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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock ,
04.11.2017 :
Kuper macht Dampf
OWL-Lenkungsgruppe zur Gedenkstätte Stalag und Sozialwerk trifft sich Montag im Rathaus
Von Bernd Steinbacher
Schloß Holte-Stukenbrock (WB). André Kuper hat sich bereits in den vergangenen Jahren als CDU-Landtagsabgeordneter für die Belange der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Düsseldorf stark gemacht. "Jetzt habe ich allerdings ganz andere Wirkungsmöglichkeiten", sagte am Freitag der neue Landtagspräsident André Kuper im Gespräch mit dem Westfalen-Blatt.
Auf seine Einladung hin trifft sich am kommenden Montag, 6. November, eine OWL-Lenkungsgruppe zur konstituierenden Sitzung im Rathaus Schloß Holte-Stukenbrock. Es geht um die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326, auch mit Blick auf das Sozialwerk Stukenbrock. Das Sozialwerk wurde zwischen 1948 und 1972 im Auftrag des NRW-Sozialministeriums zur Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen betrieben.
Als Multiplikatoren in der Lenkungsgruppe vorgesehen sind für die Landesregierung Staatssekretär Klaus Kaiser, Dr. Hans Wupper-Tewes von der Landeszentrale für politische Bildung, je ein Vertreter der Landtagsfraktionen, CDU-Europaabgeordneter Elmar Brok, Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreises Gütersloh, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Vertreter der Forschungseinrichtungen aus OWL und der Freien Wohlfahrtsverbände und die Regierungspräsidentin Marianne Stahl.
Zu den Teilnehmern gehören auch Oliver Nickel als Geschäftsführer und Manfred Büngener als Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte Stalag. Manfred Büngener sagte am Freitag auf Nachfrage: "Es hat lange gedauert und ist dringend notwendig. Wir hoffen, dass wir auf einem guten Weg sind, die Gedenkstätte weiter entwickeln zu können und entsprechende finanzielle Zuwendungen zu erfahren."
In der Einladung zur ersten Sitzung wird noch einmal die Bedeutung der Gedenkstätte Stalag 326 hervorgehoben: "Das auf dem heutigen Gelände des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW in Schloß Holte-Stukenbrock unter inhumanen Bedingungen betriebene NS-Kriegsgefangenenlager Stalag 326 und der in der Nähe gelegene Ehrenfriedhof der Kriegstoten aus der vormaligen Sowjetunion, haben historisch eine besondere Bedeutung." Verwiesen wird auch auf die Arbeit der Initiativen vor Ort und die bisher erfolgten politischen Bemühungen zum Erhalt der Gedenkstätte.
André Kuper, selbst Mitglied im Förderverein der Dokumentationsstätte Stalag, nennt als Ziele des Treffens am Montag, die Koordination und Bündelung der vielen Initiativen. "Die langfristige Sicherung und der weitere Ausbau der Gedenkstätte Stalag mit Blick auf die Arbeit des Sozialwerks soll erreicht werden", betont der Landtagspräsident. Vorbereitet werden soll zudem ein Treffen in noch größerer Runde.
Bildunterschrift: André Kuper (links) setzt sich schon seit längerem für die Gedenkstätte ein. Das Foto zeigt ihn bei einem Gespräch in der Gedenkstätte im Januar 2014 mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Klaus Dirks (links) und dem Gedenkstätten-Leiter Oliver Nickel.
04./05.11.2017
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