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Nachrichten ,
07.11.2017 :
Tages-Chronologie von Dienstag, 7. November 2017
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www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Dienstag, 7. November 2017
Am 7. November 2017 führte das "Landesarchiv Nordrhein-Westfalen - Abteilung Ostwestfalen-Lippe" eine Archiv-Fortbildung - über den NS-Täter Jürgen Stroop (aus Detmold) - als thematischen Mittelpunkt durch.
Am 6. März 1952 wurde SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS und Polizei - Jürgen Stroop (geboren: 26. September 1895, Detmold als Josef Stroop) - in einem Warschauer Gefängnis hingerichtet.
Am 6. November 2017 haben Parteien sowie Einrichtungen in OWL beschlossen, bei der Weiterentwicklung der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne zur nationalen Gedenkstätte, gemeinsam zu arbeiten.
Für den 9. Dezember 2017 wird eine "Solidaritätsveranstaltung für Ursula Haverbeck" - von der Partei "Die Rechte" ("Kreisverband Rhein-Erft") - auch mit einem Redebeitrag des Neonazis Sascha Krolzig beworben.
www.archive.nrw.de/lav/abteilungen/ostwestfalen_lippe/profil_zustaendigkeit/index.php
www.stalag326.de
www.blumen-fuer-stukenbrock.de
www.mobile-beratung-nrw.de
www.mobile-beratung-owl.de
www.aul-herford.de/index.php?id=395
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Artikel-Einträge in der Datenbank:
Lippische Landes-Zeitung, 07.11.2017:
Fortbildung für Lehrer
Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 07.11.2017:
Gedenken an Pogromnacht
Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 07.11.2017:
Andere Kontaktdaten
Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Gedenken zum Volkstrauertag
Neue Westfälische - Tageblatt für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Der Brief stammt von Jakimowicz
Neue Westfälische - Tageblatt für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Unterstützung für Stalag-Gedenkstätte
Neue Westfälische, 07.11.2017:
Schub für die Gedenkstätte Stalag 326
Neue Westfälische, 07.11.2017:
Schub für die Dokumentationsstätte
Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Ein Schritt zum Erfolg
Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Heute im Lokalteil / "Gedenkstätte entwickeln"
Westfalen-Blatt, 07.11.2017:
Stalag 326 wird aufgewertet
Neue Westfälische - Verler Tageblatt, 07.11.2017:
Heimatverein besucht Stolpersteine
Westfalen-Blatt / Verler Zeitung, 07.11.2017:
Besuch bei den Stolpersteinen
Westfalen-Blatt / Höxtersche Zeitung, 07.11.2017:
Bibel-Treffen und Gedenkstunde
Blick nach Rechts, 07.11.2017:
DR-Jubiläumsfeier mit Haverbeck-Wetzel
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Lippische Landes-Zeitung, 07.11.2017:
Fortbildung für Lehrer
Kreis Lippe (an). Das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Ostwestfalen-Lippe lädt Lehrer für den heutigen Dienstag zu einer Fortbildung ein. Bei dieser Informationsveranstaltung vermittelt Archivpädagogin Heike Fiedler die Arbeit mit historischen Originaldokumenten aus dem Archiv für den Unterricht. Thematisch steht diesmal der NS-Täter Jürgen Stroop aus Detmold im Mittelpunkt. Die Fortbildung findet von 14 bis 16.30 Uhr in der Willi-Hofmann-Straße 2 statt.
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Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 07.11.2017:
Gedenken an Pogromnacht
Gütersloh (WB). In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch in Gütersloh die Synagoge. Jüdische Wohnhäuser wurden zerstört, Menschen gedemütigt, gequält und verfolgt - jüdische Mitbürger, die seit Generationen in Gütersloh ihre Heimat hatten.
