Blatt , 20.05.2021 :

Moschee als Terror-Ziel?

"Gruppe S." wollte angeblich in Bielefeld zuschlagen

Minden / Stuttgart (WB/ca). Die mutmaßlich rechtsterroristische Organisation "Gruppe S.", die seit vier Wochen in Stuttgart vor Gericht steht, soll auch einen Anschlag auf eine Moschee in Bielefeld ins Auge gefasst haben. Das wurde während der Verhandlung am Dienstag bekannt.

Die Gruppe, die nach ihrem Anführer Werner S. (55) benannt ist, hatte sich am 8. Februar 2020 im Haus des Fliesenlegers Thomas N. (56) in Minden getroffen - angeblich, um Anschläge in Deutschland vorzubereiten. Der Plan soll gewesen sein, durch Terror bürgerkriegsähnliche Zustände zu schaffen und schließlich einen Umsturz herbeizuführen.

Was die Gruppe nicht ahnte: Ein Mitglied hatte längst die Seiten gewechselt und informierte einen Tag nach dem Treffen in Minden die Sicherheitsbehörden. Neun Stunden lang wurde der Mann vernommen, und ein Teil der auf Video aufgezeichneten Aussage wurde am Dienstag im Gerichtssaal vorgespielt. Demnach wollte Werner S. mit Anschlägen auf Moscheen eine gewaltsame Gegenreaktionen von Muslimen provozieren und Deutschland ins Chaos stürzen. Die Überlegung, eine Großmoschee in Köln anzugreifen, sei wegen der hohen Polizeipräsenz in Köln verworfen worden. Deshalb sei Bielefeld ins Spiel gekommen.

Bei dem Treffen in Minden sollen die meisten der zwölf Mitglieder 5.000 Euro für Waffenkäufe zugesagt haben. Fliesenleger Thomas N. sollte sich angeblich um einen Rückzugsort in Süddeutschland kümmern.

Der Prozess, der eigentlich gestern fortgesetzt werden sollte, wurde vertagt, weil es in einer Justizhaftanstalt, in der einer der Angeklagten in U-Haft sitzt, einen Corona-Fall gegeben hat. Das Gericht will verhindern, dass das Virus in den Verhandlungssaal eingeschleppt und der Mammut-Prozess gefährdet wird.

Bildunterschrift: Ein Polizist betritt das Haus von Thomas N.

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Am 18. Mai 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart -, ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.

Am 11. Mai 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart -, ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.

Am 6. Mai 2021 durchsuchen Polizeikräfte in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen sowie Thüringen Wohnungen sowie andere Räumlichkeiten mutmaßlicher weiterer Mitglieder der terroristischen"Gruppe S.".

Am 27. April 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart - ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.

Am 14. April 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart - ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.

Am 13. April 2021 wurde beim OLG Stuttgart der Prozess gegen die terroristische Vereinigung "Gruppe S.", auch gegen die Akteure Thomas Niemann (einer der Haupttäter) und Markus Krüper aus Minden eröffnet.

Am 4. November 2020 hat die Bundesanwaltschaft vor dem Staatsschutzsenat des OLG Stuttgart Anklage, gegen "elf mutmaßliche Mitglieder" - so wie "einen mutmaßlichen Unterstützer" der "Gruppe S.", erhoben.

Am 13. Juli 2020 wurde der am 14. Februar 2020 in Porta Westfalica - wegen mutmaßlicher Unterstützung der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - verhaftete Ulf Rösener tot in der JVA Dortmund aufgefunden.

Am 14. Februar 2020 wurden zwölf Neonazis der in Alfdorf gegründeten "Gruppe S." beziehungsweise "Der harte Kern", dabei Thomas Niemann, Markus Krüper, Minden; Ulf Rösener aus Porta Westfalica, verhaftet.

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