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1 Veranstaltung - Nachrichten ,
10.02.2020 :
Tages-Chronologie von Montag, 10. Februar 2020
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Veranstaltungskalender:
- Montag, 10. Februar 2020 um 11.00 Uhr -
Eröffnung der Ausstellung: "Kicker, Kämpfer, Legenden - Juden im deutschen Fußball"
Veranstaltungsort:
Verwaltungsgebäude
Schloßfreiheit 2 - 4
32469 Petershagen
Ausstellungsdauer: Vom 10. bis zum 28. Februar 2020 montags bis freitags von 08.30 bis 12.30 Uhr; montags und donnerstags von 14.00 bis 17.30 Uhr.
Auf großen Plakaten wird die Bedeutung von Juden für den deutschen Fußball beleuchtet und an Hand von einzelnen Biografien aufgezeigt, wie eng diese Persönlichkeiten mit vielen auch heute noch namenhaften Institutionen dieses Sports verknüpft waren.
Gerade in einer Zeit, wo antisemitische Straftaten durch extreme Rechte weiter stark zunehmen und rechte Parteien in den Parlamenten sich gegen eine Erinnerungskultur und offen für eine menschenverachtende Diskriminierung bestimmter Gruppen positionieren, ist dieses Wirken gegen das Vergessen von großer Bedeutung und verdient unsere Unterstützung.
Die Fachstelle NRWeltoffen beim Kreis Minden-Lübbecke hat die gezeigten 14 Banner von der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau entliehen und präsentiert diese in Zusammenarbeit mit der Stadt Petershagen.
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Pressespiegel überregional:
Blick nach Rechts, 10.02.2020:
"Heiliger Krieg" im Baltikum
die tageszeitung Online, 10.02.2020:
Umgang mit Franco-Diktatur in Spanien / Verherrlichung soll strafbar werden
Neues Deutschland Online, 10.02.2020:
"Tag der Ehre" in Budapest / Wie Nazis Niederlagen feiern
Audiatur-Online, 10.02.2020:
Europäische Neonazis bei SS-Gedenkmarsch in Budapest
Focus Online, 10.02.2020:
Anklage wohl noch im Februar / Synagogen-Angriff: Höchste Sicherheitsstufe bei Prozess gegen Neonazi Stephan Balliet
die tageszeitung Online, 10.02.2020:
Antimuslimischer Rassismus / Mehr Gewalt gegen Muslime
Der Tagesspiegel Online, 10.02.2020:
Extremistische Szene in Brandenburg so stark wie nie / Neuer Verfassungsschutzchef will härter gegen Rechte vorgehen
Thüringische Landeszeitung Online, 10.02.2020:
Sechs Jahre nach dem Neonazi-Überfall in Ballstädt
Welt Online, 10.02.2020:
Sonneberg: Maskierter mit Waffen und Hakenkreuz-Kleidung
Mitteldeutscher Rundfunk, 10.02.2020:
Unbekannter zeigt Hitlergruß in Leipziger Straßenbahn
Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, 10.02.2020:
Frankfurter Polizei / Durchsuchungen bei rechtsextremer Szene auch zu Chat-Gruppe
Hamburger Morgenpost Online, 10.02.2020:
Ehemaliges NPD-Mitglied / Braune Vergangenheit holt Harburger Tierschützer ein
Neues Deutschland Online, 10.02.2020:
"Sie haben die Verstellung aufgegeben" / In der thüringischen CDU und FDP gibt es schon seit Jahren Verbindungen und Wechsel zu Rechtsaußen
MiGAZIN, 10.02.2020:
AfD-Neujahrsempfang / Tausende demonstrieren in Münster gegen Nazis
MiGAZIN, 10.02.2020:
Rücktritte / Personelle Konsequenzen nach Thüringer Ministerpräsidentenwahl
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Montag, 10. Februar 2020
Am 10. Februar 2020 wurde im Rathaus Petershagen die Ausstellung "Kicker, Kämpfer, Legenden - Juden im deutschen Fußball", in Kooperation mit der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Minden-Lübbecke eröffnet.