Im Gedenken an die Pogromnacht laden Christenrat und Stadt Gütersloh gemeinsam am Donnerstag, 9. November, an den Synagogengedenkstein an der Daltropstraße / Ecke Feldstraße ein. Die Gedenkfeier, die von Gütersloher Jugendlichen mit gestaltet wird, beginnt um 17 Uhr. Bürgermeister Henning Schulz hält die Ansprache. Die Teilnehmer werden gebeten, eine Kerze mitzubringen, die am Synagogenstein abgestellt wird und so ihr Licht setzt gegen Hass und Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung.
"Der Weg der weißen Rose und der Weg der Geschwister Scholl in den Widerstand" ist der Titel einer Autorenlesung mit Gespräch, die sich um 17.30 Uhr an die Gedenkfeier anschließt. In der Aula des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums spricht die Autorin Anja Tuckermann. Der Eintritt ist frei.
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Westfalen-Blatt / Zeitung für Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Harsewinkel, 07.11.2017:
Andere Kontaktdaten
Gütersloh (WB). In unserem Bericht zu Wolf Hausmann, der in Gütersloh eine Jüdische Gemeinde gründen möchte, sind leider falsche Kontaktdaten veröffentlicht worden. Interessierte können sich unter Tel. 0176 / 34248053 oder yachad@gmx.net an Wolf Hausmann wenden. Zudem stellt der Gütersloher fest, dass es seine Adoptivmutter war, die ihm auf dem Sterbebett mitgeteilt habe, dass er Vorfahren jüdischen Ursprungs habe. Wir bitten, diese Fehler zu entschuldigen.
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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Gedenken zum Volkstrauertag
Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Volkstrauertag rückt näher. Am Sonntag, 19. November, wird der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht, auch in der Stadt. Drei Gedenkveranstaltungen finden statt. Kränze werden niedergelegt: um 9.30 Uhr am Ehrenmal in Stukenbrock, um 10.30 Uhr am Ehrenmal in Schloß Holte und um 10 Uhr auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne.
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Neue Westfälische - Tageblatt für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Der Brief stammt von Jakimowicz
Schloß Holte-Stukenbrock. In unserem Artikel "Zeilen von unermesslichem Wert" ist uns ein Fehler unterlaufen. Autor des zitierten Briefs ist nicht Dimitrij Orlow, sondern Zscholobow Iwan Jakimowicz, der wohl aus Tambow stammt. Orlow hat diesen und weitere Briefe lediglich dem hiesigen Heimatforscher Günter Potthoff überlassen. Potthoff und Orlow verband eine lange Freundschaft, Orlow starb 2010 im Alter von 102 Jahren.
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Neue Westfälische - Tageblatt für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Unterstützung für Stalag-Gedenkstätte
Schloß Holte-Stukenbrock (sk). Gestern hat zum ersten Mal der von Landtagspräsident André Kuper einberufene Lenkungskreis zur Unterstützung der Arbeit in der Stalag-Gedenkstätte im Rathaus in SHS getagt. Die 15-köpfige Gruppe hat unter anderem konkret festgelegt, dass im nächsten Jahr ein großes Symposium zu den Geschehnisse in dem Kriegsgefangenenlager in Stukenbrock-Senne stattfinden soll.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auf der Seite "Zwischen Weser und Rhein".
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Neue Westfälische, 07.11.2017:
Schub für die Gedenkstätte Stalag 326
Lenkungskreis: Landtagspräsident Kuper zieht eine positive Bilanz und würdigt die ehrenamtliche Arbeit / Ein Symposium der Uni Bielefeld soll wissenschaftliche Erkenntnisse über das Lager vertiefen
Von Lothar Schmalen
Schloß Holte-Stukenbrock. Vertreter verschiedener politischer Parteien und Einrichtung in Ostwestfalen-Lippe haben beschlossen, bei der Weiterentwicklung der Dokumentationsstätte Stalag 326 in Stukenbrock zu einer Gedenkstätte von nationaler Bedeutung an einem Strang zu ziehen. Das hat NRW-Landtagspräsident André Kuper, der Vorsitzende eines neuen Lenkungskreises für die Gedenkstätte, nach der ersten Sitzung des Gremiums erklärt. Unter der Koordination des Landtagspräsidenten soll nun zunächst ein Gesamtkonzept für die Gedenkstätte erarbeitet werden.
