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Neue Westfälische Online , 09.05.2021 :

Rietberg / Nicht mal die Hälfte der angekündigten Corona-Gegner kommt zur Demo

09.05.2021 - 16.59 Uhr

250 Teilnehmer wurden zu einer Kundgebung in Rietberg erwartet. An dem Protest teilgenommen haben nach Polizeiangaben am Sonntag bei schönstem Frühlingswetter lediglich 110 Demonstranten.

Rainer Stephan

Rietberg. Bei Sommerwetter versammelten sich Sonntagmittag auf dem Parkplatz am Rietberger Busbahnhof nach Polizeiangaben etwa 110 Menschen zu einer öffentlichen Kundgebung. Bei der Polizei war die Veranstaltung unter dem Namen "Spaziergang für alle von den Corona-Schutzmaßnahmen Betroffenen, Grundrechte" ordnungsgemäß als Demonstration mit 250 erwarteten Teilnehmern angemeldet worden.

Initiator war die Gruppe "Wir für Rietberg", vertreten durch Alexander Wosley. "Gemeinsam, mutig, stark" nannte der Rietberger in seiner Begrüßungsansprache ein Motto der Veranstaltung. Es gehe darum, positive Energie auszustrahlen. Ein zweites Motto lautete "Mit Mutti gegen Mutti". Plakate mit der Aufschrift "Glotze aus - Kopf an" oder "Kein Impfzwang" sowie T-Shirts mit dem Aufdruck "Es reicht" zeigten, dass Veranstalter und Teilnehmer der Demo mit den von der Politik beschlossenen Corona-Maßnahmen nicht einverstanden sind.

"Wir sprechen nicht mit Ihnen"

Auf Nachfrage nach einem Hauptanliegen, einer Kernbotschaft oder eventuellen Forderungen blieben die Akteure in ihren Antworten unverbindlich. "Wir sind für alle von Corona Betroffenen. Unsere Botschaft ist "Freiheit"", so Wosley. Drei "Es reicht"-T-Shirt-Träger aus Paderborn waren noch einsilbiger: "Von der NW sind Sie? Wir sprechen nicht mit Ihnen. Machen Sie Ihren Job", antworteten sie auf die Frage nach ihrer Motivation, an der Demo teilzunehmen.

Zu spüren war das Anliegen, bei den Demonstranten ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, eine positive Grundstimmung zu verbreiten. So dankte die Rietberger Montagsmarsch-Organisatorin, die als Lena vorgestellt wurde, allen anwesenden Müttern und ließ ihnen für jedes Kind eine Rose überreichen. Sie kündigte auch ein Spaß-Programm für Kinder an. Eine Sängerin trug "Imagine" von John Lennon und "Wozu sind Kriege da?" von Udo Lindenberg vor. Ein etwa einstündiger Spaziergang durch das Stadtzentrum schloss sich an. Den Abschluss bildete eine Kundgebung mit "offenem Mikrofon" auf dem Parkplatz des Schulzentrums.

Vom Ordnungsamt der Stadt Rietberg waren zwei Mitarbeiter im Einsatz, um das Einhalten von Mund-Nase-Schutz und Abstandsregeln sicherzustellen. Die Polizei war mit etwa 25 Kräften vor Ort, hielt sich allerdings im Hintergrund. Über die Veranstalter sagte Polizeihauptkommissar Uwe Koch, stellvertretender Leiter der Station Rheda-Wiedenbrück: "Die haben sich sehr kooperativ verhalten."

Bildunterschrift: Alexander Wosley begrüßt die Teilnehmer zur Demo gegen Corona-Maßnahmen am Muttertag. Das Motto lautete: "Mit Mutti gegen Mutti". Weniger als die Hälfte folgte dem offenbar.

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Für den 10. Mai 2021 hat eine "Privatperson" für den Abend, am Zentralen Omnibusbahnhof in Rietberg - eine weitere Zusammenkunft, gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen - behördlich angemeldet.

Am 9. Mai 2021 fand am ZOB in Rietberg ab 14.00 Uhr ein "Spaziergang für Grundrechte", als "OWL Treff "BiLiPaRi"", das Motto: "Mit Mutti gegen "Mutti"" ("Kommt mit eurer Mutti"), mit 112 Teilnehmenden statt.

Am 19. April 2021 fand unter dem Motto "Gemeinsam - mutig - stark" - mit mehr als 450 Teilnehmenden ein "Lichterspaziergang", gegen die Corona-Schutzmaßnahmen durch die Innenstadt von Rietberg - statt.

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