Am 18. Februar 2020 präsentiert ein Kooperations-Projekt im Kreis Minden-Lübbecke - zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges - eine gemeinsame Veranstaltungsreihe, zur Erinnerung der NS-Opfer.
Am 6. Februar 2020 wurde in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945 die Ausstellung "Landjuden in Haaren und im Altenautal" - Erinnerung an jüdisches Leben im Paderborner Land - eröffnet.
Am 6. Februar 2020 stornierte das Restaurant "Rieke`s" in Löhne die Reservierung für eine, von Matthias Groh als "Feier" getarnte Gründung eines "AfD"-"Stadtverbandes Bad Oeynhausen", am 10. Februar 2020.
Am 23. Juni 2014 hat der "FDP"-Bezirksverband - aus Anlass der konstituierenden Sitzung des Kreistages des Kreises Gütersloh, den Zusammenschluss der "FDP" mit der "AfD" zur "Liberalen Fraktion" missbilligt.
Am 25. Mai 2014 erlangte die "AfD" bei der Wahl zum Kreistag des Kreises Gütersloh 3,73 Prozent (5.391 Stimmen) und erreichte (über die Reserveliste) mit Udo Hemmelgarn sowie Johannes Brinkrolf zwei Sitze.
Am 8. Februar 2020, um 14.00 Uhr rief die Seebrücke Bielefeld zu einer Demonstration - "Wir haben Platz - Kinder und Jugendliche aus griechischen Lagern aufnehmen! Jetzt!" - (Start ab dem Hauptbahnhof) auf.
Für den 11. Februar 2020 ist, ab 20.00 Uhr in der Versöhnungskirche in Detmold erneut eine Mahnwache - unter dem Leitspruch "Wach bleiben! - Keine Abschiebungen aus Lippe nach Afghanistan!" - angekündigt.
www.minden-luebbecke.de/Service/Integration/NRWeltoffen/
www.synagoge-petershagen.de
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www.erinnern-gedenken-handeln.de
www.gedenkstaette-porta.de
www.wewelsburg.de
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www.gegenrechts.info
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www.seebruecke.org/lokalgruppen/bielefeld
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www.wachbleiben.info
www.lippische-landeskirche.de
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Westfalen-Blatt / Espelkamper Zeitung, 10.02.2020:
Ausstellung öffnet
Westfalen-Blatt / Bad Oeynhausener Zeitung, 10.02.2020:
Kinoreihe startet in Gedenkstätte
Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 10.02.2020:
Ausstellung über die Landjuden eröffnet
Westfalen-Blatt / Bad Oeynhausener Zeitung, 10.02.2020:
AfD: "Kein Einzelfall"
Westfalen-Blatt, 10.02.2020:
Wirt sperrt AfD aus
Neue Westfälische - Gütersloher Zeitung, 10.02.2020:
"Demokratischen Konsens auch im Kreis erhalten"
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 10.02.2020:
200 Demonstranten bei "Seebrücke"-Protest
Lippische Landes-Zeitung, 10.02.2020:
"Afghanistan ist nicht sicher"
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Westfalen-Blatt / Espelkamper Zeitung, 10.02.2020:
Ausstellung öffnet
Petershagen (WB). Julius Hirsch, Kurt Landauer, Richard Kohn, Gottfried Fuchs und Walther Bensemann - sie waren Pioniere des deutschen Fußballs und sie waren Juden. 1933 wurden ihre erfolgreichen Karrieren und die weiterer jüdischer Sportler schlagartig beendet. Die Nationalsozialisten veranlassten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgegrenzt wurden. Die Ausstellung "Kicker, Kämpfer und Legenden" im Rathaus Petershagen will dieses Kapitel deutscher Fußballgeschichte wieder in Erinnerung rufen, setzt sich aber auch mit den heutigen Entwicklungen im Fußball auseinander. Die Ausstellung ist ab dem heutigen Montag um 11 Uhr geöffnet. Künftig ist sie dann von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie Montag und Donnerstag von 14 bis 17.30 Uhr zu sehen.
