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Mindener Tageblatt ,
20.05.2021 :
Terror-Prozess führt nach OWL
Pläne für Anschlag auf Bielefelder Moschee / Auch Mindener vor Gericht
Stuttgart / Bielefeld / Minden (dpa/groe). Erneut bringt die Corona-Pandemie die Planung des großen Terror-Prozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart durcheinander. In einer Justizvollzugsanstalt habe sich ein weiteres Mal ein Bediensteter oder Häftling mit dem Corona-Virus angesteckt, teilte das Oberlandesgericht mit. Deshalb wurde der Hauptverhandlungstermin am Mittwoch im Staatsschutzverfahren aufgehoben.
Vor Gericht stehen insgesamt elf mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Gruppe S.", darunter zwei Männer aus Minden. Benannt nach ihrem mutmaßlichen Rädelsführer Werner S., der aus dem Raum Augsburg stammt, soll die Gruppe Waffen gehortet und Anschläge geplant haben.
Der Anklage zufolge wollten die Männer Moscheen überfallen und Muslime töten, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" auszulösen. Bei der Verhandlung stand zunächst Paul U. im Mittelpunkt. Er ist Kronzeuge, aber auch Angeklagter. Einen Tag nach einem Treffen der Gruppe in Minden Anfang Februar 2020 hatte er die Polizei mit Informationen beliefert. Die Anfänge seiner Verhöre wurden am Dienstag vor Gericht als Video vorgespielt.
Daraus gehe hervor, dass bei dem Treffen zunächst eine Großmoschee in Köln ins Auge gefasst worden sei, berichtet der WDR. Wegen der großen Polizeipräsenz in der Millionenstadt habe man das verworfen und mittelgroße Städte ins Auge gefasst. Als erstes Beispiel sei laut den Aussagen des Angeklagten Paul U. Bielefeld ins Spiel gebracht worden. Fast alle Teilnehmer hätten Waffen bestellt - auch die beiden Mindener Gastgeber des Treffens, Thomas N. und Markus K.
Abgehörte Telefongespräche zwischen Werner S. und den Mitglieder der Gruppe gaben einen Einblick in die Rollen der einzelnen Angeklagten.
So soll sich der Mindener Thomas N. zur Mitfinanzierung eines Rückzugsortes der Gruppe in Süddeutschland bereit erklärt haben. Von den zwölf Angeklagten, die am 14. Februar 2020 festgenommen worden waren, sitzen elf in Untersuchungshaft, einer befindet sich auf freiem Fuß.
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Am 18. Mai 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart -, ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.
Am 11. Mai 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart -, ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.
Am 6. Mai 2021 durchsuchen Polizeikräfte in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen sowie Thüringen Wohnungen sowie andere Räumlichkeiten mutmaßlicher weiterer Mitglieder der terroristischen"Gruppe S.".
Am 27. April 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart - ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.
Am 14. April 2021 fand vor dem - Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart - ein weiterer Verhandlungstag, im Verfahren gegen die Angeklagten der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - statt.
Am 13. April 2021 wurde beim OLG Stuttgart der Prozess gegen die terroristische Vereinigung "Gruppe S.", auch gegen die Akteure Thomas Niemann (einer der Haupttäter) und Markus Krüper aus Minden eröffnet.
Am 4. November 2020 hat die Bundesanwaltschaft vor dem Staatsschutzsenat des OLG Stuttgart Anklage, gegen "elf mutmaßliche Mitglieder" - so wie "einen mutmaßlichen Unterstützer" der "Gruppe S.", erhoben.
Am 13. Juli 2020 wurde der am 14. Februar 2020 in Porta Westfalica - wegen mutmaßlicher Unterstützung der terroristischen Vereinigung "Gruppe S." - verhaftete Ulf Rösener tot in der JVA Dortmund aufgefunden.
Am 14. Februar 2020 wurden zwölf Neonazis der in Alfdorf gegründeten "Gruppe S." beziehungsweise "Der harte Kern", dabei Thomas Niemann, Markus Krüper, Minden; Ulf Rösener aus Porta Westfalica, verhaftet.
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