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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock , 11.05.2021 :

Jugendliche auf Spuren der NS-Zeit

Bildungsstätte Haus Neuland hat "MyhistoryMap OWL" erfolgreich beendet - Besuch der Gedenkstätte Stalag 326

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zum Abschluss des Projektes "MyHistoryMap OWL" der Bielefelder Bildungsstätte Haus Neuland gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: die 16 Projekt-Monate standen im Zeichen von Corona - vieles lief ganz anders als geplant. Viel entscheidender ist aber die gute Nachricht: der Bildungsauftrag wurde trotzdem erfüllt und das Projekt war ein voller Erfolg.

Rund 160 Jugendliche haben sich im Projekt-Zeitraum (Januar 2020 bis April 2021) intensiv mit den Spuren des Nationalsozialismus in Ostwestfalen-Lippe auseinandergesetzt. Durch selbst erstellte Medienprodukte haben sie einen Beitrag dazu geleistet, dass die NS-Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten. "Zum einen haben wir mit den Jugendlichen verschiedene Erinnerungsorte in der Region erforscht, um deutlich zu machen, dass die Verbrechen der NS-Zeit nicht weit entfernt waren, sondern direkt vor der eigenen Haustür stattgefunden haben", berichtet Projektkoordinator Felix Tiemann, der "MyHistoryMap OWL" gemeinsam mit seinem Kollegen Steffen Steinmann durchgeführt hat.

Zum anderen war dem Team der Transfer in die Gegenwart wichtig. "Die NS-Herrschaft zieht bis heute Kontinuitäten nach sich, die aufgearbeitet werden müssen. Daher haben wir in unseren Workshops auch Formen von Diskriminierung und Alltagsrassismus in der heutigen Gesellschaft thematisiert, um den Jugendlichen zu zeigen, wie sie Diskriminierung erkennen und diesem Phänomen entgegentreten können", erläutert Felix Tiemann weiter.

Bedingt durch die Pandemie ist das Projekt, das von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wurde, noch digitaler geworden als ursprünglich geplant. Die Projekt-Koordinatoren mussten viele Veranstaltungen umplanen und entwickelten alternative Formate zur Durchführung und Vermittlung der Inhalte. Rein digitale und hybride Angebote über Programme wie Microsoft Teams oder Zoom ergänzten und ersetzten viele Workshops vor Ort im Haus Neuland. "Das hat wirklich gut funktioniert, und die Jugendlichen haben super mitgearbeitet", berichtet Felix Tiemann.

Dennoch waren sowohl die Projekt-Koordinatoren als auch die freien Referentinnen und Referenten, die an der Durchführung der Workshops beteiligt waren, froh, als sich die Pandemie-Situation im Sommer 2020 entspannte. "In den Sommermonaten konnten wir unter Auflagen einige Veranstaltungen vor Ort im Haus Neuland durchführen und auch aufgeschobene Exkursionen nachholen", so Felix Tiemann.

Besucht wurden unter anderem die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg, die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) in Schloß Holte-Stukenbrock, das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen, das Hermannsdenkmal in Detmold, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica und das Museum Wäschefabrik in Bielefeld.

Über alle im Projekt bearbeiteten Orte informiert auch eine eigens erstellte Broschüre, die auf der Projekt-Webseite zum Download bereitsteht. Zu einzelnen Erinnerungsorten haben die Jugendlichen Videos und Podcasts erstellt, die in eine interaktive Karte eingebunden wurden. Diese "HistoryMap OWL" kann auch auf der Homepage angeschaut werden:

www.historymap.de

Bildunterschrift: Die Projektkoordinatoren Felix Tiemann (links) und Steffen Steinmann haben "MyHistoryMap OWL" im Haus Neuland durchgeführt.

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Westfalen-Blatt / Bielefelder Zeitung, 25.01.2021:

Auf den Spuren der NS-Zeit in OWL

Broschüre zum Projekt "My History Map OWL" der Bildungsstätte Haus Neuland erschienen

Bielefeld (WB). Was ist in der Zeit des Nationalsozialismus in Ostwestfalen-Lippe passiert, und was müssen wir tun, damit sich Derartiges niemals wiederholt? Wie sehen Diskriminierung und Rassismus heute aus, und was können wir dagegen unternehmen? Diese Fragen sind angesichts des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ganz aktuell. Im Projekt "My History Map OWL" der Bildungsstätte Haus Neuland beschäftigen sich Jugendliche mit dem Themenkomplex und erforschen Orte des Erinnerns an ihrem eigenen Wohnort.

Die Wewelsburg in Büren, das Hermannsdenkmal in Detmold oder das Stalag 326 in Schloß-Holte Stukenbrock sind nur einige Orte in Ostwestfalen-Lippe, deren Geschichte durch die NS-Zeit geprägt ist. Wer einmal vor Ort war, steht oft ganz im Eindruck der historischen Ereignisse und kann diese dadurch besser verstehen und kritisch hinterfragen. "Die meisten Jugendlichen, mit denen wir diese Orte bisher besucht haben, waren wirklich schockiert über die drastischen Auswirkungen des NS-Regimes direkt vor der eigenen Haustür. Dadurch haben sie angefangen, sich intensiv und aus eigenem Antrieb mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen", erläutert Felix Tiemann, der das Projekt vom Haus Neuland gemeinsam mit seinem Kollegen Steffen Steinmann durchführt. Gefördert wird "My History Map OWL" von der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit Projektbeginn Anfang 2020 hat das Team - trotz Corona - rund 80 Teilnehmer in sieben Gruppen erreicht.