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Westfalen-Blatt / Bad Oeynhausener Zeitung, 10.02.2020:
Kinoreihe startet in Gedenkstätte
Porta Westfalica (WB). Die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica startet am Mittwoch, 12. Februar, mit einer Kinoreihe. Die Filme haben alle einen Bezug zum Nationalsozialismus, zu Rechtsextremismus und Ideologisierung. Informationen über alle Veranstaltungen dieses Projektes sind im Internet unter www.erinnern-gedenken-handeln.de zu finden.
Gestartet wird am 12. Februar mit dem Film "Kästner und der kleine Dienstag", der unter der Regie von Wolfgang Murnberger mit Florian David Fitz, Nico Kleemann und Jascha Baum in den Hauptrollen entstanden ist. Als 1931 "Emil und die Detektive" verfilmt wird und seinen Schöpfer zu einem berühmten Mann macht, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen dem kinderlosen Schriftsteller und dem vaterlosen Hans. Diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Kästners Bücher verboten werden und aus dem kleinen Hans ein "Primaner in Uniform" wird. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus Porta Westfalica, Am Park 1, Porta Westfalica-Hausberge. Der Eintritt ist frei.
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Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung, 10.02.2020:
Ausstellung über die Landjuden eröffnet
Schautafeln geben einen Überblick über das Leben der jüdischen Familien
Johannes Büttner
Büren. Es sind Menschen wie Jost Wedekin und Gerda Mörchen, die die Erinnerung an die Menschen wachhalten, die einst ein Bestandteil einer dörflichen Gemeinschaft waren und dann zum großen Teil in den Konzentrationslagern von der SS ermordet wurden. Im Kreismuseum Wewelsburg wurde jetzt eine Ausstellung eröffnet, in der Jost Wedekin und Gerda Mörchen das Leben und die Schicksale der Landjuden aus Atteln und Haaren exemplarisch für viele andere Landjuden dokumentiert haben.
"Sie waren keine Außenstehenden, sie waren ein Teil des Dorflebens. Die Juden gehörten dazu", sagte Landrat Manfred Müller bei der Eröffnung. Ausstellungen wie die von Jost Wedekin und Gerda Mörchen seinen wichtig, damit die Menschen begreifen und verstehen, wie der nationalsozialistische Rassenwahn entstanden ist, so Müller weiter. Der Landrat nahm in seiner Rede auch Bezug auf die aktuelle Situation. "Es ist wieder eine Zeit, wo Synagogen wieder bewacht werden müssen. Auch wir machen das. Es bedeutet viele Kosten und einen hohen Aufwand, aber es ist leider notwendig", sagte Müller.
Die Ausstellung selber befindet sich im Sonderausstellungsbereich des ehemaligen Wachgebäudes. Hier geben acht Schautafeln einen Überblick über das Leben der jüdischen Familien Wittgenstein und Rosenberg aus Atteln. Mehrere Tafeln informieren über die persönlichen Verhältnisse und ihre Zuweisung zu den Synagogen-Bezirk Haaren. Im zweiten Teil der Dokumentation wird über die Nachkommen des Salomon Rosenberg aus Atteln berichtet. An 23 weiteren Tafeln wird die fast 300-jährige Geschichte der Haarener Landjuden beschrieben.
Haaren gehörte zu den wenigen dörflichen Gemeinden im unterwaldischen Distrikt des Fürstbistums Paderborn, in denen bereits am Ende des 17. Jahrhunderts jüdischen Bewohner nachgewiesen sind. Die Phase der Juden-Verfolgung in der NS-Zeit beginnt in Haaren im Dezember 1941 mit dem Transport der Familien Bachenheimer und Sax nach Riga und endet im März 1943 mit dem Transport der Familie Tobias nach Auschwitz.
Exemplarisch wird in der Ausstellung das Schicksal der Familie Rosenberg dargestellt, Helene und Jakob Rosenberg gehören zu den 28 Haarener Opfern des Holocaust.
