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13.11.2017 :
Tages-Chronologie von Montag, 13. November 2017
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Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Jahrzehnte im Einsatz für die Stadt
Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Erinnerung an NS-Zeit
Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Ein Preis für den Arbeitskreis
Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit
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Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Jahrzehnte im Einsatz für die Stadt
Auszeichnung: Bürgermeister Dr. Reiner Austermann verleiht Karl Schölpert und Margarete Krohn-Grimberghe die Sternheim-Nadel / Beide sind sichtlich bewegt
Lemgo (gw). Die Preisträger der Sternheim-Nadel sind im Lemgoer Rathaus geehrt worden: Bürgermeister Dr. Reiner Austermann verlieh die Medaille an Margarete Krohn-Grimberghe und Karl Schölpert und bedankte sich für das Engagement, das beide für die alte Hansestadt gezeigt hätten und immer noch zeigten.
Musikalisch begleitet wurde die so abwechslungsreiche wie anspruchsvolle Feierstunde durch ein Ensemble der städtischen Musikschule, das mit Laute, Flöte und Gitarren die passende Atmosphäre im voll besetzten Ratssaal erzeugte. Das Stadtoberhaupt bat für die Laudatio auf die Preisträger die Lemgoer nach vorn, die die Vorschläge eingereicht hatten. So trat als erster Dieter Halle ans Mikrofon, um sich dem Wirken Krohn-Grimberghes zu widmen.
Die Sternheim-Nadel sei der Lemgoer Verdienstorden und eine hohe Auszeichnung, sagte Halle. An Margarete Krohn-Grimberghe gewandt bescheinigte er ihr, in vielerlei Hinsicht ehrenwert zu sein. "Als früheres Mitglied im Mehrgenerationenbeirat und bei deinem besonderen Engagement für das Stift Marien als Stiftsdame und als Dechantin hast du einen unermüdlichen Einsatz gezeigt", so der Laudator. Auch sei das große Fest "700 Jahre Lippisches Damenstift" auf die Initiative der Preisträgerin zurückzuführen.
Darüber hinaus charakterisierte Halle die rüstige Seniorin als jemanden, der kommunikativ sei und auf seine Mitmenschen zugehe. Dieter Halle beendet seine Laudatio mit den Worten: "Du bist als Über-90-Jährige für viele eine besondere, beeindruckende und bewundernswerte Persönlichkeit, darum hast du diese Auszeichnung verdient."
Im Anschluss hielt Manfred Behrend seine Lobrede auf Karl Schölpert. Behrend hob das besondere Engagement Schölperts im Verein "Alt Lemgo" hervor, in dem dieser mehr als sechzig Jahre für den Erhalt der historischen Gebäude und beeindruckenden Fassaden eingetreten sei. Auch habe sich Karl Schölpert von Anfang an für die Erhaltung der Werke von Karl Junker eingesetzt.
Den Kern von Schölperts Verdienst brachte Behrend auf den Punkt: "Lemgo ist durch dich schön geworden, und das tut uns allen gut." Die Gäste erhoben sich und spendeten minutenlang Applaus, den sowohl Krohn-Grimberghe als auch Schölpert sichtlich bewegt entgegen nahmen.
Bildunterschrift: Ein bewegender Moment: Bürgermeister Dr. Reiner Austermann (rechts) zollt Margarete Krohn-Grimberghe und Karl Schölpert seine Anerkennung und Bewunderung.
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Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Erinnerung an NS-Zeit
Schlangen (an). Schlänger Zehntklässler würdigen die Ereignisse der Reichspogromnacht auf ihre Weise: Zur Erinnerung an den 9. November 1938 veranstaltet die offene Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Bad Lippspringe-Schlangen und dem Heimat- und Verkehrsverein Schlangen am Freitag, 17. November, eine szenische Lesung im Dorfmuseum Schlangen.
