www.hiergeblieben.de

Westfalen-Blatt , 26.02.2020 :

Sondersitzung zu Terror-Zelle

Düsseldorf (dpa). Der Innenausschuss des Landtags kommt am 5. März zu einer Sondersitzung wegen der mutmaßlichen rechten Terror-Zelle und ihrer Bezüge zu NRW zusammen. Das hat der Ausschussvorsitzende, Daniel Sieveke (CDU), den zuständigen Obleuten mitgeteilt. Die SPD hatte den Sondertermin beantragt, in der Innenminister Herbert Reul (CDU) unter anderem einen Fragenkatalog zu der Gruppe um Werner S. beantworten soll.

Zu der rechten Terrorzelle sollen neben einem verhafteten Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in Hamm weitere Verdächtige aus NRW angehören. Die SPD will im Ausschuss unter anderem wissen, ob der tatverdächtige Polizei­-Mitarbeiter auf "Daten von potenziellen Opfern zugreifen konnte, die dadurch gefährdet wurden". Zudem solle Reul erklären, wie rechtsextreme Umtriebe innerhalb der Polizei erkannt, gesammelt und behandelt werden. In der Sondersitzung soll nach dem Willen der SPD auch der Anschlag mit zehn Todesopfern im hessischen Hanau thematisiert werden.

_______________________________________________


WDR-Nachrichten aus Westfalen-Lippe, 24.02.2020:

Rechtes Terror-Netzwerk größer als vermutet

24.02.2020 - 19.52 Uhr

WDR hat Hinweise auf weitläufiges Terror-Netz

Mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten

Offenbar auch Kontakte zur Bürgerwehr-Szene

Das rechte Terror-Netzwerk in Deutschland ist offenbar größer als bislang bekannt. Nach Informationen des WDR aus dem behördlichen Umfeld gibt es Hinweise auf ein weitläufiges Netz gewaltbereiter Rechtsextremisten.

Mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten vermutet

Ein V-Mann hatte den Sicherheitsbehörden über Monate Informationen über die Terror-Gruppe von Werner S. geliefert - sie war vor knapp zwei Wochen aufgeflogen. Der Spitzel war bei mehreren Treffen der Terror-Zelle dabei. Nach WDR-Informationen liegen den Behörden Anhaltspunkte darüber vor, dass es mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten in ganz Deutschland und im nahen Ausland gibt, die sofort zu einem bewaffneten Kampf bereit wären. Auch die organisierte Bürgerwehr-Szene in Nordrhein-Westfalen soll enge Kontakte zur Terror-Gruppe um Werner S. gepflegt haben. Weitere Terror-Helfer sollten bei Großdemonstrationen geworben werden.

Festnahmen nach Treffen in Minden

Vor knapp zwei Wochen hatte der Generalbundesanwalt zwölf Männer der Gruppe S. in Haft genommen - wenige Tage nach einem konspirativen Treffen im westfälischen Minden. Die mutmaßlichen Terroristen hatten bei dem Treffen vereinbart, zeitgleich Anschläge auf bis zu sechs Moscheen in mittelgroßen Städten auszuüben. Die Waffen dafür sollten unter anderem in Tschechien gekauft werden. Ziel der Anschläge sei es gewesen, so viele Muslime und Migranten wie möglich zu töten. Dies sollte eine Gegenreaktion provozieren - und damit bürgerkriegsähnliche Verhältnisse.

_______________________________________________


www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen

www.lap-minden.de

www.mobile-beratung-owl.de

www.facebook.com/MindenGegenRechts


zurück