|
Nachrichten ,
17.11.2017 :
Tages-Chronologie von Freitag, 17. November 2017
_______________________________________________
www.hiergeblieben.de - Zusammenfassung - Freitag, 17. November 2017
Am 29. November 2017 referiert Bildhauer Dietmar Lehmann in Minden über "Vergessene Orte - Dachs I", zum Aufarbeitungsstand sowie Erinnerungskultur für die Opfer der KZ-Außenlager an der Porta Westfalica.
Am 23. November 2017 trägt der Historiker und Autor Jürgen Hartmann unter der Überschrift: "Bürokraten der Vernichtung - die Judenreferenten der Gestapo Bielefeld" um 19.00 Uhr in der Stadthalle Detmold vor.
Für den 23. November 2017 ist vor dem Landgericht Detmold ein Berufungsprozess, gegen die notorische Antisemitin Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho wegen Volksverhetzung (Holocaust-Leugnung) terminiert.
Am 16. Oktober 2017 verurteilte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die, mehrmalig vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho, wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe.
Am 28. August 2017 reduzierte das Landgericht Verden im Berufungsverfahren (Amtsgerichts Verden vom 21. November 2016) gegen Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho, das Urteil auf zwei Jahre Freiheitsstrafe.
Am 17. Februar 2017 wurde die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten (wiederum ohne Bewährung) vom Amtsgericht Detmold verurteilt.
Am 21. November 2016 wurde Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho wegen mehrfacher Volksverhetzung in der "Stimme des Reiches", vom Schöffengericht Verden zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Am 11. Oktober 2016 wurde die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel, vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen wegen Volksverhetzung in vier Fällen wiederum zu einer (elfmonatigen) Haftstrafe verurteilt.
Am 2. September 2016 wurde die (vorbestrafte) Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho vor dem Amtsgericht Detmold wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.
Am 30. Januar 2016 leugnete die 87-jährige Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho auf einer Veranstaltung des "Hoffmann-von-Fallersleben-Kreis", in einer Gaststätte in Berlin-Lichtenrade abermals den Holocaust.
Am 12. November 2015 wurde die 87-jährige Ursula Haverbeck-Wetzel aus Vlotho, von einem Hamburger Amtsgericht wegen Volksverhetzung in zwei Fällen zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.
Am 16. November 2017 vertagte das Amtsgericht Bielefeld einen Prozess gegen den Dortmunder Neonazi Sascha Marcel Krolzig (Partei "Die Rechte"), wegen Beleidigung und Volksverhetzung, ohne neuen Termin.
www.gedenkstaette-porta.de
www.jg-hf-dt.de
www.mobile-beratung-nrw.de
www.mobile-beratung-owl.de
www.aul-herford.de/projekte/nrweltoffen/
_______________________________________________
Artikel-Einträge in der Datenbank:
Mindener Tageblatt, 17.11.2017:
Geschichte eines Mahnmals
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 17.11.2017:
Vortrag über die Bürokratie der Vernichtung
Westfalen-Blatt, 17.11.2017:
Haverbeck vor Gericht
Neue Westfälische, 17.11.2017:
Verhandlung gegen Holocaust-Leugnerin
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 17.11.2017:
Prozess wegen Volksverhetzung ausgefallen
Neue Westfälische, 17.11.2017:
Krolzig-Prozess kurzfristig vertagt
Westfalen-Blatt, 17.11.2017:
Prozess gegen Krolzig abgesagt
_______________________________________________
Mindener Tageblatt, 17.11.2017:
Geschichte eines Mahnmals
Vortrag über das KZ-Außenlager und die Aufarbeitung der Geschehnisse
Porta Westfalica / Minden (mt/GB). Unter dem Jakobsberg an der Porta Westfalica sollte in den Jahren 1944 und 1945 unter dem Decknamen "Dachs I" eine der größten unterirdischen Schmieröl-Raffinerien im so genannten Dritten Reich entstehen. Hunderte Zwangsarbeiter wurden in KZ-Außenlagern interniert und mussten unter menschenverachtenden Bedingungen in den Stollenanlagen arbeiten.
Ein Vortrag im Kleinen Theater am Weingarten mit Dietmar Lehmann am Mittwoch, 29. November, um 19 Uhr widmet sich vor allem dem Prozess der Aufarbeitung dieser Geschehnisse und der Erinnerungsarbeit. Ausgangspunkt ist die Zeit ab 1992, als Anfragen und Besuche ehemaliger KZ-Häftlinge und ihrer Angehörigen dazu führten, dass in Porta Westfalica ein Mahnmal errichtet wurde.
Der Bildhauer Dietmar Lehmann wurde mit der Ausführung beauftragt. Im Rahmen seiner bildhauerischen Arbeit beschäftigte er sich intensiv mit den historischen Ereignissen und Fakten. In seinem Vortrag gibt er einen Einblick in seine Recherche-Arbeiten und erläutert die künstlerische Umsetzung.
Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei, aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bei der VHS gebeten, Telefon (0571) 8376610.
_______________________________________________
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 17.11.2017:
Vortrag über die Bürokratie der Vernichtung
Oerlinghausen / Leopoldshöhe (NW). Wer waren die Bürokraten, die für die Deportation der Juden aus Lippe und Umgebung verantwortlich waren? Dieses Thema beleuchtet ein Vortrag des Historikers und Autors Jürgen Hartmann am Freitag, 23. November, der um 19 Uhr in der Detmolder Stadthalle beginnt. Unter dem Titel "Bürokraten der Vernichtung - die Judenreferenten der Gestapo Bielefeld" wird die Rolle der Judenreferenten Pützer und Peters der Gestapostelle Bielefeld erörtert. Die Veranstaltung wird organisiert vom Arbeitskreis "Gegen das Vergessen".
Referent Jürgen Hartmann wurde in Oerlinghausen geboren und beschäftigte sich nach seinem Studium der Geschichte und Sozialwissenschaften vor allem mit regionaler Geschichte. Er ist Mitherausgeber der Internet-Zeitschrift "Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte" und publizierte und forschte zu verschiedenen Themen wie beispielsweise das "Erinnerungsbuch für die Opfer des Nationalsozialismus aus Oerlinghausen" (2017) oder zu den "Judenreferenten" der Gestapostellen Münster und Bielefeld.
Der Arbeitskreis "Gegen das Vergessen" setzt sich aus engagierten Bürgern der Region zusammen. In diesem Jahr organisierte der Arbeitskreis eine Veranstaltungsreihe zur Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten. Anlass war der Auschwitz-Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Hanning in Detmold 2016. Die Veranstaltungsreihe ging in zahlreichen Vorträgen, Lesungen und einer Studienfahrt auf die Erniedrigung, Entrechtung, Beraubung und Vernichtung der Juden ein und vermittelte historisches Hintergrundwissen an politisch und historisch Interessierte.
_______________________________________________
Westfalen-Blatt, 17.11.2017:
Haverbeck vor Gericht
Vlotho (WB/ca). Sie wird immer wieder verurteilt, aber eingesperrt hat sie noch kein Gericht: Am 23. November steht erneut die vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (89) aus Vlotho vor Gericht. Sie war im September 2016 wegen Volksverhetzung zu acht Monaten Haft verurteilt worden, weil sie in einem Brief an den Detmolder Bürgermeister den Völkermord an den Juden geleugnet hatte. Nach der Verhandlung verteilte sie Schriftstücke, in denen der Holocaust ebenfalls bestritten wird. Sie wurde deshalb im Februar wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu zehn Monaten Haft verurteilt. Gegen beide Urteile hat Haverbeck Berufung eingelegt. Der Prozess am 23. November beginnt um 12.30 Uhr vor dem Landgericht Detmold.
_______________________________________________
Neue Westfälische, 17.11.2017:
Verhandlung gegen Holocaust-Leugnerin
Detmold / Vlotho. Das Landgericht Detmold verhandelt am Donnerstag, 23. November, darüber, ob die mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho eine Haftstrafe verbüßen muss. In dem Verfahren geht es um die Berufungen der 89-Jährigen gegen zwei Urteile wegen Volksverhetzung. Im Raum stehen Freiheitsstrafen von insgesamt 18 Monaten.
_______________________________________________
Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt, 17.11.2017:
Prozess wegen Volksverhetzung ausgefallen
Bielefeld. Zum zweiten Mal muss der Prozess wegen Volksverhetzung gegen Neonazi Sascha Krolzig verschoben werden - diesmal, weil sein Verteidiger einen Autounfall hatte. Opfer Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, zeigte sich betroffen: "Die Hoffnung, dass es endlich zu Ende geht, ist wieder geplatzt." Krolzig wird vorgeworfen, Kellig mit dem NS-Begriff "frecher Jude" beleidigt zu haben.
_______________________________________________
Neue Westfälische, 17.11.2017:
Krolzig-Prozess kurzfristig vertagt
Bielefeld. Der Prozess wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen den Bielefelder Neonazi Sascha Krolzig ist vertagt worden. Der Verteidiger Krolzigs hatte einen Autounfall und musste kurzfristig absagen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Funktionär der Partei Die Rechte vor, den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig, beleidigt zu haben.
_______________________________________________
Westfalen-Blatt, 17.11.2017:
Prozess gegen Krolzig abgesagt
Bielefeld (WB/ca). Der Prozess gegen den Bezirkschef der Partei "Die Rechte", Sascha Krolzig, ist ausgefallen. Er sollte sich gestern in Bielefeld verantworten, weil er den Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Herford-Detmold als "frechen Juden" bezeichnet haben soll. Weil sein Anwalt morgens einen Unfall hatte, wurde der Prozess abgesagt. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.
_______________________________________________
|