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2 Veranstaltungen - Nachrichten ,
23.11.2017 :
Tages-Chronologie von Donnerstag, 23. November 2017
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Veranstaltungskalender:
- Donnerstag, 23. November 2017 um 19.00 Uhr -
Vortrag von Dr. Klaus Thörner: Von Luther bis Hitler: Deutscher Arbeitswahn und Juden-Hass
Veranstaltungsort:
Aleviten Gemeinde Bünde
und Umgebung e.V.
Kaiser-Wilhelm-Straße 2
32257 Bünde
www.aleviten-buende.de
Die zynische Parole "Arbeit macht frei" prangte auf den Eingangstoren der Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz, Dachau, Sachsenhausen und Flossenbürg. In seiner Denkschrift Anlass des 500. Jahrestages der Reformation geht der Publizist Dr. Klaus Thörner den Fragen nach, warum Jüdinnen und Juden vor ihrer Ermordung im Nationalsozialismus oft zu sinnlosen Arbeiten gezwungen wurden oder aus welchen Motiven die Deutschen das Programm "Vernichtung durch Arbeit" initiierten.
Grundlegend für den deutschen Arbeitsbegriff, der im Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie stand, ist die dichotomische Trennung von "schaffenden und raffenden Kapital" oder "ehrlicher und unehrlicher Arbeit".
Klaus Thörner fragt, ob sich ein spezifisch deutscher Antisemitismus, der mit einem spezifisch deutschen Berufung zur Arbeit korreliert, bis heute behaupten lässt. Außerdem nimmt er den 500. Jahrestag der Reformation zum Anlass für die Frage nach Kontinuitäten, die sich ausgehend von der Reformation und den Schriften und Predigten Martin Luthers, der dem Volk aufs Maul schaute und bereits 1543 zum Niederbrennen der Synagogen aufrief, bis in die Gegenwart ziehen.
Dr. Klaus Thörner ist unter anderem Co-Autor des Buches: Goldhagen und die deutsche Linke. Oder die Gegenwart des Holocaust, Berlin 1997. Er publiziert regelmäßig in der jungle world und der sans phrase.
Eine Veranstaltung der "Initiative 9. November Bünde" im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" vom 21. Oktober bis 23. November 2017.
www.facebook.com/9NovemberBuende/
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- Donnerstag, 23. November 2017 um 19.30 Uhr -
Vortrag von Dieter Zoremba: Unerwünschte Gäste auf Zeit - Das Blomberger "Letten-Lager 1945 bis 1952
Veranstaltungsort:
Stadtbücherei Blomberg
Kuhstraße 16
32825 Blomberg
Am 2. Juli 1945, knapp drei Monate nachdem der Krieg in Blomberg durch das Einrücken amerikanischer Truppen beendet war, erhielt der Blomberger Bürgermeister von der britischen Militärverwaltung die Order, innerhalb von zwei Tagen circa 60 Häuser für die Unterbringung von so genannten Displaced Persons aus dem Baltikum (Estland, Lettland, Litauen) zu räumen. Die Bewohner mussten ihre Häuser quasi über Nacht verlassen und bei Verwandten und Bekannten unterkommen, oder sie wurden durch die Verwaltung in andere Häuser eingewiesen.
Dieses Ereignis und die darauf folgenden fünf Jahre der Existenz des so genannten "Letten-Lagers" ist im kollektiven Gedächtnis der Blomberger und Blombergerinnen bis weit in die 1990er Jahre hinein präsent und sehr dominierend gewesen.
Dieter Zoremba berichtet über historische Hintergründe der Einrichtung des "Lagers", die Geschichte des "Lagers", das Schicksal der Bewohnerinnen und Bewohner und das Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung.
Eine Veranstaltung in Kooperation von Heimatverein Blomberg e.V. mit der Volkshochschule Lippe-Ost.
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Donnerstag, 23. November 2017
Am 23. November 2017 abends, sprach der Blomberger Stadtarchivar Dieter Zoremba in der Stadtbücherei Blomberg über die Thematik: "Unerwünschte Gäste auf Zeit - Das Blomberger Letten-Lager 1945 - 1952".
Am 23. November 2017 polemisierte (im Hauptausschuss der Stadt Minden) Burkhard Brauns - der zweite Sprecher des völkischen "AfD"-"Kreisverband Minden-Lübbecke" - gegen den "Lokalen Aktionsplan" (LAP).
www.mobile-beratung-owl.de
www.lap-minden.de
www.facebook.com/MindenGegenRechts
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Lippische Landes-Zeitung, 23.11.2017:
Vortrag über das Letten-Lager
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Lippische Landes-Zeitung, 23.11.2017:
Vortrag über das Letten-Lager
Blomberg (mab). Der Blomberger Stadtarchivar Dieter Zoremba hält heute Abend einen Vortrag in der Stadtbücherei Blomberg, Kuhstraße 16. Das Thema lautet: "Unerwünschte Gäste auf Zeit - Das Blomberger Letten-Lager 1945 - 1952".
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mussten rund 60 Häuser für die Unterbringung von Menschen aus dem Baltikum geräumt werden. Dieter Zoremba berichtet über historische Hintergründe der Einrichtung des "Lagers", die Geschichte des "Lagers", das Schicksal der Bewohner und das Verhältnis der Bewohner zur einheimischen Bevölkerung.
Beim Vortrag handelt es sich um eine Veranstaltung des Heimatvereins Blomberg in Kooperation mit der Volkshochschule Lippe-Ost. Beginn ist um 19.30 Uhr.
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