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Zeit Online ,
26.02.2020 :
Rechter Terror: Gruppe S. erwog offenbar Anschläge auf Habeck und Hofreiter
26.02.2020 - 18.17 Uhr
Die mutmaßlichen Rechtsterroristen diskutierten Informationen der Zeit zufolge auch Anschläge auf Politiker. Namentlich erwähnten sie demnach zwei prominente Grüne.
Die kürzlich festgenommenen mutmaßlichen Rechtsterroristen der Gruppe S. haben nach Recherchen der Zeit Anschläge auf die Grünen-Politiker Robert Habeck und Anton Hofreiter erwogen. Das haben die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft ergeben. Demnach diskutierten die Beschuldigten über "weiche" und "harte" Ziele. Als "weiche Ziele" seien etwa Schwarzafrikaner genannt worden, als "harte Ziele" hätten intern deutsche Politiker gegolten. Namentlich erwähnten die Rechtsextremisten den Ermittlungen zufolge Habeck und Hofreiter.
Einer der Hauptverdächtigen habe in einem Gespräch behauptet, die Zeiten von Bürgerwehren seien vorbei, sie seien viel weiter, er sei bereit, sein "Leben liegen zu lassen". Der mutmaßliche Rädelsführer Werner S. beschrieb in einem abgehörten Gespräch die mutmaßlichen Anschlagspläne so: "Zehn Männer, zehn Bundesländer, fertig. Oder meinetwegen nur fünf, wenn’s Zweiergruppen sind."
Mitte Februar waren bei einer Razzia gegen eine mutmaßlich rechte Terror-Zelle zwölf Menschen festgenommen worden. Die Gruppe hatte laut Bundesanwaltschaft die Absicht, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeizuführen.
Bildunterschrift: Die Bundesanwaltschaft wirft der Gruppe S. vor, dass sie durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeiführen wollte.
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WDR-Nachrichten aus Westfalen-Lippe, 24.02.2020:
Rechtes Terror-Netzwerk größer als vermutet
24.02.2020 - 19.52 Uhr
WDR hat Hinweise auf weitläufiges Terror-Netz
Mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten
Offenbar auch Kontakte zur Bürgerwehr-Szene
Das rechte Terror-Netzwerk in Deutschland ist offenbar größer als bislang bekannt. Nach Informationen des WDR aus dem behördlichen Umfeld gibt es Hinweise auf ein weitläufiges Netz gewaltbereiter Rechtsextremisten.
Mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten vermutet
Ein V-Mann hatte den Sicherheitsbehörden über Monate Informationen über die Terror-Gruppe von Werner S. geliefert - sie war vor knapp zwei Wochen aufgeflogen. Der Spitzel war bei mehreren Treffen der Terror-Zelle dabei. Nach WDR-Informationen liegen den Behörden Anhaltspunkte darüber vor, dass es mehr als 1.000 gewaltbereite Rechtsextremisten in ganz Deutschland und im nahen Ausland gibt, die sofort zu einem bewaffneten Kampf bereit wären. Auch die organisierte Bürgerwehr-Szene in Nordrhein-Westfalen soll enge Kontakte zur Terror-Gruppe um Werner S. gepflegt haben. Weitere Terror-Helfer sollten bei Großdemonstrationen geworben werden.
Festnahmen nach Treffen in Minden
Vor knapp zwei Wochen hatte der Generalbundesanwalt zwölf Männer der Gruppe S. in Haft genommen - wenige Tage nach einem konspirativen Treffen im westfälischen Minden. Die mutmaßlichen Terroristen hatten bei dem Treffen vereinbart, zeitgleich Anschläge auf bis zu sechs Moscheen in mittelgroßen Städten auszuüben. Die Waffen dafür sollten unter anderem in Tschechien gekauft werden. Ziel der Anschläge sei es gewesen, so viele Muslime und Migranten wie möglich zu töten. Dies sollte eine Gegenreaktion provozieren - und damit bürgerkriegsähnliche Verhältnisse.
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