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3 Veranstaltungen - Nachricht , 12.11.2017 :

Tages-Chronologie von Sonntag, 12. November 2017

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Veranstaltungskalender:



- Sonntag, 12. November 2017 -


Antifa-Weekend OWL - 2. Tag


- Aktuelle Informationen:

www.antifaweekendowl.wordpress.com

www.facebook.com/antifaweekendowl/


Veranstaltungsort:

AJZ Bielefeld
Heeper Straße 132
33607 Bielefeld

www.ajz-bielefeld.de


Über uns:

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die bis 2015 das "Antifa-Workcamp" am ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock organsierte. Seit 2016 veranstalten wir nun zweimal im Jahr, im Mai und November, das "Antifa-Weekend OWL" im AJZ Bielefeld. Dort bieten wir neben Workshops und Vorträgen zu antifaschistischer Theorie und Praxis einen Raum zur Vernetzung und Diskussion.

Wir verstehen das Wochenende als Mitmach-Veranstaltung, die durch das Engagement aller Beteiligten geprägt wird. So freuen wir uns neben tatkräftiger Unterstützung in der Umsetzung des Wochenendes vor allem über inhaltliche Beiträge, beispielsweise in Form von eigenen Workshops, denn das Antifa-Weekend soll den Wünschen und Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechend zur Weiterentwicklung der antifaschistischen Bewegung beitragen.


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- Sonntag, 12. November 2017 um 15.00 Uhr -


Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 - 1945: Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"


Veranstaltungsort:

Kreismuseum
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

www.wewelsburg.de


- Treffpunkt ist das Foyer im ehemaligen Wachgebäude der SS auf dem Burgvorplatz.


Die Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" bietet - ausgehend von den Ereignissen 1933 bis 1945 in und um Wewelsburg - eine umfangreiche museale Gesamtdarstellung der Geschichte der SS und ihrer Verbrechen. Während der Führung werden Geschichte und Struktur der SS, ihr Personal und dessen Ideologie und Selbstverständnis sowie die zahlreichen Verbrechen der SS thematisiert.

Das Schicksal der Opfer der SS-Gewalt wird am Beispiel des Konzentrationslagers Niederhagen-Wewelsburg verdeutlicht.

Die Besucherinnen und Besucher werden durch die Ausstellung in den historischen Räumen im ehemaligen Wachgebäude der SS am Burgvorplatz geführt, die auf 850 Quadratmetern über 1.000 Exponate präsentiert. Im Nordturm der Wewelsburg erläutern die Pädagogen die Baugeschichte und Bedeutung zweier in NS-Architektur eingerichteter Räume.

Inhaltlich endet die Ausstellung nicht mit dem Jahr 1945, sondern spannt den Bogen über die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg und die Lebensgeschichten der ehemaligen KZ-Häftlinge bis hin zu heutigen Kontinuitäten und Herausforderungen.


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- Sonntag, 12. November 2017 um 16.00 Uhr -


"Solange wir dichten und schreiben, geschieht uns nichts": Der Briefwechsel von Manuel Goldschmidt und Claus Victor Bock (1945 bis 1951) - Die Freundschaft zweier Exilanten


Veranstaltungsort:

Alte Synagoge Petershagen
Goebenstraße 5
32469 Petershagen

www.synagoge-petershagen.de


Im Sommer 1938 verließ das jüdische Ehepaar Margot und Fred Bock mit dem zwölfjährigen Sohn Claus seine Heimatstadt Hamburg wegen des immer aggressiver werdenden Antisemitismus und zog nach Brüssel. Als Fred Bock im Auftrag belgischer Geschäftsfreunde nach Indien emigrieren konnte, entschieden sich die Eltern von Claus Bock, diesen in Europa in einem Internat der Quäker in Eerde / Niederlande zu lassen. Margot Bock meinte nicht nur, dass ihr Sohn eine Schulbildung in der reformpädagogischen Tradition des deutschen Landerziehungsheims erhalten sollte, sondern auch, dass die Eerdener Hausmutter Josi Warburg, ihre ehemalige Klassenkameradin, ihn gut betreuen würde. Zudem hatte die Quäkerschule inzwischen viele deutsch-jüdische Emigrantenkinder aufgenommen. Claus, einst Schüler einer Talmud-Thoraschule, durfte in einer Dachkammer die jüdischen Feiertage halten. Aus Berlin kam im Juni 1939 Helene Goldschmidt mit ihrem Sohn Rudolf (auch zwölf Jahre alt) - den Namen Manuel bekam er erst Jahre später - am Amsterdamer Hauptbahnhof an. Obwohl nur sein Vater, der 1935 verstorbene Kunsthistoriker und Galerist Fritz Goldschmidt, jüdisch war, schien es seiner Mutter nach dem Novemberpogrom 1938 sicherer, wenn Rudolf seinem älteren Bruder Peter nach Eerde folgen würde.

In Internat unterrichteten zwei jüdische aus Deutschland emigrierte Lehrer, Billy Hildesheimer aus Berlin und Adolph Friedrich Wongtschowski aus Frankfurt am Main, die in Deutschland zum Freundeskreis des ebenfalls in den Niederlanden lebenden Dichters und Schriftstellers Wolfgang Frommel aus Heidelberg gehörten.

Nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 konnten Wolfgang Frommel und seine niederländische Freundin, die Malerin Giséle van Waterschoot van der Gracht, einigen der jüdischen Emigranten die Möglichkeit verschaffen, unterzutauchen. So versteckten sich der Lehrer Wongtschowski und der Schüler Bock in der Wohnung von Giséle in der Herengracht 401 in Amsterdam, in der auch Wolfgang Frommel wohnte.

Claus Victor Bock hat diese Zeit in seinen Erinnerungen "Untergetaucht unter Freunden. Ein Bericht. 1942 - 1945" ausführlich beschrieben.

Wolfgang Frommel wurde 1973 in Yad Vashem in den Kreis der "Gerechten unter den Völkern" aufgenommen, Giséle van Waterschoot van der Gracht im Jahr 1998.


Veranstalterinnen: Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V. als Gastgeberin mit dem Quintus-Verlag in Kooperation mit der Wolf-van-Cassel-Stichting, Utrecht, und der Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V., Potsdam.

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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Sonntag, 12. November 2017


Am 12. November 2017 hat die Stadt Horn-Bad Mein­berg den Integrationspreis 2017 an den "Ar­beits­kreis ge­gen Nazis in Horn-Bad Meinberg" (A­GN) für des­sen nachhaltiges eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment verliehen.


www.arbeitskreis-gegen-nazis.de

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