Bildunterschrift: Gerda Mörchen (v. l.) und Jost Wedekin haben die Ausstellung erstellt. Zu Eröffnung kamen auch die Nachkommen der Familie Rosenberg, Viktoria, Helene und Fritz Rosenberg. Mit dabei Landrat Manfred Müller (4. v. l.) und Museumsleiterin Kirsten John-Stucke (r.).
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Westfalen-Blatt / Bad Oeynhausener Zeitung, 10.02.2020:
AfD: "Kein Einzelfall"
Bad Oeynhausen / Löhne (WB). An diesem Montagabend sollte in einer Löhner Gaststätte der Stadtverband der Bad Oeynhausener Alternative für Deutschland (AfD) gegründet werden. Als der Gastronom erfuhr, für welchen Zweck die Reservierung vorgenommen worden war, hat er diese rückgängig gemacht (diese Zeitung berichtete). Unter anderem daran hat am Wochenende der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion Herford, Herbert Weber, Kritik geübt: "Der letzte Vorfall in Löhne ist ja kein Einzelfall. Seit die AfD in Ostwestfalen aktiv ist, wird sie verleumdet und es werden Wirte durch Rechtsbeugung, Bedrohung, Nötigung und Vandalismus daran gehindert, ihr - wie allen anderen Parteien auch - Raum für Zusammenkünfte und Veranstaltungen zu geben." Das sei auch der Grund, "dass sich Bürger in einer Löhner Gaststätte versammeln wollten, um einen Stadtverband der AfD in Bad Oeynhausen zu gründen". Bis dato gebe es so einen Stadtverband auch nicht "und somit konnte es hier auch keinen offiziellen Antrag an den Wirt geben - von einer Vereinigung, die erst noch zu gründen war", so Weber. Der Löhner Gastwirt hat aus dem Ärger mit der Tischreservierung für sich die Schussfolgerung gezogen, von nun an keine politischen Gesellschaften mehr bewirten zu wollen, "egal welcher Partei".
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Westfalen-Blatt, 10.02.2020:
Wirt sperrt AfD aus
Löhne (WB/ca). Die AfD-Kreistagsfraktion Herford kritisiert die Entscheidung eines Löhner Gastwirts, eine Tischbuchung zu stornieren. Nachdem der Wirt erfahren hatte, dass sich die AfD bei ihm treffen wollte, hatte er die Reservierung rückgängig gemacht, weil "die Konsequenzen nicht abzusehen" seien. AfD-Anhänger wollten dort den Stadtverband Bad Oeynhausen gründen. Kreistagsfraktionschef Herbert Weber sagte, "unter klammheimlicher Zustimmung vieler SPD-Genossen, links-grüner Aktivisten und spätkommunistischer Linker im Verbund mit der kriminellen Antifa" sollten alle Mitbürger als "rechts und faschistisch" diffamiert werden, die sich zu Bürgersinn, Nationalstolz und Rechtstreue bekennten. Überall in OWL würden Gastwirte genötigt.
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Neue Westfälische - Gütersloher Zeitung, 10.02.2020:
"Demokratischen Konsens auch im Kreis erhalten"
Die SPD im Kreis wendet sich mit einem offenen Brief an alle anderen Fraktionen und Parteien
Kreis Gütersloh. Einen offenen Brief haben die SPD-Kreistagsfraktion, der SPD-Kreisverband und die Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz-Emre an die übrigen Fraktionen im Kreistag sowie an die Kreisverbände der Parteien im Kreis Gütersloh gerichtet.
Unter dem Titel "Der demokratische Konsens muss auch im Kreis Gütersloh erhalten bleiben!" heißt es: "Die Ereignisse im Thüringer Landtag haben uns alle entsetzt. Auch wenn die FDP-Fraktion in Thüringen mittlerweile die notwendigen und einzig richtigen Konsequenzen gezogen hat, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Der verheerende Eindruck, dass sich bürgerliche Parteien mit Hilfe der Rechtsradikalen in Ämter wählen lassen und damit den demokratischen Konsens verlassen, hat nicht nur unsere Fraktion, sondern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh zutiefst irritiert."
Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Thüringen, sei es erschreckend, dass mit der "Liberalen Fraktion" im Gütersloher Kreistag bereits eine formelle Zusammenarbeit mit der AfD stattfand. Eine Zusammenarbeit - auch eine informelle - mit der rechtsextremen AfD, dürfe sich auch im Kreis nicht wiederholen.
Die SPD fordert daher ein entscheidendes Bekenntnis aller demokratischen Fraktionen und Mitglieder des Kreistags auch eine zukünftige Zusammenarbeit auszuschließen. Man fordere alle demokratischen Parteien zur Zusammenarbeit im "Bündnis gegen Rechts" auf um den demokratischen Konsens auch mit Hinblick auf die Kommunalwahlen in diesem Jahr zu stärken.
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Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 10.02.2020:
200 Demonstranten bei "Seebrücke"-Protest
Aktion in der Innenstadt
Bielefeld (sov). Rund 200 Menschen haben am Samstag an einer vom Bündnis Seebrücke organisierten Demonstration in der Innenstadt teilgenommen. Ab 14 Uhr zogen sie vom Hauptbahnhof zum Jahnplatz.
"Schafft sichere Häfen" hieß es auf einem knallorangefarbenen Transparent. An einem Gebilde aus Bambusstöcken hing ein kleines grünes Zelt, ein Sinnbild für die elenden Konditionen in Flüchtlingslagern.
Bielefeld ist eine von 16 NRW-Städten, die sich bereiterklärt haben, unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Die Organisatoren der Demo kritisieren die Lage in verschiedenen Ländern, aber am Samstag ging es auch um den konkreten Fall von 140 minderjährigen Flüchtlingen auf den griechischen Inseln. Laut Hilde Vochten von "Ärzte ohne Grenzen" schweben diese zum Teil in Lebensgefahr, da sie keinen ausreichenden Zugang zu ärztlicher Versorgung haben. "Wir sind für eine EU-Lösung, aber wir sind überzeugt, dass parallel dazu direkte Hilfsaktionen laufen müssen, um das Leid zu beenden", sagt Brix Tramsen von der Seebrücke.
Bildunterschrift: Mehr als 200 Menschen versammelten sich in der City zum Protest.
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Lippische Landes-Zeitung, 10.02.2020:
"Afghanistan ist nicht sicher"
Mahnwache gegen Abschiebungen in Detmold
Detmold (tog). Das Bündnis "Wachbleiben" möchte auf die gefährliche Situation in Afghanistan aufmerksam machen und vor Abschiebungen dorthin warnen. Dazu steht für Dienstag, 11. Februar, ab 20 Uhr eine Mahnwache mit Andacht in der Versöhnungskirche (Martin-Luther-Straße 39) auf dem Programm.
Regelmäßig treffen Attentate und Anschläge in Afghanistan die Zivilbevölkerung und machen dieses Land zu einem der gefährlichsten Aufenthaltsorte der Welt, heißt es in einer Pressemitteilung. Trotzdem fänden weiterhin Abschiebungen von Deutschland nach Afghanistan statt. Eine Studie von Friederike Stahlmann vom Max-Planck-Institut zeige, wie stark Abgeschobene von Gewalt und Übergriffen in Afghanistan betroffen sind: Der Vorwurf der "Verwestlichung" setze sie zusätzlich der Gefahr von Misshandlungen und der Verfolgung durch die Taliban aus, heißt es weiter. Aus Angst würden viele Familien die Unterstützung verweigern und es würden Kontakte abgebrochen. In der Folge lebten Betroffene in Angst. Die Folgen seien Perspektivlosigkeit und Ausgrenzung - in der Folge oftmals der erneute Entschluss zur Flucht.
Im Anschluss wird Frank Gockel von der Flüchtlingshilfe Lippe e.V. über die Situation der Rückkehrer nach Afghanistan berichten.
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