Ein erster wichtiger Schritt ist die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschehnisse auf dem Gelände in Stukenbrock. Für das kommende Jahr ist ein großes wissenschaftliches Symposium an der Universität Bielefeld unter Leitung des Historikers Thomas Welskopp in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stalag 326 geplant. Mit der Nutzung des ehemaligen Lager-Areals als Heimstatt für Flüchtlinge aus dem Osten des ehemaligen Deutschen Reiches (Sozialwerk Stukenbrock) soll sich außerdem ein Workshop befassen, den das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen organisieren werde, berichtete Kuper weiter.
Der Landtagspräsident würdigte im Gespräch mit dieser Zeitung das leidenschaftliche ehrenamtliche Engagement des Fördervereins Stalag 326 um dessen Vorsitzenden Manfred Büngener und Geschäftsführer Oliver Nickel. "Ohne diese langjährige Arbeit wäre die Erinnerung an das Schicksal der Tausenden von sowjetischen Soldaten längst verblasst", so Kuper. Der Förderverein und dessen ehrenamtliche Mitarbeiter müssten deshalb "auf jeden Fall" in die Weiterentwicklung der Gedenkstätte eingebunden werden.
Dem Lenkungskreis gehören auch Staatssekretär Klaus Kaiser (CDU) aus dem NRW-Kulturministerium an, das die Dokumentationsstätte in Stukenbrock zurzeit mit 85.000 Euro fördert. Der Lenkungskreis geht davon aus, dass der Landeszuschuss für die Gedenkstätte weiter steigt. Nahziel ist es, die bisherige halbe Geschäftsführungsstelle in der Dokumentationsstätte auf eine ganze Stelle auszuweiten. Außerdem will die Regionalstelle des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihre pädagogische Arbeit in Ostwestfalen-Lippe künftig von Stukenbrock aus koordinieren. Das habe die Regionalvorsitzende des Volksbundes, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, zugesagt, berichtete Kuper. Thomann-Stahl gehört ebenfalls dem Lenkungskreis an.
Die Initiatoren setzen allerdings auch auf weitere Mittel von Land und Bund. Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) sagte zu, der Kreis Gütersloh werde prüfen, inwieweit für die Gedenkstätte 326 auch Gelder der Regionale 2022, für die OWL den Zuschlag des Landes NRW erhalten hat, genutzt werden können. Geklärt werden muss auch noch, wer der Träger einer großen Gedenkstätte in Stukenbrock werden soll. Der FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Paul (Herford), brachte den Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger ins Gespräch. Paul, der ebenfalls Mitglied im Lenkungskreis ist, war bis zu seiner Wahl in den Landtag im Mai dieses Jahres lange Jahre Sprecher der FDP-Fraktion in der Landschaftsversammlung in Münster.
Weil bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung und der späteren Dauerausstellung auch die Nachnutzung als Flüchtlingsheimstatt für ehemalige Ostdeutsche berücksichtigt werden soll, seien auch Zuschüsse des NRW-Flüchtlingsministeriums denkbar, sagte der frühere Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht (Bielefeld), der für die SPD im Lenkungskreis sitzt.
Der Lenkungskreis will sich bereits Anfang Januar zu einer zweiten Sitzung treffen.
Erst Stalag 326, dann Heimstatt für Ost-Flüchtlinge
Die Geschichte des Geländes in Stukenbrock, auf dem sich von 1941 bis 1945 das Stammlager (Stalag) 326 für Kriegsgefangene der Deutschen Wehrmacht befand, spiegelt die tragische deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert wider. Erst die unmenschliche Behandlung von Kriegsgefangenen, die allermeisten von ihnen kamen aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, durch das NS-Regime mit Tausenden von Toten, dann 1946 / 47 die Internierung von NS-Angehörigen, die im Verdacht standen, Kriegsverbrecher zu sein, durch die Briten und schließlich von 1948 bis 1972 die vorläufige Unterbringung von insgesamt 220.000 Deutschen, die in der Folge des von Nazi-Deutschland vom Zaun gebrochenen Krieges aus den östlichen Teilen des zusammengebrochenen Deutschen Reiches fliehen mussten - und das alles auf einem einzigen Areal.
