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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt , 22.02.2020 :

1.500 bei Demo gegen Rechts

Bielefeld (mak). "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen". Unter diesem Motto gingen gestern am späten Nachmittag rund 1.500 Bielefelder auf die Straße. Anlass war, wie schon für die Demonstration am Donnerstagabend, der jüngste Terror-Anschlag eines mutmaßlichen Rechtsextremisten in Hanau am Mittwoch. Organisiert wurde die gestrige Demo von der Organisation Bündnis gegen Rechts.

"Wir wollen den Menschen mit dieser Demonstration die Möglichkeit geben, ihre Betroffenheit, aber auch ihre Wut und ihre Angst, auf die Straße zu bringen", sagt Klaus Rees vom Bündnis gegen Rechts. Um Neutralität zu symbolisieren, waren Parteibanner und Nationalflaggen nicht erwünscht.

Vom Bahnhof ging es durch die Herbert-Hinnendahl-Straße Richtung Willy-Brandt-Platz und weiter über die Herforder Straße bis zum Jahnplatz. Dort sollte es eigentlich eine Kundgebung geben, doch Rees sprach schon während des Demonstrationszuges über Lautsprecher. Ziel der Demonstranten war der Rathausplatz. Dort hielten Beate Wolff vom organisierenden Bündnis gegen Rechts und Murisa Adilovic von der Organisation "Wir sind mehr" Ansprachen. "Faschismus und Rassismus sind kein neues Phänomen, sondern haben in Deutschland eine lange Tradition", sagte Wolff. Dies dürfe nicht unterschätzt werden. In den Augen der Organisatoren weite sich Fremdenfeindlichkeit weiter aus und sei im Begriff salonfähig zu werden.

Bildunterschrift: "Herz statt Hetze": Die Banner der Demonstranten waren vielseitig.

22./23.02.2020

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