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Westfalen-Blatt / Westfälisches Volksblatt , 04.12.2017 :

Stadt erinnert an Jenny Aloni

Paderborn (WV). Mit der Ausstellung "Jenny Aloni. Deutschland - Palästina - Israel" hat die Universität Paderborn in den vergangenen Monaten anlässlich des 100. Geburtstages an die in Paderborn geborene jüdische Schriftstellerin (1917 - 1993) erinnert. Die vom Archiv der Universität konzipierte Ausstellung war im September und Oktober in der Universitätsbibliothek zu sehen und stieß auf reges und anhaltendes Interesse. Deshalb ist sie nun verlängert worden und von heute an für weitere acht Wochen bis zum 25. Januar im Einwohneramt der Stadt Paderborn am Marienplatz 2 zu sehen. Die Ausstellung über das Leben der Autorin kann während der normalen Öffnungszeiten besucht werden.

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Westfalen-Blatt, 02./03.09.2017:

Uni Paderborn ehrt Jenny Aloni

Paderborn (WB/ecke). Zu den wenigen jüdischen Dichterinnen, die nach der Emigration aus Nazi-Deutschland in ihren Werken der Muttersprache treu geblieben sind, gehört Jenny Aloni-Rosenbaum (1917 - 1993) aus Paderborn.

Die Universität Paderborn erinnert mit einem dreitägigen Symposium, das für interessierte Literaturfreunde offen ist, an die Autorin. Es wird am 7. September um 14 Uhr im Raum B 3.231 der Hochschule eröffnet. Die Unibibliothek zeigt eine Ausstellung zum Thema "Jenny Aloni - Deutschland, Palästina, Israel" (9. September bis 19. Oktober).

Hartmut Steinecke, profilierter Kenner ihrer Person, hat eine ausführliche Monografie über Leben und Werk Jenny Alonis verfasst ("Jenny Aloni - eine deutsch-jüdische Schriftstellerin"; Aisthesis-Verlag Bielefeld, 19,80 Euro), die rechtzeitig zum 100. Geburtstag der Dichterin erschienen ist.

Mit ihren Werken über NS-Deutschland, über Emigration, Shoa und die Entwicklung des Staates Israel gilt die 1939 nach Palästina ausgewanderte Jenny Aloni als eine wichtige deutsch-jüdische Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts.

Die Stadt Paderborn ehrte ihre ehemalige Mitbürgerin 1967 mit der Verleihung des Kulturpreises. Trotz zunächst geäußerter Bedenken kam Jenny Aloni zur Entgegennahme des Preises erstmals wieder in ihre Heimatstadt. Nach ihrem Tod 1993 in Israel stellte ihr Mann Esra ihren Nachlass der Uni Paderborn zur Verfügung.

Das Elternhaus der als Jenny Rosenbaum geborenen Dichterin stand direkt an den Paderquellen, wurde jedoch 1945 bei den schweren alliierten Bombenangriffen zerstört. Jenny besuchte das katholische St.-Michael-Lyzeum und entschloss sich bereits nach dem Ende der Schulzeit zur Auswanderung nach Palästina.

Bildunterschrift: Jenny Aloni.


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