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2 Veranstaltungen - Nachrichten , 08.11.2017 :

Tages-Chronologie von Mittwoch, 8. November 2017

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Veranstaltungskalender:



- Mittwoch, 8. November 2017 um 19.00 Uhr -


Buchvorstellung mit der Mitherausgeberin Maren Westermann: "Das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema" mit den Erinnerungen von Enio Mancini


Veranstaltungsort:

Volkshochschule
Krumme Straße 20
32756 Detmold

www.vhs-detmold-lemgo.de


Erinnerungen von Enio Mancini, Zeitzeuge, Leiter des Widerstandsmuseums in Sant’Anna bis 2006

12. August 1944 - der Tag des Massakers im toskanischen Sant`Anna di Stazzema. In deutscher Sprache sind die Erinnerungen von Enio Mancini erschienen, in denen er das Leben in dem kleinen Dorf während des Krieges, die Aufnahme der vielen Flüchtlingsfamilien und schließlich die Ereignisse des 12. August 1944 beschreibt. Mancini überlebte als Sechsjähriger mit seiner Familie das Massaker, weil ein deutscher Soldat in die Luft geschossen hatte. Mancini war einer der Ersten, die sich ausdrücklich für Versöhnung einsetzten.


Das Buch:

"Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema - Mit den Erinnerungen von Enio Mancini", Laika Verlag August 2014, 144 Seiten, ISBN: 978-3-944233-27-7, Euro 19,00.


Maren und Horst Westermann riefen in 2002 die Initiative "Eine Orgel für Sant`Anna ins Leben, mit dem Ziel, eine neue Orgel als Zeichen der Versöhnung zu stiften. Seit 2007 organisiert der Verein "Freunde der Friedensorgel" jeden Sommer vor Ort Festivals für Orgelmusik.


Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V.


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- Mittwoch, 8. November 2017 um 19.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Rozette Kats (Amsterdam): "Untergetaucht, um zu überleben"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
Burgsaal
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holocaust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern.

Rozette Kats erzählt im Gespräch mit Raphaela Kula über ihr Leben und der langen Suche nach der eigenen Identität.

Raphaela Kula hat durch ihre langjährige Arbeit mit Zeitzeugen nationalsozialistischer Verfolgung weitreichende Erfahrungen und Kontakte gesammelt, die persönliche Zugänge zu Zeitzeugen und ihren Geschichten erlauben. Kula und Kats haben sich bei dem Besuch eines Lagers kennengelernt und sind danach befreundet geblieben.

Rozette Kats bekommt erst Mitte der 1980er Jahre von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.


Die Veranstaltung findet mit finanzieller Unterstützung durch die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) statt.

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Mittwoch, 8. November 2017


Am 11. November 2017 liest Leo van Santen, in der Alten Synagoge in Petershagen, aus den Briefen (von 1945 bis 1951) Manuel Goldschmidts sowie Victor Bocks aus dem Buch " ... überhaupt fehlst du mir sehr".


www.synagoge-petershagen.de

www.facebook.com/synagoge.petershagen

www.sintiroma-minden.de

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Artikel-Einträge in der Datenbank:


Mindener Tageblatt, 08.11.2017:
Jüdischer Glaube in der Dachkammer

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Mindener Tageblatt, 08.11.2017:

Jüdischer Glaube in der Dachkammer

Leo van Santen liest aus dem Briefwechsel zwischen Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock

Petershagen (mt/plö). Der Literaturprofessor und ehemalige "Ritchie Boy" Guy Stern gibt einen Rat: "Wer einmal oder noch einmal wissen möchte, wie Exilanten die deutsche Sprache auf hohem Niveau aufrecht erhielten, der lese diese Briefe." Stern, der bereits viermal auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge in Petershagen weilte, meint jene Briefe, die am Sonntag, 12. November, in der Synagoge vorgestellt werden.

Nach dem Termin mit Ministerin Yvonne Gebauer, die zum Gedenktag an die Novemberpogrome am Donnerstag dieser Woche eine Kooperationsvereinbarung zwischen AG Alte Synagoge und dem städtischen Gymnasium unterzeichnet (MT berichtete), besteht weiter die Möglichkeit, sich direkt mit dem Alltag im Nationalsozialismus und den Nachkriegsjahren auseinanderzusetzen. Das Buch mit dem Titel "Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951)" wird am 12. November um 16 Uhr in der Alten Synagoge vorgestellt.

Vor Ort sind Angrid Titanus aus Utrecht für die Van-Cassel-Stiftung, als Moderatorin Astrid Vehstedt aus der Berliner Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft und Dr. Dr. Leo van Santen aus Den Haag, Herausgeber des Buchs. Leo van Santen wird aus den Texten vorlesen. Gastgeberin und Veranstalterin ist die Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge.

Im Sommer 1938 verließ das jüdische Ehepaar Margot und Fred Bock mit dem zwölfjährigen Sohn Claus seine Heimatstadt Hamburg. Grund war der immer aggressivere Antisemitismus, die Familie zog nach Brüssel. Als Fred Bock im Auftrag belgischer Geschäftsfreunde nach Indien emigrieren konnte, entschieden sich die Eltern von Claus Bock, den Jungen in Europa in einem Internat der Quäker in Eerde / Niederlande zu lassen.

Margot Bock meinte nicht nur, dass ihr Sohn eine Schulbildung in der reformpädagogischen Tradition des deutschen Landerziehungsheims erhalten sollte, sondern auch, dass die Eerdener Hausmutter Josi Warburg, ihre ehemalige Klassenkameradin, ihn gut betreuen würde. Zudem hatte die Quäkerschule inzwischen viele deutsch-jüdische Emigrantenkinder aufgenommen. Claus, einst Schüler einer Talmud-Thoraschule, durfte in einer Dachkammer die jüdischen Feiertage halten.

Aus Berlin kam im Juni 1939 Helene Goldschmidt mit ihrem Sohn Rudolf (auch zwölf Jahre alt) - den Namen Manuel bekam er erst Jahre später - am Amsterdamer Hauptbahnhof an. Obwohl nur sein Vater, der 1935 verstorbene Kunsthistoriker und Galerist Fritz Goldschmidt, jüdisch war, schien es seiner Mutter nach dem Novemberpogrom 1938 sicherer, wenn Rudolf seinem älteren Bruder Peter nach Eerde folgen würde.

Nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 konnten sich Claus Victor Bock in einer Wohnung in der Herengracht 401 in Amsterdam verstecken, in der auch der Heidelberger Schriftsteller Wolfgang Frommel wohnte.

Nach dem Krieg studierte Claus Victor Bock in Manchester Germanistik, während sich Manuel Goldschmidt in Amsterdam an der Herausgabe von Frommels Zeitschrift Castrum Peregrini beteiligt. Die Briefe, die Goldschmidt und Bock einander schrieben, zeigen ihre Freundschaft.

Die Lesung am Sonntag, 12. November, um 16 Uhr in der Alten Synagoge an der Goebenstraße 5 bis 7 kostet keinen Eintritt. Bereits am Samstag, 11. November, wird die Lesung ab 16 Uhr im Bildungszentrum "Mer Knete" an der Königsstraße 3 in Minden stattfinden, ebenfalls ab 16 Uhr.

Bildunterschrift: Amsterdam heute: Hier versteckte sich Claus Victor Bock nach der deutschen Besetzung.

Bildunterschrift: Das Buch wird vorgestellt.

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