Bildunterschrift: Historischer Moment: Befreiung des Stalags 326 durch US-Truppen am 2. April 1945.
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Neue Westfälische, 07.11.2017:
Schub für die Dokumentationsstätte
Schloß Holte-Stukenbrock. NRW-Landtagspräsident André Kuper zieht eine positive Bilanz. Er würdigt auch die ehrenamtliche Arbeit in Stukenbrock.
Zwischen Weser und Rhein
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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Ein Schritt zum Erfolg
Steuerungsgruppe tagt zur Entwicklung der Gedenkstätte Stalag
Von Bernd Steinbacher
Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Manfred Büngener, Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne, sieht das Treffen der hochkarätig besetzten Steuerungsgruppe "als Erfolg" an.
"Alle Beteiligten haben sich positiv über die Gedenkstätte geäußert", sagte Büngener auf Nachfrage. Klar sei, dass es noch viel zu tun gebe. Er habe gedrängt, dass die Arbeit der Gedenkstätte schon kurzfristig besser unterstützt werden müsse.
Die Steuerungsgruppe zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 / Sozialwerk hat gestern im Rathaus zum ersten Mal getagt. "Das Treffen ist ein weiterer wichtiger Schritt. Es wird deutlich, welche Bedeutung die Gedenkstätte hat", sagte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr nach dem Treffen. André Kuper (CDU) habe sich gemeinsam mit Günter Garbrecht (SPD) für die Dokumentationsstätte eingesetzt. Doch wenn Kuper als Landtagspräsident, als erster Mann im Land, diese Steuerungsgruppe ins Leben rufe, habe das einen sehr hohen Stellenwert. Manchmal sei nebeneinander her gearbeitet worden. Um das Beste für die Gedenkstätte zu erreichen, sollen nun die Kräfte gebündelt und koordiniert werden.
In einer Pressemitteilung formuliert André Kuper so: "In den vergangenen Jahren sind von unterschiedlichen Akteuren viele neue Impulse zu einer Weiterentwicklung der Gedenkstätte gegeben worden. Wir wollen diese Impulse bündeln, um Stalag 326 / Sozialwerk als bedeutende Erinnerungs-, Dokumentations- und Gedenkstätte zu erhalten, fortzuentwickeln und in die Zukunft zu führen. Die heute gegründete Lenkungsgruppe wird dafür die notwendige Koordinierung leisten und Denkanstöße zur künftigen Finanzierung geben."
Die Finanzierung ist auch Büngener ein großes Anliegen, hat er doch bereits Spenden gesammelt und um offizielle Unterstützung gebettelt, als die Dokumentationsstätte noch nicht so im Blickpunkt der Öffentlichkeit stand, wie derzeit. Zur positiven Entwicklung beigetragen hat dabei auch im Mai 2015 der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Die Lenkungsgruppe konnte sich auf die Erarbeitung eines Konzepts einigen, das in etwa einem Jahr stehen soll. Darüber hinaus verständigten sich die Teilnehmer auf kurz-, mittel- und langfristige Ziele.
Stattfinden soll zudem ein Symposium, organisiert von der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stalag und der Lenkungsgruppe, an dem Wissenschaftler aus der Region und Deutschland teilnehmen werden. Auch einen Workshop zur Aufbereitung der Geschichte des Sozialwerks wird es 2018 geben, um eine Basis für eine zukünftige Förderung zu haben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Standort der heutigen Polizeischule von 1946 bis 1972 dem Sozialwerk Stukenbrock. Unter Aufsicht des Sozialministeriums und mit Unterstützung der Wohlfahrtsverbände wurden etwa 220.000 Vertriebene und Flüchtlinge im Sozialwerk untergebracht und versorgt.
