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Neue Westfälische - Herforder Kreisanzeiger , 13.05.2021 :

Polizei verstärkt Präsenz vor der Synagoge

Hintergrund sind Übergriffe an jüdischen Gotteshäusern in Bonn, Düsseldorf und Münster

Jobst Lüdeking

Herford. Die Herforder Polizei hat den Schutz der Synagoge an der Komturstraße wieder verstärkt. Erneut sind permanent Beamte als Standposten vor dem Gotteshaus im Einsatz. Die Polizei reagiert damit auf Übergriffe an Synagogen in Bonn, Düsseldorf und Münster. Dort waren israelische Flaggen verbrannt worden. Konkrete Hinweise auf Gefährdungen gebe es in Herford nicht, teilte die Behörde mit.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse an den Synagogen in Nordrhein-Westfalen hatte Innenminister Herbert Reul angeordnet, die polizeilichen Maßnahmen zu verstärken. Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz zu den Vorfällen an jüdischen Einrichtungen im Rheinland und Westfalen. Die Polizei hat bislang 13 Tatverdächtige ermittelt und davon drei Personen festgenommen, so das Innenministerium.

Immer wieder, wenn etwa der Konflikt im Nahen Osten - wie etwa im Jahr 2014 - aufflammt, müssen die Gotteshäuser geschützt werden, da die Gefahr besteht, dass es dort zu Übergriffen kommen könnte.

Herford hat seit Jahren eine salafistische Szene, die derzeit aber nicht öffentlich präsent ist.

Bildunterschrift: Streifenwagen der Herforder Polizei stehen vor der Herforder Synagoge.

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Am 12. Mai 2021 zeigte die Kreispolizeibehörde - nach diversen vorhergehenden Angriffen auf nordrhein-westfälische Synagogen - Präsenz in Herford vor der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold.

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13./14.05.2021

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