"Ganz wichtig ist uns auch, den Blick in die Vergangenheit durch die Betrachtung von gegenwärtigen Formen der Diskriminierung und des Alltagsrassismus zu vertiefen. Die Jugendlichen haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was sich eigentlich ändern muss, um Menschen-Feindlichkeit zu vermeiden und eine vielfältige, tolerante Gesellschaft zu fördern", betont Projektkoordinator Steffen Steinmann.

So sind Videos und Podcasts zu mehreren Orten des Erinnerns entstanden. Diese Ergebnisse sind online auf der "History Map OWL" zu finden. Zudem dokumentiert eine Broschüre, die Anfang Januar erschienen ist, alle im Projekt behandelten Orte. Sie kann auf der Projekt-Webseite www.historymap.de angeschaut oder als gedrucktes Exemplar bestellt werden - eine E-Mail an history@haus-neuland.de genügt.

Interessierte Schulen können sich auch weiterhin im Haus Neuland melden. Da das Projekt von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird, ist die Teilnahme für die Schulen kostenlos. Bis Ende April 2021 läuft My History Map OWL noch.

Bildunterschrift: Bei Exkursionen haben die Jugendlichen verschiedene Orte des Erinnerns kennengelernt.

Bildunterschrift: Projektkoordinator Felix Tiemann.

Bildunterschrift: Projektkoordinator Steffen Steinmann.

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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 23./24.01.2021:

Jugendliche erforschen Orte des Erinnerns

Projekt "MyHistoryMap OWL" im Zeichen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar aktueller denn je

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Was ist in der Zeit des Nationalsozialismus in Ostwestfalen-Lippe passiert, und was müssen wir tun, damit sich Derartiges niemals wiederholt? Wie sehen Diskriminierung und Rassismus heute aus, und was können wir dagegen unternehmen? Diese Fragen sind angesichts des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ganz aktuell. Im Projekt "MyHistoryMap OWL" der Bildungsstätte Haus Neuland beschäftigen sich Jugendliche mit dem Themenkomplex und erforschen Orte des Erinnerns an ihrem eigenen Wohnort.

Die Wewelsburg in Büren, das Hermannsdenkmal in Detmold oder das Stalag 326 in Schloß-Holte Stukenbrock sind nur einige Orte in Ostwestfalen-Lippe, deren Geschichte durch die NS-Zeit geprägt ist. Wer einmal vor Ort war, steht oft ganz im Eindruck der historischen Ereignisse und kann diese dadurch besser verstehen und kritisch hinterfragen. "Die meisten Jugendlichen, mit denen wir diese Orte bisher besucht haben, waren wirklich schockiert über die drastischen Auswirkungen des NS-Regimes direkt vor der eigenen Haustür. Dadurch haben sie angefangen, sich intensiv und aus eigenem Antrieb mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen", sagt Felix Tiemann, der das Projekt vom Haus Neuland gemeinsam mit seinem Kollegen Steffen Steinmann durchführt. Gefördert wird MyHistoryMap OWL von der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit Projektbeginn Anfang 2020 hat das Team - trotz Corona - rund 80 Teilnehmende in sieben Gruppen erreicht.

"Ganz wichtig ist uns auch, den Blick in die Vergangenheit durch die Betrachtung von gegenwärtigen Formen der Diskriminierung und des Alltagsrassismus zu vertiefen. Die Jugendlichen haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was sich eigentlich ändern muss, um Menschenfeindlichkeit zu vermeiden und eine vielfältige, tolerante Gesellschaft zu fördern", betont Projektkoordinator Steffen Steinmann.

So sind Videos und Podcasts zu mehreren Orten des Erinnerns entstanden. Diese Ergebnisse sind online auf der HistoryMap OWL zu finden. Zudem dokumentiert eine Broschüre, die Anfang Januar erschienen ist, alle im Projekt behandelten Orte. Sie kann auf der Projekt-Webseite www.historymap.de angeschaut oder als gedrucktes Exemplar bestellt werden - eine E-Mail an history@haus-neuland.de genügt.

Interessierte Schulen können sich auch weiterhin im Haus Neuland melden. Da das Projekt von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird, ist die Teilnahme für die Schulen kostenlos. Bis Ende April 2021 läuft MyHistoryMap OWL noch.

Zum Abschluss sind zwei kostenlose Camps in den Osterferien geplant - wenn die Pandemie-Situation es zulässt. Die Camps sollen unter dem Titel "MyHistory OsterCamp - Vergangenheit erfahren, Zukunft gestalten" vom 29. März bis 1. April sowie vom 6. bis 9. April 2021 im Haus Neuland stattfinden und richten sich an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Exkursionen, Gespräche mit Expertinnen und Experten sowie die Produktion eigener Videos gehören zum viertägigen Programm. Übernachtung und Verpflegung im Haus Neuland sind inklusive. Mehr Informationen gibt es bei den Projektkoordinatoren Felix Tiemann und Steffen Steinmann im Internet unter history@haus-neuland.de.

Bildunterschrift: Ein Grabstein, der auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof steht (dritter von links), symbolisiert das Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock.

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Von Januar 2020 bis April 2021 haben sich rund 160 Jugendliche, im Rahmen des Projekts "MyHistoryMap OWL" der Bildungsstätte Haus Neuland, mit den regionalen Spuren der NS-Herrschaft auseinandergesetzt.

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www.historymap.de


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