Stalag 326 (VI K) Senne
Das Stalag 326 (VI K) Senne war von 1941 bis 1945 eines von zahlreichen deutschen Kriegsgefangenenlagern. Die Abkürzung Stalag steht für Stammlager.
Das Lager war vorwiegend für die Inhaftierung sowjetischer Kriegsgefangenen gedacht. Es waren aber auch Kriegsgefangene anderer Nationalität dort untergebracht, unter anderem aus Frankreich, Belgien und Polen.
Wegen der schlechten hygienischen Zustände und auf Grund von Unterernährung starben Zehntausende der Kriegsgefangenen. Auf dem Ehrenfriedhof sind sie begraben. Bislang konnten mehr als 10.000 von ihnen identifiziert werden.
Am 2. April 1945 wurde das Lager von US-Soldaten befreit. Im ehemaligen Arrestgebäude des Lagers ist heute eine Ausstellung zu sehen, die das Leid der Kriegsgefangenen dokumentiert.
Bildunterschrift: Die Steuerungsgruppe zur weiteren Entwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne hat gestern im Rathaus getagt: (vorn von links) Staatssekretär Klaus Kaiser, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Helga Lange (Bündnis 90 / Grüne), Landtagspräsident André Kuper und (hinten von links) Günter Garbrecht, ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter, Manfred Büngener und Oliver Nickel vom Förderverein der Gedenkstätte Stalag, Jürgen Heinrich (Geschäftsführer Universitätsgesellschaft Bielefeld), Landrat Sven-Georg Adenauer, Wolfgang Günther (Landeskirchliches Archiv) und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr.
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Westfalen-Blatt / Zeitung für Schloß Holte-Stukenbrock, 07.11.2017:
Heute im Lokalteil / "Gedenkstätte entwickeln"
Landtagspräsident André Kuper hatte zum ersten Treffen der Steuerungsgruppe eingeladen. Zur Entwicklung der Gedenkstätte Stalag soll ein Konzept verfasst und die Einrichtung dauerhaft gesichert werden.
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Westfalen-Blatt, 07.11.2017:
Stalag 326 wird aufgewertet
Schloß Holte-Stukenbrock (WB/bs). Die Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock soll aufgewertet werden. Der gestern auf Einladung des Landtagspräsidenten André Kuper in der Stadt tagende Lenkungskreis beschloss, dass innerhalb eines Jahres ein Konzept erarbeitet werden soll. Im Stammlager (Stalag) waren von 1941 bis 1945 hauptsächlich sowjetische Kriegsgefangene untergebracht. Die Universität Bielefeld soll in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stalag und der Lenkungsgruppe ein wissenschaftliches Symposium organisieren. Auch einen Workshop zur Aufbereitung der Geschichte des Sozialwerks (Auffanglager für Flüchtlinge und Aussiedler nach dem Krieg) wird es 2018 geben, um damit die Basis für eine Förderung zu haben.
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Neue Westfälische - Verler Tageblatt, 07.11.2017:
Heimatverein besucht Stolpersteine
Verl (nw). Am Jahrestag des Novemberpogroms vom 9. November 1938 erinnert der Heimatverein mit einer Veranstaltung an das verübte Unrecht an den Mitgliedern der Verler Familie Hope. Bei einem Stadtspaziergang werden Orte jüdischen Lebens in Verl und die im Gehwegpflaster verlegten Stolpersteine besucht. Die Veranstaltung beginnt am kommenden Donnerstag um 18 Uhr am Heimathaus an der Sender Straße.
