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Lippische Landes-Zeitung ,
03.07.2004 :
Ärgerlich / "Kopftuch ist wie Minirock", LZ vom 29. Juni
Der Artikel mit Zitaten von Moslems macht ärgerlich. Kopftuch als religiöses Symbol: so ein Unsinn. Es symbolisiert (religiös verbrämt) den Machtanspruch der Moslemmänner. Viele Moslemfrauen finden das gut? Auch manche ehemalige Sklaven in den USA haben bei ihrer Befreiung gebettelt, weiter Sklaven sein zu dürfen. Wer Freiheit und Selbstbestimmung nicht gewohnt ist ... Aber sollte deswegen die Sklaverei beibehalten werden?
Manche Politiker gefährdeten mit Forderungen nach dem Kopftuchverbot die Integration, meint der Leiter des Islamarchivs in Deutschland. So ein Unsinn. In der Türkei ist das Kopftuch in der Öffentlichkeit verboten. Sind die Muslime dort etwa nicht integriert? Oder kommen die, die sich in der Türkei nicht integrieren wollen, nach Deutschland und missbrauchen hier die liberale Gesetzgebung, indem sie abstruse Forderungen stellen und die Gerichte dafür bemühen? Ich weigere mich, mit meinen Steuergeldern die Prozesse Verblendeter mitzufinanzieren.
Und dann geht es auch noch auf die christlichen Symbole los: auch diese müssten verboten werden, wenn... Neue Prozessdrohungen? Es ist nicht fassbar. Wo sind wir denn? Ist das christliche Abendland bereits derart überwandert, dass bereits laut über die Abschaffung der christlichen Symbole nachgedacht wird?
Dem Artikel entnehme ich, dass ein Drittel der hier lebenden Moslems, das sind über 1 Million, den Koran für mit dem Grundgesetz nicht vereinbar halten. Darf sich dieses "staatsfeindliche" Drittel überhaupt rechtmäßig in Deutschland aufhalten? Diese Frage müssen sich unsere Politiker in Deutschland stellen.
Die gesamte Diskussion würde sich erübrigen, wenn sich Gäste auch wie Gäste benehmen würden. Ich akzeptiere religiöse Gebräuche in der Moschee, auch das Kopftuchtragen in der Moschee und ziehe meine Schuhe dort aus, aber eben nur dort.
Helmut Brenner
Paulinenstraße 20
Bad Salzuflen
03./04.07.2004
detmold@lz-online.de
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