Unter dem Motto "Das lebendige Museum", lesen die Schüler unter der Anleitung von Theaterpädagogin Awelina Lintermanns im Dorfmuseum Texte vor, die sich mit dem Thema "Schüler sein im NS-Staat" beschäftigen. Unterstützt werden sie von Geschichtslehrer Volkhard Meyer und Schulsozialarbeiterin Bianca Schmidtpeter.
Dem Ehepaar Burchard als Museumsleitung sowie Sozialarbeiter Joachim Woite liege daran, die Erinnerung bei der jungen Generation wachzuhalten, heißt es in der Ankündigung. Sie danken den Jugendlichen, dass sie sich stellvertretend für die Jugend in Schlangen beteiligen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Ein Preis für den Arbeitskreis
Horn-Bad Meinberg (bo). Der diesjährige Integrationspreis der Stadt Horn-Bad Meinberg geht an den Arbeitskreis gegen Nazis (AGN) für sein nachhaltiges ehrenamtliches Engagement für ein Leben in Vielfalt und Solidarität. Die Verleihung fand laut Mitteilung gestern beim Kläschen-Fest im Beisein von Landrat Dr. Axel Lehmann statt.
Die Auswahl des Preisträgers sei auf Grund mehrerer Bewerbungen nicht leicht gefallen. Dennoch sei es der Jury, bestehend aus den beiden Stadträten Beate Raupach und Celil Celik, sowie dem Fachamtsleiter der Stadt Horn-Bad Meinberg, Michael Jacobsmeier, und Manfred Hütte vom Kurier-Verlag, wichtig, mit der Preisverleihung ein Zeichen für die Integration zu setzen.
Der AGN stehe mit seiner ehrenamtlichen Arbeit seit mehr als zehn Jahren für die Vielfalt in Deutschland und insbesondere in Horn-Bad Meinberg. Die Jury: "Nur wenn sich Menschen akzeptieren und gegenseitig respektieren, ist die Grundlage für eine gelingende Integration gelegt." Der Preis ist mit 250 Euro dotiert und war vom Kurier-Verlag ausgelobt worden.
Weitere Infos zum AGN: www.arbeitskreis-gegen-nazis.de.
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Lippische Landes-Zeitung, 13.11.2017:
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit
Flüchtlinge in Lippe: Ehrenamtliche laden zur Infoveranstaltung über Abschiebung ein
Kreis Lippe (an). Sie finden, dass das anders laufen muss: Eine Detmolder Gruppe von ehrenamtlichen Unterstützern geflüchteter Menschen lädt zu einem Informationsabend zum Thema Abschiebungen in Detmold für Dienstag, 14. November, auf 19 Uhr in die Versöhnungskirche, Martin-Luther-Straße 39, ein.
"Auch in Detmold werden Abschiebungen durchgeführt, meistens in der Nacht und von den meisten Detmolder Bürgern unbemerkt. Für die Betroffenen und auch für Mitbewohner in den Unterkünften und in der Nachbarschaft sind Abschiebungen eine große Belastung", heißt es. Die Initiatoren möchten daher aufklären: Wie verlaufen Abschiebungen? Wer nimmt die Abschiebungen vor? Welche Auswirkungen hat eine Abschiebung auf das Umfeld der Betroffenen und auch auf die Arbeit der ehrenamtlichen Unterstützer?
Zunächst informiert Frank Gockel vom Ökumenischen Forum für Flüchtlinge in Lippe, wie Abschiebungen in Detmold konkret aussehen. Danach wird Rechtsanwalt Sebastian Nickel aus Bielefeld erläutern, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, um Abschiebungen zu verhindern.
Die Veranstalter möchten der Frage nachgehen, welche Handlungsspielräume und Möglichkeiten es ganz konkret in Detmold zum Schutz und zum menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten, deren Asylgesuche abgelehnt wurden, gibt. Sie laden ein, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, ist in der Pressemitteilung zu lesen. Im Anschluss sind auch noch der Austausch und die Diskussion möglich.
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