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Westfalen-Blatt / Verler Zeitung, 07.11.2017:
Besuch bei den Stolpersteinen
Verl (WB). Am Jahrestag des Novemberpogroms (9. November 1938) erinnert der Verler Heimatverein mit einer Veranstaltung an das verübte Unrecht an den Mitgliedern der Verler Familie Hope. Bei einem Stadtspaziergang werden Orte jüdischen Lebens in Verl und die im Gehwegpflaster verlegten Stolpersteine besucht. Beginn: 18 Uhr am Heimathaus.
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Westfalen-Blatt / Höxtersche Zeitung, 07.11.2017:
Bibel-Treffen und Gedenkstunde
Nieheim (WB). Gleich auf mehrere Termine in dieser Woche weisen die Kirchen hin. So laden die Katholische Kirchengemeinde Nieheim und die Evangelische Kirchengemeinde Marienmünster-Nieheim zu einem ökumenischen Bibeltreffen zum "Hohen Lied der Liebe" ein. Der Bibelabend ist am heutigen Dienstag um 19 Uhr im katholischen Pfarrheim Nieheim. Ein Bibelgottesdienst mit Gesängen aus Taizé ist für Sonntag, 12. November, um 18 Uhr in der St.-Nikolaus-Pfarrkirche Nieheim geplant. Am Donnerstag, 9. November, wollen die Gemeinden um 19.30 Uhr mit einer Gedenkstunde an der ehemaligen Synagoge (Marienstraße) an die Novemberpogrome 1938 erinnern.
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Blick nach Rechts, 07.11.2017:
DR-Jubiläumsfeier mit Haverbeck-Wetzel
Die Neonazi-Partei "Die Rechte" (DR) kündigt für Anfang Dezember eine größere "Solidaritätsveranstaltung" für die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel im Rheinland an.
Seit dem Wochenende weist der DR-Verband im Rhein-Erft-Kreis darauf hin, dass am 9. Dezember ein größeres Neonazi-Treffen im Rhein-Erft-Kreis oder in den umliegenden Kreisen stattfinden soll. Gefeiert wird demnach auch das fünfjährige Bestehen des entsprechenden DR-Kreisverbandes. Zudem sei das Treffen eine "Solidaritätsveranstaltung" für Haverbeck-Wetzel, die unterdessen mehrfach zu noch nicht rechtskräftig gewordenen Haftstrafen verurteilt wurde (Blick nach Rechts berichtete am 17.10.2017).
Neben der Holocaust-Leugnerin sind die Neonazi-Kader Thomas "Steiner" Wulff ("angefragt"), Michael Brück und Sascha Krolzig (beide DR) als Redner angekündigt. Zudem soll Angela Schaller eine Rede halten, die sich noch im Frühjahr im Umfeld des Gasthauses "Goldener Löwe" des Neonazis Tommy Frenck in Kloster Veßra in Thüringen engagierte (Blick nach Rechts berichtete am 26.04.2017). Auch wird es am 9. Dezember Verkaufsstände und wahrscheinlich Auftritte von Musikern ("Anfragen offen") geben. Den Ort der "geschlossenen Versammlung" müssen Interessierte per Mail erfragen.
Auftreten gleicht "diskursorientiertem Rechtsextremismus"
Laut Landesverfassungsschutz verfügt der DR-Kreisverband über nur wenige Mitglieder, sei jedoch demgegenüber "relativ" aktiv. Besonderer Wert, heißt es im NRW-Verfassungsschutzbericht 2016, werde "auf eine ideologische Schulung der Anhängerschaft" gelegt. Vortragsabende oder -reihen wie im Herbst 2016 unter dem Motto "Aufstand des Geistes" (Blick nach Rechts berichtete am 26.10.2016) seien dazu gedacht. Der Landesverfassungsschutzbericht für das Jahr 2014 hatte sogar bilanziert, der DR-Verband im Rhein-Erft-Kreis stelle eine Besonderheit für die Partei dar, weil sein Auftreten einem "diskursorientierten Rechtsextremismus" gleiche.
Bildunterschrift: Braune "Solidaritätsveranstaltung" für und mit Ursula Haverbeck-Wetzel geplant (Screenshot).
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